+++ Newsblog: Eine Major-Beach-Party in Wien und das Fehmarn-Comeback +++

Alle Artikel und Hintergründe zum Wien Major (5-Sterne) und zur Techniker Beach Tour Fehmarn


von beach-volleyball.de/Matthias Penk, Annika Schultz, Klaus Wegener

Sonntag, 04.08.

+++ 19:25 Uhr: Alexander Walkenhorst steigt wieder ein +++

Er ist wieder da: Alexander Walkenhorst (links) will mit Sven Winter bei der EM starten (Foto: FIVB)

Zuguterletzt noch dies: Bei der am Dienstag in Moskau beginnenden Europameisterschaft wird auch Alexander Walkenhorst wieder einsteigen. Zumindest so gut es geht. Gemeldet ist er mit Sven Winter, mit dem er auch die Saison begonnen hatte, dann aber kurz vor der WM wegen einer Handverletzung unterbrechen musste.

In der russischen Hauptstadt wollen sie gemeinsam antreten. Walkenhorst fliegt jedenfalls am Montag los. Auf die Frage, wie fit er sei, antwortete er beach-volleyball.de gegenüber: „Null.” Aber selbst bei einem Nichtantritt würde er immerhin ein paar Ranglistenpunkte von der EM mit nach Hause nehmen.

Das Duo Walkenhorst/Winter steht mit den Vize-Weltmeistern Thole/Wickler im gleichen Pool. Das Trio aus deutscher Sicht machen Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms komplett.

Bei den Frauen starten vier Teams aus Deutschland: Behrens/Tillmann, Borger/Sude, Ittlinger/Laboureur und Kozuch/Ludwig.

+++ 19:15 Uhr: Majors-Sieger Mol/Sorum und Melissa/Pavan +++

Echte Sandflöhe, die Norweger Mol/Sorum (Foto: FIVB)

Die Norweger Mol/Sorum und die Kanadierinnen Melissa/Pavan sind die Titelträger beim Majors auf der Wiener Donauinsel. Mol/Sorum setzten sich im Finale gegen die Brasilianer Alison/Alvaro/Filho mit 2:0 (21:11, 21:17) durch, die Weltmeisterinnen aus Kanada bezwangen Maria Antonelli/Carol, ebenfalls aus Brasilien, in zwei Durchgängen mit 21:19 und 21:16.

Bronze holten sich im brasilianischen Duell Agatha/Duda (2:0 gegen Talita/Taiana Lima) und die Polen Fijalek/Bryl (2:1 gegen Lucena/Dalhausser aus den USA).

+++ 16:30 Uhr: Der harte Weg durch die Distanzen +++

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen, dann wieder die Arbeit… (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Die Top-Teams der deutschen Tour freuen sich über das sportliche Treiben am Wochenende. Aber unter der Woche zeigen sich die Nebenwirkungen

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+++ 14:35 Uhr: Titel Nummer drei für die Poniewaz-Brüder +++

Es darf gefeiert werden: Bennet und David Poniewaz, Sieger auf Fehmarn (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Knapp war der letzte Ball neben der Longline-Linie ins Aus gefallen, Bennet Poniewaz hatte ihn gebannt bis zum Aufprall im Sand verfolgt, als wollte er ihn mit den Augen ins Aus steuern. Danach brach es aus ihm heraus. Wie von der Tarantel gestochen rannte er einmal ums Feld, bis ihn sein Zwillingsbruder David endlich eingefangen hatte. Mit dem 2:0 (21:14, 21:19) gegen Dan John und Eric Stadie hatten sie ihren dritten Turniersieg unter Dach und Fach: In Münster beim ersten Stopp der Tour 2019, letzte Woche auf St. Peter-Ording und nun in Fehmarn ganz oben auf dem Treppchen.

Nach all den Kraftanstrengungen ist es auch erlaubt, mal nur noch durch den Sand krabbeln zu dürfen. Auf dem Weg zum Field-Interview machte sich David auf allen Vieren kriechend auf. „Irgendwie haben wir es geschafft, noch die letzten Körner rauszuholen”, sagte er. Die waren auch notwendig, denn John/Stadie waren ihnen in Satz zwei eng auf die Pelle gerückt. „Die Jungs sind eklig zu spielen.” Was sich negativ anhört, ist lobend gemeint. „Wir haben schon zwei Mal gegen sie verloren und mussten uns auch heute wieder durchkämpfen”, so Bennet Poniewaz.

