+++ Newsblog: Techniker Beach Tour Münster +++

Nationale Serie 10. - 12.05.2019

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von beach-volleyball.de/Klaus Wegener, Matthias Penk

In Münster ist die Techniker Beach Tour 2019 eröffnet worden. Im Turnier der Männer überraschten die Poniewaz-Brüder mit einem tollen Finale. Karla Borger und Julia Sude marschierten ohne Satzverlust durch das Frauen-Event: Hier der Newsblog.


Sonntag , 12.05.

+++ 16:30 Uhr: Poniewaz-Brüder feiern Coup gegen Walkenhorst/Winter +++

Starker Einsatz von David Poniewaz. Foto: (HochZwei/Malte Christians)

Das war in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten: Bennet und David Poniewaz haben das Finale der Techniker Beach Tour in Münster glatt in zwei Sätzen mit 21:15 und 21:12 gegen Alexander Walkenhorst und Sven Winter gewonnen. Überragend war die Leistung von David Poniewaz, der mit sechs Blockpunkten und vier Aufschlag-Assen diesem Erfolgserlebnis seinen ganz besonderen Stempel aufdrückte.

Karla Borger und Julia Sude marschierten ohne Satzverlust durch das Frauen-Turnier.

zum Artikel: Mit neuem Schlüssel zum Erfolg auf Platz eins

+++ 11:30 Uhr: Borger/Sude im Frauen-Finale gegen Hoja/Hüttermann +++

Konzentriert bei der Abwehraktion: Stefanie Hüttermann. (Foto: Peter Weber)

Fast hätten die Münsteraner ihre „Local Heroes” heute nachmittag im Finale der Frauen auf dem Center Court erlebt. Im Tiebreak führten Kim Behrens und Cinja Tillmann bereits mit 14:10 und brauchten nur noch einen Punkt zum Finalzeinzug. Doch dank einer starken Teamleistung konnten Anna Hoja und Stefanie Hüttermann das Blatt wenden. Mit 21:23, 21:18 und 16:14 schafften sie den Sieg und stehen ab 15:30 Uhr im Finale.

Dort treffen sie auf die Nummer eins: Karla Borger und Julia Sude hatten keine Mühe, sich mit 2:0 (21:10 und 21:15) gegen Melanie Gernert und Elena Kiesling zu behaupten.

Die Spiele um die Medaillen: Ab 12:45 Uhr treffen Gernert/Kiesling auf Behrens/Tillmann. Um 15.30 Uhr steigt das Finale zwischen Borger/Sude und Hoja/Hüttermann.

+++ 10:21 Uhr: Poniewaz/Poniewaz gegen Walkenhorst/Winter im Finale +++

Aufschlag von Alexander Walkenhorst. (Foto: Peter Weber)

Fast zeitglich endeten die Halbfinalspiele der Männer am frühen Sonntagmorgen. Auf Court 2 setzten sich die Brüder Bennet und David Poniewaz in zwei Sätzen mit 21:15 und 21:18 gegen Max Betzien und Jonathan Erdmann durch. Wenige Sekunden später machten auf dem Center Court Alexander Walkenhorst und Sven Winter mit ihrem 2:0-Sieg (21:13, 21:16) gegen Paul Becker und Jonas Schröder ihren Einzug ins Finale perfekt.

Damit stehen die Paarungen um die Medaillen fest: Um 11:45 Uhr spielen Betzien/Erdmann gegen Becker/Schröder. Das Endspiel der Männer auf dem Schlossplatz bestreiten ab 14:15 Uhr Walkenhorst/Winter gegen Poniewaz/Poniewaz.

+++ 9:14 Uhr: Finaltag in Münster +++

Paul Becker (Foto: Peter Weber)

Gestern haben Max Betzien und Jonathan Erdmann das topgesetzte Nationalteam Bergmann/Harms aus dem Turnier befördert, die Favoritenrolle für den Finaltag schiebt der ehemalige WM-Dritte (2013) Erdmann aber lieber von sich. „Becker/Schröder, sie haben die größte Erfahrung mit Finaltagen“, so Erdmann. In der Tat sind die Favoriten in beiden Finalspielen schwer auszumachen, wenn Betzien/Erdmann auf Bennet (im Livescore) und David Poniewaz und Paul Becker/Jonas Schröder auf Sven Winter/Alexander Walkenhorst (im Livestream) um 9.30 Uhr treffen.

Sicher ist nur: Standen Becker/Schröder 2018 in einem Halbfinale, haben sie immer eine Medaille gewonnen, darunter immerhin viermal Gold. Und: Im direkten Vergleich mit Walkenhorst/Winter führen sie mit 2:1 nach Siegen.


