+++ Newsblog: Rekord durch Poniewaz-Brüder in Kühlungsborn +++

Artikel und Hintergründe zum Finale der Techniker Beach Tour in Kühlungsborn und dem Weltserienturnier in Moskau


von beach-volleyball.de/Annika Schultz/Klaus Wegener

Sonntag, 18.08.

+++ 17:30 Uhr: Kampflos Bronze – Ohne Bronze trotz Kampf +++

Am Ende ohne Medaille: Karla Borger (Foto: FIVB)

Julius Thole und Clemens Wickler haben in Moskau Bronze kampflos gewonnen, weil ihre Gegner Guto/Saymon aus Brasilien verletzungsbedingt nicht angetreten sind. Macht für Rang drei 640 Weltranglistenpunkte und 10000 Dollar Preisgeld.

Karla Borger und Julia Sude haben sich gegen Sweat/Walsh Jennings aus den USA noch einmal mächtig angestrengt, aber trotz Gegenwehr das Spiel um Bronze mit 1:2 (26:24, 18:21, 10:15) verloren. Macht für Rang vier 560 Weltranglistenpunkte und 8000 Dollar Preisgeld.

Turniersieger bei den Frauen wurden die Schweizerinnen Heidrich/Vergé-Dépré, die das Endspiel gegen Taiana Lima/Talita (BRA) mit 2:1 (21:18, 16:21, 15:8) gewannen.

Das Finale der Männer entschieden die Letten Samoilovs/Smedins für sich mit 2:0 (21:12, 21:16) gegen Alison/Alvaro Filho (BRA).

+++ 15:10 Uhr: Die Sand-Slammer aus Schüttorf +++

Die Medaillengewinner dürfen feiern (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Vier Titel in Serie, fünf insgesamt, das sind neue Superlative, die mit einem neuen Namen versüßt werden müssen

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+++ 14:50 Uhr: Behrens/Tillmann meistern ihre Favoritenrolle +++

Riesenfreude bei Cinja Tillmann und Kim Behrens (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Mit dem zweiten Titelgewinn bei der deutschen Tour verabschieden sich Kim Behrens und Cinja Tillmann aus Kühlungsborn. Im Finale besiegten sie die Endspiel-Debütantinnen Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan in zwei Sätzen (21:18, 21:16). „In Satz eins haben sie es uns ganz schön schwer gemacht”, lobte Cinja Tillmann die Kontrahentinnen. Über Druck im Auschlag – fünf Asse hatten Behrens/Tillmann am Ende auf dem Konto – und einem variableren Angriffsspiel setzten sich die Nummer eins der Setzliste durch, die vor eine Woche noch bei der EM in Moskau Rang neun erreicht hatte.

Gegen ihre internationale Erfahrung fanden Klinke/Kotzan kein echtes Gegenmittel. „Für uns war es phänomenal, das Endspiel erreicht zu haben”, sagte Leonie Klinke. Nach Bronze in Fehmarn und Zinnowitz haben sie sich in Kühlungsborn erneut gesteigert und wurden mit Silber belohnt.

Bronze ging an Melanie Gernert und Elena Kiesling, die das Spiel um Platz drei gegen Anna Behlen und Anne Krohn mit 2:1 (21:19, 23:25, 15:10) für sich entscheiden konnten.

+++ 13:25 Uhr: Was für ein Rekord – Poniewaz-Brüder holen vierten Titel in Serie +++

Irgendwo ist garantiert ein Poniewaz: Oben Bennet und unten David (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

„Ich brauch' Sekt!” Bennet Poniewaz machte unmissverständlich klar, wo nach ihm nach diesem Coup war. Mit seinem Zwillungsbruder David hatte er gerade das vierte Finale in Serie gewonnen. Ein Rekord, das ist noch keinem Team zuvor gelungen. Das 2:0 mit den Satzergebnissen 21:13 und 21:11 war eine krasse Demonstration ihrer aktuellen Leistungsstärke. Erdmann/Winter sind keine Anfänger, aber in diesem Match lief nichts zusammen. „Das war ein schlechtes Spiel”, sagte ihr Coach Thomas Kaczmarek, „die Zahlen sprechen für sich.”

