Jetzt mit Beach-Volleyball anfangen


Beim Beach-Volleyball unterscheidet man grundsätzlich zwischen drei Grundtechniken, mit denen man einen Ball spielen kann: Dem unteren Zuspiel, auch "Bagger" genannt, dem oberen Zuspiel, auch "Pritschen" genannt und dem Schlag - als Aufschlag oder Angriffsschlag.


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Der Bagger, auch unteres Zuspiel genannt

Der sogenannte Bagger kommt sowohl beim Annehmen des Balles als auch beim Zuspiel, also dem Pass Richtung Netz, zum Einsatz. Beim Bagger werden die Hände so ineinander gelegt, dass die Unterarme anschließend parallel bzw. auf gleicher Höhe sind. Die richtige Hand- und Armhaltung macht dir Tourspieler Paul Becker links auf dem Foto vor (zur Vergrößerung Foto anklicken).

Die Arme sind gestreckt, die Schultern nach vorne geschoben und der Ball wird deutlich vor dem Körper gespielt. Das ist möglich durch eine breite Schrittstellung und einen vorgeneigten Oberkörper.



Techniktipp für Einsteiger zum unteren Zuspiel:

Nimm die Arme weg vom Körper, streck die Schultern vor und halte Abstand vom Ball. Spiel den Ball, in dem du dich ihm mit ruhigen Armen durch eine Beinstreckung entgegenstreckst. Versuche, ein "Schlagen mit den Armen" zu vermeiden.

Paul Becker aus dem congstar Beachteam verrät euch das Geheimnis eines guten unteren Zuspiels:
Das Wichtigste passiert eigentlich schon vor dem Ballkontakt, nämlich die Bewegung zum Ball. Wenn du gut zum Ball stehst, fällt es dir leicht, einen kontrollierten Pass zu spielen. Beweg dich so zum Ball, dass du genug Abstand hältst und die Arme nicht am Körper kleben. Pauls Spielpartner, Jan Romund, zeigt dir rechts auf dem Foto, wie es geht.

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Oberes Zuspiel, auch Pritschen genannt

Das so genannte Pritschen ist, einmal gelernt, die Variante, mit der man den Ball am präzisesten spielen kann. Daher lohnt es sich, etwas Zeit in das Erlernen dieser Technik zu investieren. Der Ball wird beim Pritschen mit schüsselförmig gehaltenen Händen vor der Stirn gespielt. Die Handgelenke geben dabei etwas nach und der Ball liegt in den Händen. Dabei berühren nur die vorderen Fingerglieder den Ball.

Ein Tipp von Jan Romund dazu: Beim Pritschen ist es wichtig, dass du ein gutes Ballgefühl und Vertrauen in dein Zuspiel entwickelst. Daher kann man das obere Zuspiel nicht oft genug trainieren. Zum Glück lässt es sich auch prima zu zweit mit dem Spielpartner üben.



Der Schlag (Angriff/Aufschlag)

Der Angriffsschlag wird durch den sogenannten Stemmschritt eingeleitet. Der sorgt dafür, dass man statt nach vorne vor allem nach oben springt. Das lässt sich beim Rechtshänder kurz gesagt durch einen längeren Schritt mit rechts und einen kurzen Anstellschritt links umsetzen, wobei der linke Fuß etwas vor dem rechten aufgesetzt wird. Dem Stemm- und Anstellschritt geht noch der sogenannte Orientierungsschritt voraus.

In der Darstellung (Rechthänder) sehen wir die letzten Schritte des Anlaufs. 1. Orientierungs- oder Auftaktschritt
2. Stemmschritt
3. Anstellschritt

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Zur Schlagbewegung: Beim Stemmschritt holst du mit beiden Armen nach hinten aus (siehe Zeichnung unten Bild 1) und schwingst beide Arme im Absprung nach vorne. Der Doppelarmschwung geht in die Ausholbewegung des Schlagarms über (Bild 2 und 3), während der andere Arm etwas über Schulterhöhe vor dem Körper stoppt. Der Körper ist wie ein Bogen gespannt, dann erfolgt der Schlag, bei dem du den Ball im höchsten Punkt vor der Körperlängsachse mit offener Hand triffst (Bild 4).

Ein Geheimtipp von Paul Becker zum Angriffsschlag: Achte von Anfang an darauf, dass du beim Schlag den Ball vor der Schulter hast und nicht unterläufst. Wenn der Ball vor dir ist, siehst du deine Gegner und kannst den Schlag so platzieren, dass dein Angriff ein Erfolg wird.

In unserer Zeichnung unten liegen die einzelnen Bewegungen nebeneinander, damit sie gut zu erkennen sind. Das bedeutet nicht, dass du zwei Meter nach vorne springen sollst. Dein Ziel ist es, durch den Stemmschritt deine Vorwärtsgeschwindigkeit in Sprunghöhe - nicht in Weite- umzusetzen!


Top Spin Aufschlag
Der Topspin Aufschlag auch Tennis- oder Rotationsaufschlag genannt - ist vom Bewegungsablauf nahezu identisch mit dem Angriffsschlag. Er kann als Sprungaufschlag, wie rechts im Bild, oder natürlich auch im Stand ausgeführt werden. Der Treffpunkt des Balles liegt beim Aufschlag mehr über und nicht vor der Schlagschulter, damit der Ball zunächst eine ansteigende Flugkurve beschreibt und übers Netz geht (natürlich in Abhängigkeit von der Abschlaghöhe).

Flatteraufschlag
Beim Flatteraufschlag wird der Ball im Gegensatz zum Top Spin Aufschlag so mit der flachen Hand getroffen, dass er nicht rotiert. Durch den Luftwiderstand entsteht das Flattern des Balles.

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