Studium leicht gemacht: 11 Tipps von den Beach-Volleyball-Profis



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Vom Seminar zur Vorlesung eilen, dann auf die anstehende Prüfung vorbereiten und dabei die Projektarbeit oder die nächste Deadline nicht aus den Augen verlieren – das Studentenleben kann sehr stressig sein. Wir verraten dir was du von Beach-Volleyball-Profis für deinen Alltag zwischen Uni, Mensa und WG-Leben lernen kannst. „Nicht für den Court, sondern fürs Leben lernen wir“ - so oder so ähnlich könnte das Motto der Beach-Volleyball-Profis lauten. Denn vieles von dem, was sie in ihrer Sportkarriere lernen, hilft ihnen auch im Studium und in ihrem Leben abseits des Courts. Nicht grundlos gelingt es vielen Athleten trotz der Doppelbelastung, die das intensive Training mit sich bringt, ihr Studium erfolgreich zu beenden und nicht nur im Sport, sondern auch abseits davon ihre Lebensziele zu verwirklichen.

1. Denk von Spiel zu Spiel

Bücher zurückgeben, Hausarbeit schreiben, Stundenplan wählen, Sprechstunde besuchen,Termine checken und, und, und. Du willst eigentlich lernen, aber es schwirren tausend Dinge in deinem Kopf herum, die du ebenfalls zu tun hättest. Und über allem schwebt die Frage: „Werde ich es schaffen?“ Bei so viel Druck besteht die Gefahr, dass du in eine Schockstarre verfällst und wie das Kaninchen vor der Schlange erstarrst.

Ein Trick der Beach-Volleyball-Profis, der dir helfen wird: Mach zunächst einmal den Kopf frei für die nächste Aufgabe, das nächste Match. Nimm dir z. B. einen Zettel und schreibe alles ohne Reihenfolge und Bewertung auf, was dir gerade an To-Dos durch den Kopf geht. Alternativ kannst du auch zum Smartphone greifen und ein Memo aufsprechen oder eine App wie Todoist, Evernote, etc. nutzen. Anschließend pickst du dir die wichtigen Punkte raus, die du der Reihe nach angehen wirst.

Und dann machst du es genau wie die Profis: So wie die Athleten im Spiel nicht an die nächsten Gegner, den Turnierbaum oder an das mögliche Finale denken, genau so denkst auch du nicht an alles auf einmal, sondern von Punkt zu Punkt. Du konzentrierst dich nur auf den nächsten Punkt, den nächsten kleinen Schritt für dich. Und wenn du das beherzigst, kommst du Schritt für Schritt und Spiel für Spiel deinem ganz eigenen Ziel näher. Du wirst ruhiger und konzentrierter und fragst dich nicht mehr, ob du etwas schaffst, sondern nur noch, wann du es schaffst.


2. Schärf deinen Tunnelblick

Multitasking ist ein Mythos. Unser Gehirn ist nicht dafür gemacht, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen. Und nein, die Köpfe der Damenwelt sind es auch nicht. Beim Multitasking ist unser Gehirn gezwungen, rasant zwischen den Aufgaben zu wechseln. Und genau das führt zu erheblichen Konzentrations- und Leistungsverlusten. Daher sollten wir beim Lernen nicht zwischen WhatsApp-Nachrichten, Telefonaten und den Unterlagen hin und her springen, sondern uns voll und ganz auf eine Aufgabe konzentrieren. Topspieler beherrschen diesen sogenannten Tunnelblick sehr gut, indem sie viele der Außenreize wie den Stadionsprecher, die Musik oder gegnerische Fans ausblenden und sich nur auf den Ballflug, die Bewegung oder ihre Technik konzentrieren.  

Auch du kannst diese tiefe Konzentration Schritt für Schritt lernen, indem du beim Lernen konsequent alle Ablenkungen reduzierst: Schalte dein Smartphone auf lautlos, lege es außer Reichweite. Wenn du eine Hausarbeit am PC schreibst oder dort etwas nachschlägst, deaktiviere alle automatischen Benachrichtigung, die auf dem Bildschirm aufpoppen könnten. Sorge für eine störungsfreie Umgebung und vertiefe dich komplett in ein Thema – du wirst überrascht sein, wie viel mehr du in kurzer Zeit schaffst.


3. Ziele können Wunder wirken

Das Studium plätschert so vor sich hin und dir fehlt der richtige Drive?

Dann setz dir Ziele! Ziele motivieren uns und setzen unglaubliche Kräfte frei. Von den Spitzenspielern können wir lernen, Ziele richtig zu setzen. Dazu kannst du die SMART Formel zunutze machen. Deine Ziele sollten spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.

Spezifische Ziele zu formulieren, heißt, dass du konkret definierst, was du erreichen willst. Dazu sollten dieses Ziele messbar sein, damit du weißt, wann und ob du sie erreicht hast, und natürlich attraktiv.