Am Ende waren es aber die starken Individualleistungen, die den Ausschlag gaben. Acht Blockpunkte von David und 13 Abwehrbälle von Bennet. Das bringt dann schon mal Platz eins ein.

Bronze sicherten sich Felix Glücklederer und Jannik Kühlborn. Sie gewannen das Spiel um Platz drei gegen Paul Becker und Jonas Schröder mit 2:0 (21:12, 21:17).

 

+++ 13:40 Uhr: Gernert/Niemczyk marschieren durch bis zum Titel +++

Unaufhaltsam auf dem Weg zum Titel: Melanie Gernert (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Am Ende waren sie froh, nicht über drei Sätze gehen zu müssen: „Ich weiß nicht, ob ich noch genug Luft für einen Tie-Break gehabe hätte”, sagte Natascha Niemczyk. Mit Partnerin Melanie Gernert hatte sie gerade das Endspiel gegen Anna Hoja und Stefanie Hüttermann nach zwei Sätzen mit jeweils 21:17 gewonnen. Mit einem Block gegen Hoja setzte Natascha Niemczyk den Schlusspunkt der Frauenrunde unter den sechsten Stopp der Techniker Beach Tour in diesem Jahr.

Niemczyk und Gernert hatten sprichwörtlich aus der Not eine Tugend gemacht. Da ihre etatmäßigen Partnerinnen Sabrina Karnbaum und Elena Kiesling verhindert waren, hatten sie sich kurzfristig vereint und erst am Freitag treffen können. Das erste Spiel im Pool gegen Kunst/Schieder war so etwas wie die erste offizielle Trainingseinheit, doch zwei Routiniers wie Gernert (32) und Niemczyk (29) muss man nicht mehr erklären, wie Beach-Volleyball funktioniert. Ohne Satzverlust marschierten sie durch bis ins Finale und wahrten auch dort ihre weiße Weste. 

Ihre Final-Konkurrentinnen aus Düsseldorf waren zwischendurch etwas ratlos. In einer Auszeit befanden sie: „Man weiß nie, was sie als nächstes tun.” Hoja/Hüttermann müssen in weiter auf ihren ersten Titel der Tour warten. Auch die dritte Endspielteilnahme war nicht mit einem Sieg gekrönt. Dennoch können sie stolz sein: „Wir haben mit Körtzinger/Schneider auch ein Nationalteam aus dem Turnier geworfen”, sagte Anna Hoja.

Platz drei ging an Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan, die das um Spiel um Bronze gegen Christine Aulenbrock und Sandra Ferger mit 2:0 (21:16, 21:18) gewannen.

+++ 11:35 Uhr: John/Stadie erstmals im Finale – Gegen die Poniewaz-Brüder +++

Eric Stadie (links) und Dan John dürfen sich aufs Finale konzentrieren. (Foto: HochZwei/Malte Christians)

9, 9, 5, 5, und jetzt 1 oder 2 – das ist nicht der Versuch, die Ziehung der Lottozahlen vorherzusagen, sondern die Bilanz des Duos Dan John und Eric Stadie in ihrer ersten gemeinsamen Saison bei der Techniker Beach Tour. Ob es am Ende eine eins oder zwei wird entscheidet sich ab 13:30 Uhr im Finale der Männer.

John/Stadie hatten sich im Halbfinale der Überraschungsteams gegen Glücklederer/Kühlborn in drei Sätzen durchgekämpft: 11:21, 21:15, 15:13. „Wir sind anfangs überhaupt nicht ins Spiel gekommen”, sagte Dan John. Dann lief es wesentlich besser, auch im Tie-Break, als sie mit 11:7 führten. Doch die Leipziger kamen zurück, ein Ass von Felix Glücklederer und schon war der Anschluss (11:10) wieder hergestellt. „Da sind wir plötzlich hektisch geworden, aber am Ende haben die Nerven gehalten und wir hatten auch ein bisschen Glück”, so John, der John, der mit einem Block den letzten Angriff Kühlborns entzauberte, dann stand der Finaleinzug fest.