Schon nach wenigen Ballwechseln waren die Claims abgesteckt. 7:2 führten die Schüttorfer ganz schnell im ersten Durchgang. Und Erdmann/Winter fanden kein Gegenmittel. Wer gedacht hatte, dass doch irgendwann mal die Energie bei den neuen Rekordhaltern nachlassen würde, wurde eines anderen belehrt. Sie gaben weiter Vollgas und Ende des zweiten Satzes kam der Frust auf bei Sven Winter. Nach einer wieder mal missglückten Aktion schnappte er sich eine Handvoll Sand, warf sie durch Luft udn trat mit dem Fuß nach. Gegen die Poniewaz-Twins war keine Sandkorn gewachsen…

Nebenan auf Court zwei freuten sich Armin Dollinger und Simon Kulzer, im Spiel um Bronze noch einmal alle Kräfte zusammen genommen zu haben. Mit dem 2:1 (23:25, 21:17, 15:11) gegen Glücklederer/Kühlborn holten sie sich endlich ihre erste Medaille bei der Techniker Beach Tour.

 

 

+++ 11:35 Uhr: Der Trend zeigt nach oben +++

Schwer was los auf dem Center Court (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Bronze in Münster, Gold in St. Peter-Ording, so sieht die Ausbeute von Kim Behrens und Cinja Tillmann bei der Techniker Beach Tour 2019 aus. Bronze in Fehmarn und Zinnowitz, das ist die Medaillensammlung von Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan in diesem Sommer.

In gut zweieinhalb Stunden wird's für eins der beiden Duos Silber geben – denn sie stehen im Kühlungsborner Finale und da muss es naturgemäß einen Verlierer geben.

Klinke/Kotzan setzten sich im Halbfinale überraschend klar mit 2:0 (21:18, 21:14) gegen Melanie Gernert und Elena Kiesling durch. Während Kiesling danach sagte, „eigentlich will ich jetzt nur noch nach Hause”, wussten die Siegerinnen nicht wohin mit ihrer Freude. „Unglaublich, dass wir das geschafft haben”, jubelte Leonie Klinke.

Im Endspiel treffen sie auf Kim Behrens und Cinja Tillmann, die nur in Satz eins mehr kämpfen mussten, als ihnen lieb war (22:20). Deutlicher lief es in Durchgang zwei (21:12). Cinja Tillmann sagte: „Wir haben gegen Anna und Anne auch schon mal den Kürzeren gezogen, deshalb sind wir froh, dass es geklappt hat.” Mit Variationen im Aufschlag haben sie die Zinnowitz-Siegerinnen dauernd auf Trab gehalten. Nun streben sie ihren zweiten Sieg auf der deutschen Tour an.

+++ 10:35 Uhr: So muss ein Tag der Medaillenvergabe beginnen +++

Gibt's doch gar nicht, wieder im Finale: Bennet Poniewaz (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

In Moskau geht es für Thole/Wickler (ab 13:50 gegen Guto/Saymon aus Brasilien) und Borger/Sude (ab 14:50 Uhr gegen Sweat/Walsh Jennings aus den USA) um die Bronzemedaillen.

In Kühlungsborn ging es zunächst im Männer-Feld um den Einzug ins Endspiel und das konnte nicht spannender verlaufen. Auf Court zwei siegten Jonathan Erdmann/Sven Winter gegen Felix Glücklederer/Jannik Kühlborn mit 2:1 (20:22, 21:14, 15:6). Kühlborn ärgerte sich über die erneut verpasste Finalteilnahme: „Ich hab überhaupt nicht richtig Spannung aufbauen können, das war eher mein Ding, dass wir verloren haben.” Klaus-Martin Stuhlmann, einer der Trainer von Erdmann/Winter, stand kopfschüttelnd am Rand: „Da haben wir alles bis ins kleinste Detail besprochen und es dauert trotzdem gut zehn Ballwechsel, bis sie endlich so anfangen zu spielen.” Am Ende durfte er aber auch Beifall klatschen für seine Schützlinge.

Noch spannender ging es auf dem Center Court zu. Bennet und David Poniewaz taten sich gegen Armin Dollinger und Simon Kulzer bis zum allerletzten Ball schwer: 19:21, 21:19, 18:16 – diese Zahlen sprechen für sich. Die Lohhofer ließen klare Führungspositionen fahrlässig ungenutzt: 12:8 in Satz zwei und drei, fünf Matchbälle bis zum 16:15, alles sollte nicht reichen, um die erste Endspielteilnahme abzusichern.

Für die „Poniewazen” ist es nun die sechste in dieser Saison. Die Kontrahenten haben sie schon öfter im letzten Turnierspiel getroffen: Winter in Münster (mit Alex Walkenhorst) und Zinnowitz (mit Jefferson Santos Perreira), Erdmann in Düsseldorf (mit Jonas Schröder). Aber noch nie als Duo Erdmann/Winter.

 

 


Samstag, 17.08.

