+++ Newsblog: Olympia-Test in Tokio und die Techniker Beach Tour geht an den Strand +++

Alle Artikel und Hintergründe zur FIVB World Tour Tokio (4-Sterne) und Techniker Beach Tour St. Peter Ording


von beach-volleyball.de/Ullrich Kroemer, Klaus Wegener

Sonntag, 28.07.

+++ St. Peter Ording, 14:55 Uhr: Poniewaz-Zwillinge feiern zweiten Saisonsieg – Brand/Reinhardt nur einen Satz konkurrenzfähig +++

Prost! David und Bennet Poniewaz sind die Sieger von St. Peter Ording (Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de)

Sie konnten einen Satz bis zum Ende mithalten, doch danach ging den Überraschungsfinalisten Tobias Brand und Jonas Reinhardt die Puste aus. Im Endspiel der Techniker Beach Tour in St. Peter Ording triumphierten letztlich die Turnierfavoriten David und Bennet Poniewaz dank ihres energiegeladenen Spielstils mit 2:0 (21:19, 21:12).

Der erste Satz zwischen Favoriten und Premierenfinalisten verlief auf sehr hohem Niveau. Beide Teams hielten ihr Sideout stabil, sodass ihnen kein einziger Eigenfehler unterlief. Und das trotz des Windes, der zwar nicht mehr so stark wie noch am Samstag blies, aber dennoch kräftig die Bälle verwehte. Im zweiten Durchgang verließ die Mainzer dann der Glauben und die Energie, das Spiel noch zu drehen. 

Im kleinen Finale hingegen schaffte das zweite Überraschungsteam des Wochenendes, Felix Glücklederer und Jannick Kühlborn, das Unerwartete. Gegen die Vorjahressieger Paul Becker und Jonas Schröder gewann das Duo der Strandathleten Leipzig in einem umkämpften Spiel um Platz mit 2:0 (21:19, 22:20). Die bisher beste gemeinsame Platzierung für den Maschinenbauer Glücklederer und Wirtschaftswissenschaftler Kühlborn, die seit dieser Saison ein Paar im Sand sind.

Becker/Schröder fanden nach der denkbar knappen Niederlage im Halbfinale gegen die Poniewaz-Zwillinge nicht mehr ihr Topniveau und rieben sich in Diskussionen mit der Schiedsrichterin auf. So riss Jonas Schröders Serie, der seit 2013 in jedem Jahr, in dem er in St. Peter Ording dabei war, im Finale gestanden hatte.

+++ St. Peter Ording, 14:15 Uhr: Aufholjagd im Finale – Behrens/Tillmann werden Favoritenrolle gerecht +++

Siegerlächeln: Kim Behrens und Cinja Tillmann (Foto: Peter Weber)

Kim Behrens war nach ihrem ersten gemeinsamen Sieg mit Cinja Tillmann bei der Techniker Beach Tour überwältigt von ihrer Partnerin. „Was Cinja in der Abwehr für Bälle geholt hat, war Wahnsinn. Ich dachte selbst auf dem Feld nur: Wow.” Und Cinja Tillmann war einfach glücklich: „Es ist ein fantastisches Gefühl, ganz oben zu stehen.” Bei den bisherigen beiden Tour-Teilnahmen belegte das Team, das internationale Ansprü+che hat, die Ränge drei und fünf. Vor allem mit der Konstanz im Spiel war Trainer Thomas Kaczmarek noch unzufrieden.

Doch in St. Peter Ording untermauerten sie ihr Niveau mit nervenstarkem Spiel in engen Phasen und marschierten ohne Satzverlust ins Finale. In einem engen Endspiel schlug das vor Saisonbeginn neu formierte Duo die Bayerinnen Karnbaum/Niemczyk mit 2:0 (27:25, 21:19). Vor allem in der Schlussphase der Sätze agierte das DVV-Duo cooler und druckvoller als die formstarken Kolleginnen. Aus einer 19:17-Führung für die Konkurrentinnen machten die Siegerinnen den Matchgewinn ohne weiteren Punktverlust. Zwar war das Gespann aus Münster und Bremen das nominell und von ihrem Leistungsvermögen her betrachtet beste Team. Doch auch angesichts der Querelen mit dem Verband und den schwierigen Windverhältnissen am Nordseestrand mussten beide diese Rolle erst einmal bestätigen.

Tillmann sagte: „Wir sind als gelernte Abwehrspielerinnen zwei emotionale Typen auf dem Feld. Mittlerweile haben wir uns da reingefuchst und versuchen, genau das richtige Level zwischen Spaß und Spannung zu halten.” Mit Erfolg.

+++ St. Peter Ording, 12:35 Uhr: Finalpremiere für Brand/Reinhardt – Poniewaz-Duo entthront Becker /Schröder +++

Erstes Finale für Tobias Brand und Jonas Reinhardt (Foto: Hoch Zwei/Joeren Pollex).

Jonas Reinhardt und Tobias Brand blieben lange im Sand liegen, als der letzte Angriff im Halbfinale im feinen Sand von St. Peter Ording einen Krater hinterlassen hatte. Die beiden 21-Jährigen wollten den Moment aufsaugen. Denn die Nachrücker haben es an der Nordsee nicht nur zum ersten Mal in ihrer Karriere in ein Semifinale bei der Techniker Beach Tour geschafft, sondern feierten in einem unfassbar engen Match gegen das Leipziger Duo Glücklederer/Kühlborn (2:1, 21:12, 27:29, 15:13) auch ihre erste Endspiel-Teilnahme. „Das bedeutet uns alles, großartig! Ich bin unfassbar glücklich, weiß gar nicht, was ich sagen soll”, sagte Brand euphorisiert und strahlend.

Im zweiten Satz hatten sie noch diverse Matchbälle gegen Glücklederer/Kühlborn, die ebenfalls zum ersten Mal im Halbfinale standen, vergeben. Im dritten Satz nutzten sie ihren zweiten Matchball dann mit einem krachenden Diagonalschlag.

Dabei hatte das Turnier für die Mainzer, die für Düren starten, gar nicht so gut begonnen. „Wir haben uns steif gespielt bei dem Wind”, sagte Brand. „Vor dem Achtelfinale haben wir uns gesagt, dass wir nicht 100 Prozent im Angriff gehen müssen, sondern flach spielen und Fehler vermeiden. Das haben wir durchgezogen.”

Im Finale trifft das Überraschungsteam, das erst wegen der Absagen von Thole/Wickler und Geukens/Walkenhorst ins Turnier rückte, auf die an Nummer eins gesetzten Poniewaz-Zwillinge, die die Vorjahreschamps Becker/Schröder in einem ebenso engen Match mit 2:1 (21:18, 20:22, 15:13) entthronten. Bereits im zweiten Durchgang hatten die „Ponies” Matchball, ehe Jonas Schröder zwei Asse gegen den Wind schlug und den Satz drehte. Im Tiebreak blieb Schröder dann einmal zu viel am Block der Zwillinge hängen, die das Break ins Ziel retteten. Das Duo vom FC Schüttdorf 09 steht bereits zum dritten Mal in dieser Saison im Finale und hat es bislang bei allen fünf Tourstopps ins Halbfinale geschafft.

Im Finale ab 13.30 Uhr fordert das Überraschungsteam nun die Nummer eins der Setzliste. „Bei dem Wind, mal sehen, was noch möglich ist”, sagte Tobias Brand.

+++ St. Peter Ording, 12:05 Uhr: Wieder im Finale – Karnbaum/Niemczyk schaffen Überraschung +++

Ätsch! Natascha Niemczyk und Sabrina Karnbaum kämpfen sich ins Finale (Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de)

„Man verliert bei einem Turnier niemals gegen das gleiche Team”, lautete die Devise von Natascha Niemczyk und Sabrina Karnbaum. Und sie behielten Recht. Im Halbfinale der Techniker Beach Tour in St. Peter Ording rang das Duo aus München die favorisierten Polinnen Brzostek/Gromadowska mit 2:1 (21:14, 19:21, 15:13) nieder. Eine gelungene Revanche nach der deutlichen 0:2-Pleite im ersten Turnierspiel.