Die Gegner sind die Brüder David und Bennet Poniewaz, die ihr Halbfinale recht deutlich mit 2:0 (21:13, 21:16) gegen Becker/Schröder für sich entscheiden konnten. Für Poniewaz/Poniewaz ist eine Endspielteilnahme schon fast Gewohnheit. Es ist ihre vierte bei der Techniker Beach Tour in diesem Sommer. Klingt nach einer Favoritenrolle, doch mit John/Stadie haben sie noch keine guten Erfahrungen gemacht, sagt David Poniewaz: „0:2 in der Vorrunde verloren in St. Peter-Ording, 0:2 beim Urlaubsguru-Cup in Köln”. 

 

 

+++ 10:30 Uhr: Auch eine Interimslösung kann funktionieren +++

Zwei, die wissen wie's geht: Natascha Niemczyk (vorn) und Melanie Gernert (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Melanie Gernert und Natascha Niemczyk gehören – mit Verlaub – zu den Urgesteinen der deutschen Tour, aber sie haben noch nie zusammen gespielt. In Fehmarn erleben sie diese Premiere und sind gleich ins Finale eingezogen. Im Halbfinale schlugen sie Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan mit 2:0 (21:17, 21:16).

Im Endspiel ab 12:15 Uhr treffen sie auf Anna Hoja und Stefanie Hüttermann, die ihr Halbfinale ebenfalls souverän meisterten mit 2:0 (21:18, 22:20) gegen Christine Aulenbrock und Sandra Ferger. Für die Düsseldorferinnen ist es die dritte Finalteilnahme der Tour 2019 und der dritte Versuch, ganz oben auf dem Treppchen zu stehen. 3000 Euro Preisgeld und 100 Ranglistenpunkte wären der Lohn, auf die Zweitplatzierten warten 2400 Euro und 85 Punkte.

+++ 09:00 Uhr: Showdown am Südstrand und auf der Donauinsel +++

Wohl dem, der in Fehmarn und nicht in Wien ist, denn da scheint die Sonne (Foto: FIVB)

Beim Majors in Wien haben die Wettergötter den Organisatoren einen Stirch durch die Rechnung gemacht. Weil es zu heftig regnete musste das Finale der Frauen von Samstag auf Sonntag verlegt werden. Erst um 11:30 Uhr spielen Pavan/Melissa (CAN) und Maria Antonelli/Carol (BRA) um den Titel.

Danach geht's bei den Männern weiter mit den Halbfinals Dahausser/Lucena (USA) gegen Alison/Alvaro Filho (BRA) sowie Mol/Sorum (NOR) gegen Fijalek/Bryl (POL).

Am Fehmarner Südstrand geht es ebenfalls um die Medaillen.

Der Zeitplan der Frauen:

09:15 Uhr: Hoja/Hüttermann vs. Aulenbrock/Ferger

09:15 Uhr: Gernert/Niemczyk vs. Klinka/Kotzan

11:45 Uhr: Spiel um Platz drei

12:15 Uhr: Finale

Der Zeitplan der Männer:

10:30 Uhr: John/Stadie vs. Glücklederer/Kühlborn

10:30 Uhr: Poniewaz/Poniewaz vs. Becker/Schröder

12:30 Uhr: Spiel um Platz drei

13:30 Uhr: Finale


Samstag, 03.08.

+++ 19:30 Uhr: Glücklederer/Kühlborn vom Glück verfolgt +++

Glückspilze unter sich: Jannik Kühlborn (links) und Felix Glücklederer (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Felix Glücklederer und Jannik Kühlborn können ihr Glück kaum fassen. Sie spielen erst seit dieser Saison zusammen, sie wurden Dritte in St. Peter-Ording und jetzt stehen sie wieder in einem Halbfinale der Techniker Beach Tour. Das 2:1 (23:21, 20:22, 15:12) auf Court 2 war mit einem harten Stück Arbeit verknüpft und von wichtigen Momenten geprägt. In Satz eins lagen die Leipziger schon mit drei, vier Punkten in Führung, als Felix Glücklederer zum Laser ansetzte: „Den kann ich eigentlich gut und mag ihn auch, aber dann flog er ins Aus”. Da drehte sich das Blatt, vor allem als ihnen Armin Dollinger ein paar starke Aufschläge präsentierte. Matchball hatten sie bei 20:10 trotzdem, aber es ging doch in den Tie-Break. In dem sie sich wieder konzentriert zeigten und am Ende ein rundes Dutzend Fans abklatschen konnten.