+++ 19:45 Uhr: Drei Tour-Sieger 2019 im Frauen-Halbfinale +++

Kim Behrens will wieder aufs Treppchen fliegen (Foto: Hoch Zwei/ Michael Kunkel)

Anne Krohn hat das letzte Turnier in Zinnowitz im Grunde immer noch nicht verarbeitet: „Ich kann es immer noch nicht glauben”, sagt sie. Vor Wochenfrist stand sie mit Partnerin Anne Krohn ganz oben auf dem Treppchen. Gleiches ist auch in Kühlungsborn möglich. Mit Anna Behlen hat sie zumindest schon mal das Halbfinale erreicht. Dort treffen sie am Sonntag auf Kim Behrens und Cinja Tillmann, die zuletzt in St. Peter-Ording gewonnen haben. Anna Behlen, die in der Tour als absolute Kämpferin gilt, hatte neben den sportlichen Herausforderungen noch Zeit für einen Dreh mit einem Tema von ran.de. Die besuchten Anna Behlen in ihrem Wohnwagen, mit dem sie aktuell in Kühlungsborn angereist ist.

Im zweiten Halbfinale stehen Melanie Gernert und Elena Kiesling, die sich mit Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan auseinandersetzen müssen. Gernert/Kiesling sind die Gewinner in Düsseldorf gewesen; Klinke/Kotzan haben bei den letzten beiden Turnieren in Fehmarn und Zinnowitz Bronze gewonnen. Jetzt streben sie nach einer Steigerung.

+++ 19:15 Uhr: Schlaflos ins Hauptfeld +++

Ungleiches Duell: Felix Hinkelmann (vorn) gegen Bennet Poniewaz (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Die kurzfristige Einführung der Qualifikation in Kühlungsborn sorgte für Verwirrung – aber auch für die Erfüllung eines Traums: Hinkelmann/Witt nutzten ihre Chance

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+++ 18:10 Uhr: Gewohnte und ungewohnte Namen im Männer-Halbfinale +++

Felix Glücklederer baggert sich ins Halbfinale (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Wer die Techniker Beach Tour aufmerksam verfolgt, kennt diese Namen: Poniewaz, Poniewaz, Erdmann, Winter. Sie tauchen nahezu jede Woche in den Halbfinals auf. So auch in Kühlungsborn, wenn sie am Sonntag um die Medaillen spielen.

Eher ungewohnt sind die Namen Dollinger/Kulzer in der Runde der besten Vier. Die Lohhofer haben in dieser Saison als bestes Resultat Platz vier in Düsseldorf auf dem Konto. „In Kühlungsborn scheinen sie gut drauf zi sein”, will Bennet Poniewaz mitbekommen haben am Rande. Er und sein Zwillingsbruder müssen sich am Sonntag mit Dollinger/Kulzer messen. Die Favoritenrolle geht an die Schüttorfer, die nach zuletzt drei Turniersiegen hintereinander auch die Nummer vier einfahren wollen.

Im zweiten Halbfinale bekommen es Erdmann/Winter mit zwei Jungs zu tun, deren Namen noch nicht jedem geläufig sind. Wie auch: Felix Glücklederer und Yannik Kühlborn spielen erst ihr elftes Turnier überhaupt zusammen und machen das außerordentlich gut. Zwei dritte Plätze in St. Peter-Ordung und Fehmarn sind der verdiente Lohn. Vielleicht ist am Sonntag eine Steigerung möglich.

Beide Halbfinals beginnen am Sonntag um 09:15 Uhr.

+++ 17:35 Uhr: Auch Thole/Wickler können nur auf Bronze hoffen +++

Glückwunsch an den Brasilianer Alison (Foto: FIVB)

Am Ende nutzte Alison, genannt das Mammut, eine verunglückte Abwehraktion von Clemens Wickler und das Ding war durch. Thole/Wickler haben ihr Halbfinale in Moskau gegen die Brasilianer Alison/Alvaro Filho mit 0:2 (12:21, 19:21) verloren. Satz eins war eine klare Angelegenheit, Durchgang zwei lief besser, aber auch ohne Erfolgserlebnis.

Am Sonntag spielen die Vize-Weltmeister um Bronze (ab 13:35 Uhr) gegen den Verlierer des zweiten Halbfinals zwischen Samoilovs/Smedins aus Lettland und Guto/Saymon aus Brasilien.

