Fakeblock

Blocklösen/Fakeblock


Natürlich macht es am meisten Spaß, im richtigen Moment abzuspringen, zuzufassen und dem Angreifer den Ball vor die Füße zu blocken! In manchen Situationen ist es je doch besser, sich vom Netz zu lösen und den Angriff gemeinsam mit dem Partner im Feld abzuwehren.
Die Rede ist vom sogenannten „Fake Block“, bei dem das Blocken, wie der Name schon sagt, nur angetäuscht wird und du dich, statt abzuspringen, schnell vom Netz löst und ebenfalls hinten in die Abwehr stellst.
Anwendung findet der Fakeblock nur in bestimmten Situationen:

1. Der Angreifer ist so klein oder sprungschwach, dass er nur optimal am Netz stehende Pässe variabel
     angreifen kann. In diesem Fall solltest du dich als Blocker immer lösen, wenn
     das Zuspiel nicht netznah erfolgt.

2. Der Spieler hat Probleme in der Annahme und/oder der Partner ist im Zuspiel nicht sicher, so dass
     immer wieder Bälle nicht bis ans Netz kommen. Auch hier solltest du bereit
     sein, dich schnell ins Feld zurückzuziehen.

Wir möchten uns nun keinen Ärger einhandeln, aber die Damen sind natürlich hinsichtlich ihrer Athletik im Nachteil, so dass Frauen häufiger auf Gegenspielerinnen treffen, die nur bei optimalem Zuspiel in der Lage sind, mit einem harten Schlag anzugreifen. In diesem Fall kann sich die Blockspielerin darauf einstellen, dass sie sich in den meisten Fällen vom Netz lösen sollte.

Entscheidend ist, wann und wie du dich vom Netz zurückziehst.
Du musst natürlich solange abwarten, bis du einschätzen kannst, wie gut das Zuspiel sein wird. Mit etwas Übung kannst du das schon erkennen, kurz nachdem der Ball die Hände bzw. Unterarme des zuspielenden Gegners verlassen hat. Das ist für dich dann das Signal „Rückzug“!



Hinweise zur Ausführung


Wichtig ist, dass du mit maximaler Geschwindigkeit auf deine Abwehrposition kommst, dabei aber den Angreifer und den Ball noch im Auge hast. Das bedeutet, du musst vorwärts laufen (was in der Regel deutlich schneller ist als kleine Trippelschritte rückwärts), dabei aber zum Netz schauen. Das klingt nun im ersten Moment etwas seltsam, lässt sich aber mit etwas Übung problemlos ausführen. Deine Füße und Knie zeigen dann in Laufrichtung, also zur Grundlinie, während der Blick noch Richtung Netz geht.

Als Faustregel kannst du dir merken, dass du dich nur soweit zurückziehen solltest, dass du in dem Moment, wenn der Angreifer schlägt, in jedem Fall wieder stabil stehst. Bist du also nur zwei Meter nach hinten gekommen, bleibst du trotzdem dort stehen. Denn dann sind deine Chancen, den Ball abzuwehren, noch immer größer, als wenn dich der Angreifer im wahrsten Sinne des Wortes auf dem falschen Fuß erwischt.
Als großer Spieler kannst du es dir auch erlauben, etwas weiter vorn zu stehen, da du z.B. hart, in die hintere Feldhälfte geschlagene Bälle, trotzdem noch über dem Kopf abwehren kannst.
Der ideale Abstand zum Netz beträgt im Durchschnitt ca. 4-5 m und ist immer etwas davon abhängig, welche Schlagvariante dein Gegner in der Situation am besten beherrscht und bevorzugt spielt. Wie viele Schritte das sind, hängt natürlich von deiner Schrittlänge ab. Mit dem letzten Schritt drehst du dich in jedem Fall wieder vollständig zum Netz und stoppst so ab, dass du ausbalanciert stehst und in jede Richtung loslaufen könntest.

Hier findest du einen Ablauf des Fakeblocks und was es dabei zu beachten gibt:

Blocklösen1

Ausgangsposition

Beide Hände sind (für einen eventuellen Block) gehoben zum Netz gerichtet.



Blocklösen2

Auftaktschritt

Ein nach hinten gerichteter Schritt des netzfernen Beins in Richtung Endposition.



Blocklösen3

Kreuzschritt

Mit dem netznahen Bein kreuzt du das andere, läufst vorwärts trotz Blickrichtung Netz zwei bis drei Schritte nach hinten und drehst dich komplett wieder zum Netz.

Blocklösen4

Endposition

Jetzt solltest du stabil stehe und das Gewicht leicht vorne sowie die Hände geöffnet neben dem Körper haben.





Andi Künkle zusammen mit Top-Spielerin Ilka Semmler erklären uns den Fakeblock

Jörg Ahmann, Bundestrainer der U23 Nachwuchsstars, erklärt uns das Blocklösen.

Alle guten Dinge sind drei. Lena Wortmann erläutert uns den Fakeblock



    Übungen zum Training des Fakeblocks/Blocklösens

Blocklösen/Fakeblock (1)

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Max Schmitz-Porten, Trainer der Beachacademy, gibt uns eine Trainingsmöglichkeit zum Blocklösen.

Blocklösen/Fakeblock (2)

Julia Krumbeck erklärt den Fakeblock und ergänzt eine passende Übungsmöglichkeit

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