Im Halbfinale geht es gegen Dan John und Eric Stadie, die sich mit 2:0 (21:10, 21:15) recht deutluch gegen Rudolf/Wernitz behaupteten. Mit mindestens Platz vier haben die Berliner schon jetzt ihr bestes Resultat auf der ranghöchsten deutschen Serie eingefahren.

Paul Becker/Jonas Schröder gegen die Poniewaz-Brüder (2:0 gegen Popp/Sievers) lautet das zweite Halbfinale. Becker/Schröder mussten gegen Erdmann/Winter über drei Sätze gehen (21:19, 18:21, 15:11) und waren froh, nach der zehnwöchigen Verletzungspause Beckers wieder in der Erfolgsspur zu sein. Jonas Schröder sagte: „Im dritten Satz hatten wir Glück, auch bei Netzrollern. Aber wir haben uns gesagt, wir müssen ganz mutig aufschlagen, den Ball perfekt treffen, sodass er flatternd übers Netz geht.” Lob bekamen auch die Verlierer, bei den Jonathan Erdmann angeschlagen ist: „Sie sind so gut in Block und Abwehr, dass sie mal Akzente setzen und uns zu Fehlern zwingen.” 

Paul Becker freut sich jetzt auf das Duell mit David und Bennet Poniewaz in der Runde der besten Vier: „Sie spielen ein bisschen die Saison so wie wir im letzten Jahr, als uns so vieles gut gelungen ist. Wir müssen Vollgas geben, ums ins Finale zu kommen.” Und weiter: „Letzte Woche war das Turnier schon gut, heute haben wir ein sehr gutes Spiel gemacht, aber wir backen weiter kleine Brötchen.”

+++ 17:40 Uhr: Ein unsanftes Ende nach einem tollen Lauf +++

Rudy Schneider (vorn) und Benedikt Sagstetter, Silbergewinner bei der U-20-EM in Göteborg (Foto: CEV)

Bei der U-20-EM Silber mit Rudy Schneider (Foto vorn). Aber in Fehmarn wurde Benedikt Sagstetter (rechts) unsanft ausgebremst nach einem tollen Lauf in den letzten Wochen.

→ Weiterlesen: Unsanft ausgebremst: Benedikt Sagstetters guter Lauf jäh gestoppt

+++ 17:10 Uhr: Ab jetzt ohne Frauen-Nationalteams +++

Jawohl, wieder im Halbfinale: Anna Hoja darf sich freuen (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Leonie Körtzinger und Sarah Schneider hatten sich so darauf gefreut, endlich wieder bei der deutschen Tour spielen zu können, doch dann endete das Vergnügen früher als erhofft. Das Perspektivteam 2024 des DVV scheiterte im Viertelfinale an Anna Hoja und Steffi Hüttermann in zwei engen Sätzen mit 22:24 und 18:21. Für die Düsseldorferinnen war das Duell mit dem Nationalteam vor dem Spiel eine unbekannte Größe: „Sie waren ja bisher nicht zu wirklich zu sehen in Deutschland.” Damit ist aber auch das einzige in Fehmarn spielende Nationalteam ausgeschieden.

Dass es ein enges Spiel wurde, kam für die Siegerinnen nicht unerwartet, die sich erleichtert zeigten. „Ich habe immer an uns geglaubt, obwohl ich das ganze Spiel Sideout machen musste und der Druck enorm hoch war”, sagte Anna Hoja und verriet ihr Erfolgsrezept: „Wir haben uns über Emotionen immer wieder rausgerissen.” Leonie Körtzinger war mit 2,02 Meter Blockhöhe irre hoch für deutsche Verhältnisse, doch auch dafür gab es einen Weg, sagt Steffi Hüttermann: „Wir trainieren sehr oft mit Männern, von daher sind wir solche Handlungshöhen gewohnt.”

Im Halbfinale treffen Hoja/Hüttermann am Sonntag auf Christine Aulenbrock und Sandra Ferger, die sich in der Runde der besten Acht gegen Constanze Bieneck und Antonia Stautz durchgesetzt hatten.

Das zweite Halbfinale bestreiten Melanie Gernert/Natascha Niemczyk gegen Leonie Klinke und Lisa-Sophie Kotzan. Für Gernert/Niemczyk sind Halbfinalteilnahmen mit ihren etatmäßigen Partnerinnen Kiesling bzw. Karnbaum recht normal. Für Klinke/Kotzan ist es nach Dresden die zweite in diesem Jahr. Dafür haben sie schon vier fünfte Plätze gesammelt: St. Peter-Ording, Nürnberg, Düsseldorf und Münster. Vielleicht ist am Sonntag ein Ausbau der Erfolgsbilanz möglich.

