Erfahrungsbericht: Heerderstrand

Das Strandtuch, einen Schlafsack und einen Ball im Gepäck sowie eine Straßenkarte Hollands im Auto, so bepackt haben wir uns auf den Weg ins Nachbarland aufgemacht, um dort herauszufinden, was das Erfolgsrezept der holländischen Turnierserie ist und ob die Veranstaltungen einen Kurzurlaub wert sind….

Den Turnieren der holländischen Fun-Turnierserie eilte ein sehr guter Ruf voraus: Die Stimmung sei locker, die Locations top und die Atmosphäre irgendwo zwischen Beach-Club- und Centercourt-Feeling einzuordnen. Dementsprechend gespannt waren wir, als wir uns zu zweit auf den Weg nach Heerderstrand in Holland machten, um der Sache auf den Grund zu gehen.

An diesem Wochenende fanden zeitgleich zwei Turniere des Beach Circuit statt und wir hatten uns recht spontan für die Veranstaltung in Heerderstrand entschieden, die somit nicht am Meer, sondern an einem Badesee stattfand, aber in einer Stunde für uns erreichbar war. Die kurzfristige Entscheidung war problemlos möglich, da man sich bei diesen Turnieren bis Freitag 15 Uhr anmelden kann, was ein erster Pluspunkt ist. Meer oder Strand, die Wahl hat man zudem an vielen Turnier-Wochenenden, denn die Events finden sowohl an den schönsten Stränden Hollands als auch an ausgewählten Badeseen im Landesinneren statt.

Nach kurzem Überlegen hatten wir uns entschlossen, uns Samstag auf den Weg zu machen und schon einmal etwas Turnieratmosphäre zu schnuppern, um am Sonntag dann ins Geschehen einzugreifen. Die eintägige Teilnahme war möglich, da bei dieser Serie Samstag und Sonntag als zwei unabhängige Turniertage durchgeführt werden, was ein weiterer Pluspunkt des Beach Circuit ist.

Dass die Fahrt in ein Land, dessen Sprache man zum Großteil ohne Vorkenntnisse verstehen, aber doch nicht restlos entschlüsseln kann, ein gewisses Restrisiko birgt, bekamen wir am Einlass zum Naherholungsgebiet zu spüren. Dort müssen wir das entsprechende Hinweisschild übersehen haben und standen somit ohne das passende Kleingeld vor einer kleinen Schranke, so dass wir die hinter uns in der Schlange wartenden Holländer mit dem eingelegten Rückwärtsgang erstmal wieder vor uns her treiben mussten.

Die haben die Aktion allerdings deutlich gelassener hingenommen, als wir die Überholmanöver der holländischen Wohnwagenfahrer auf deutschen Straßen. Doch genug der Klischees, das war auch wirklich der einzige Augenblick, in dem es Verständigungsschwierigkeiten gab.

Sowohl die Kommunikation mit dem Turnierveranstalter als auch mit den anderen Teams und Spielern hat nämlich hervorragend geklappt. Zum einen sprachen wirklich erstaunlich viele der Anwesenden Deutsch, zum anderen ist die Unterhaltung in englischer Sprache ansonsten völlig problemlos möglich. So stressfrei wie die Verständigung war auch der gesamte Turnierablauf aus unserer Sicht. Obwohl die Teams sich untereinander pfeifen und die Spiele anhand des vorgegebenen Spielplans im gewissen Rahmen selbst organisieren, gab es keinerlei Diskussionen um strittige Entscheidungen oder Einspielzeiten, wie man sie von Turnieren leider auch kennt. Die holländischen Spieler(innen) haben uns sehr freundlich in das Geschehen integriert und sich als sehr hilfsbereit erwiesen.

Das Teilnehmerfeld war zu unserer Verwunderung und Freude bunt gemischt. Von zeltbepackten Familien mit kompletter Campingausstattung im Gepäck bis hin zu professionell auftretenden Teams im schicken Sponsorenoutfit tummelten sich alle Spielertypen am Strand. Da an einem Tag völlig verschieden Turniere, angefangen von 2 gegen 2 auf hohem Niveau bis hin zu Freizeitteams, die 3 gegen 3 spielen, durchgeführt werden, findet eigentlich jeder ein passendes Leistungsniveau. Gemeinsam ist allen Spielklassen lediglich, dass der jeweilige Turniersieger in Gruppenspielen ermittelt wird, was jedem Team eine große Anzahl an Spielen garantiert.

Somit hatte sich unsere Sorge, ob wir als nicht eingespieltes und untrainiertes Hobbyteam hier überhaupt richtig wären, schnell erledigt. Beim ersten Anblick der rund dreißig Courts waren wir nämlich etwas verunsichert, da das Veranstaltungsgelände im Vergleich zu vielen A- und B-Turnieren unserer Landesverbände mehr nach einer professionellen Turnierserie als einem Freizeitturnier aussah. Ein mit Banden eingefasster Centercourt, der vollständig beflaggte Strand, die Beach-Bar mit Loungebereich, der Beach-Shop und das Massagezelt vermittelten absolute Turnieratmosphäre. Auf Nachfrage erklärte uns die Orga-Crew, dass dieser Standard bei jedem Turnier der Serie, unabhängig von der Feld- und Teilnehmeranzahl, gleich sei.

Zeit für einen langen Plausch blieb uns über Tag jedoch nicht, denn die Gruppenspiele am Vormittag und Nachmittag hielten uns auf Trab. Dafür bot sich nach Abschluss der Turnierspiele gegen vier Uhr jedoch noch reichlich Gelegenheit, die Mitspieler und die Beach-Crew auszufragen, denn mit den letzten Spielen füllten sich die Bänke und Sitzkissen rund um den Center-Court und die Beach-Bar erst richtig. Bei der Gelegenheit konnten wir die gewonnen Gutscheine im Wert von 20,- € direkt vor Ort einlösen. Da nicht nur die Getränke und Speisen, sondern beispielsweise auch alle Sachen im Beach-Shop und z.B. auch Massagen mit den Wertmarken bezahlt werden können, hat der Preis auch einen echten Wert.

Das Resümee: Unsere Erwartungen wurden absolut erfüllt und die Mischung aus professioneller Organisation, vielen guten Spielen und entspannter Stimmung hat uns völlig überzeugt, so dass wir bereits nach dem nächsten freien Wochenende fahnden, an dem wir wieder -wie die Holländer sagen- "lekker" Beach-Volleyball erleben können.

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