+++ 16:45 Uhr: Bronze ist noch drin für Borger/Sude +++

Julia Sude beim Blockversuch gegen Joana Heidrich (Foto: FIVB)

Den Einzug ins Endspiel haben sie verpasst, aber eine Medaille ist für Karla Borger und Julia Sude in Moskau noch drin. Im Halbfinale verlor das National-Team gegen die Schweizerinnen Heidrich/Vergé-Dépré mit 1:2 (22:20, 16:21, 12:15).

Nun spielen sie gegen die Verlierer des zweiten Halbfinals, gegen Sweat/Walsh Jennings (USA), die gegen Taiana Lima/Talita aus Brasilien mit 0:2 das Nachsehen hatten. Am Sonntag ab 14:50 Uhr steigt für Borger/Sude das um Platz drei.

+++ 15:50 Uhr: Aufatmen bei Bieneck/Stautz +++

Doch bei der DM dabei: Antonia Stautz (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

So schnell kann es gehen. Constanze Bieneck und Antonia Stautz können sich doch noch freuen, sie haben ihren Platz bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand sicher. Da Krebs/Welsch den Einzug in das Viertelfinale durch das 0:2 gegen Karnbaum/Niemczyk verpasst haben, und auch Ottens/Ziemer durch das 1:2 gegen Hoja/Hüttermann keine Punkte mehr gutmachen können, sind Bieneck/Stautz bei der DM dabei. Ottens/Ziemer hätten Dritte werden müssen, dann hätten sie Bieneck/Stautz und Krebs/Welsch überholt. Damit sind diese Rechenspiele beendet. 

Ab jetzt geht es nur noch um Punkte auf den Courts, wie in der Runde der besten Acht. Die wird von diesen Duellen geprägt: Behrens/Tillmann gegen Karnbaum/Niemczyk, Behlen/Krohn gegen Körtzinger/Schneider, Klinke/Kotzan gegen Hoja/Hüttermann und Gernert/Kiesling gegen die Overländer-Zwillinge.

+++ 14:15 Uhr: Popp/Sievers buchen ihr DM-Ticket +++

Milan Sievers macht seine dritte DM-Teilnahme perfekt (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

„Werden Böckermann/Karpa in Kühlungsborn 13., müssen Popp/Sievers mindestens den fünften Platz erreichen.” So war es vor Turnierbeginn an dieser Stelle zu lesen. Und so ist es nun auch gekommen. Marcus Popp und Milan Sievers haben ihr Ziel erreicht, Popp macht mit 37 Jahren das Dutzend DM-Teilnahmen voll, für seinen erst 21 Jahre alten Partner Milan Sievers ist es der dritte Auftritt beim Saisonhöhepunkt. Durch das 2:0 (21:15, 21:19) gegen die Wolf-Brüder im Achtelfinale haben sie Rang fünf in Kühlungsborn abgesichert. In der Ranglistenwertung sind das nur neun Punkte Unterschied, aber die reichen eben.

Im Viertelfinale treffen Popp/Sievers auf Jonathan Erdmann und Sven Winter. Die übrigen Duelle in der Runde der besten Acht sind ebenfalls hochkarätig. Die Poniewaz-Brüder treffen auf Becker/Schröder, Dollinger/Kulzer spielen gegen Mäurer/Westphal und Glücklederer/Kühlborn gegen Rudolf/Wernitz.

+++ 12:10 Uhr: Die bange Warten auf das Abschneiden der Konkurrenten +++

Constanze Bieneck sucht Trost bei einer Freundin (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Auf Court vier, also am Ende der Location am Kühlungsborner Strand spielte sich bereits am frühen Morgen ein kleines Drama ab. Markus Böckermann und Max-Jonas Karpa führten im Tie-break gegen Lukas Pfretzschner und Robin Sowa mit 12:9, das roch nach einem Weiterkommen. Wenige Minuten später war der Traum geplatzt. 13:15, one-two-barbecue sozusagen und viel schlimmer: Es begann die Zeit des Wartens darauf, was Popp/Sievers noch zustande bringen, die ärgsten Konkurrenten im Kampf um einen Platz bei den Deutschen Meisterschaften. Popp/Sievers verloren parallel auf Court zwei gegen Dollinger/Kulzer, ebenfalls mit 13:15 in Satz drei.

Um 12:30 Uhr spielen Popp/Sievers auch auf Court vier, dann gegen die Brüder Georg und Peter Wolf im Achtelfinale. Siegen Popp/Sievers sind sie mindestens Fünfte in Kühlungsborn und überholen im DM-Zulassungsranking Böckermann/Karpa.