Und das, obwohl das neu formierte Gastteam – derzeit Nummer zwei in Polen – im zweiten und dritten Satz jeweils teils große Rückstände aufholte. Doch Karnbaum/Niemczyk blieben cool. Beim Matchball hechtete Karnbaum einem Angriff von Monika Brzostekl hinterher. Doch der in Rücklage geschlagene Ball landete im Aus, sodass Karnbaum jubelnd im Sand liegen bleiben konnte.

Für das routinierte Duo ist der zweite Finaleinzug in Serie der größte gemeinsame Erfolg ihrer Karrieren im Sand. Nach dem Sieg in Dresden treten sie im Endspiel ab 12:15 Uhr gegen das an Nummer eins gesetzte DVV-Team Behrens/Tillmann an.

+++ Tokio, 11:00 Uhr: Silber! Ehlers/Flüggen liefern großen Kampf im Finale +++

Auf der anderen Seite lauern die Hände von Anders Mol: Lars Flüggen (im Angriff) und Nils Ehlers im Finale von Tokio (Foto: FIVB).

Erst die Weltranglistenersten Mol/Sorum haben Nils Ehlers und Lars Flüggen in Tokio gestoppt. Doch das als Qualifikanten sensationell ins Finale eingezogenen Überraschungsteam lieferte den WM-Dritten im Endspiel des FIVB-Vier-Sterne-Turniers in Japan einen großen Kampf, unterlagen am Ende knapp mit 0:2 (17:21, 18:21). Vor allem im zweiten Durchgang ließen sich beide nicht abschütteln, blieben immer wieder dran und kamen den Norwegern noch einmal gefährlich nahe. Doch das aktuelle Ausnahmeteam nutzte seinen zweiten Matchball durch einen perfekten Cut Shot, der für Ehlers/Flüggen nicht zu verteidigen war.

Doch natürlich ist auch der zweite Rang der größte Erfolg für das HSV-Duo. Als Belohnung gibt es 16.000 US-Dollar Preisgeld und 720 Weltranglistenpunkte für den Traum von Olympia. Ein enormer und völlig unerwarteter Erfolg, der nach den weitgehend enttäuschenden Ergebnissen des Gespanns bei den Turnieren zuvor auch dem Deutschen Volleyball-Verband (DVV) guttut.

+++ Tokio, 10:30 Uhr: Rang vier! Beste Saisonplatzierung für Borger/Sude +++

Starke Performance in Tokio: Julia Sude und Karla Borger (Foto: FIVB).

Bereits vor dem kleinen Finale hatten sich Karla Borger und Julia Sude über ihre beste Saisonplatzierung freuen dürfen. Im Spiel um Platz drei ging dem DVV-Duo gegen die Kanadierinnen Heather Bansley/Brandie Wilkerson dann die Puste aus. Das Spiel um Platz drei verloren Borger/Sude zwar mit 0:2 (19:21, 11:21). Doch sie dürfen sich über 8000 Dollar Preisgeld und 560 Weltranglistenpunkte freuen. Eminent wichtig für die angestrebte Olympia-Qualifikation.

Im ersten Durchgang hielten die Deutschen lange auf Augenhöhe mit, ehe die Kanadierinnen – Nummer neun der Welt – ihren Satzball zum 21:19 nutzten. Im zweiten Durchgang enteilten die Favoritinnen dann früh, schnell stand es 4:11. Am Ende hatten Bansley/Wilkerson neun Matchbälle.

+++ Tokio, 08:15 Uhr: Finale und Spiel um Platz drei – Zwei deutsche Teams kämpfen um Medaillen +++

Big in Japan: Karla Borger (rechts) und Julia Sude (Foto: FIVB).

Dass an einem Finalsonntag bei Männern und Frauen noch deutsche Teams im Einsatz sind, hat es in dieser Saison noch nicht gegeben. Doch Karla Borger und Julia Sude sowie Nils Ehlers und Lars Flüggen wuchsen beim Vier-Sterne-Turnier in Tokio über sich hinaus und bescheren dem deutschen Beach-Volleyball nach den so dürftigen Ergebnissen auf der Tour bisher dringend benötigte Erfolge vor dem Olympiajahr.

Karla Borger und Julia Sude spielen ab 08:50 Uhr deutscher Zeit gegen die Kanadierinnen Heather Bansley/Brandie Wilkerson um Bronze, gegen die sie in dieser Spielzeit einmal ran mussten und verloren. Bereits jetzt ist der mindestens vierte Rang bei einem Vier-Sterne-Turnier der größte gemeinsame Erfolg für das Duo.

Noch eine Stufe höher auf dem Treppchen stehen Nils Ehlers und Lars Flüggen, die nach einem märchenhaften Turnier mit zwei Tiebreak-Siegen gegen die starken brasilianischen Teams ab 10:05 Uhr gegen die Norweger Mol/Sorum  – das Nonplusultra der Szene – um den Turniersieg spielen. Und das als Qualifikanten. Die bisher beste Platzierung des Duos in dieser Saison war Rang fünf bei dem Drei-Sterne-Turnier in Kuala Lumpur. Eine enorme Leistungssteigerung.

 

 

+++ St. Peter Ording, 08:00 Uhr: Gelingt Karnbaum/Niemczyk Revanche und Finaleinzug? +++

Wollen die Revanche für die Erstrunden-Niederlage: Sabrina Karnbaum und Natascha Niemczyk (Foto: Hoch Zwei/Joern Pollex).

Sabrina Karnbaum und Natascha Niemczyk treffen bei der Techniker Beach Tour in St. Peter Ording ab 09:15 Uhr im Halbfinale auf das polnische Gastteam Monika Brzostek und Aleksandra Gromadowska. Zum zweiten Mal im Turnierverlauf, denn bereits im ersten Spiel trafen beide aufeinander. In diesem Match hatten die starken Polinnen klar das bessere Niveau. Abwehrspielerin Brzostek hat eine blendende Technik und Reaktion in der Feldabwehr und spielt dazu einen stabilen Sideout. Die lange Blockspielerin Gromadowska gehört zu den physisch stärksten im Turnier.

Doch Karnbaum/Niemczyk haben sich über den Umweg Achtelfinale unter anderem im Viertelfinale erneut gegen die Final-Mitfavoritinnen Gernert/Kiesling durchgesetzt. Beide sind in bestechender Form und spielen dank ihrer Technik auch bei Wind stabil.

Auf dem Center Court kommt es zum zweiten Halbfinal-Duell der Turnierfavoritinnen Behrens/Tillmann gegen Anna Hoja und Stephanie Hüttermann aus Düsseldorf. Beide Teams gaben im Turnierverlauf noch keinen Satz ab.

Bei den Männern geht es ab 10:30 Uhr mit den teils überraaschend besetzten Halbfinals weiter (siehe Eintrag vom Samstagabend).

Samstag, 27.07.

+++ St. Peter Ording 20:14 Uhr: Verbandserfolg vs. Chancengleichheit: Behrens/Tillmann prüfen Klage gegen den DVV +++

Jetzt erst recht: Kim Behrens und Cinja Tillmann in St. Peter Ording (Foto: Hoch Zwei/Joern Pollex)

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) meldet Kim Behrens und Cinja Tillmann von internationalen Turnieren ab. Die Spielerinnen sehen sich in der Ausübung ihres Berufs beschnitten und prüfen rechtliche Schritte. Der Disput aus allen Perspektiven.

Hintergrund: Verbandserfolg vs. Chancengleichheit: Behrens/Tillmann prüfen Klage gegen den DVV

+++ St. Peter Ording, 19:00 Uhr: Wind trägt Überraschungsteams ins Halbfinale +++

Bitte bücken: Jannik Kühlborn und Felix Glücklederer (Foto: Hoch Zwei/Joern Pollex).

Der Wind trägt in St. Peter Ording immer auch Überraschungsteams weit nach vorn. In diesem Jahr sind das die Leipziger Jannik Kühlborn und Felix Glücklederer sowie die Dürener Tobias Brand/Jonas Reinhardt. Die nominell an zwölf und 13 gesetzten Teams haben sich in ihren Viertelfinals jeweils 2:0 durchgesetzt und stehen erstmals bei der Techniker Tour in der Runde der letzten Vier.

