Beach-Volleyball leicht gemacht: Der richtige Spielaufbau 

Ein guter Spielaufbau, sprich eine optimale Annahme und ein gutes Zuspiel, sind die Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Angriff. Doch gerade mit dem falschen Spielaufbau machen sich unerfahrene Freizeitspieler das Leben meist unnötig schwer. Das Geheimnis lautet: Enges Spielkonzept!

Das enge Spielkonzept bedeutet kurze Ballflugwege sowohl in der Annahme als auch beim Zuspiel. Der Vorteil: Je kürzer der Ball unterwegs ist, desto präziser und weniger anfällig z.B. für den Einfluss des Windes wird die Aktion.  

Die Standardvariante sieht daher wie folgt aus: Der Annahmespieler spielt den Ball gerade nach vorne (kurzer Ballflugweg) und etwas zwei Meter an das Netz heran.  Der zuspielende Teampartner steht beim Zuspiel somit ca. zwei Meter vom Netz entfernt. Die Annahme sollte so hoch sein, dass der Zuspieler stressfrei zum Ball bzw. Zuspielort gelangen kann, aber auch nicht zu hoch, um das Zuspiel technisch nicht unnötig zu erschweren. Der Trick dabei: Der nicht annehmende Spieler wartet nicht erst die Annahme ab und macht sich dann auf den langen Weg zum Netz. Sobald der Spieler erkannt hat, dass sein Partner annehmen wird,  bewegt er sich ein paar Schritte in Richtung Zuspielort und damit meist zur Feldmitte (zentrale Position). Hat sein Spielpartner angenommen, läuft der Zuspieler von dort aus direkt zum Ball  bzw. Zuspielort.

Ines Pianka, Cheftrainerin der Beach-Academy, erklärt: "Der Zuspieler kann von der zentralen Position alle Annahmebälle gut erreichen. So hat er bei einer  guten  Annahme einen kurzen Weg  zur optimalen Zuspielposition, hat aber auch eine gute Ausgangsposition für das Zuspiel nicht perfekter Annahmen."

Der anschließende Pass sollte  immer dieselbe Entfernung vom Zuspieler haben, wobei zwei Meter  eine gute Länge sind. Dies hat zum einen den Vorteil, dass durch den kurzen Ballflug die Abweichungen beim Zuspiel geringer sind  (kurzer Ballflugweg). Zum anderen kann sich der Angreifer am Zuspieler orientieren, sprich er weiß nach der Annahme immer genau, wohin der Pass gespielt wird, und kann seinen Anlauf darauf ausrichten.

 

Varianten und das Motto: "Safety first"

Neben der komfortablen Situation, dass dich der Aufschlag nicht zu sehr unter Druck setzt und du die oben beschriebene Annahme spielen kannst, gibt es natürlich auch Spielsituation, die Varianten erfordern. Landet ein gut  platzierter Aufschlag beispielsweise auf der Seitenlinie, so kannst du deine Annahme nicht gerade nach vorne Richtung Netzantenne  schieben, sondern musst den Ball in einem leichten Winkel annehmen. So kann dein Mitspieler weiterhin den Standardpass spielen. 

Tipp: Wenn vom Gegner schwer kontrollierbare Aufschläge über das Netz geschossen kommen und du unter Druck gerätst, geht Sicherheit vor Traumannahme. Das bedeutet, dass du in diesem Fall den Ball lieber etwas zu weit vom Netz lässt, als ihn ins oder übers Netz zu schieben. Auch kannst du besser etwas Winkel in die Annahme bringen und den Ball im Feld halten als zu riskieren, dass deine Annahme zusammen mit deinem Spielpartner seitlich neben dem Feld in der Bande landet.

 

Übung zum engen Spielkonzept

Ihr teilt eure Feldhälfte in drei deutlich erkennbare Längsstreifen und geht in die Annahme. Auf der anderen Seite schlagen eure Trainingspartner oder eurer Trainer auf. Euer Ziel ist es, das Spiel immer in dem Streifen aufzubauen, in dem die Annahme erfolgt ist. Sowohl Annahme als auch Zuspiel finden somit immer in der gleichen „Zone“ statt.
Diese Übung lässt sich prima zu einem kleinen Wettkampf ausbauen , indem ihr den Ballwechsel wie gewohnt ausspielt und immer zwei Extrapunkte für den oben beschriebenen Spielaufbau erhaltet. So könnt ihr z.B. einen Kurzsatz gegen das gegnerische Team spielen und anschließend die Seiten und Aufgaben tauschen. Anschließend werden die Punkte addiert und der Sieger ermittelt.

Übung zum engen Spielkonzept:
Ihr teilt eure Feldhälfte in drei deutlich erkennbare Längsstreifen und geht in die Annahme. Auf der anderen Seite schlagen eure Trainingspartner oder eurer Trainer auf. Euer Ziel ist es, das Spiel immer in dem Streifen aufzubauen, in dem die Annahme erfolgt ist. Sowohl Annahme als auch Zuspiel finden somit immer in der gleichen „Zone“ statt.
Diese Übung lässt sich prima zu einem kleinen Wettkampf ausbauen , indem ihr den Ballwechsel wie gewohnt ausspielt und immer zwei Extrapunkte für den oben beschriebenen Spielaufbau erhaltet. So könnt ihr z.B. einen Kurzsatz gegen das gegnerische Team spielen und anschließend die Seiten und Aufgaben tauschen. Anschließend werden die Punkte addiert und der Sieger ermittelt.

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