Samstag, 11.05.

+++ 19:21 Uhr: Ein rekordverdächtiger Satz +++

Anna Hoja im Angriff (Foto: Peter Weber)

Mit einem Erfolg der Lokalheldinnen Cinja Tillmann und Kim Behrens und einem rekordverdächtigen Satz endete der zweite Tag der Techniker Beach Tour in Münster. Vor vollbesetzten Tribünen zog das Duo nach einem 2:1-Erfolg (38:40, 21:19, 18:16) über Sabrina Karnbaum und Natascha Niemczyk in das Halbfinale am Sonntag ein. Dort treffen sie auf das bisherige Überraschungsteam des Turniers.

Mit Anna Hoja und Stefanie Hüttermann zog die Nummer sieben der Setzliste ebenfalls ins Halbfinale ein – sie spielen erst zum zweiten Mal in ihrer gemeinsamen Karriere um die Medaillen der deutschen Turnierserie. „In der vergangenen Saison sind wir häufig Fünfte geworden, heute haben wir besser miteinander kommuniziert und den Fokus mehr auf uns gelegt“, so Hüttermann. Im zweiten Halbfinale trifft das Nationalduo Karla Borger/Julia Sude auf Melanie Gernert und Elena Kiesling.

Bei den Herren gab es ebenfalls eine Überraschung, denn das topgesetzte Nationalduo Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms ist im Viertelfinale gegen Max Betzien/Jonathan Erdmann ausgeschieden (17:21, 15:21), die gestern ihr erstes Gruppenspiel noch verloren. „Wir haben uns heute gesteigert. Es gab viel Bildmaterial von Bergmann/Harms und unser Coach hat dann einen super Matchplan ausgearbeitet“, so Erdmann, der seit Jahresbeginn in Andre Fröhlich einen neuen Trainer hat. „Wir haben die Atmosphäre heute sehr genossen, die Stimmung auf dem Court war gut“, so Erdmann.

Der Center Court war voll, die Fans harrten trotz Temperaturen um die 15 Grad auf den Tribünen aus. Und die Stimmung könnte am Sonntag sicherlich noch einmal besser werden, wenn die Finalspiele von Münster anstehen. Ab 9.30 Uhr starten die Männer mit den Halbfinals, Betzien/Erdmann treffen dann auf Bennet und David Poniewaz, Paul Becker/Jonas Schröder auf Alexander Walkenhorst/Sven Winter.

+++ 16:16 Uhr: Eine brutale Perspektive +++

Filip John (li.) und Simon Pfretzschner (Foto: Hoch Zwei/Conny Kurth)

Simon Pfretzschner und Filip John sind gerade einmal 17 Jahre alt, haben bei der Techniker Beach Tour in Münster aber dennoch gezeigt, warum sie eine "brutale Perspektive" haben und derzeit zu den größten Talenten in Deutschland gehören – im Sand und in der Halle.

→ zum Artikel: Eine brutale Perspektive

+++ 13:01 Uhr: Wenn Beach-Profis ihre Bachelor-Arbeit über Beach-Volleyball schreiben +++

Anna Behlen im Angriff (Foto: Peter Weber)

Entspannt schlurft Anna Behlen in Richtung Spielerbereich, mit einem 2:0 hat sie sich mit ihrer neuen Partnerin Anne Krohn ins Achtelfinale gespielt. Nach einem holprigen Start am Freitag ist die zweifache Turniersiegerin der Vorsaison wieder in der Spur. Einen Grund für den schleppenden Beginn gibt es durchaus: Behlen hat im abgelaufenen Semester ihre Bachelor-Arbeit geschrieben, da blieb wenig Zeit für eine ordentliche (praktische) Saisonvorbereitung. Thema in ihrem Studienfach Sozialökonomie mit dem Schwerpunkt Recht war, wie es sich für einen Profi gehört, Beach-Volleyball.

Behlen beleuchtete in ihrer Arbeit die Nominierung bzw. Nicht-Nominierung deutscher Teams auf der World Tour durch den Deutschen Volleyball-Verband. Das hat sie offensichtlich ordentlich gemacht, mit der mit einer 1,3 benoteten Abschlussarbeit hat Behlen ihren Bachelor in der Tasche. Nun kann sie sich voll auf den Sport konzentrieren – und trifft mit Krohn im Achtelfinale auf ihre Ex-Partnerin Sarah Schneider, die nun mit Leonie Körtzinger spielt.