+++ 15:55 Uhr: Keine Zeit für's Badevergnügen +++

Am Südstrand wird viel Sand aufgewirbelt (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Da ist man schon direkt an der Ostsee, nur wenige Meter vom Wasser entfernt, doch die Protagonisten haben kaum Zeit, das kühle Nass zu genießen. Marcus Popp wollte nach dem Sieg im Achtelfinale mit Partner Milan Sievers gegen Böckermann/Karpa „wenigstens kurz rein, um den Sand abzuspülen”. Heute Nachmittag muss er noch einmal ran, im Viertelfinale gegen die Poniewaz-Brüder. Die haben den ganzen Sommer über schon einen starken Lauf: „Acht Halbfinalteilnahmen, fünf bei der Techniker Tour, drei auf Landesverbandsturnieren, fünf Mal im Endspiel”, sagt ihr Trainer Alex Büring, „das kann sich sehen lassen.” Spiebeginn 16:45 Uhr, bis dahin sollte auch Popp die nasse Badehose wieder gegen eine trockene getauscht haben.

In der Runde der besten Acht kommt es auch zu einer Paarung, die Endspielcharakter hat. Becker/Schröder, die Nummer eins, gegen Erdmann/Winter, die Nummer drei der Setzliste.

+++ 15:10 Uhr: Das dünne Biest zeigt Zähne gegen Ehlers/Flüggen +++

Nils Ehlers macht den Diver, beobachtet von Lars Flüggen (Foto: FIVB)

Man nennt ihn das „thin beast”: Phil Dalhausser trägt diesen Spitznamen, weil er so drahtig ist und bissig sein kann. Im Viertelfinale auf der Wiener Donausinsel zeigte er sich mit seinem Partner Nick Lucena gegen Nils Ehlers und Lars Flüggen von seiner unangenehmen Seite. Die US-Boys siegten mit 2:0 (21:13, 21:18) und stehen im Halbfinale, während sich das deutsche Team mit Rang fünf, 720 Weltranglistenpunkten und 12.000 US-Dollar Preisgeld zufrieden geben muss. Und das sollte Ehlers/Flüggen leicht fallen. Nach Platz zwei vor einer Woche in Tokio überzeugten sie auch in der österreichischen Hauptstadt und sammelten vor allem wertvolle Punkte in Sachen Olympia-Qualifikation.

Nächste Station könnte für die Hamburger die Europameisterschaft in Moskau in der kommenden Woche sein, doch das ist sehr unwahrscheinlich. Ehlers/Flüggen stehen auf Rang elf der „reserve list” und werden sich sicher über eine Regenerationsphase freuen.

+++ 13:10 Uhr: WM-Teilnehmer Erdmann/Winter nur Pool-Zweite +++

Jonathan Erdmann muss sich mächtig strecken (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Moritz Klein musste seine Wut am Strandkorb auslassen, mit voller Wucht knallte er seine rechte Hand vor das Holz: „So ein Mist, so eine Grütze.” Sekunden vorher hatte er mit Partner Benedikt Sagstetter das zweite Pool Match gegen Popp/Sievers in drei Sätzen verloren (21.16, 18:21, 5:15) und damit war für Klein/Sagstetter das Turnier beendet. Gestern hatten sie Becker/Schröder das Leben schwer gemacht, doch was nutzt es, wenn am Ende zwei Niederlagen zu Buche stehen.

Ebenfalls ausgeschieden nach den Pools sind Harms/Peemüller, Dorant/Kroha und Wüst/Wüst.

Zu den wenigen Überraschungen des zweiten Strandturniers der Saison zählt, dass Jonathan Erdmann und Sven Winter ihren Pool nur auf Rang zwei abgeschlossen haben. Die WM-Teilnehmer (Rang 33) verloren gegen Rudolf/Wernitz glatt in zwei Sätzen mit 17:21 und 16:21.