„Das ist unser erstes gemeinsames Halbfinale – megageil, wir haben es irgendwie hingekriegt”, jubelte Blocker Jannik Kühlborn. „Ich kann das gerade auch nicht erklären, freue mich wie ein kleines Kind.” Gegen Wolf/Wolf erwischten sie eine Klasse-Leistung, leisteten sich wenig Eigenfehler, spielten überragenden Sideout und schlugen stark auf. 

Beide haben vor dem Turnier in SPO eigens eine Woche Trainingslager an der Küste eingelegt. „Eine Mischung aus Urlaub und Training”, verriet Felix Glücklederer. So hat das Team beim Tourstopp am Wattenmeer wenig Probleme mit den Windbedingungen. „Wir wussten den Wind für uns zu nutzen”, sagte Glücklederer. Der flinke und gewitzte Abwehrspieler agierte im Viertelfinale stabil, platzierte immer wieder geschickt Bälle in die Lücken. Der lange Kühlborn hingegen hämmerte Glücklederers Zuspiele meist hart in den Sand: „Ich habe einfach das gemacht, was ich am besten kann. Das hat heute gut geklappt”, so der Mann mit dem Hipster-Schnurrbart.

Und auch die Youngster Brand/Reinhardt überraschten gegen Dan John und Eric Stadie, die im Spiel zuvor noch so souverän die Poniewaz-Zwillinge geschlagen hatten. Mit 21:19, 21:17 siegten die Dürener. Im zweiten Satz führten sie früh und verteidigten den Vorsprung. John/Stadie nahmen zu Beginn des zweiten Durchgangs einen Medical Timeout. Gut möglich, dass Dan Johns Zehenverletzung dem Blocker doch wieder zu schaffen machte.

Im Duell der Überraschungsteams spielen am Sonntag, 10:30 Uhr, Brand/Reinhard und Glücklederer/Kühlborn gegeneinander. Auf dem Center Court kommt es zeitgleich zum Spitzenspiel der an Nummer eins gesetzten Poniewaz-Zwillinge gegen die Vorjahressieger Becker/Schröder. Ein vorweggenommenes Finale.

Die Zwillinge mussten sich gegen die Newcomer und Interimspartner Klein/Sagstetter mächtig strecken, um Führungen der Außenseiter in beiden Sätzen aufzuholen. Letztlich gab die Erfahrung und Energie der Etablierten den Ausschlag zum knappen 2:0 (21:17, 21:18)-Erfolg. Ein Kraftakt für die Favoriten. Klein/Sagstetter beendeten das Turnier bei ihrer ersten Teilnahme – für Moritz Klein war es die erste Hauptfeldteilnahme überhaupt – mit einem hervorragenden fünften Platz. Und das, obwohl sich Moritz Klein am Freitag eine Bänderreizung zugezogen hatte, mit Bandage am Fuß und nur mit Schmerztabletten spielen konnte.

Paul Becker und Jonas Schröder, Dauerbrenner in St. Peter Ording, wehrten im zweiten Durchgang einen Satzball ab und nutzten ihren zweiten Matchball zum 2:0 (21:12, 23:21)-Halbfinal-Einzug gegen Mäurer/Westphal.

+++ St. Peter Ording, 17:10 Uhr: Schon wieder raus gegen Karnbaum/Niemczyk – Gernert/Kiesling erleben Déja-vu im Viertelfinale +++

Sauer: Melanie Gernert ärgert sich über das frühe Aus im Viertelfinale von St. Peter Ording (Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de).

Elena Kiesling und Melanie Gernert stapften nach ihrem Viertelfinal-Aus in St. Peter Ording gegen Karnbaum/Niemczyk in verschiedene Richtungen vom Platz. Ihren Ärger über die 0:2 (20:22, 17:21)-Niederlage und das Aus am Samstag konnten beide nicht verbergen. „Das nervt und natürlich kotzt uns das an”, gab Kiesling zu. Ihre Partnerin hatte zuvor wütend in den Sand gefasst und die Körner ärgerlich wieder auf den Boden geworfen.

Ein ungewohntes Bild, weil Kiesling/Gernert sonst zum Stammpersonal im Halbfinale und Finale gehören. Doch nun mussten sich die Routiniers zweimal auf der Techniker Beach Tour in Serie in der Runde der letzten Acht geschlagen geben. Zweimal gegen Karnbaum/Niemczyk.

„Sie sind ein sehr gutes Team, das in beiden Spielen den besseren Aufschlag hatte. Damit machen sie extrem viel Druck”, analysierte Kiesling. Und der Nordsee-Wind macht den Service der Bayerinnen noch unberechenbarer. „Bei normalen Bedingungen wären wir heute wieder dran gewesen”, so Kiesling.

So aber agierten Karnbaum/Niemczyk zwingender. Gernert/Kiesling fanden nicht zu ihrem dominanten, coolen Spiel und leisteten sich zu viele Eigenfehler.

Die promovierte Amerikanistin Kiesling, die in München lehrt (Schwerpunkt: Queer Theory and African American History), ärgerte sich, dass das Spiel überhaupt im Viertelfinale stattfand: „Es ist immer ein Spiel, das mindestens ins Halbfinale gehört.“ Doch da Karnbaum/Niemczyk ihr erstes Spiel gegen das Gastteam aus Polen verloren hatte, mussten sie den Umweg über das Achtelfinale und Gernert/Kiesling nehmen.

Die beiden Routiniers auf der deutschen Tour kennen sich gut. Kiesling lebt und trainiert wie Karnbaum/Niemczyk in München. „Ich trainiere mehr mit den beiden als mit Melanie”, sagt sie. Doch den Vorteil konnte das an Nummer zwei gesetzte Duo diesmal nicht ausnutzen.

Im Halbfinale am morgigen Sonntag spielen Karnbaum/Niemczyk nun gegen die Polinnen Brzostek/Gromadowska, die sich gegen die Overländer-Zwillinge durchsetzten. Das zweite Semifinale bestreiten Hoja/Hüttermann gegen die bärenstarken WM-17. Behrens/Tillmann.

+++ St. Peter Ording, 14:10 Uhr: Vertrauen zahlt sich aus – Karnbaum/Niemczyk über Verliererrunde ins Viertelfinale – Claaßen/Interviews überraschen im Vereinsduell +++

Seit fünf Jahren ein Paar: Sabrina Karnbaum und Natascha Niemczyk (Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de).

Sie sind bereits fünf Jahre zusammen: Sabrina Karnbaum und Natascha Niemczyk sind gemeinsam mit Gernert/Kiesling am längsten gemeinsam auf der deutschen Tour dabei. „Wir kennen uns schon so lange, noch von früher aus der Halle in der Jugend, sind einfach perfekt eingespielt und haben Vertrauen ineinander”, sagte Sabrina Karnbaum.

Das trug beide in St. Peter Ording bis ins Viertelfinale. Im hochklassig besetzten Achtelfinale schlugen die an sechs gerankten Bayerinnen die an Nummer vier gesetzten Aulenbrock/Ferger deutlich mit 2:0 (21:15, 21:13). „Wir hatten über die Länge des Spiels hinweg den besseren Spielaufbau, haben versucht, schnell zu spielen und am Ende hat Natascha überragend ausfgeschlagen”, so Karnbaum. Gleich den ersten Matchball servierte Niemczyk so gekonnt in den Wind, dass Tine Aulenbrock trotz eines Hechtsprunges nichts gegen die Böen ausrichten konnte.

Nun treffen Karnbaum/Niemczyk ab 16 Uhr im Oldie-Duell gegen Gernert/Kiesling im Viertelfinale auf die Vorjahres-Finalistinnen.

Überraschend schafften auch Claaßen/Interviews den Sprung ins Viertelfinale. Das Duo aus Hamburg schlug die älteren Vereinskolleginnen Krohn/Behlen mit 2:0 (21:17, 21:16). Ebenso über den Umweg Achtelfinale weiter dabei: Klinke/Kotzan und die Overländer-Zwillinge.