Das Perspektivduo des DVV verlor überraschend seine Partie in der Gruppenphase gegen Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan mit 0:2, die neben den topgesetzten Karla Borger/Julia Sude, Kim Behrens/Cinja Tillmann und Melanie Gernert/Elena Kiesling im Viertelfinale von Münster stehen. Die Viertelfinals der Frauen werden um 17 und 18 Uhr ausgespielt.

+++ 11:24 Uhr: Bruder-Duell bei den Junioren-Nationalteams +++

Robin Sowa (hinten) erwartet die Annahme von Lukas Pfretzschner (Foto: Peter Weber)

Die Favoriten haben sich durchgesetzt: Bei den Männern stehen die vier ersten Viertelfinalisten fest: Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms, Paul Becker/Jonas Schröder, Alexander Walkenhorst/Sven Winter und die Zwillinge Bennet und David Poniewaz warten auf ihre Gegner um 16 Uhr.

Im Achtelfinale zuvor kommt es zu einem Bruder-Duell zwischen Lukas (19, mit Partner Robin Sowa) und Simon Pfretzschner (17, mit Partner Filip John), das die in Münster vor Ort weilenden DVV-Sportdirektor Niclas Hildebrand und Junioren-Bundestrainer Kay Matysik sicherlich genau beobachten werden – schließlich zählen alle vier Athleten zu den größten Beach-Volleyball-Talenten hierzulande. Während Pfretzschner Sowa die U21 Weltmeisterschaft in Thailand spielen werden, sind Pfretzschner/John für die U20 Europameisterschaft in Göteborg nominiert.

Beide Duos trainieren beinahe täglich gemeinsam in Berlin, der ältere Lukas Pfretzschner sagt: "Ich würde den beiden einen Sieg gönnen, sie brauchen die Punkte unbedingt – wir aber auch, also will ich gewinnen." Die bisherigen Duelle gingen allerdings allesamt auf das Konto des jüngeren Simon. "Dann sollten wir das mal ändern", sagt Lukas Pfretzschner mit einem Lächeln.

+++ 8:46 Uhr: Zwei ehemalige Deutsche Meister spielen um den Turnierverbleib +++

Tag zwei bei der Techniker Beach Tour in Münster und schon früh am Morgen geht es für die Männerteams in der Gruppenphase um viel: Die Gewinner der ersten Partien spielen nun gegeneinander um den Gruppensieg und den direkten Viertelfinaleinzug, die Verlierer spielen um den Verbleib im Turnier.

Um 9.50 Uhr treffen in einer solchen K.o.-Partie zwei ehemalige Deutsche Meister aufeinander: Jonathan Erdmann (Deutscher Meister 2012 und 2014) trifft mit Partner Max Betzien auf Armin Dollinger (2015) und Simon Kulzer – ein Duo schafft es ins Achtelfinale, das andere muss mit Rang 13 aus Münster abreisen.  


Freitag, 10.05.

+++ 19:30 Uhr: Cinja Tillmann: „Münster ist mein Lieblingsturnier” +++

Guter Start auch in Münster: Karla Borger (links) und Julia Sude. (Foto: Peter Weber)

Runde eins bei den Frauen ist gespielt. Ohne echte Überraschungen, die Favoriten gaben sich allesamt keine Blöße. Angefangen beim Nationalteam Karla Borger/Julia Sude. Letzte Woche noch mit Bronze dekoriert beim Drei-Sterne-Turnier der World Tour in Kuala Lumpur, präsentieren sie sich beim Start der deutschen Tour. Zum Auftakt gewannen sie gegen Julika Hoffmann und Sarah Schulz, denen sie tags zuvor noch in Stuttgart als Trainingspartner gegenüber gestanden hatten. Mit 21:9 und 21:10 setzten Borger/Sude ein deutliches Zeichen für die Konkurrenz. Begleitet werden sie in Münster von ihrem Trainerteam Burkhard Sude und Igor Prielozny. Papa Sude ist mit dem Saisonauftakt zufrieden: „Es war uns wichtig, gut reinzukommen.” International hat es geklappt, ob national auch wird das Turnier auf dem Schlossplatz zeigen.