+++ 11:15 Uhr: And the losers are… +++

Aller Einsatz nutzte nichts: Höppner/Langer verabschieden sich aus Fehmarn (Foto: HochZwei/Malte Chistians)

Beste Voraussetzungen bei angenehmen Temperaturen, doch für einige Teams ist der Auftritt beim zweiten Strandturnier der Techniker Beach Tour bereits beendet. Nach den Pool Matches müssen Bartholome/Hassenstein, Kunst/Schieder, Eggert/Zautys und Höppner/Langer die Segel streichen. Während die drei erstgenannten nicht einmal einen Satzgewinn verbuchen konnten, ist das Aus für Höppner/Langer sehr ärgerlich nach zwei Drei-Satz-Niederlagen gegen Hoja/Hüttermann und Claaßen/Interwies.

Im Achtel- und Viertelfinale stehen die zwölf topgesetzten Teams. Vier haben die Runde der besten Scht auf direktem Weg erreicht: Körtzinger/Schneider, Aulenbrock/Ferger, Gernert/Niemczyk und Klinke/Kotzan. 


Freitag, 02.08.

+++ 20:25 Uhr: Große Action am Südstrand +++

Flugakrobaten im Sand (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Bis zum letzten Spiel zwischen Becker/Schröder und Klein/Sagstetter kamen die Zuschauer reichlich was geboten. Erst nach drei Sätzen hatten die Favoriten Becker/Schröder die Nase vorn.

Knapp geschlagen musste sich Altmeister Marcus Popp mit Partner Milan Sievers geben, die gegen John/Stadie mit 19:21 und 20:22 verloren. Trotzdem bekam Popp hinterher im Spielerbereich ein Lob von Bene Doranth: „Gut gespielt, Marcus.” Der konterte in seiner gewohnten Art: „Ich kann's eben doch noch.” Kann er Samstag wieder unter Beweis stellen.

+++ 19:20 Uhr: Markus Böckermann über das neue Leben +++

Markus Böckermann und Lars Flüggen, Sieger 2017 in Olsztyn (Foto: FIVB)

„Mein Leben hat sich verändert”, sagt Markus Böckermann, der in Fehmarn mit Max Karpa spielt und gern zur DM will. In Gedanken ist er aber auch bei seinem Ex-Partner Lars Flüggen.

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+++ 17:30 Uhr: Der Höhenflug geht weiter +++

Eingespieltes Tem: Lars Flüggen und Nils Ehlers (Foto: FIVB)

Zweiter in Tokio, in Wien über die Quali ins Hauptfeld und dort jetzt mindestens Fünfter – der Höhenflug von Nils Ehlers und Lars Flüggen ist noch nicht beendet. Im Achtelfinale schlugen sie die Chilenen Grimalt/Grimalt mit 2:1 (21:14, 19:21, 15:13) und stehen nun im Viertelfinale. Dort treffen sie am Samstag um 14:00 Uhr auf Lucena/Dalhausser (USA).

14:00 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Lucena/Dalhausser (USA) → Livescore und Ergebnis

 

 

+++ 16:50 Uhr: Wiedersehen mit der deutschen Tour +++

Endlich wieder die deutsche Tour im Blick: Leonie Körtzinger (Foto: HochZwei/Malte Christians)

Ein Wiedersehen im doppelten Sinne: Erstmals seit neun Jahren gastiert die ranghöchste deutsche Tourserie wieder am Südstrand in Fehmarn. Und erstmals seit Wochen sind Leonie Körtzinger und Sarah Schneider wieder bei der Techniker Beach Tour im Einsatz. Nach einer langen Phase, in der sie international unterwegs waren und u.a. Platz 17 bei der WM in Hamburg einfuhren, präsentieren sie sich wieder in heimischen Gefilden. Zum Auftakt am Freitag bezwangen sie auf dem Center Court Antonia Bartholome und Tessa Hassenstein mit 2:0 (21:13, 21:13). „Es ist schön, endlich wieder die deutsche Szene zu spüren”, sagt Sarah Schneider.

Auch die anderen Favoritinnen gaben sich zum Start keine Blöße. Hoja/Hüttermann, Behlen/krohn und das Interims-Duo Gernert/Niemczyk gingen als Sieger vom Feld.

