EM-Meldeliste und mehr

Doppel U-18- Weltmeister, erneute Wechsel in den deutschen Frauennationalteams, Edelmetall in China und ein Ausblick auf die Europameisterschaften 2026 Was die letzten Wochen in der Beachvolleyball-Welt passiert ist, erfährst du hier.

Zwei U18 Weltmeistertitel gehen nach Deutschland


Vom 08.-12. Juli 2026 fanden die U18 Weltmeisterschaften im niederländischen Den Haag statt. Die großen Hoffnungsträger*innen aus dem deutschen Team waren Lasse Hüper und Filo Wüst im männlichen Teilnehmerfeld und als einziges deutsches Frauenteam Anna-Chiara Reformat und Sandra Otte.
Bereits in der Gruppenphase dominierten beide Teams und konnten jeweils als Gruppensieger in die K.O.-Phase einziehen. Ohne eine Niederlage im Turnier kürten sie sich zum Höhepunkt am Finalsonntag zu U18 Weltmeister*innen. Anna-Chiara und Sandra gewannen in zwei Sätzen gegen die Brasilianerinnen Leticia/Kiara. Filo und Lasse erspielten sich das U18 WM-Gold, ebenfalls ins zwei Sätzen, gegen die Australier Edgar/Turner. Mit diesem Titel ist Filo Wüst nun der beste Beachvolleyballer der Welt in der Alterskategorie U18, da er ebenfalls bereits Europameister und deutscher Meister seiner Altersklasse geworden ist. Beide Teams bestätigen damit die großen Hoffnungen im deutschen Beachvolleyball-Nachwuchs.

Partnerinnentausch bei Bock/Lippmann und Kunst/Paul

Nach der überraschenden Teamtrennung von Sandra Ittlinger und Anna-Lena Grüne folgten die nächsten unerwarteten Neuigkeiten. Louisa Lippmann und Linda Bock sowie Lea Kunst und Melanie Paul, entscheiden sich Anfang Juli getrennte Wege zu gehen und die Teamkonstellationen untereinander neu zu mischen. Von nun an treten sowohl Louisa und Melanie als auch Linda und Lea als neues Team an und wollen sich gemeinsam den großen Traum von den olympischen Spielen 2028 in Los Angeles erfüllen. Beide Teams hatten ihren ersten gemeinsamen Auftritt am letzten Juli-Wochenende, wobei Linda und Lea direkt auf internationalem Boden beim Challenge in Shangluo, China an den Start gegangen sind, während Louisa und Melanie sich gemeinsam mit Tabea Schwarz und Mareet Maidhof bei den ersten German Beach Club Finals den Meistertitel für die BR Volleys erspielten.

Die Finals 2026 in Hannover

Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Beachvolleyballs stand die Sportart mit auf dem Programm bei den Finals 2026 in Hannover. In der bereits sechsten Ausgabe des Multisportevents, bei dem deutsche Meisterschaften in 24 Sportarten gleichzeitig ausgetragen werden, gingen jeweils vier deutsche Beachvolleyballclubs für beide Geschlechtern mit zwei Teams pro Verein an den Start. Im männlichen Teilnehmerfeld waren das die Eintracht Spontent, der 1. Beachclub Kiel e.V., die Hauptstadt Beacher sowie Beachvolley United. Im weiblichen Teilnehmerfeld spielten die Eintracht Spontent, die BR Volleys, der 1. Beachclub Kiel und der Olympische Sportclub BW. Dabei traten jeweils zwei Vereine gegeneinander an, indem beide Teams eines Clubs ein reguläres Beachvolleyballspiel gegeneinander spielten. Stand es nach diesen Spielen 1:1, kam es zum Golden Set. Bei diesem Gewinnsatz bis 21, standen sich alle vier Spieler oder Spielerinnen der jeweiligen Clubs auf dem Feld gegenüber und der Gewinner wurde im vier gegen vier Beachvolleyball ausgespielt. Am Ende krönte sich die Eintracht Spontent rund um Paul Henning, Lukas Pfretzschner, Luis Kubo und Niklas Held zum ersten deutschen German Beach Club Meister im männlichen Teilnehmerfeld und die BR Volleys mit Louisa Lippmann, Melanie Paul, Tabea Schwarz und Mareet Maidhof im weiblichen Teilnehmerfeld. Eine erneute Teilnahme an den Finals im nächsten Jahr scheint laut Spielerexperte Clemens Wickler bereits festzustehen, offen bleibt jedoch noch, ob dieses Spielformat fortgesetzt wird.

