Bernhard Wagner mit Paul Becker und Jan Romund

Bernhard mit seinem ehemaligen Team Paul Becker (links) und Aljoscha Grabowski (rechts).



  Tipp: Diese Karte ist der Kern der Übung. Sie ist
             im Endeffekt die Lösung, um sich aus der
             Abwärtsspirale zu befreien. Verpacke sie
             wasserfest (Folie o.ä.) und packe sie in
             deine Beachtasche.

  Tipp: Gestaltet die Karte, wie sie dir am besten
             gefällt. Der eine mag es schlicht und es
             reicht ein Wort. Andere malen sich ein Bild
             (z.B. eine Sonne) auf die Karte. Suche dir
             eine Karte aus, die du magst und die dir
             gefällt.

Besiege die Abwärtsspirale - starte mit dem Mentaltraining


  Spieler jeden Niveaus kämpfen mit diesem Problem. Und wenn dich dieses Problem erreicht, solltest du
  trainieren, die Abwärtsspirale zu unterbrechen und zurück zum eigenen Spiel zu finden.
  Indikatoren für einen Negativlauf sind:

    - je mehr du es ändern willst umso schlimmer wird es
    - es gelingen auch sonst sichere Aktionen oder Techniken nicht mehr
    - Hilfe vom Partner kannst du nicht annehmen
    - das Gefühl von Hilflosigkeit oder Ratlosigkeit macht sich breit

  Für den Einstieg in das Mentaltraining suchen wir uns einen ruhigen Platz. Abseits des Courts werden wir
  die Lösung für solche Situationen vorbereiten, die wir anschließend auf dem Feld ausprobieren und
  anwenden können.


  1. Der erste Teil ist einfach. Schreibe auf einen Zettel, warum du Beach-Volleyball spielst. Was motiviert
      dich? Vielleicht ist es der Spaß am Sport, die Freude an der Bewegung und an dem Sand unter den
      Füßen oder die Begeisterung, mit einem Partner ein gutes Spiel zu machen und zu gewinnen, oder
      oder oder...


  2. Finde zwei bis drei konkrete Situationen, in denen du die eben beschriebenen Punkte/Gefühlte erlebt
      hast. Du solltest dich noch genau an die Spielsituation erinnern können. Ort, Zeit und Gegner sollten
      dir lebhaft in Erinnerung sein.


  3. Nun kommt der schönste Teil der Übung, nimm dir soviel Zeit, wie du Lust hast! Erinnere dich so
      intensiv wie möglich an die Spiele oder Situationen, die du im zweiten Punkt ausgewählt hast. Ruf dir
      alle Details noch mal vor Augen: Wie war das Wetter? Wer war mein Partner? Wie hat sich der Sand, der
      Ball angefühlt? Was war so toll an dem Tag oder in dem Spiel? Deine Aufgabe ist es, dich so genau wie
      möglich an die Situationen zu erinnern, eine nach der anderen. Einfach erinnern an die schönen
      Momente oder Tage und genießen.


  4. Schreibe die wichtigsten Punkte, die dir bei der dritten Übung in den Sinn gekommen sind, auf einen
      Zettel bzw. eine Karte. Es können konkrete Punkte sein oder einfach nur ein Bild oder ein Gefühl. Du
      musst nicht die genaue Erinnerung von vorne bis hinten notieren, sondern das, was dir dazu in den
      Sinn gekommen ist. Was steht für dich für die Erinnerung. Ein Beispiele aus meiner Arbeit mit
      Spitzensportlern: Sonne, Sprung auf das Treppchen, konkretes Datum oder das Jubeln des Partners
      nach Spielende.


  Anwendung:
  Die Anwendung ist nun überraschend einfach. In dem Moment, in dem du merkst, dass das Problem bzw. die Abwärtsspirale anfängt, denkst du einfach an deine
  Karte. Lass dich überraschen, wie dein Körper auf die Gedanken an die Karte und an deine Situationen reagiert. Du musst nichts machen, außer
  an die Karte zu denken, und dein Körpergefühl wird sich verändern.

  Tipp 1:
  Die Wirkung wird stärker, wenn du die Karte in die Hand nimmst. Da ist aber nur in Auszeiten oder bei Satzende möglich.

  Tipp 2:
  Du und dein Partner, ihr habt jeder eine Karte und jeder weiß von der anderen Karte. So könnt ihr euch gegenseitig an die Karte erinnern. Das geht auch
  zwischen den Ballwechseln, z.B. bei der Vorbereitung auf die Annahme.

  Tipp 3:
  Nach einem guten Spiel oder einem guten Turnier kann man die Karte verstärken. Einfach nach dem Spiel die Karte in die Hand nehmen und mit dem
  Erfolgsgefühl in die Situationen der Karte eintauchen.

  Fazit:
  In meiner Arbeit nutze ich diese Übung immer wieder gerne. Viele Spieler haben damit schon mehr Stabilität in ihr Spiel gebracht. Die Übung ist einfach, die
  Wirkung unerwartet und überraschend. Außerdem ist es bei einem schweren, unangenehmen Thema eine sehr freudige Trainingseinheit. Ihr arbeitet mit Freude
  an einem bisher schier unlösbaren Problem. Was kann es Schöneres geben?






    Informationen zu Bernhard Wagner


Seit 15 Jahren beschäftigt sich Bernhard Wagner mit dem Coaching von Menschen und Teams. Dabei liegt sein Schwerpunkt auf der Zusammenarbeit mit Sportlern und Managern. Diese Erfahrungen, seine lange Arbeit als Führungskraft in verschiedenen Unternehmen und seine Tätigkeit als Volleyballtrainer (B-Lizenz) fließen in seine Arbeit als Coach und Berater zusammen.

Seit 2001 arbeitet Bernhard Wagner mit Beach-Volleyballer(inne)n zusammen. Derzeit profitiert beispielsweise das Beachteam Paul Becker und Jan Romund vom Wissen des Mentaltrainers. Seit 2011 unterstützt Bernhard Wagner die Academy-Beacher mit seinem Wissen bei den Kursen der Beach-Academy.

Trainerprofil bei der Beach-Academy: Bernhard Wagner
Homepage: www.b-wagner.de
Facebook: facebook/Bernhard.Wagner.coaching.und.beratung

Bernhard Wagner

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