+++ 16:30 Uhr: Platz fünf für Kozuch/Ludwig +++

Frust lass nach: Margareta Kozuch beim Majors in Wien (Foto: FIVB)

Erhobenen Hauptes können sich Margareta Kozuch und Laura Ludwig aus Wien verabschieden. Mit Platz fünf, der ihnen 720 Weltranglistenpunkte und 12.000 US-Dollar Preisgeld einbringt, haben sie ihre beste Platzierung auf der World Tour seit Beginn ihrer Zusammenarbeit errreicht. Im Viertelfinale gegen die Brasilianerinnen Agatha/Duda ließen sich die Deutscher erst per Tie-Break-Niederlage stoppen: 19:21, 21:19 und 9:15 lauten die Satzergebnisse.

Damit stehen drei brasilianische Duos (Agatha/Duda, Maria Antonelli/Carol, Talita/Taiana Lima) und die Weltmeisterinnen Pavan/Melissa im Halbfinale auf der Donauinsel.

+++ 13:55 Uhr: Großer Kampf, kampflos, umsonst gekämpft +++

Laura Ludwig darf sich riesig freuen (Foto: FIVB)

Kozuch/Ludwig mit großem Kampf, Ehlers/Flüggen kampflos und Thole/Wickler umsonst gekämpft. Das deutsche Trio kann von einem Freitagvormittag mit unterschiedlichen Erfahrungen sprechen. Margareta Kozuch und Laura Ludwig zeigten gegen die Brasilianerinnen Barbara/Fernanda eine starke Leistung bei ihrem 2:0-Erfolg. In Satz eins zogen sie nach 5:5 auf 10:5, 12:6, 18:11 zum 21:13 davon. In Durchgang zwei bewahrten sie Nerven und behielten mit 29:27 knapp, aber mehr als verdient, die Oberhand. Im Viertelfinale ab 15:15 Uhr bekommen sie es erneut mit Brasilianerinnen zu tun. Agatha/Duda stehen dann auf der anderen Seite des Netzes. Erst Barbara, dann Agatha? Bei Laura Ludwig werden Erinnerungen an das Olympia-Finale 2016 in Rio aufkommen, gegen Agatha/Barbara gewann sie damals Gold.

Kampflos haben Nils Ehlers und Lars Flüggen die 2. K.o.-Runde erreicht, da ihre Gegner Tri Bourne und Trevor Crabb (USA) verletzungsbedingt nicht angetreten sind. Im Achtelfinale treffen Ehlers/Flüggen auf die Chilenen Marco und Esteban Grimalt, gegen die sie eine Bilanz von 1:2-Niederlagen auf dem Konto haben in diesem Jahr. Den Sieg feierten die Deutschen bei der WM in Hamburg.

Julius Thole und Clemens Wickler machten es gegen Fijalek/Bruyl spannend. Gegen Ende des ersten Satzes drehten sie ein 15:18 in ein 21:19, Satz zwei mussten sie verloren geben (18:21) und im Tie-Break führten sie bereits mit 3:0. Aber es blieb eine enge Kiste, leider mit unschönem Ende. Die Polen siegten mit 15:13, für Thole/Wickler bleibt Platz 17 mit 480 Weltranglistenpunkten und 6000 Dollar Preisgeld.

Die nächsten Partien der deutschen Teams:

15:15 Uhr: Kozuch/Ludwig vs. Agatha/Duda (BRA) → Livescore und Ergebnis

16:30 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Grimalt/Grimalt (CHI) → Livescore und Ergebnis

 

 

 

+++ 12:01: Techniker Beach Tour für 2019 zum ersten Mal wieder an der Ostsee – Interimsduo zählt bei den Frauen als Favorit +++

Mit einem Klick auf das Foto kommst du direkt zum Livestream vom Center Court (Foto: Joern Pollex Hoch Zwei/Grafik: beach-volleyball.de)

Leonie Körtzinger und Sarah Schneider eröffnen den Center Court der Techniker Beach Tour auf Fehmarn mit der ersten Partie um 14 Uhr – das Perspektivteam des Verbandes ist in dieser Saison nach vielen internationalen Auftritten erst zum zweiten Mal auf der deutschen Tour mit dabei und zählt trotzdem zu den Favoriten auf den Turniersieg. Ebenfalls mit auf dem Zettel für Gold: Das Interimsduo Melanie Gernert/Natascha Niemczyk. 