Es ist auch wichtig, dass du dir realistische Ziele setzt. Inwiefern ein Ziel realistisch ist, entscheidest alleine du, lass dir da nicht reinreden. Wer sich große Ziele setzt, sollte diese zusätzlich in Etappenziele unterteilen und sich die Frage stellen: Was will ich bis wann erreicht haben? Mit deinem Ziel und den Etappen vor Augen bist du nicht nur motiviert, sondern fängst automatisch auch an zu planen.


4. Frag dich, „was“ du machst, nicht „wie viel“

Kennst du das Pareto-Prinzip? Benannt nach dem italienischen Ökonom Vilfredo Pareto, besagt es, dass 80 % der Ergebnisse in der Regel mit 20 % des Gesamtaufwandes erreicht werden.

Das bedeutet: Wenn du 100% Energie und Zeit in eine Aufgabe steckst, erzielst du mit 20% dieses Aufwands 80% der Ergebnisse. Für die verbleibenden 20 % „Restoptimierung“ benötigen wir mit 80 % die meiste Arbeit.

Zwei Beispiele aus der Geschäftswelt:

- 80 % des Umsatzes von Firmen werden mit 20 % der Produkte erzielt,

- Dienstleistungsfirmen verdienen mit 20% ihrer Kunden 80% des Umsatzes.

Wir wollen dich nicht dazu verführen, „auf Lücke zu lernen“, aber du solltest laufend reflektieren, was du in deiner Zeit lernst und wie du deine Zeit am sinnvollsten nutzen kannst.

Und was heißt das für dich? Vielleicht investierst du lieber einen Tag, um dich mit effektiven Lern- und Memotechniken auseinander zu setzen, die dir anschließend viel Zeit und Stress ersparen? Oder du findest frühzeitig heraus, welche Schwerpunkte und Berufsbilder dich interessieren, bevor du vor dich hin studierst? Oder du sprichst mit Studenten, die kurz vor dem Abschluss stehen, und fragst sie nach ihren Tipps und Erfahrungen.


5. Setz Prioritäten

Als Sportler kann man in der Saisonvorbereitung nicht alles trainieren, sondern muss Schwerpunkte setzen. Was ist am wichtigsten? Um was kümmere ich mich zuerst?

Du kannst noch so sehr an deinem Angriff feilen: Wenn es vorher mit der Annahme nicht klappt, bringt dir der letzte Schliff im Angriff gar nichts. Wir lernen von den Profis, dass Prioritäten setzen zu den wichtigsten Dingen gehört.

Im Studium gilt: Zeitmangel ist letztendlich ein Mangel an Prioritäten. Das beste Zeitplanungstool hilft dir nicht, wenn du deine Prioritäten nicht kennst.

Also frag dich: Was ist dir wichtig, wofür willst du dir in Zukunft Zeit nehmen? Welche Maßnahme oder Umstellung wird den größten Nutzen bringen?


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6. Lenk den Fokus auf deinen Einflussbereich

Beach-Volleyballer kennen diese Situation: Der Wind weht stark und die Ballkontrolle gestaltet sich schwierig. Nun das Wetter zu verfluchen, bringt gar nichts. Der Wind lässt sich dadurch nicht ändern. Am besten wird der spielen, der sich mit dem Wind anfreundet und ihn für sein Spiel nutzt.

Gleiches gilt auch für viele Lebensumstände. Sich ständig über Gegebenheiten, die sich nicht ändern lassen, aufzuregen - das ist wahre Energieverschwendung. Es ändert sich nichts und bereitet nur Stress. Konzentrieren wir uns lieber auf das, was in unserem Einflussbereich liegt.

Ökonomen sprechen da vom „circle of influence“. Also konzentrier dich auf das, was du ändern kannst und änder es auch im Sinne deiner Ziele und deiner Planung. Dein neues Motto könnte lauten: „Love it, change it or leave it.”


7. Gönn dir Entspannungsphasen

Intensives Training erfordert bewusste Pausen, um eine positive Wirkung entfalten zu können. Deswegen planen Spitzensportler ihre Belastungs- und Erholungsphasen sehr gut. Und auch für deinen Alltag gilt die Regel: Insbesondere wenn es hektisch wird und du stark gefordert bist, solltest du Entspannungsphasen bewusst einplanen: Sie machen erst möglich, dass du Leistung bringst. Nur, wenn du deinem Geist und deinem Körper zwischendurch Erholung gönnst, kannst du leistungsfähig bleiben.

Für einen kurzen Spaziergang an der frischen Luft, ein Beach- Volleyball-Training oder einen Saunagang sollte die Zeit immer ausreichen, um abzuschalten und wieder Energie zu tanken. Anschließend arbeitest du deutlich effektiver. Und nur so stellst du sicher, dass du mental fit und leistungsfähig bleibst. Ein Profi, der ausgelaugt in ein Turnier startet, kann es nicht gewinnen.