+++ Tokio, 13:30 Uhr: Borger/Sude verpassen Finaleinzug in Japan ganz knapp +++

Karla Borger und Julia Sude haben die ganz große Sensation denkbar knapp verpasst. Gegen die Vize-Weltmeisterinnen Klinemann/Ross musste sich das DVV-Duo im Halbfinale von Japan mit 0:2 (21:23, 20:22) geschlagen geben. Dennoch ist das mit 8000 US-Dollar Preisgeld und 540 Ranglistenpunkten dotierte Semifinale ein riesiger Erfolg für die WM-Achtelfinalistinnen.

Im Spiel um Platz drei spielen beide am Sonntagmorgen, 08:50 Uhr MESZ, gegen die Gewinnerinnen der Partie zwischen den brasilianischen Legenden Agatha/Duda und den Kanadierinnen Heather Bansley/Brandie Wilkerson.

+++ St. Peter Ording, 12:55 Uhr: Starkes Comeback – Stadie/John lieben den Wind und surfen auf der Welle +++

Sprungduell im Sand: In St. Peter Ording ist der Sand besonders fein (Foto: Hoch Zwei/Joern Pollex).

Dan John trägt noch einen dicken, weißen Verband um Knöchel und Zeh. Doch der Blockspieler ist nach seiner schmerzhaften Zehenverletzung vor knapp zwei Monaten ganz offenbar schmerzfrei und wieder topfit. Nach dem Sieg beim 1+-Turnier in Ebersberg spielt er gemeinsam mit Partner Eric Stadie auch bei der Techniker Beach Tour in St. Peter Ording groß auf. Auf dem Center Court bezwang das junge Duo die an Nummer eins gesetzten Poniewaz-Zwillinge mit cleverem und mental starkem Spiel überraschend mit 2:0 (21:19, 21:19) und steht nun vorzeitig im Viertelfinale. Vor allem John machte in der Schlussphase des zweiten Satzes mit starken Blockaktionen zu wichtigen Breakpunkten den Unterschied.

„Wir kämpfen um jeden Punkt”, sagte John hoch zufrieden. Stadie ergänzte: „Man sieht bei dem Wind, dass es nicht um harte Schläge, sondern viel über Kampf geht und die Beinarbeit ausschlaggeben ist. Man merkt am Ende des Tages, dass man im Vergleich zu den Stadt-Turnieren ein paar Kilometer mehr gelaufen ist. Das geht weg vom Standard-Beachvolleyball”, so der 23-jährige Abwehrexperte.

In dieser Form sind beide ein Kandidat für das Treppchen. „Wir tanken von Spiel zu Spiel mehr Selbstvertrauen, nehmen die Welle mit und schauen, was am Ende herauskommt. Wir hoffen, dass der Wind so bleibt”, sagte Stadie.

Und auch die Leipziger Felix Glücklederer und Jannick Kühlborn schafften es in einem umkämpften Match vorzeitig ins Viertelfinale. Gegen Mäurer/Westphal setzte sich das Duo mit 2:1 (15:21, 21:17, 15:11) durch. Die Viertelfinal-Teilnahme war ihnen in dieser Saison bislang nur in Düsseldorf gelungen. Das erste Spiel des Turniers hatten beide kampflos gewonnen, weil sich Gegner Max Betzien beim Aufwärmen so schwer verletzt hatte, dass er das Turnier aufgeben musste. Statt eines Spiels legten Glücklederer/Kühlborn eine spontane Trainingseinheit ein – mit Erfolg.

Zudem bereits in der Runde der letzten Acht: die Vorjahressieger Becker/Schröder, die gegen Wolf/Wolf in demn Tiebreak mussten, und Überraschungsteam Klein/Sagstetter, das ebenfalls mit 2:1 (17:21, 21:15, 15:10) gegen Rudolf/Wernitz gewann. Die Youngster spielen wegen der Verletzung von Jonas Sagstetter nur interimsweise zusammen – und sind dabei sehr erfolgreich (siehe Eintrag vom Freitag, 19.30 Uhr).

+++ Tokio, 12:23 Uhr: Big in Japan – Ehlers/Flüggen schaffen es von der Qualifikation ins Finale +++

Sensations-Finalisten: Lars Flüggen und Nils Ehlers (Foto: FIVB).

Von diesem Ergebnis haben wohl nicht einmal Nils Ehlers und Lars Flüggen selbst geträumt. Die gebürtigen Berliner, die für den Hamburger SV starten, stehen beim FIVB-Four-Star-Turnier in Tokio im Endspiel. Ehlers/Flüggen setzten ihren Flow auch im Halbfinale gegen die Weltranglisten-Zehnten Alison/Alvaro Fliho aus Brasilien fort und sicherten sich in einem engen Spektakel den Tiebreak mit 16:14 und gewannen mit 2:1 (16:21, 21:19, 16:14).

Das bisher beste gemeinsame Ergebnis des Nationalteams war Rang fünf beim Drei-Sterne-Turnier in Kuala Lumpur. Das Finale von Tokio ist für das Duo nach vielen Rückschlägen in dieser Saison nun wie ein Befreiungsschlag. Nicht zu vernachlässigen: 16.000 Dollar Preisgeld und 720 Welt-Ranglistenpunkte haben beide schon sicher.

„Es war ein unglaublicher Sieg für uns", sagte Flüggen. „Wir haben das Momentum am Ende des zweiten Satzes genutzt, als die Brasilianer einige Schlagfehler gemacht haben, um zu gewinnen. Wir sind ohne Erwartungen in dieses Event eingestiegen, da wir am Mittwoch ein Qualifikationsspiel gewinnen mussten, um überhaupt einen Platz in der Hauptziehung zu erreichen.”

Im Finale kann das Duo nun befreit aufspielen, es geht gegen keinen Geringeren als die Weltranglistenersten Mol/Sorum, die die Szene in dieser Saison dominieren. Bisherige Aufeinandertreffen gegen die Norweger gab es in dieser Konstellation bisher nicht. Das Endspiel findet am Sonntagmorgen, 10.05 Uhr deutscher Zeit statt.

+++ St. Peter Ording, 11:00 Uhr: Gäste aus Polen vorzeitig im Viertelfinale +++

Fly high: Beachvolleyball in St. Peter Ording (Foto: Hoch zwei/Joern Pollex).

Dieses Duo ist zweifelsohne ein heißer Kandidat für das Finale: Das polnische Gastteam Monika Brzostek und Aleksandra Gromadowska (Details siehe Eintrag vom Freitag, 17.10 Uhr) steht vorzeitig im Viertelfinale des fünften Techniker Beach Tour Stopps dieser Saison in St. Peter Ording. Gegen die an Nummer drei gesetzten Anna Behlen/Anne Krohn siegte das neu formierte polnische Gespann mit 2:0 (21:19, 21:13). Vor allem im zweiten Durchgang agierten die Olympia-Neunte Brzostek und ihre großgewachsene Partnerin Gromadowska sehr souverän. Immer wieder fand Brzostek im Angriff genau die Abwehr-Nahtstellen von Behlen/Krohn.

Anna Behlen begrüßt es trotz der Niederlage, dass auf der deutschen Tour auch Gäste aus dem Ausland mitspielen dürfen, weil es dem Niveau zuträglich sei. „Ich finde es gut und gerechtfertigt, dass mal ein Team aus dem Ausland kommt. Wir haben eigentlich ein ziemlich gutes Niveau auf der deutschen Tour. Aber man sieht, die Polinnen haben zwei deutliche Spiele gemacht.” Behlen betont jedoch: „Es soll pro Turnier nur maximal ein ausländisches Team mitspielen. Mehr wären den Teams gegenüber unfair, die um Punkte für die Deutsche Meisterschaft am Timmendorfer Strand kämpfen.” Der Saisonstart und das Finale in Timmendorf müsse ausschließlich deutschen Teams vorbehalten sein.

Nach der Niederlage müssen die Spielerinnen, die für den Hamburger Verein Beach me starten, nun das nächste Spiel gewinnen, um ins Viertelfinale zu kommen. „Es ist immer unser heimliches Ziel, Halbfinale zu spielen. Aber dafür müssen wir Spiele wie das gerade weglassen”, sagt Anne Krohn. „Nach vier Wochen Pause ist das wie ein neuer Saisonstart”, so Anna Behlen. „Alle müssen sich erst wieder finden und wir starten auch wieder bei Null.”

