Beach-Volleyball Nerd-Wissen: Bereit für Tokio?

Nerd Facts und krasse Vergleiche, die zeigen, wie cool Beach-Volleyball wirklich ist: Hier kommt dein Schlaumeierwissen für die Olympischen Spiele in Tokio.

Nerd Facts

  • Ein Beach-Volleyball ist um einen Zentimeter größer als ein Hallen-Volleyball, hat aber um 0,1 bar weniger Druck. 
  • 3.002 mal haben sich die US-Amerikanerinnen Ashlyn Brush und Katelyn Westover den Ball zugespielt und halten damit den Rekord für die meisten Pässe (Idaho, USA, August 2014).
  • Die meisten Asse in nur einem Olympischen Match: Acht Stück in drei Sätzen schlug die Russin Ekaterina Kosianenko gegen Argentinien (Rio de Janeiro, August 2016).
  • 46 Punkte: Die meisten Punkte um zu siegen brauchten die Französinnen Deborah Giaoui und Mathide Giordano gegen die Niederländerinnen Mered de Vries und Patricia Labee. Den ersten Satz konnten sie 46:44 für sich entscheiden, und haben das Spiel nach zwei weiteren (normal langen) Sätzen gewonnen (Hamburg, Mai 2006).

Wie krass Beach-Volleyball wirklich ist, zeigen diese Vergleiche

Schnellster Aufschlag in der Geschichte der FIVB World Tour: 119 km/h

Im Vergleich: Das ist in etwa die maximale Geschwindigkeit, die ein Gepard laufen kann. Aber auch die ‘normalen’ Aufschläge haben es in sich: Sie sind dreimal schneller als die jamaikanische Sprinter-Legende Usain Bolt.

 

Mehr Pässe als Fußballspieler

Ungefähr 1.038 berührt ein:e Beach-Volleyball-Spieler:in den Ball pro Spiel. Im Vergleich: Das ist mehr, als die Gesamtzahl der Pässe, als Bayern München 2015 in der Champions League gegen Barcelona angetreten ist (1.021).

 

Bälle so hoch wie ein fünfstöckiges Gebäude

20 Meter hoch ist der höchste Ball, der im Beach-Volleyball jemals gespielt wurde. 

Zum Vergleich: Das wären zehn LeBron James, die auf den Schultern übereinander stehen würden.

Längstes Beach-Volleyball Match: länger als 1 Tag

25 Stunden und 29 Minuten lang (!!) war der längste Beach-Volleyball Marathon, den es je gegeben hat. Verantwortlich waren dafür Mateusz Baca, Sebastian Lüdke, Tomasz Olszak und Wojciech Kurchynski aus Deutschland.

So lange braucht man ungefähr, um von London nach Sydney zu fliegen. Also denk daran, wenn du das nächste Mal in einem Flieger sitzt. 

 

Geld, Geld, Geld

Oder doch nicht? Die großen Profi-Beacher ergattern zwar mehrere hunderttausend oder auch Millionen von US-Dollar an Preis- und Sponsoringgeldern. Ein Beach-Volleyball Profi kommt laut einer Studie des deutschen Bundesinstituts für Sportwissenschaft im Schnitt auf lediglich 1.907 Euro Brutto im Monat. Der durchschnittliche Brutto-Stundenlohn beträgt sogar nur 7,71 Euro. 

Tatsächlich wird in Deutschland aber der Lohn aufgestockt, je nach Titel. Olympia Sieger:innen verdienen deutlich mehr als Athlet:innen, die “nur” Deutscher Meister sind. 