Ähnlich spannend geht es bei den Frauen zu: Annika Krebs und Leonie Welsch siegten im direkten Duell um eine DM-Fahrkarte gegen Constanze Bieneck und Antonia Stautz mit 2:0 (21:18, 21:17). Krebs/Welsch müssen aber Platz fünf erreichen, um Bieneck/Stautz überholen zu können. Ihr Trainer Fabian Tobias sagte am Spielfeldrand: „Das wissen die beiden aber nicht, sie kennen die Rechenspiele nicht.”

Stautz saß nach der Niederlage allein im Strandkorb, der sogenannten Spielerbank, ein Handtuch über den Kopf gezogen. Bieneck suchte abseits des Courts im Sand sitzend Trost und versuchte sich zu sammeln. Antonia Stautz versuchte das Ergebnis zu verarbeiten: „Wir hatten viele Höhen und Tiefen in der Saison. Freitags lief es meistens gut, dafür Samstags nicht. Ist leider nicht mehr zu ändern.”

Noch ist nichts entschieden, wie Böckermann/Karpa müssen wie Bieneck/Stautz abwarten, was die Konkurrenz macht.

 

+++ 11:30 Uhr: Und noch ein deutscher Halbfinalist +++

Souverän stabil: Clemens Wickler (vorn) und Julius Thole (Foto: FIVB)

Auch Julius Thole und Clemens Wickler spielen in der russischen Hauptstadt um Edelmetall. Im Viertelfinale schlugen sie die Niederländer Brouwer/Meeuwsen überzeugend mit 2:0 (21:16, 21:15). Zum dritten Mal greifen sie in diesem Jahr nach einer Medaille, zwei silberne (WM in Hamburg und World Tour in Den Haag) haben sie bereits eingesammelt.

Im Halbfinale in Moskau treffen sie am Samstag um 16:50 Uhr auf die Brasilianer Alison/Alvaro Filho. Man kennt sich bereits: In Hamburg siegten die Deutschen, in Espinho die Südamerikaner, jeweils mit 2:0.

+++ 10:40 Uhr: Borger/Sude im Moskauer Halbfinale +++

Und jetzt bitte noch eine Medaille: Karla Borger (links) und Julia Sude (Foto: FIVB)

Ab jetzt geht es um eine Medaille: Karla Borger und Julia Sude haben in Moskau den Einzug ins Halbfinale geschafft. In der Runde der besten acht Teams schlugen sie die Spanierinnen Liliana/Elsa mit 2:1 (20:22, 21:16, 15:8).

Nun geht es um 15:35 Uhr gegen Heidrich/Vergé-Dépré aus der Schweiz um das Erreichen des Endspiels. Gegen die Eidgenössinnen haben Borger/Sude beim Majors in Gstaad eine Tie-break-Niederlage einstecken müssen. Für das deutsche Nationalteam ist es nach Platz drei in Kuala Lumpur und vier in Tokio die dritte Halbfinalteilnahme in dieser Saison.


Freitag, 16.08.

+++ 18:50 Uhr: Thole/Wickler streben aufs Halbfinale zu +++

Glückwunsch an den Sieger: Clemens Wickler (rechts) (Foto: FIVB)

Jetzt noch ein Spiel gewinnen und dann geht es mal wieder um Medaillen: Julius Thole und Clemens Wickler haben in Moskau auch das Achtelfinale schadlos überstanden. Gegen die Belgier Koekelkoren/van Welle siegten die Vize-Weltmeister mit 2:0 (23:21, 21:17). Platz fünf ist den Hamburgern sicher, jetzt geht es am Samstag in der Runde der besten Acht gegen die  Niederländer Brouwer/Meeuwsen um den Einzug in das Halbfinale.

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+++ 18:45 Uhr: Wenn Altmeister ums Überleben kämpfen +++

Da muss sich auch Altmeister Markus Böckermann noch mächtig strecken (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Drei DM-Routiniers kämpfen in Kühlungsborn um die Fahrkarte nach Timmendorf. Am Samstag kommt es zum Showdown.

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+++ 18:30 Uhr: Showdown am Samstag morgen bei den Frauen +++

Constanze Bieneck bei der Annahme, beobachtet von Antonia Stautz (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Es ist nur ein zweites Pool Match, in dem es nicht um Medaillen und Podiumsplätze geht, aber es hat eine enorme Brisanz. In Pool D treffen am Samstag Annika Krebs/Leonie Welsch auf Constanze Bieneck/Antonia Stautz. Es geht um das Überleben und Sammeln von Punkten, die den Weg zu den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand weiter ebnen.