Souverän im Viertelfinale steht auch das Nationalteam Tillmann/Behrens, das den Overländer-Zwillingen im zweiten Durchgang keine Chance mehr ließ (2:0, 21:19, 21:12) und kraftvoll in die nächste Runde einzog. In dieser Verfassung sind beide der zweite Finalkandidat, der ebenso wie die Polinnen einen Tick über dem Niveau der Konkurrenz spielt. Außerdem können sich die Dauerbrennerinnen Gernert/Kiesling und Hüttermann/Hoja bereits entspannt auf die Runde der letzten Acht vorbereiten.

+++ St. Peter Ording, 08:45 Uhr: Packende Duelle um das Viertelfinale auf dem Center Court +++

Hat Biss in der Abwehr: Melanie Gernert (Foto: Hoch Zwei/Joern Pollex).

Der Samstag am Nordseestrand von St. Peter Ording beginnt wie auch der Turniertag am Freitag mit einem Center-Court-Auftritt von Nationalteam Kim Behrens/Cinja Tillmann (9 Uhr). Spannend ist zu beobachten, wie das Duo den Streit mit dem Verband wegsteckt (siehe Eintrag vom Freitag, 15.30 Uhr). Im ersten Spiel zogen Behrens/Tillmann voll durch. Motto: Jetzt erst recht. Gegner im Duell um den direkten Viertelfinaleinzug sind die Overländer-Zwillinge, die beim letzten Tour-Stopp in Dresden erstmals im Finale standen.

Danach ab 9.50 Uhr treffen Anna Behlen und Anne Krohn auf die starken Polinnen Brzostek/Gromadowska (siehe Eintrag vom Freitag, 17.10 Uhr). Ein spannendes Duell, sicher mit leichten Vorteilen für die Gäste, die unter anderem mit der Olympia-Neunten von 2016, Monika Brzostek antreten.

Die weiteren Sieger-Spiele um den direkten Einzug in die Runde der letzten Acht liefern sich die Vorjahres-Finalistinnen Kiesling/Gernert (Foto) gegen Klinke/Kotzan und Hoja/Hüttermann gegen Aulenbrock/Ferger.

+++ Tokio, 07:15 Uhr: Zwei deutsche Teams im Halbfinale – Borger/Sude folgen Ehlers/Flüggen +++

YES! Karla Borger und Julia Sude bejubeln den Halbfinaleinzug in Tokio (Foto: FIVB).

Das FIVB-Four-Star-Turnier in Tokio ist aus deutscher Sicht das bislang erfolgreichste der ganzen Saison. Nils Ehlers und Lars Flüggen schlugen in einem packenden Match die Brasilianer Andre/George mit 2:1 (21:19, 22:24, 15:12) und bejubelten den größten gemeinsamen Erfolg ihrer Karriere. Für Ehlers ist es auf diesem Niveau der erste Halbfinal-Einzug überhaupt, Lars Flüggens letzte Semifinal-Teilnahme liegt auch schon drei Jahre zurück. „Wir sind begeistert von unserem Spiel in dieser Woche”, jubelte Lars Flüggen, der Abwehrspieler mit dem weißen Fischerhut.

Und auch Julia Sude und Karla Borger haben es erstmals gemeinsam auf diesem Level in die Runde der letzten Vier geschafft. Gegen die routinierten Niederländerinnen Sanne Keizer/Madelein Meppelink drehte das deutsche Duo die Partie nervenstark mit 2:1 (13:21, 21:14, 15:12).

Ehlers/Flüggen müssen nun erneut gegen zwei Brasilianer ran: Alison/Alvaro Filho, die formstarken Sieger von Espinho, die ihre Landsleute Evandro/Bruno Schmidt im Viertelfinale aus dem Turnier warfen. Es ist das erste Aufeinandertreffen beider Teams. Das Halbfinale steigt ab 10.50 Uhr MESZ.

Karla Borger und Julia Sude treten in ihrem Halbfinale ab 12.05 Uhr gegen die Siegerinnen der Neuauflage des WM-Finales an: Klinemann/Ross (USA) gegen Pavan/Melissa (Kanada). Keinen geringeren als den Welt- oder Vize-Weltmeister muss das DVV-Duo schlagen, um ins Finale von Tokio einzuziehen.

Freitag, 26.07.

+++ Tokio, 21:45 Uhr: Deutsches Trio spielt in der Nacht +++

Erfolgreich in Tokio? Isabel Schneider (links) und Victoria Bieneck (Foto: FIVB)

Wer derweil die drei verbliebenen Teams beim FIVB-Turnier in Japan verfolgen will, muss eine Nachtschicht einlegen. Die deutschen Frauen Borger/Sude und Bieneck/Schneider sind 2 Uhr beziehungsweise 2.50 Uhr deutscher Zeit im Achtelfinale gefragt.

Borger/Sude bekommen es mit den an Acht gesetzten Brasilianerinnen Barbara/Fernanda zu tun, die sie in Jinjiang im Mai dieses Jahres bereits einmal mit 2:1 bezwingen konnten. Auch Victoria Bieneck und Isabel Schneider haben im Duell gegen die Amerikanerinnen Claes/Sponcil eine machbare Aufgabe vor sich.

Nils Ehlers und Lars Flüggen haben es bereits ins Viertelfinale geschafft und können gegen die an Drei gesetzten, jungen Brasilianer Andre/George (4.30 Uhr) befreit aufspielen. Schließlich haben sie mit dem Einzug in die Runde der letzten Acht bereits jetzt ihr bestes Saisonergebnis bei einem Vier-Sterne-Turnier erzielt. Zwar konnte das einzige verbliebene deutsche Männerduo noch nie gegen die Brasilianer gewinnen. Doch der Druck liegt bei den Youngstern aus Südamerika.

+++ St. Peter Ording, 19:30 Uhr: Center Court statt Familienurlaub – Interimsduo überrascht gegen Böckermann/Karpa+++

Vom Familienurlaub ins Turnier von St. Peter Ording: Moritz Klein (rechts) und sein Partner Benedikt Sagstetter (Foto: Hoch Zwei/Joern Pollex).

Dieses Spiel war ein würdiger Abschluss des ersten Turniertages in St. Peter Ording. Bei untergehender Sonne, schwächer werdendem Wind und vor vollen Rängen auf dem Center Court wuchs das Interimsduo Moritz Klein/Benedikt Sagstetter über sich hinaus und schlug den früheren Deutschen Meister Markus Böckermann und seinen Partner Max-Jonas Karpa (an Drei gesetzt) verdient mit 2:0 (21:18, 21:16).

Klein (22) konnte den Erfolg der Youngster gar nicht so recht fassen. „Das ging alles viel zu schnell. Am Mittwoch war ich noch im Familienurlaub, als Benjamin mich anrief und fragte, ob ich nicht Lust habe, seinen Bruder in St. Peter zu vertreten.” Jonas Sagstetter musste verletzt passen, weshalb Klein einsprang und bei seinem ersten Hauptfeldauftritt bei der deutschen Tour so selbstbewusst und trotz des Windes sicher aufspielte, als habe er schon Dutzende Turniere in den Knochen. „Jetzt bin ich hier, das erste Spiel direkt gewonnen, besser geht’s nicht.” Benedikt Sagstetter (18) lobte: „Mein Partner hat ein Riesenspiel gemacht, seinen Sideout zwei Sätze lang perfekt gehalten. Da ist es schwer zu verlieren.”

Keine Blöße gaben sich die Favoriten Paul Becker und Jonas Schröder, die bei ihrem selbst erklärten Lieblingsturnier zum Auftakt mit 2:0 (21:12, 21:13) kurzen Prozess gegen Kroha/Schlegel machten. Nach der Rückenverletzung von Paul Becker und dem fünften Platz in Dresden wollen sich die Vorjahressieger in St. Peter Ording mit einem Erfolg zurückmelden. „Wir setzen viel darauf, dass wir unser Comeback hier bei unserem Lieblingscup so richtig starten”, sagte Becker. „Wir sind noch nicht bei 100 Prozent, haben uns aber gerade so richtig reingekämpft, um jeden Ball gefightet. Wer weiß, was an diesem Wochenende alles geht.”