Geschichtliches

  • Vom Basketball zum Volleyball zum Beach-Volleyball. Ganz am Anfang wurde Volleyball mit Basketbällen gespielt. Das war aber zu hart, nur der Kern ohne die äußere Lederschicht war zu weich. Also hat die Firma Spalding für die Sportart eigene Bälle kreiert, den ersten richtigen Volleyball gibt es seit 1895.
  • Beach-Volleyball ist tatsächlich am Strand entstanden - Überraschung. Das erste Spiel soll 1915 auf Hawaii stattgefunden haben. In verschiedenen Varianten hat es sich von dort erst an den Stränden Kaliforniens und Brasiliens verbreitet, bis in Santa Monica der erste Club gegründet wurde.
  • Beachen in der Krise. Gerade in der Weltwirtschaftskrise in den 30er-Jahren erfuhr Beach-Volleyball einen regelrechten Aufschwung, aus einem einfachen Grund: weil es günstig war. 
  • Beachen als Ablenkung. Während des Zweiten Weltkriegs bekamen GIs die offizielle Anweisung, Beach-Volleyball als Ablenkung zu spielen. So wurde der Sport von deutschen, italienischen und japanischen Soldaten übernommen und zurück in ihre Heimatländer gebracht. 
  • Das Olympia-Debüt. Bei den Olympischen Spielen in Barcelona 1992 war Beach-Volleyball zunächst eine Demonstrationssportart. Bei den darauffolgenden Spielen im Jahr 1996 in Atlanta war es zum ersten Mal als olympische Disziplin dabei. 
  • Nice to watch. Bei den Olympischen Spielen 2016 hat der Sport sogar Fußball und das 100-Meter Finale überholt, was die Einschaltquoten anging. 
  • Trendy! Gerade im deutschsprachigen Raum ist Beach-Volleyball sehr trendy geworden, auch bei den Zuschauer:innen. Vor der Corona-Pandemie schauten beim Major Turnier in Gstaad jährlich ungefähr 40.000 Leute zu, in Hamburg 60.000 und in Klagenfurt feuerten 120.000 Zuschauer:innen die Spieler:innen an. 

Bikini oder kein Bikini?

Ein heißes Thema, das gerade dieses Jahr wieder Aufschwung bekam, als das Team Borger / Sude das Turnier in Doha boykottierte, da es anfangs nicht in den gewohnt kurzen Hosen spielen durfte.

Bis 2012 war bei den Turnieren tatsächlich eine maximale Breite der Bikinihosen (natürlich nur der Frauen) vorgeschrieben. Jetzt dürfen auch Shorts getragen werden, die bis zu drei Zentimeter über die Knie reichen. 

Um die Welt gingen die Bilder von den Olympischen Spielen 2016 in Rio, als zum ersten Mal ein ägyptisches Team, Doaa Elghobashy und Nada Meawad, in langer Hose, Langarm-Shirts und Kopfbedeckung gegen die deutschen Frauen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst antreten, die wie gewohnt im knappen Bikini auf dem Platz standen.

Kein Bikini!

Unter Nudisten wurde Beach-Volleyball schnell beliebt. Ab den 60er Jahren gab es in fast jedem Nudisten-Club ein Beach-Feld. 1971 fand in Pennsylvania, USA, das bisher größte Nackt-Beach-Volleyball Turnier mit ungefähr 70 Teams statt. Bis heute gibt es in den USA regelmäßig Nackt-Turniere

 

Das Feld, von innen, außen und nach oben

  • Jede/r Spieler:in muss 32 Quadratmeter Feld abdecken. Im Hallenvolleyball sind es nur 13 Quadratmeter. Zur Einordnung: Seit 2001 ist ein Beachfeld 16 mal 8 Meter groß. Jedes Team spielt auf einer Fläche von 8 mal 8 Metern. 
  • Zwar gibt es beim Beach-Volleyball klare Bewegungen, die man erlernt, doch es darf mit jedem Körperteil gespielt werden. Du dürftest also auch mit dem Fuß oder Kopf abwehren oder annehmen. 
  • Ein/e Spieler:in springt durchschnittlich 400 mal pro Spiel. Challenge: Wie viele Sprünge schaffst du am Strand?
  • Endlich mal was für die Frauen: Die haben nämlich ausnahmsweise einen Vorteil im Beach-Volleyball. Das Frauennetz ist 2,24 Meter hoch, die Herren müssen sich bis 2,43 Meter strecken, um die Netzkante zu berühren. 
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