Krebs/Welsch haben ihr Auftaktspiel gegen Hoja/Hüttermann mit 0:2 verloren. Bieneck/Stautz wehrten sich bis zum Ende des Tie-breaks hin, standen aber letztlich gegen die Zinnowitz-Sieger Behlen/Krohn mit leeren Händen da. 18:21, 21:16, 13:15 hieß es da.

Im Übrigen ist's wie bei den Männern, die Favoriten wie u.a. Hoja/Hüttermann, Gernert/Kiesling, Körtzinger/Schneider zeigten sich souverän beim Einstieg ins Kühlungsborner Turnier.

+++ 17:35 Uhr: Fünf Matchbälle haben nicht ausgereicht +++

Orsi Toth passiert den Block von Margareta Kozuch (Foto: FIVB)

Das tut weh: Gegen die Italienerinnen Menegatti/Orsi Toth lagen Margareta Kozuch und Laura Ludwig klar auf Kurs Runde drei im K.o-System, doch dann verpassten sie die Zieleinfahrt. Kozuch/Ludwig verloren mit (21:17, 31:33, 11:15). Das bedeutet Platz neun, in Verbindung mit 400 Ranglistenpunkten und 4000 Dollar Preisgeld.

Nur Borger/Sude vertreten noch die deutschen Farben im Frauen-Turnier und spielen am Samstag gegen die Spanierinnen Liliana/Elsa ab 09:30 Uhr im Viertelfinale. Wer siegt, steht in der Runde der besten Vier.

+++ 16:55 Uhr: Nix Neues auf den Top-Positionen – aber hinten ist's spannend +++

Marcus Popp weiß, wie die Annahme funktioniert (Foto: Hoch Zwei/Michael Kunkel)

Gewohntes Bild: Siege für Poniewaz/Poniewaz, Erdmann/Winter und Becker/Schröder zum Start in Kühlungsborn. Viel spannender sieht es in den unteren Regionen aus. In der Todesgruppe D haben Popp/Sievers und Dollinger/Kulzer ihre Perspektiven im Kampf um Ranglistenpunkte, die für die DM-Teilnahme wichtig sind, klar verbessert. Popp/Sievers schlugen Pfretzschner/Sowa, Dollinger/Kulzer bezwangen Böckermann/Karpa. Das Rennen bleibt spannend…

+++ 15:00 Uhr: Nur noch die Vize-Weltmeister im Spiel +++

Umsonst geflogen: Lars Flüggen (hinten) und Nils Ehlers (Foto: FIVB)

Nils Ehlers und Lars Flüggen hat es in der 1. K.o.-Runde bitter erwischt. Gegen die Tschechen Perusic/Schweiner lagen sie lange Zeit hervorragend im Spiel, doch am Ende stand es 21:14, 23:25, 13:15 und das bedeuet das Aus in Moskau auf Rang 17 (320 Weltranglistenpunkte, 3000 Dollar Preisgeld).

Besser machten es Julius Thole und Clemens Wickler, die gegen die Österreicher Seidl/Waller (21:15, 21:19) gewannen. In der 2. K.o.-Runde treffen sie auf die Belgier Koekelkoren/van Walle. Das Spiel beginnt um 16:30 Uhr.

+++ 13:15 Uhr: Kozuch/Ludwig und Borger/Sude in Runde zwei +++

Zugeschlagen: Karla Borger (Foto: FIVB)

Margareta Kozuch und Laura Ludwig haben das deutsche Duell gegen Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur in zwei Sätzen (21:16, 22:20) gewonnen und spielen nun in der 2. K.o.-Runde gegen die Italienerinnen Menegatti/Orsi Toth (Spielbeginn 15:40 Uhr).

Karla Borger und Julia Sude schalteten die Europameisterinnen Graudina/Kravcenoka ebenfalls mit 2:0 (21:15, 21:16) aus und treffen um 14:50 Uhr auf die Japanerinnen Murakami/Ishii.

Für Victoria Bieneck und Isabel Schneider ist das Turnier in Moskau nach dem 0:2 (19:21, 20:22) gegen Maria Antonelli/Carol (BRA) beendet. Sie landen auf Rang 17 (320 Weltranglistenpunkte/3000 Dollar Preisgeld).

Als nächste aus dem deutschen Lager sind die Männer an der Reihe. Nils Ehlers/Lars Flüggen spielen in der 1. K.o.-Runde gegen die Tschechen Perusic/Schweiner (ab 14:00 Uhr); Julius Thole und Clemens Wickler sind ab 13:10 Uhr gefordert von den Österreichern Seidl/Waller.