Einen schweren Start erwischten die Überraschungsfinalisten von Dresden, Richard Peemüller und Manuel Harms. Das Team vom SV Fellbach unterlag zum Auftakt gegen Rudolf/Wernitz knapp mit 0:2 (19:21, 18:21). „Wir mussten uns erst an den Wind gewöhnen und haben zu viele Eigenfehler, vor allem im Aufschlag gemacht”, sagte Peemüller bei seiner zweiten Hauptfeld-Teilnahme. So kommt es am Samstagvormittag gegen Böckermann/Karpa zum Endspiel um den Verbleib im Turnier. „Wir wollen die Zuspiele bei dem Wind eher nehmen, nicht so lange mit dem Angriff warten, die Höhe haben wir”, nimmt sich Peemüller vor.

+++ St. Peter Ording, 18:20 Uhr: Max Betzien verletzt sich beim Aufwärmen – Turnier für ihn beendet? +++

Bitter, bitter für Max Betzien. Erst hat der gebürtige Leipziger seinen Partner Jonathan Erdmann eingebüßt, weil der auch nach der WM bis Saisonende mit Sven Winter spielt. Nun kam „Betze” beim ersten Turnier mit Interimspartner Peter Itzigehl nicht über das Aufwärmen hinaus.

Vor dem ersten Turnierspiel in St. Peter Ording gegen die Leipziger Glücklederer/Kühlborn verletzte sich Betzien beim Warmmachen so sehr, dass das Turnier für ihn wohl gelaufen ist. Der Wahl-Berliner knickte im Sand heftig um und musste mit Verdacht auf Bänderriss zum Arzt.

+++ St. Peter Ording, 17:10 Uhr: Starke Premiere für polnisches Gast-Team +++

Aleksandra Gromadowska gegen Sabrina Karnbaum (Foto: Hoch zwei/Joern Pollex)

Monika Brzostek und Aleksandra Gromadowska staunten nicht schlecht ob des böigen Windes in St. Peter Ording. „Wir wussten nichts davon”, sagte Brzostek lachend. „Wir mussten uns schnell darauf einstellen.” Mit Erfolg. Sein erstes gemeinsames Match bei der deutschen Tour überhaupt gewann das an Elf gesetzte Gastteam aus Polen überraschend klar mit 2:0 (21:12, 21:17) gegen die Routiniers Sabrina Karnbaum/Natascha Niemczyk. Mit dem Wind hatte das Duo aus dem Nachbarland nur wenig Probleme.

Dafür, dass beide erst drei Wochen gemeinsam spielen, agierte das neu formierte Gespann sehr souverän, ließ sich auch von einer starken Phase der Bayerinnen Mitte des zweiten Satzes nicht aus der Ruhe bringen. Kein Wunder, beide bringen Klasse und teils Erfahrung mit. Monika Brzostek war 2016 Neunte bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Ihre 23 Jahre alte neue Block-Partnerin Aleksandra Gromadowska hingegen ist zwar noch relativ neu im Beachvolleyball-Zirkus, bringt aber die nötige Länge (1,88 Meter) und Qualität mit.

Künftig treten beide gemeinsam bei der World Tour an. Um sich auf das Fünf-Sterne-Turnier in Wien einzustimmen, kam der Tourstopp in St. Peter Ording genau richtig. „Wir sind nicht des Geldes wegen hier”, sagt Brzostek. „Wir hatten die Wahl, entweder in Polen zu trainieren oder hier Spielpraxis zu sammeln. Wir haben uns für das Spielen entschieden, weil wir hier mit Adrenalin und Stress spielen können.” Mit dem Niveau sind sie zufrieden, „das Level ist höher hier als auf der polnischen Tour”, sagt Brzostek.

Übrigens: Am Sonntag wird die Abwehrspielerin 30 Jahre alt, da wäre der Turniersieg ein schönes Geschenk.
Bei der Techniker Tour dürfen sich auch ausländische Teams bewerben, der Spielausschuss entscheidet über eine Wild Card. Im vergangenen Jahr hatte in SPO ein argentinisches Duo gewonnen.

+++ St. Peter Ording, 15:30 Uhr: Trotz Querelen und Windstärke 5: Kraftvoller Auftakt für Behrens/Tillmann +++

Jetzt erst recht: Kim Behrens und Cinja Tillmann in St. Peter Ording (Foto: Hoch zwei/Joern Pollex)

Kim Behrens und Cinja Tillmann sind beim fünften Saisonturnier der Techniker Beach Tour am Strand von St. Peter Ording an Nummer eins gesetzt und die klaren Favoritinnen. Diesem Anspruch wurden sie gegen die Youngster Antonia Bartholome/Hanna-Marie Schieder voll gerecht. Gegen die Dritten der U19-DM von 2018 gewannen die aktuellen WM-17. zum Auftakt mit 2:0 (21:12, 21:9).

Dass der Wind am Nordseestrand mit fünfeinhalb bis sechs Beaufort wehte, störte das Team vom OSC Baden-Württemberg/Team 48 Hildesheim nicht. „Wir sind gute Aufschlägerinnen bei solchen Bedingungen, haben stabile Ballkontrolle und bereits vergangene Woche in Espinho bei solchen Bedingungen gespielt”, sagte Kim Behrens. „Man muss bei diesem Wind keine besondere Technik anwenden, sondern einfach Ballkontrolle und und ein Gefühl für den Wind haben.”

Darüberhinaus kennen sie sich mit Gegenwind aus – auch außerhalb des Sandgevierts. Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtete, stehen beide vor einem Rechtsstreit mit dem Deutschen Volleyballverband (DVV), weil das Gespann vom Verband nicht wie gewünscht bei internationalen Turnieren berücksichtigt wird. Der DVV räumt den vier anderen Nationalteams Vorrang ein, wogegen Tillmann/Behrens wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Wettbewerbsrecht vorgehen wollen.

In St. Peter Ording sollen die Querelen jedoch keine Rolle spielen. „Wir hatten keine Wut im Bauch, nur Spaß, haben uns bewusst für St. Peter Ording entschieden”, sagt Kim Behrens betont gelassen. Und Cinja Tillmann ergänzt: „Wir konzentrieren uns jetzt nur auf das Turnier, alles andere ist danach wieder wichtig.” Also Probleme ausblenden, Sonne, Wind und Nordseestrand einblenden, lautet die Devise.

+++ 12:06: Die Pause ist vorbei, in St. Peter Ording wird wieder gespielt +++

Mit einem Klick auf das Foto kommst du direkt zum Livestream vom Center Court (Foto: Joern Pollex Hoch Zwei/Grafik: beach-volleyball.de)

Mit dem Spiel der an eins gesetzten WM-17. Kim Behrens und Cinja Tillmann um 14 Uhr auf dem Center Court beginnt das fünfte Event der Techniker Beach Tour für diese Saison – es ist zugleich das erste, das am Strand ausgespielt wird. Am Freitagabend werden bis ungefähr 20 Uhr alle Teams ihr erstes Gruppenspiel absolviert haben.

Zum Spielsystem: Die Gruppenphase im Hauptfeld wird in vier Gruppen à vier Teams ausgetragen. Jedes Team hat zwei Spiele: Die Sieger der ersten Matches spielen gegeneinander, ebenso die Verlierer. Die vier Gruppensieger sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert, die Gruppenzweiten und -dritten spielen zunächst das Achtelfinale.

+++ 12:05 Uhr: Bieneck/Schneider glückliche Gewinner als Lucky Loser +++

Und weiter geht's für Isabel Schneider (links) und Victoria Bieneck (Foto: FIVB)

Raus aus der Lucky Loser und ab in die 1. K.o.-Runde: Victoria Bieneck und Isabel Schneider habens ich der undankbaren Aufgabe als Lucky Loser gegen die Französinnen Chamereau/Jupiter binnen zwei Sätzen (21:18, 21:15) entledigt und stehen in der Runde der besten 16. Dort treffen sie am Samstag auf die Amerikanerinnen Kelly Claas und Sarah Sponcil. Es ist das erste Aufeinandertreffen der Deutschen mit den WM-Neunten.

