Langeweile-Killer auf einem Beach-Turnier

Tipps für dein Turnier

Der größte Feind eines Beach-Volleyball-Turniers ist neben dem Dauerregen: Langeweile. Was ihr tun könnt, um die Zeit zwischen den Spielen zu verkürzen, und in welchem Königreich Sebastian Fuchs anzutreffen ist, verraten euch die Profis der smart beach tour.

Um die Langeweile zwischen den Spielen zu überbrücken

Wenn ihr schon mal ein Beach-Volleyball-Turnier gespielt habt – und das egal auf welchem Niveau – kennt ihr das: Nach eurem Spiel habt ihr ewig lange Pause, weil das Spiel von Sabine und Gabi gegen Michi und Sandra mal wieder in den Tiebreak geht. Nichts ist schlimmer als Langeweile (und Dauerregen…) auf einem Beach-Turnier. Wir haben die Beach-Profis gefragt, wie sie es schaffen, für ihr nächstes Spiel auf den Punkt fit zu sein – damit ihr die richtigen Schlüsse daraus ziehen könnt und bei euren Spielen das Maximum aus euch rausholt.  

Wie immer gibt es ein paar Standard-Phrasen, die sich zwar wie wir-schauen-von-Spiel-zu-Spiel-Floskeln anhören, aber der Wahrheit entsprechen. Elena Kiesling (Spielerin der smart beach tour und Trainerin am Olympiastützpunkt Stuttgart) beispielsweise empfiehlt ihren Athleten „weg vom Court zu gehen, um dem Trubel zu entgehen. Zwischen den Spielen sollte man versuchen, abzuschalten.“ Das halten fast alle Spieler der smart beach tour so, die Profis können zwischendurch zwar im Hotel abschalten, aber auch Freizeitspieler finden außerhalb der Beach-Anlage zwischen zwei Spielen oder Trainingseinheiten sicherlich eine Möglichkeit für einen kurzen Spaziergang – das reicht, um mal den Sand aus dem Kopf zu pusten.


Popp und der Liegestuhl

Sebastian Fuchs (Profi-Spieler auf der World Tour) zieht sich gerne ins Hotel zurück und spielt Clash of Kings auf seinem Smartphone. „Königreich 298, wenn jemand mal vorbeischauen will.“ Auf den internationalen Turnieren sitzt der 2,03 Meter große Blockspieler gerne mit anderen Kollegen zusammen beim Abendessen. „Da wird dann aber versucht, möglichst wenig über Beach-Volleyball zu sprechen. Unter den US-Spielern war in letzter Zeit Politik ein großes Thema, über die Trump-Clinton-Problematik haben sie auch mit uns viel diskutieren können.“

Völlig unpolitisch hingegen lässt es Markus Popp (Deutscher Vize-Meister 2009) angehen, er zelebriert eine „Kultur des Müßiggangs“ (Zitat Popp). Wie seine Kollegen berichten, kann der Deutsche Vize-Meister von 2009 den ganzen Tag auf einem vom Feld abgewendeten Liegestuhl verbringen und steht nur für die Spiele auf. Das ist auch eine Form des Abschaltens – ein gutes Buch dazu oder etwas entspannende Musik im Ohr, und schon seid ihr abgelenkt.

Es geht auch noch ein bisschen kopflastiger: Die Nachwuchsspielerin Leonie Klinke (U18-Europameisterin 2014) hat sich vor der Saison ein Kreuzworträtselheft gekauft, das sie in den Pausen mit ihrer Partnerin zusammen ausfüllt. „Das lenkt ab und ist auch gut für den Kopf.“


Peppern im Liegestuhl

Die meisten Profis empfehlen, sich nach den Spielen Zeit für sich zu nehmen. Kim Behrens (Profi auf der smart beach tour) duscht sich nach den Spielen ab, "das erfrischt sofort und macht den Kopf frei." Und das man mit dem Sand gleich mal ein schlechtes Spiel mit wegduscht, ist doch auch eine gute Form der Spielverarbeitung. Was ihr noch beachten solltet: Raus aus der prallen Sonne! Das entzieht eurem Körper unnötig Energie. Im Schatten gibt es natürlich auch eine andere, spielerische Form des Zeitvertreibs. Unser Redakteur hat jedenfalls nicht schlecht gestaunt, als die US-Legende Todd Rogers, Olympaisieger 2008, bei seinem bisher einzigem Auftritt auf der smart beach tour 2014 ein Kartenspiel rausholte und mit seinem Partner Stafford Slick 'Cribbig' zockte. Wir haben es uns erklären lassen, sind aber an den Regeln kläglich gescheitert. Wie auch immer, für euch heißt das: Kartenspiel einpacken, und Spaß mit Skat, Mau-Mau und Co. haben.

Die Entspannung vieler steht im krassen Gegensatz zum Tim Holler (Gewinner World Tour Open Doha 2014), seine Eigenschaft: „Nervöses Nerven anderer Kollegen. Aber der hat im Gegensatz zu unsereins ja auch viel später mit dem Sport angefangen, der muss noch viel nachholen“, erzählt Popp über den 2,03 Meter großen Blockspieler.

Es klingt zwar witzig (und ist es irgendwie auch), ist aber auch eine Form der Pausengestaltung, die es bei den Profis gibt. „Pepper“ (to pepper, aus dem englischen), das ständige hin und her spielen des Balles, ist auch eine Form der Entspannung, und vor allem ein Training der Ballkontrolle: Wenn ihr einmal das Spielen im Liegestuhl beherrscht, kommt euch das auch auf dem Platz zugute.

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