+++ 12:46 Uhr: Der Kampf um die DM-Teilnahme +++

Foto: Hoch Zwei

Am Ende könnten nur wenige Punkte den Unterschied ausmachen. Welche Teams sich für die Deutsche Meisterschaften qualifizieren und welche nicht: So sieht es bei den Wackelkandidaten aus.

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+++ 11:10 Uhr: So geht's weiter in Moskau +++

Kozuch/Ludwig (Foto) treffen auf Ittlinger/Laboureur (Foto: FIVB)

In der 1. K.o.-Runde gibt es ein deutsches Duell: Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur treffen um 12:20 Uhr auf Margareta Kozuch/Laura Ludwig. Es ist das erste Kräftemessen der Nationalteams gegeneinander.

Zuvor (ab 11:30 Uhr) spielen Karla Borger und Julia Sude gegen die Lettinnen Graudina/Kravcenoka, die vor einer Woche an gleicher Stelle den EM-Titel gewonnen hatten.

Victoria Bieneck und Isabel Schneider spielen ab 12:20 Uhr gegen die Brasilianerinnen Maria Antonelli/Carol.

+++ 09:45 Uhr: Alle Frauen-Teams eine Runde weiter +++

Geschafft: Karla Borger (links) und Julia Sude (Foto: FIVB)

Keine Ausfallerscheinungen in den Pools: Die vier deutschen Frauen-Teams stehen in der 1. K.o.-Runde. Am frühen Morgen siegten Borger/Sude gegen Strauss/Strauss (AUT) mit 2:0 (21:10, 21:17). Bieneck/Schneider bezwangen die Russinnen Dabizha/Rudykh in zwei Sätzen (21:17, 21:14) und Kozuch/Ludwig machten nach drei Sätzen (21:13, 18:21, 15:7) alles klar gegen Caluori/Gerson aus der Schweiz.

Die deutschen Duos ziehen als Drittplatzierte eine Runde weiter. Ittlinger/Labouruer haben bereits gestern Platz zwei in ihrem Pool erreicht.


Donnerstag, 15.08.

+++ 18:54 Uhr: Zwei Duos sind sicher weiter +++

Foto: FIVB

Das ist ärgerlich: Clemens Wickler und Julius Thole haben den Gruppensieg beim Vier-Sterne-Turnier in Moskau knapp verpasst. Gegen die US-Amerikaner Jake Gibbs und Taylor Crabb verloren sie mit 1:2 (21:17, 18:21, 13:15) und verpassten den Gruppensieg. Dank des souveränen Erfolges am Vormittag gegen Österreich (2:0) sind die Vize-Weltmeister trotzdem in der K.o.-Runde.

Das Gleiche gilt für Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur, die allerdings eine deutliche Niederlage im Gruppenfinale hinnehmen mussten. Die US-Amerikanerinnen Kelly Claes und Sarah Sponcil, die die Deutschen auch schon bei der WM besiegt hatten, waren auch in Moskau erfolgreich (2:0; 21:12, 21:13).

Nach der Freude über die vorerst letzte überstandene Qualifikation der Saison (für die restlichen Turniere sind sie direkt im Hauptfeld gesetzt) folgte für Nils Ehlers und Lars Flüggen heute eine kleine Ernüchterung: Sie mussten im ersten Gruppenspiel gegen die Belgier Koekelkoren/van Walle eine Pleite einstecken (1:2; 21:14, 19:21, 15:12) und brauchen morgen zwingend einen Sieg.

+++ 11:22 Uhr: Trüber Vormittag für deutsche Teams +++

Chantal Laboureur am Aufschlag (Foto: FIVB)

Nur ein Sieg in vier Spielen: Das ist die nüchterne Bilanz der deutschen Damen-Duos in der ersten Runde der Gruppenphase. Nur Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur konnten ihr Spiel knapp für sich entscheiden (2:1; 21:18, 17:21, 15:13), der Rest musste ihren starken Gegnern Tribut zollen und Niederlagen verkraften. Während Ittlinger/Laboureur noch heute Nachmittag um den Gruppensieg kämpfen werden, geht es für die anderen Duos am Freitag um den Verbleib im Turnier.

+++ 07:15 Uhr, Moskau: Das Turnier nimmt an Fahrt auf +++

Foto: FIVB
Foto: FIVB

Das wird nicht einfach: Die deutschen Damen-Teams haben im ersten Gruppenspiel durchweg schwierige Aufgaben erwischt. Karla Borger und Julia Sude bekommen die Gelegenheit zur Revanche für das bittere Aus beim Fünf-Sterne-Event in Wien; sie treffen auf Barbora Hermannová und Marketa Slukova (CZE). Spannung verspricht auch das Duell zwischen Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur und den Niederländerinnen Joy Stubbe/Marleen van Iersel. Schon einmal ist es zum Aufeinandertreffen dieser Teams gekommen, in Brasilien wurden beide Sätze erst in der Verlängerung entschieden – zugunsten von Stubbe/van Iersel.