02:50 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Claes/Sponcil USA → Livescore und Ergebnis

+++ 11:50 Uhr: Ehlers/Flüggen haben Rang fünf sicher +++

Weiter im Rennen: Nils Ehlers (links) und Lars Flüggen (Foto: Peter Weber)

Nur noch Nils Ehlers und Lars Flüggen vertreten bei den Männern die deutschen Farben in der japanischen Hauptstadt. Ehlers/Flüggen setzten sich in der 1. K.o.-Runde mit 2:1 (17:21, 23:21, 18:16) gegen Pedlow/Schachter aus Kanada durch. Damit stehen sie am Samstag im Viertelfinale gegen Andre/George aus Brasilien und haben mindestens Platz fünf (480 Weltranglistenpunkte und 6000 Dollar Preisgeld) sicher. Für die Hamburger ist es die in diesem Jahr beste Platzierung auf einem Vier-Sterne-Turnier. In Kuala Lumpur (Drei Sterne) hatten sie auch Rang fünf erreicht. Mit den an drei gesetzten WM-Fünften hatten Ehlers/Flüggen bereits in der Vorrunde zu tun, da hieß es nach zwei Sätzen 19:21 und 19:21.

Für Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms ist das Turnier an olympischer Stätte beendet. In der 1. K.o.-Runde verloren sie gegen Bourne/Crabb aus den USA mit 0:2 (16.21, 11:21). Für Rang neun erhalten sie 400 Weltranglistenpunkte und 4000 Dollar Preisgeld.

27.07., n.n. Uhr Ehlers/Flüggen vs. Andre/George BRA → Livescore und Ergebnis

+++ 08:20 Uhr: Bieneck/Schneider in der Runde der Lucky Loser +++

Die nächste Aktion voll im Fokus: Julia Sude (Foto: FIVB)

Victoria Bieneck und Isabel Schneider haben sich mit einem 2:0 (21:19, 21:17) gegen Hashimoto/Mizoe (JPN) Platz drei in Pool A erspielt. Eine Nummer besser machten es Karla Borger und Julia Sude, die nach dem 2:1 (16:21, 21:16, 16:14) gegen Chamereau/Jupiter (FRA) ihren Pool auf Rang zwei abschließen.

Während Borger/Sude für heute spielfrei haben und für die 1. K.o.-Runde die Brasilianerinnen Barbara/Fernanda zugelost bekamen, müssen sich Bieneck/Schneider auf ihr Spiel in der Runde der Lucky Loser vorbereiten. Gegner sind eben jene Französinnen (Chamereau/Jupiter) gegen die Borger/Sude gewonnen haben. Sicher tauschen die Nationalteams untereinander noch Tipps aus. Bieneck/Schneider können aber auch auf ihren eigenen Erfahrungsschatz bauen: Beim Dei-Sterne-Turnier im Februar in Kuala Lumpur haben sie gegen die Französinnen mit 2:0 gewonnen.

Die nächsten Partien der deutschen Frauen:

11:00 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Chamereau/Jupiter FRA → Livescore und Ergebnis

27.07., 02:00 Uhr: Borger/Sude vs. Barbara/Fernanda BRA → Livescore und Ergebnis

 

 

+++ 06:25 Uhr: Ehlers/Flüggen als Poolsieger in die K.o.-Runde +++

Mit Köpfchen über Kopf: Philipp Arne Bergmann (Foto: FIVB)

Nicht schlecht: Als Poolsieger rein in die 1. K.o.-Runde und dort ein Los erwischt der Kategorie „machbar”. Nils Ehlers und Lars Flüggen haben ihr drittes Spiel in Pool C gegen die Japaner Nishimura/Shibata in gerade einmal 23 Minuten mit 21:7 und 21:6 gewonnen. Da die Brasilianer Andre/George gegen Kantor/Losiak aus Polen (1:2) verloren, landen Ehlers/Flüggen auf Rang eins. Und treffen jetzt auf die Kanadier Sam Pedlow und Sam Schachter. Klingt nach einem Duell auf Augenhöhe: Beide 17. der WM in Hamburg, die Deutschen in Tokio an 15 gesetzt, die Kanadier an 16.

Als Zweite kommen Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms aus ihrem Pool, nachdem sie die Chinesen Gao/Li mit 2:1 (22:20, 25:27, 15:9) bezwungen hatten. In der Runde der besten 16 Teams treffen sie auf Tri Bourne und Trevor Crabb aus den USA. Gegen den WM-Vierten in Hamburg hat das Rattenfänger-Team aus Hameln eine Negativbilanz von zwei Niederlagen.

Die Partien der deutschen Männer:

09:00 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Pedlow/Schachter CAN → Livescore und Ergebnis

09:00 Uhr: Bergmann/Harms vs. Bourne/Crabb USA → Livescore und Ergebnis


Donnerstag, 25.07.

+++ 16:25 Uhr: Olympia ist schon spürbar +++

Abwehrarbeit auf olympischem Sand: Karla Borger (Foto: FIVB)

Das Vier-Sterne-Turnier in Tokio gilt als Testfall für die in ziemlich genau einem Jahr stattfindenden Olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt. Deutsche Profis spüren das olympische Flair bereits.

Lars Flüggen sagt: „Es ist deutlich mehr Staff vor Ort als auf anderen Turnieren vor Ort. Olympia wird überall erwähnt und in der Stadt ist ,tokio2020' auch sehr präsent. Das Stadion ist nicht das Stadion, wo nächstes Jahr gespielt werden soll. Es ist wesentlich kleiner, aber steht am selben Ort an dem es 2020 stehen wird.”

In die aktuelle Version passen etwa 2500 Zuschauer hinein, bei den Spielen soll die Arena ein Fassungsvermögen für 12.000 Fans haben.

Julia Sude geht es ähnlich wie Lars Flüggen: „Auch neben den Courts und hinter den Kulissen soll fast alles so laufen wie zu Olympia- Zu den Finals gibt es auch schon den Olympiazeitplan, wer muss wann wo sein.” Auch der Sand wird gecheckt: „Es ist der Wettkampfsand, allerdings noch in einer etwas feuchteren Version, dieser wird zu Olympia, wenn es nicht regnet, auf jeden Fall tiefer sein.”

Zu den Herausforderungen gehören auch die klimatischen Bedingungen, wie Karla Borger sagt: „Wir sind seit Sonntag in Tokio, um uns an das Klima zu gewöhnen und fühlen uns gut. Bis jetzt waren wir in asiatischen Gefilden dieses Jahr ja am erfolgreichsten, daran wollen wir gerne wieder anknüpfen.”

+++ 14:35 Uhr: Borger/Sude beißen sich durch +++

Lange Arme sind hilfreich: Victoria Bieneck beim Versuch, den Ball zu erreichen (Foto: FIVB)

Das letzte Spiel des ersten Hauptfeldtages wurde zu einer zähen Angelegenheit. Karla Borger und Julia Sude mussten gegen die Japanerinnen Ishii/Murakami Schwerstarbeit verrichten, um ihren 2:0 Erfolg (21:18, 26:24) unter Dach und Fach zu bringen. Im zweiten Durchgang lagen die Deutschen zwischenzeitlich zurück (10:14, 15:17), und erst nach dem sechsten Matchball durften sie jubeln. Nach der 0:2-Auftaktniederlage gegen Sweat/Walsh Jennings (USA), der vor allem in Satz zwei (17:21, 8:21) heftig war, brauchten sie den Sieg, um im Rennen zu bleiben. Das letzte Poolspiel bestreiten sie gegen die Französinnen Chamereau/Jupiter.

Victoria Bieneck und Isabel Schneider stehen vor ihrer dritten Aufgabe mit dem Rücken zur Wand. Nach den Niederlagen gegen Bansley/Brandie aus Kanada in zwei Sätzen (15:21, 14:21) und gegen die Vize-Weltmeisterinnen Klineman/Ross aus den USA in immerhin drei Sätzen (23:25, 21:18, 9:15) sind sie gegen Hashimoto/Mizoe zum Siegen verdammt.

