Beach-Volleyball-Kurs für Anfänger - Lektion 6


Ein guter Spielaufbau, sprich eine optimale Annahme und ein gutes Zuspiel, sind die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Angriff. Doch gerade mit dem falschen Spielaufbau machen sich unerfahrene Spieler das Leben meist unnötig schwer. Wie ihr das vermeiden könnt und worauf es beim "Engen Spielkonzept" ankommt, erfahrt ihr in diesem Trainingstipp.






Enges Spielkonzept


Enges Spielkonzept


Hinweise zur Ausführung:

Das Enge Spielkonzept bedeutet kurze Ballflugwege sowohl in der Annahme als auch beim Zuspiel. Der Vorteil: Je kürzer der Ball unterwegs ist, desto präziser und weniger anfällig z.B. für den Einfluss des Windes wird die Aktion.

Die Standardvariante sieht daher wie folgt aus: Der Annahmespieler spielt den Ball leicht schräg, vor sich, nach vorne (Ballflug) und ungefähr zwei Meter an das Netz heran. Der zuspielende Teampartner steht beim Zuspiel somit ca. zwei Meter vom Netz entfernt (Zuspielort). Die Annahme sollte so hoch sein, dass der Zuspieler stressfrei zum Ball bzw. Zuspielort gelangen kann, aber auch nicht zu hoch, um das Zuspiel technisch nicht unnötig zu erschweren. Der Trick dabei: Der nicht annehmende Spieler wartet nicht erst die Annahme ab und macht sich erst dann auf den langen Weg zum Netz. Sobald der Spieler erkannt hat, dass sein Partner annimmt, bewegt er sich ein paar Schritte in Richtung Zuspielort und damit meist zur Feldmitte (blauer Pfeil). Hat sein Spielpartner angenommen, läuft der Zuspieler von dort aus direkt zum Ball bzw. Zuspielort. Schau dir das am besten mal hier im Olympiafinale Herren Rio 2016 an.

Ines Pianka, Headcoach der Beach-Academy, erklärt: "Der Zuspieler kann von der zentralen Position alle Annahmebälle gut erreichen. So hat er bei einer guten Annahme einen kurzen Weg zur optimalen Zuspielposition, hat aber auch eine gute Ausgangsposition für das Zuspiel nicht perfekter Annahmen."

Das anschließende Zuspiel sollte immer die selbe Entfernung vom Zuspieler haben, wobei zwei Meter eine gute Länge sind. Dies hat zum einen den Vorteil, dass durch den kurzen Ballflug die Abweichungen beim Zuspiel geringer sind (kurzer Ballflugweg). Zum anderen kann sich der Angreifer am Zuspieler orientieren, sprich er weiß nach der Annahme immer genau, wohin der Pass gespielt wird, und kann seinen Anlauf darauf ausrichten. Auch das kannst du dir bei Lupo z.B. sehr gut im Olympiafinale der Herren abgucken.

Steigt das Niveau der Aufschläge und der Aufschlag des Gegners kommt beispielsweise auf die Seitenlinie, so kannst du deine Annahme nicht gerade nach vorne Richtung Netzantenne schieben. In diesem Fall musst du den Ball in einem leichten Winkel annehmen. So kann dein Mitspieler weiterhin den Standardpass spielen.

Tipp: Wenn vom Gegner schwer kontrollierbare Aufschläge über das Netz geschossen kommen und du unter Druck gerätst, geht Sicherheit vor Traumannahme. Das bedeutet, dass du in diesem Fall den Ball lieber etwas zu weit vom Netz lässt, als ihn ins oder übers Netz zu schieben. Auch kannst du besser etwas Winkel in die Annahme bringen und den Ball im Feld halten als zu riskieren, dass deine Annahme zusammen mit deinem Spielpartner seitlich neben dem Feld in der Bande landet.

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    Übungen: Spielaufbau im engen Spielkonzept

Das Feld wird auf 6 x 6 m verkleinert. Ein Spieler steht in der Annahme, der Zuspieler steht neben dem Annahmespieler, aber etwas weiter vorne. Der Aufschlagspieler schlägt den Ball aus ca. fünf Meter Netzentfernung zum Annahmespieler.

Die Annahme wird leicht schräg nach vorne gespielt, ca. zwei Meter vom Netz entfernt und vier Meter hoch.

Der Zuspieler läuft zum Ball und spielt den Pass Richtung Netz. Der Annahmespieler läuft nach der Annahme nach vorne und fängt den Pass.

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