Dank ihrer guten Ergebnisse in den vergangenen Wochen haben die deutschen Herren vermeintlich einfachere Lose bekommen - alle deutschen Spiele (deutsche Zeit):

08:50 Uhr, Court 4: Borger/Sude vs. Hermannová/Slukova (CZE)

08:50 Uhr, Court 2: Bieneck/Schneider vs. Sweat/Walsh Jennings (USA)

09:40 Uhr, Court 4: Ludwig/Kozuch vs. Liliana Elsa (ESP)

09:40 Uhr, Court 2: Ittlinger/Laboureur vs. Stubbe/van Iersel (NED)

12:10 Uhr, Court 3: Ehlers/Flüggen vs. Koekelkoren/van Walle (BEL)

13:50 Uhr, Court 2: Thole/Wickler vs. Winter/Hörl (AUT)


Mittwoch, 14.08.

+++ 14:43 Uhr: Erfolgreiche Qualifikation für deutsche Duos +++

Freude bei Victoria Bieneck und Isabel Schneider: Sie qualifizieren sich für das Event in Moskau (Foto: FIVB)

Schon zehnmal mussten sich Nils Ehlers und Lars Flüggen in dieser Saison in der Qualifikation beweisen, seit dem heutigen Tag ist die Bilanz positiv: Mit dem Sieg gegen die Ukrainer Maksym Gladun/Evgen Zhuravel (2:0) qualifizierten sie sich zum sechsten Mal für ein hochwertiges Turnier der Weltserie.

Die deutschen Damen bleiben unterdessen makellos: In dieser Saison ist noch keine Konstellation in der Qualifikation gescheitert. Daran änderten heute auch Bieneck/Schneider (2:1 gegen UKR) und Kozuch/Ludwig (2:0 gegen POL) nichts. Damit sind beim Vier-Sterne-Event in Moskau sechs Teams aus Deutschland vertreten. Die Gruppenphase beginnt am Donnerstag, die Sieger und Siegerinnen werden am Sonntag gekürt.

+++ 08:14 Uhr: Drei Teams aus Deutschland in der Qualifikation +++

Margareta Kozuch in der Annahme (Foto: Beach Major Series)

Nils Ehlers und Lars Flüggen zogen am Dienstag auf ihrem Instagram-Account eine Bilanz der letzten zwei Turniere: „11 Siege aus 15 Spielen, von 15 Sätzen mit 2 Punkten Unterschied haben wir 11 gewonnen, von 6 Tiebreaks haben wir 5 gewonnen.“ Das gebe ihnen Selbstbewusstsein, sie hielten trotzdem fest: „Jetzt reicht es aber auch.“

Mindestens einmal muss das Nationalduo noch in der Qualifikation ran, heute geht es um den Einzug in das Hauptfeld des vorletzten Vier-Sterne-Turniers des Jahres. Die guten Ergebnisse bei den vergangenen Turnieren (2. Platz in Tokio und 5. Platz in Wien) katapultierten Ehlers/Flüggen immerhin auf Setzplatz eins, der einen vermeintlich leichteren Gegner in der zweiten Qualifikationsrunde verspricht.

Von Position zwei bzw. drei gehen die beiden Damen-Nationalteams in das Rennen. Damit überspringen auch Victoria Bieneck/Isabel Schneider sowie Margareta Kozuch/Laura Ludwig eine Runde und dürfen auf einen machbaren Kontrahenten hoffen.


Montag, 12.08.

+++ 14:51 Uhr: Wochenausblick: Moskau zum Zweiten, Tourfinale in Kühlungsborn +++

Doppelter Einsatz in Moskau: Nach Platz 5 bei der EM richtet Chantal Laboureur den Blick auf das 4-Sterne-Turnier (Foto: CEV)

Tapetenwechsel in Moskau: Nach der EM sind in der russischen Hauptstadt sechs deutsche Duos beim Weltserienturnier auf Punktejagd. Derweil lädt die Techniker Beach Tour zum finalen Akt nach Kühlungsborn, dem letzten Stopp vor der DM in Timmendorfer Strand – unser Wochenausblick.

→ Wochenausblick: Moskau zum Zweiten, Tourfinale in Kühlungsborn

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