Der Modus in Tokio sieht wie folgt aus: Die zwei besten Gruppendritten erreichen sofort die 1. K.o.-Runde, die übrigen vier Dritten der insgesamt sechs Pools spielen in der Runde der Lucky Loser um zwei weitere Plätze für die Runde der besten 16.

Die nächsten Partien der deutschen Frauen:

04:30 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Hashimoto/Mizoe JPN → Livescore und Ergebnis

06:10 Uhr: Borger/Sude vs. Chamereau/Jupiter FRA → Livescore und Ergebnis

 

 

+++ 08:20 Uhr: Ehlers/Flüggen zeigen sich verbessert +++

Weiter so: Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms (Foto: FIVB)

Nils Ehlers und Lars Flüggen sind zum Start in Tokio gut aus den Löchern gekommen. Im ersten Spiel gegen die Polen Kantor/Losiak siegten sie mit 2:0 (21:12, 29:27). Auch die zweite Partie war trotz der Niederlage mit zwei knappen Sätzen (19:21, 19:21) gegen die starken Brasilianer vielversprechend.

Zum Modus: We bei den Olympischen Spielen werden auch bei diesem Test-Event je 24 Teams im Hauptfeld starten und in Vierergruppen im Modus „Jeder gegen jeden“ spielen. Nach einer „Lucky Loser“ Runde geht es dann im K.o.-Modus weiter.

Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms sind gut eingestiegen. Nach dem 0:2 (18:21, 19:21) gegen Bruno/Evandro (BRA) kämpften sie sich gegen die US-Boys Crabb/Gibb durch zu einem Drei-Satz-Erfolg: 21:18, 16:21, 15:11.

Die nächsten Partien der deutschen Männer

02:00 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Nishimura/Shibata JPN → Livescore und Ergebnis

02:50 Uhr: Bergmann/Harms vs. Gao/Li CHN → Livescore und Ergebnis

 

 


Mittwoch, 24.07.

+++ 13:30 Uhr: Auslosung für das Männer-Hauptfeld +++

Abwehraktion von Yannick Harms (Foto: Peter Weber)

Brasilien (Evandro/Bruno), USA (Crabb/Gibb) und Gao/Ly aus China sind die Pool-Gegner für Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms. Brasilien (Andre/George), Polen (Kantor/Losiak) und Nishimura/Shibata aus Japan ist die Konkurrenz für Nils Ehlers und Lars Flüggen.

In Zahlen: Bergmann/Harms spielen gegen WM-17., WM-Neunte und einen Nicht-WM-Teilnehmer. Während Ehlers/Flüggen sich mit einem WM-Fünften, einem WM-17. und einem Nicht-WM-Teilnehmer auseinandersetzen müssen.

Die Spiele der deutschen Männer am Donnerstag, 25. Juli:

02:50 Uhr: Bergmann/Harms vs. Evandro/Bruno Schmidt BRA → Livescore und Ergebnis

n.n. Uhr: Bergmann/Harms vs. Crabb T./Gibb USA → Livescore und Ergebnis

02:00 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Kantor/Losiak POL → Livescore und Ergebnis

n.n. Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Andre/George BRA → Livescore und Ergebnis

+++ 13:00 Uhr: Auslosungen für das Frauen-Hauptfeld +++

Auf geht's in die Pool Matches: Karla Borger (Foto: Peter Weber)

Diese Aufgaben sind gewaltig: Victoria Bieneck und Isabel Schneider bekommen es in Pool A zum Auftakt mit den Kanadierinnen Bansley/Brandie zu tun, die bei der WM in Hamburg einen für sie enttäuschenden 17. Platz erreicht haben. Spiel zwei wird noch härter, dann geht es gegen die WM-Zweiten Alix Klineman und April Ross aus den USA. Im letzten Spiel am Freitag stehen die Japanerinnen Mizoe/Hashimoto auf der anderen Seite des Netzes.

Für Karla Borger und Julia Sude sieht die Konkurrenz in Pool F günstiger aus. Erst gegen die US-Legenden Sweat/Walsh Jennings, dann gegen Ishii/Murakami aus Japan und schließlich am Freitag gegen die Französinnen Chamereau/Jupiter, die über die Quali ins Main draw gekommen sind. Gegen die Duos aus Japan und Frankreich haben Borger/Sude mit jeweils einem Sieg eine positive Bilanz. Gegen Sweat/Walsh Jennings ist noch eine Rechnung offen aus dem verlorenen Halbfinalduell in Kuala Lumpur. 

Die Spiele der deutschen Frauen am Donnerstag, 25. Juli:

03:40 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Bansley/Brandie CAN → Livescore und Ergebnis

n.n. Uhr: Bieneck/Schneider vs. Klineman/Ross USA → Livescore und Ergebnis

04:30 Uhr: Borger/Sude vs. Sweat/Walsh Jennings → Livescore und Ergebnis

n.n. Uhr: Borger/Sude vs. Ishii/Murakami JPN → Livescore und Ergebnis

+++ 10:40 Uhr: Bieneck/Schneider ohne Probleme +++

Gut gemacht, Partnerin: Victoria Bieneck (links) und Isabel Schneider (Foto: FIVB)

Mit einem ungefährdeten Zwei-Satz-Sieg (21:9, 21:18) gegen Pata/Toko aus Vanuatu haben sich Victoria Bieneck und Isabel Schneider ihren Platz im am Donnerstag beginnenden Hauptfeld erspielt.

Für Leonie Körtzinger und Sarah Schneider ist das Vier-Sterne-Turnier dagegen bereits beendet. In der zweiten Qualifikationsrunde unterlagen sie Radarong/Hongpak aus Thailand mit 0:2 (16:21, 18:21).

 

 

+++ 09:40 Uhr: Nur zwei kamen durch +++

So kann es weiter gehen: Nils Ehlers (Foto: FIVB)

Lukas Pfretzschner und Robin Sowa haben in Tokio den Sprung ins Hauptfeld verpasst. In der ersten Qualifikationsrunde verloren die U22-Vize-Europameister gegen Nuttanon/Sedtawat aus Thailand in zwei Sätzen mit 19:21 und 17:21.

Besser machten es Nils Ehlers und Lars Flüggen als Sieger gegen Surin/Adirson, ebenfalls aus Thailand bei ihrem 2:0-Sieg (21:9, 21:15).

Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms benötigen drei Sätze (21:16, 18:21, 15:11), um sich gegen Candra/Ashfiyra (Indonesien) durchzusetzen.

Dienstag, 23.07.


+++ Tokio, 18:41 Uhr: Machbare Aufgaben für deutsche Quali-Teams +++

Vier deutsche Teams brauchen in der Qualifikation für das 4-Sterne-Turnier in Tokio nur einen Sieg, um in das Hauptfeld des mit 300.000 US-Dollar dotierten Turniers einzuziehen: Victoria Bieneck/Isabel Schneider, Leonie Körtzinger/Sarah Schneider, Philipp Arne Bergmann/Yannick Harms und Nils Ehlers/Lars Flüggen stehen durch ein Freilos bereits in Runde zwei und haben oder bekommen allesamt machbare Gegner.

Einzig die U22-Vize-Europameister Lukas Pfretzschner und Robin Sowa müssen zwei Siege schaffen, um sich zu qualifizieren. Gewinnen sie Spiel Nummer eins, wartet in den Braslianern Guto/Saymon eine ganz schwere Aufgabe.

+++ 8:43 Uhr: Die begrenzte Liebe der Japaner für Beach-Volleyball +++

Ein Jahr vor den Spielen in Tokio ringt Beach-Volleyball um seinen Platz im Land der aufgehenden Sonne. Das Vier-Sterne-Event der World Tour soll nun die Begeisterung wecken.

→ Zum Artikel: Die begrenzte Liebe der Japaner für Beach-Volleyball


Montag, 22.07.

+++ 12:21 Uhr: Olympischer Testlauf in Tokio +++

Tokio testet für 2020: Ein Jahr vor den Sommerspielen in Japan starten sechs deutsche Teams unter olympischen Bedingungen beim 4-Sterne-Turnier in Tokio. Die Techniker Beach Tour zieht unterdessen an die Strände und gastiert nach mehrwöchiger Pause in St. Peter-Ording:

→ unser Wochenausblick

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