Ihre nach Setzliste ärgsten Konkurrenten sind Kim Behrens und Cinja Tillmann, die quasi als Lokalmatadorinnen eine extra Portion Unterstützung der Fans bekommen. Beide haben mal beim USC Münster in der Halle gespielt, bevor sie ihre Karriere im Sand fortsetzten. Behrens/Tillmann starteten mit einem 2:0 (21:16, 21:11) gegen Lena Ottens/Hannah Ziemer. Sehr zur Freude von Cinja Tillmann: „Münster ist mein Lieblingsturnier, hier treffe ich immer jede Menge Freunde und Verwandte.” Mit Kim Behrens bildet sie erst seit acht Wochen ein Team, beide haben aber schon gut in die Erfolgsspur gefunden. Auch weil sie seit ein paar Tagen wissen, dass sie für die WM in Hamburg eine Wild Card bekommen.

+++ 17:00 Uhr: Auftakt des Männer-Turniers +++

Abwehraktion von Leon Meier (Foto: Peter Weber)

Pünktlich um 14 Uhr flogen die ersten Bälle über die Netze der drei Courts auf dem Münsteraner Schlossplatz. Auftakt der Techniker Beach Tour 2019, das Warten hat ein Ende. Natürlich haben die Teams die lange Winterpause auf unterschiedliche Weise verbracht. Die Top-Teams hatten ihre Hot Spots zum Trainieren auf Fuerteventura, Teneriffa, in Ägypten oder Südafrika. Die zweite Garde tummelte sich auf nationalen Locations wie den Courts bei Beach Mitte in Berlin, dem Beach-Center in Witten oder auf Plätzen in Essen-Werden am Baldeneysee, wo einst Uli Walkenhorst Hand beim Aufbau angelegt hat. Uli ist Vater von Olympiasiegerin Kira Walkenhorst und ihrem Bruder Alexander, in Münster an Position drei gesetzt mit seinem Partner Sven Winter. Walkenhorst/Winter wurden ihrer Rolle am Freitag gerecht, als sie gegen Tobias Brand/Jonas Reinhardt mit 2:0 (21:13, 21:19) gewannen.

Keinen guten Start erwischten Max Betzien/Jonathan Erdmann (Nummer vier). Sie kassierten gegen Lennart Bevers/Lars Geukes ein 0:2 (19:21, 18:21). Besser machten es Paul Becker und Jonas Schröder (Nummer zwei) mit ihrem Drei-Satz-Sieg (14:21, 21:16, 15:12) gegen Filip John/Simon Pfretzschner.

Auf völlig neuem Terrain präsentierten sich gleich im Auftaktspiel der 9. Münsteraner Auflage auf dem Center Court Leon Meier und Lui Wüst. Die Youngster sind erst am Donnerstag vom Deutschen Volleyball-Verband für die U18 Europameisterschaft in Baden (Österreich) Mitte Juni nominiert worden, hatten für Münster eine Wild Card bekommen und mussten gleich bei ihrem ersten Auftritt in der höchsten deutschen Serie gegen das Nationalteam Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms ran. Nach einer knappen halben Stunde war das ungleiche Kräftemessen beendet: Die Favoriten siegten mit 21:13 und 21:14, verteilten aber ein Lob an die Newcomer: „Ein bisschen haben sie uns ordentlich geärgert”, sagte Bergmann, „aber am Ende setzt sich die Erfahrung durch.” Leon Meier freute sich trotzdem: „Es war ein schönes Erlebnis hier auf dem Center Court zu stehen.”

Meier und Wüst bekommen eine weitere Chance auf das Achtelfinale am Samstag: Ab 9 Uhr spielen die Männer ihre zweiten Gruppenspiele auf dem Münsteraner Schlossplatz.

+++ 12:01 Uhr: Saisonstart in Münster +++

Mit einem Klick auf das Foto kommst du direkt zum Livestream vom Center Court (Foto: Joern Pollex Hoch Zwei/Grafik: beach-volleyball.de)

Am Freitag ab 14 Uhr fliegen die Beach-Volleybälle über die Netze auf dem Schlossplatz in Münster. Am Freitagabend werden bis ungefähr 20 Uhr alle Teams ihr erstes Gruppenspiel absolviert haben. Ob vor Ort oder am Livestream, dieses Spiel solltet ihr nicht verpassen: Um 14.50 Uhr treffen Paul Becker und Jonas Schröder (4 mal Gold 2018) auf die Newcomer Filip John und Simon Pfretzschner (beide 17 Jahre alt) auf dem Center Court.

Zum Spielsystem: Die Gruppenphase im Hauptfeld wird in vier Gruppen à vier Teams ausgetragen. Jedes Team hat zwei Spiele: Die Sieger der ersten Matches spielen gegeneinander, ebenso die Verlierer. Die vier Gruppensieger sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert, die Gruppenzweiten und -dritten spielen zunächst das Achtelfinale.

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