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Zweimal Edelmetall beim Challenge in Shangluo, China

Während Louisa und Melanie auf deutschem Boden ihren Erfolg feierten, fand der erste Auftritt des neuformierten Teams Bock/Kunst am letzten Juli-Wochenende im chinesischen Shangluo statt. Mit nur einer Niederlage in der Gruppenphase konnten sie sich bis ins Achtelfinale spielen, mussten sich dort jedoch den Kanadierinnen McBrain/Sorra geschlagen geben. Am Ende steht ein Top Ten Ergebnis beim ersten gemeinsamen Turnier für die beiden. Auch Jonas und Benni Sagstetter sowie Tilo Rietschel und Momme Lorenz beenden das internationale Turnier auf einem guten 9. Platz. Elea Beutel und Paula Schürholz können ihren Qualifikationsfluch brechen und spielen sich ins Hauptfeld, unterliegen dann aber in der Round of 24 den beiden Japanerinnen Shiba/Reika und werden 17. Für Huster/Winter und Ehlers/Wüst ging die Reise im Turnier weiter und sie spielten schlussendlich sogar um Edelmetall. Während Nils und Lui sich im Spiel um Platz drei gegen die beiden Tschechen Sepka/Sedlak in zwei Sätzen durchsetzen konnten (21:17; 21:16), mussten sich Philipp und Sven im Finale knapp den Siegern aus Australien Nicolaidis/Carracher geschlagen geben (21:19; 15:21; 14:16) und nehmen am Ende die Silber-Medaille mit nach Hause.

Turnier-Ergebnis

Elite 16 in Rio de Janeiro

Auf ein internationales Turnier folgt das nächste. Bereits am Mittwoch, den 29. Juli startet in Rio de Janeiro das sechste Elite 16-Turnier in diesem Jahr. Es ist das vorletzte Elite-Turnier vor den Europameisterschaften in Polen und keine deutschen Männerteams sind dabei. Bei den deutschen Frauen findet sich nur ein Team auf der Liste: Grüne Anna-Lena Grüne und Janne Uhl feiern dort ihre World-Tour Premiere als Team, sind erfolgreich in der Qualifikation gestartet und haben die ersten beiden Spiele in der Gruppe verloren. Am Freitagmittag spielen sie um den Verbleib im Turnier. Sie sind das einzige Team, das den deutschen Beachvolleyball in Rio vertritt.

Turnier-Seite

Ausblick auf die Europameisterschaften 2026

Während bei den Elite 16 Turnieren um weitere Punkte in der internationalen Rangliste gekämpft wird, steht die Meldeliste für die Europameisterschaften nun fest. Nachdem bereits Ende Juni eine Tendenz zur Teilnahme an den Europameisterschaften bei den deutschen Beachvolleyball-Teams auszumachen war, ist nun vom FIVB die vorläufige Meldeliste veröffentlicht worden. Wie erwartet werden wir voraussichtlich im Teilnehmerfeld der Frauen Cinja Tillmann mit Svenja Müller sowie alle drei neu formierten Nationalteams Paul/Lippmann, Bock/Kunst und Ittlinger/Van de Velde verfolgen können. Im Gegensatz dazu steht im männlichen Teilnehmerfeld eine Überraschung an: Neben Nils Ehlers und Lui Wüst sowie Paul Henning und Lukas Pfretzschner werden wir laut Meldeliste Sven Winter an der Seite von Jonas Sagstetter im polnischen Stare Jabłonki sehen. Bisher haben sich jedoch weder Sven noch Jonas zu dieser Konstellation auf ihren Social Media Kanälen geäußert. Spannend wird, wie Sven und Jonas auf dem Feld harmonieren.

Vor allem Nils und Lui könnten nach ihrem Erfolg in China die Hoffnungsträger der deutschen Beachvolleyballer bei der EM 2026 sein. Auch Cinja und Svenja nehmen nach dem 5. Platz beim Elite 16 in Gstaad und aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung als Team die Favoritinnen-Rolle im weiblichen Teilnehmerfeld ein. Jedoch haben ebenso die neuformierten Teams Bock/Kunst und Lippmann/Paul beim Challenge in Shangluo und bei den Finals in Hannover gezeigt, dass sie als Duo harmonieren und gemeinsam erfolgreich sein können. Eine Woche vor der EM, vom 05.-09. August, steht außerdem noch das Elite 16 Turnier auf heimischen Boden in Hamburg an. Bereits im Hauptfeld gesetzt sind sowohl Cinja und Svenja als auch Paul und Lukas. Laut der Meldeliste werden außerdem Sandra und Kim, Louisa und Melanie, Nils und Lui sowie Jonas und Benni in der Qualifikation starten. Es wird der letzte Formcheck der deutschen Beachvolleyballteams vor der Europameisterschaft sein.

EM-Seite

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