8. Fehler machen? Ja, bitte!

Einer der größten Unterschiede zwischen Profisportlern und Nicht-Profisportlern ist der Umgang mit Fehlern. Beach-Volleyballer kennen sich nämlich nicht nur mit Beach-Techniken aus, sondern auch mit der konstruktiven Verarbeitung von Fehlern. Sie wissen: Fehler passieren jedem! Es gibt keinen Spieler der Welt, der unfehlbar ist. Das ist wunderbar menschlich und wichtig, denn an Fehlern wachsen wir. Unser Leben ist ein ständiger Lernprozess, in dem Fehler unvermeidlich sind, wenn du dich weiterentwickeln willst.

Dass auf Instagram und in sozialen Netzwerken eine scheinbar perfekte Welt mit makellosen Fotos als erstrebenswert dargestellt wird, gibt eine völlig falsche Richtung vor. Wenn Fehler stigmatisiert werden, entwickeln wir uns nicht mehr weiter. Entspann dich im Umgang mit deinen Fehlern und lächle über dich. Sei sogar stolz auf die Fehler, die du machst, denn in jedem Fehler steckt dein Mut, es probiert zu haben.

Dabei ist es wichtig für den Lernprozess, dass du Fehler erkennst und dich stressfrei fragst, was du daraus lernen kannst. So wirst du in Zukunft ähnliche Fehler, die vielleicht noch eine viel größere Auswirkung hätten, vermeiden. Vielleicht hast du z.B. die Rückgabe der Bücher verschwitzt und musst eine kleine Gebühr zahlen? Damit ist dir aber auch klar geworden, dass deine Terminplanung nicht optimal ist. Vielleicht hängst du dir nun Post-Its an die Wand, stellst dir zwei Erinnerungen im Handy oder trägst es in deinen neuen Kalender ein – in jedem Fall wird dich das davor bewahren, einen wichtigen Termin wie eine Prüfung in Zukunft zu verpassen.


9. Glaub an dich

Isabel Schneider und Tori Bieneck machen es vor...

Wenn ein Beach-Volleyball-Profi auf dem Court steht und harte Gegner auf der anderen Seite, dann glaubt er an sich. Denn er weiß, dass nur, wenn er überhaupt an seinen Erfolg glaubt, er auch eine Chance hat, zu gewinnen. Niemand kann sich auf dem Court verstecken oder die Ballannahme verweigern. Mach auch du das nicht!

Glaub an dich und deine Fähigkeiten. Glaub an deinen Sieg. Daran, dass du den Punkt machst, wie auch immer er aussieht.

Profisportler stellen sich auch oft schon visuell vor, wie die Situation aussieht, wenn sie Erfolg gehabt haben werden. Das könntest du auch machen: Stell dir vor, wie du dich freust, wenn du eine bestimmte Prüfung geschafft hast.

Dieses Bild behalte im Kopf, es wird dich zusätzlich motivieren. Und denk dran: Niemand kann besser an dich glauben, als du selbst!


10. Wenn es mal nicht so läuft…

Diese Situationen kennt jeder: Der Ball landet im Aus, die Annahme verrutscht und der Mut sinkt. Der Beacher verliert das Selbstvertrauen und es scheint nichts mehr zu klappen. Das kann uns sowohl auf dem Spielfeld, als auch im „wahren Leben“ so gehen, dass wir in diese Abwärtsspirale geraten. Spitzenspieler lernen deshalb Verhaltensweisen, mit denen es ihnen gelingt, das Negativdenken zu stoppen.

Und diese sind auch im Alltag hervorragend geeignet, um negative Gedanken in den Griff zu kriegen. Ob Sportler oder nicht, es lohnt sich für dich, dich mit solchen Techniken auseinander zu setzen. Einige Tricks der Profis findest du z.B. in diesem Trainingstipp.


11. Wer und was dir gut tut

Auch die Spitzensportler sind nicht jeden Tag gleich hoch motiviert, wenn sie um 6 Uhr morgens aufstehen, um zum Krafttraining zu gehen oder um an ihren Fehlern zu arbeiten. Aber sie tun es trotzdem. Warum? Zum einen haben sie einen festgelegten Trainingsplan, den sie nicht hinterfragen, wenn der Wecker klingelt. An den halten sie sich, ohne emotional zu werden. Zum anderen wissen sie, was ihnen gut tut und wie sie sich motivieren können.

Sie haben einen Teampartner, der sie unterstützt, einen Trainer, der sie anheizt und kennen ihre Hobbys, bei denen sie runterkommen und neue Kraft tanken. Genau diese Energiegeber solltest du dir auch suchen, damit du erfolgreich durch dein Studium kommst. Such dir Menschen, mit denen du dich wohl fühlst und die dich stärken. Und such dir Tätigkeiten, bei denen du ohne andere zu dir und zur Ruhe kommst. Sei dabei freundlich zu dir selbst und stärke dich mit allem, was dir gut tut.

Viel Erfolg!

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