Beach-Volleyball-Kurs für Anfänger - Lektion 1


Die erste ist direkt die wichtigste Einheit! Heute erlernst du nicht nur die Grundzüge des Spiels, sondern die wichtigste Technik.


Die Grundzüge des Spiels


Wir haben versprochen, mit den Basics anzufangen, und das machen wir auch. Daher geht es im ersten Schritt darum, das Spiel zu verstehen. Wenn du schon eine gute Vorstellung davon hast, kannst du diesen Abschnitt auch überspringen.


Beim Beach-Volleyball versucht ein aus zwei Spielern bestehendes Team den Ball im gegnerischen Feld unterzubringen. Dabei sind innerhalb eines Teams maximal drei Ballberührungen erlaubt. Im Idealfall handelt es sich um eine Annahme, sprich ein Spielen des Balles Richtung Netz, ein Zuspiel, also das Spielen des Balls an einen netznahen Punkt, und den abschließenden Angriffsschlag.

Zum Auftakt wird der Ball von einem Aufschlagspieler ins Spiel gebracht. Er führt den Aufschlag aus, indem er den Ball mit der Hand oder einem Arm über das Netz in die gegnerische Spielfeldhälfte schlägt. In der Slo-Mo im Video siehst du alle Elemente und kannst etwas Beach-Atmo schnuppern. Gespielt wird nach Punkten und Sätzen. In der Regel spielt man zwei Gewinnsätze bis 21 Punkte, der dritte Entscheidungssatz endet bei 15 Punkten, so man denn zwei Punkte Vorsprung hat.

Die wichtigste Technik: Der Bagger


Das unter Zuspiel, auch Bagger genannt, ist die wichtigste Technik. Sie entscheidet darüber, ob du den Ball kontrollieren und damit zum Angriff kommen kannst.


Der "Bagger", auch unteres Zuspiel genannt

Ohne diese Technik läuft nichts im Sand: Der sogenannte Bagger kommt sowohl beim Annehmen des Balles als auch beim Zuspiel, also dem Pass Richtung Netz, zum Einsatz.

Im Slow Motion Video zeigt dir die Olympiasiegerin Laura Ludwig diese Technik: Sie bewegt sich mit schnellen Schritten zum Annahmeort und spielt den Ball in einer leichten Schrittstellung, um stabil zu stehen. Ihre Arme sind lang gestreckt und sie nimmt den Ball weit vor sich an, um ihn gut kontrollieren zu können.

Achte mal darauf, wie Laura den Ball aus einer Ganzkörperbewegung spielt: Sie streckt sich dem Ball durch die Beinstreckung entgegen.


Techniktipp für Einsteiger zum unteren Zuspiel:

Beim Bagger werden die Hände so ineinander gelegt, dass die Unterarme anschließend parallel bzw. auf gleicher Höhe sind. Sie formen das sogenannte "Spielbrett". Die richtige Hand- und Armhaltung macht dir Karla Borger im Video vor.

Nimm die Arme weg vom Körper, strecke die Schultern vor und halte Abstand vom Ball. Aus dieser Position streckst du dich dem Ball entgegen. Du spielst den Ball also aus einer Ganzkörperbewegung.

Achte mal darauf, wie Karla sich im Video zum Ball bewegt und ihr "Spielbrett" so kippt, dass der Ball in die gewünschte Richtung fliegt.

    Übungen zum Training des Baggers

Wir starten zunächst mit einer einfachen Version der "frontalen Annahme" - sprich du spielst den Ball dahin zurück, wo er her kommt und deine Arme zeigen immer in die Richtung, in die der Ball gehen soll.

Dein Übungspartner steht dir gegenüber und wirft dir den Ball in einer hohen Flugkurve so an, dass er vor deinen Füßen landen würde und du dich mit einem Schritt zum Ball bewegen kannst. Lege die Hände wie oben beschrieben ineinander und spiele den Ball zu deinem Partner zurück.

Hole dir von deinem Partner Feedback und wechselt immer wieder, so dass ihr abwechselnd übt. Wenn das nachher schon ganz gut klappt, könnt ihr auch probieren, möglichst oft hin und her zu spielen. Bewegt euch aber immer so zum Ball, dass er vor euch bleibt und eure Arme zum Partner zeigen. Und jetzt viel Spaß beim Üben!

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