Beach-Volleyball-Kurs für Anfänger - Lektion 2


Eine gute Annahme ist die wichtigste Voraussetzung für einen guten Spielaufbau. Heute lernst du, worauf es dabei ankommt und wie du die Annahme trainierst.


    Wiederholung: Das untere Zuspiel

In der ersten Übung möchten wir das Baggern wiederholen, sprich ihr erwärmt euch wieder locker und wiederholt die Übung vom letzten Mal. Zur Erinnerung:


Dein Übungspartner steht dir gegenüber und wirft dir den Ball in einer hohen Flugkurve so an, dass er vor deinen Füßen landen würde und du dich mit einem Schritt zum Ball bewegen kannst. Lege die Hände wie oben beschrieben ineinander und spiele den Ball zu deinem Partner zurück.

Hole dir von deinem Partner Feedback und wechselst immer wieder, so dass ihr abwechselnd übt. Wenn das nachher schon ganz gut klappt, könnt ihr auch probieren, möglichst oft hin und her zu spielen. Bewegt euch aber immer so zum Ball, dass er vor euch bleibt und eure Arme zum Partner zeigen. Und jetzt viel Spaß beim Üben!

Übung 2: Bewegung zur Annahme


Jetzt gehen wir einen Schritt weiter: Dein Trainingspartner wirft den Ball nicht mehr genau zu dir, sondern immer ca. zwei Meter vor dich. Beweg dich mit kleinen, schnellen Schritten zum Ball und stoppe in einer stabilen Schrittstellung.

Im nächsten Schritt wirft dein Partner den Ball immer einen Meter rechts oder links neben dich. Auch hier musst du dich zum oder besser hinter den Ball bewegen, um beim Bagger perfekt zum Ball zu stehen und mit den Armen zum Partner zu zeigen, wenn der Ball gespielt wird. Das nennt sich „Ausrichten“ zum Ziel und macht dir das Leben viel leichter.

Bleibt ein Frage offen: Wo genau soll die Annahme hin gespielt werden?


Der Annahmespieler spielt den Ball leicht schräg, vor sich, nach vorne und ungefähr zwei Meter an das Netz heran. Die Annahme sollte so hoch sein, dass der Zuspieler stressfrei zum Ball bzw. Zuspielort gelangen kann, aber auch nicht zu hoch, um das Zuspiel technisch nicht unnötig zu erschweren.


Annahme

© beach-volleyball.de

Du bist nun der "Annahmespieler", dein Partner steht im Abstand von ca. acht Metern gegenüber und wirft dir Bälle im Bogen an. Ungefähr zwei Meter vor dem Werfer ist eine Fangzone als Ziel markiert.

Du spielt den Ball im Bagger mit einer ca. vier Meter hohen Flugkurve leicht schräg nach vorne, so dass der Ball ca. zwei Meter vor dem Werfer in der Fangzone landet. Malt euch das Ziel einfach auf oder legt etwas aus zur Orientierung (keine Stolperfalle bitte ;).

Der Werfer kann den Ball dann im markierten Ziel fangen und zurück auf seine Wurfposition gehen.


Regelkunde Teil 1


Etwas Theorie muss heute allerdings auch sein, daher bitten wir dich, dir heute die wichtigsten Regeln zu merken.


Es ist kein Fehler, wenn der Ball beim Aufschlag das Netz berührt und (innerhalb der Antennen) in das gegnerische Feld fliegt.
Das Berühren der Grundlinie während des Aufschlags führt zum Punktverlust und ist daher nicht erlaubt.
Jedes Team hat eine Auszeit à 30 Sekunden pro Satz. In den höheren Spielklassen erfolgt zudem eine Technische Auszeit (Technical Timeout) nach 21 gespielten Punkten (z.B. beim Stand von 11:10). Diese Auszeit dauert 60 Sekunden und findet nur einmal pro Satz statt.
Der Lob ist nicht erlaubt. Der Ball darf nicht mit der sogenannten offenen Hand über das Netz gespielt werden, sondern nur mit den Fingerknöcheln (poke shot).
Der Mitspieler des Aufgabespielers darf dem Gegner weder den Aufgabespieler noch die Flugbahn des Balles durch einen Sichtblock verdecken. Auf Anfrage des Gegners müssen sie sich seitwärts bewegen. Dies wird dem Gegenspieler in der Regel durch eine offene gehobene Hand signalisiert.
Einem Spieler ist es nicht gestattet, den Ball zweimal hintereinander zu schlagen. Ausnahme: wenn er blockt, wobei dies dann auch als zweite Berührung gezählt wird, oder die Berührung innerhalb einer Aktion geschieht.
Sowohl im Hallen- als auch im Beach-Volleyball ist eine Berührung des Netzes zwischen den Antennen, egal ob an der Netzober- oder Unterkante bzw. den Maschen, während einer Aktion am Ball seit der Saison 2015 wieder ein klarer Fehler.

Pritschen zum Gegner ist nur im rechten Winkel (senkrecht) zur Schulterachse erlaubt, außer wenn der Spieler zu seinem Mitspieler spielen will und der Ball unbeabsichtigterweise zum Gegner fliegt.

Im Video vom smart Major in Hamburg seht ihr Larissa (BRA), wie sie den Ball nach einer spektakulären Rally (inkl. Sprungzuspiel) regelkonform über das Netz pritscht.

Seit 2001 gilt auch in Deutschland das Rally-Point-System. Für jeden gewonnen Ballwechsel gibt es dabei einen Punkt, unabhängig davon welches Team gerade Aufschlag hatte. Jedes Spiel geht über zwei Gewinnsätze. Die ersten zwei Sätze werden bis 21 Punkte gespielt. Gewinnt jedes Team einen Satz, wird ein Entscheidungssatz bis 15 Punkte gespielt. Zum Gewinn eines Satzes benötigt ein Team zwei Punkte Vorsprung, ansonsten wird der Satz unbegrenzt verlängert bis ein Team zwei Punkte Vorsprung erreicht hat.

beach-volleyball.de Partner

  • Mikasa
  • Schauinsland Reisen
  • Techniker Beach Tour
  • Die Techniker
  • sportwetten.de