Ein Vorgeschmack auf die Zeit nach Olympia

Nach den Olympischen Spielen in Tokio 2021 werden einige Wechsel bei den deutschen Beach-Volleyball-Teams erwartet. Jetzt gibt es bei den Damen die nächsten zwei Team-Trennungen und ein, zumindest auf Probe, neues Team.

Schon Mitte Juni gaben Leonie Körtzinger und Sarah Schneider ihre Trennung auf Grund von “grundlegenden Dingen, die nicht mehr zu vereinbaren waren”, bekannt und gaben damit auch ihren Status als gemeinsames Perspektivteam des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) auf.  Während sich beide Spielerinnen noch nicht öffentlich zu konkreten Partnerinnen-Plänen geäußert haben, gibt es schon die nächste Trennung im Nachwuchsbereich: Hanna-Marie Schieder und Anna-Lena Grüne gehen getrennte Wege.

Das Duo hatte von Anfang eine schwierige Aufgabe: Anna Grüne lebt und trainiert in Stuttgart, Marie Schieder hat ihren Lebensmittelpunkt in Berlin. Zwar haben beide an ihrem jeweiligen Olympiastützpunkt sehr gute Trainingsbedingungen, die Entfernung erschwerte es aber, als Team zusammenzuwachsen. “Wir waren auf und neben dem Feld nicht immer auf der gleichen Wellenlänge. Wir sind beide so, wie wir sind, und das muss man auch nicht unbedingt ändern”, so die 19-Jährige.

Ihre Trainer Tobias Rex und Jörg Ahmann hatten sich zwar erst überrascht gezeigt, aber Grüne schnell in ihrer Entscheidung unterstützt. Spätestens seit Grüne an der Seite von Kira Walkenhorst mit einem fünften Platz bei den Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand eine sehr erfolgreiche Saison abschloss, ist mit ihr auf nationaler Ebene zu rechnen. Seither hat sich den Sprung in die Top 50 der deutschen Einzelrangliste geschafft und zwei Top-10 Platzierungen bei den U22-Europameisterschaften 2020 und 2021 errungen.

Nun stehen Leonie Körtzinger und Anna-Lena Grüne gemeinsam im Sand beim dritten Qualifier in Stuttgart. Eine Absprache über weitere Turniere hat es bislang nicht gegeben. “Natürlich kann ich mir vorstellen, weiter mit Leo zu spielen, jetzt müssen wir aber erst einmal schauen, wie wir zusammen funktionieren”, so die gebürtige Hildesheimerin Grüne, die betont:” Viele von uns jungen Spielerinnen haben die Hoffnung, nach Olympia mit einer erfahrenen Spielerin an den Start zu gehen.” Die Idee, Dynamik und Kreativität einer jungen Spielerin mit der Erfahrung und Konstanz einer routinierten Spielerin zu kombinieren, ist keine neue: Auch Svenja Müller und Cinja Tillmann bilden beispielsweise ein ebensolches Duo, das international angreifen möchte.

Zwar spielen Müller und Tillmann diese Saison noch häufig in getrennten Teams, doch das hat trainingstaktische Gründe: “Cinja hatte die Möglichkeit, an der Seite von Chantal Laboureur auf internationalem Niveau ihr Sideout-Spiel zu stabilisieren. Währenddessen soll Svenja viel Spielpraxis sammeln und spielt daher mit Sarah Schneider die zwei Qualifier in Stuttgart. Somit kann sich zunächst jede der beiden auf ihrem Level entwickeln, um nächstes Jahr gemeinsam durchstarten zu können”, so ihr Trainer Alexander Prietzel.

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