"Ich liebe es, auf den Strandturnieren zu sein, hier kommen Urlaubs- und Beach-Feeling zusammen. Man hat das Meer direkt vor der Nase und kann so zwischen den Spielen auch einfach mal baden gehen. Ich bin froh, jetzt auch einmal auf Fehmarn zu sein. Ich hatte die Gelegenheit in meiner achtjährigen Beach-Karriere noch nicht", so Natascha Niemczyk. Dass das Interimsduo im Teilnehmerfeld früh baden geht, ist nicht zu erwarten. Sowohl Gernert (mit Elena Keisling) als auch Niemczyk (mit Sabrina Karnbaum) kamen mit ihren eigentlichen Partnerinnen in dieser Saison immer mindestens ins Viertelfinale, holten jeweils zwei Medailllen.

Zum Spielsystem: Die Gruppenphase im Hauptfeld wird in vier Gruppen à vier Teams ausgetragen. Jedes Team hat zwei Spiele: Die Sieger der ersten Matches spielen gegeneinander, ebenso die Verlierer. Die vier Gruppensieger sind direkt für das Viertelfinale qualifiziert, die Gruppenzweiten und -dritten spielen zunächst das Achtelfinale.

+++ 10:00 Uhr: K.o. oder okay? +++

Und weiter geht's: Laura Ludwig (links) und Margareta Kozuch (Foto: FIVB)

Zwischen 10.30 und 13.45 Uhr entscheidet sich, ob das Turnier in Wien mit oder ohne deutsche Beteiligung in die nächsten Runden geht. Drei DVV-Duos sind noch im Rennen. Als erste müssen Margareta Kozuch und Laura Ludwig antreten, dann die beiden Männer-Teams Ehlers/Flüggen und Thole/Wickler.

Kozuch/Ludwig treffen im Achtelfinale auf die an Rang zwölf gesetzten Brasilianerinnen Barbara/Fernanda, gegen die sie noch nicht gespielt haben.

Die deutschen Partien im Überblick

10.30 Uhr, Court 2: Kozuch/Ludwig vs. Barbara/Fernanda (BRA)

11:30 Uhr, Court 2: Ehlers/Flüggen vs. Bourne/Crabb Tr. (USA)

12:45 Uhr, Court 2: Thole/Wickler vs. Fijalek/Bryl (POL)


Donnerstag, 01.08.

+++ 20:05 Uhr: Beide Herren-Teams in der ersten K.o.-Runde +++

Heimspiel für die Österreicher (Foto: Beach Major Series)
Lars Flüggen übersteht die Gruppenphase (Foto: FIVB)

Clemens Wickler musste breit grinsen, als er kurz vor Beginn des Spiels seine kleine Fangruppe sah. Sie hatte schon die lautstarke Unterstützung für ihn und Partner Julius Thole bei der Weltmeisterschaft angeführt, aber heute war die Aufgabe schwieriger. Ihnen standen knapp 10 000 österreichische Fans gegenüber, die ihre Lokalhelden Alexander Horst und Clemens Doppler vor dem Ausscheiden bewahren wollten. Gelingen sollten ihnen das nicht: Thole/Wickler entschieden ein spektakuläres Spiel mit 2:0 (27:25, 21:18) für sich. Während die Österreicher aus dem Turnier ausscheiden, wendeten die Deutschen Meister ein frühes Ausscheiden ab und stehen als Gruppendritte in der ersten K.o.-Runde.

Dabei hatte die Kulisse entscheidenden Anteil daran, dass sich ein spannendes Duell entwickelte. Angetrieben von ihren Fans, stellten Doppler/Horst die Vize-Weltmeister vor eine große Aufgabe und holten auch größere Rückstände auf: „Sie haben nie aufgesteckt und wie die Wahnsinnigen aufgeschlagen. Großes Kompliment dafür, so zurück zu kommen, ist sehr stark“, lobt Thole, der zugeben musste: „Im ersten Satz hatten wir am Ende Glück, da hatten sie Chancen, den Satz zuzumachen.“

Dennoch gelang es ihm und Wickler ruhig zu bleiben und ihre spielerischen Vorteile auszunutzen. „Wenn die Annahme weiter weg war, haben wir den Ball gut herangeschoben und mutig abgeschlagen. Dazu hatten wir einen kleinen Höhenvorteil“, erklärt Thole. Damit schafften sie es immer wieder, die Fans aus Österreich verstummen zu lassen. Und ihren Unterstützern die Gelegenheit zu geben, mit „Thole-Wickler“-Rufen auf sich aufmerksam zu machen.

Ehlers/Flüggen werden Gruppenzweite

Dass Nils Ehlers und Lars Flüggen ebenfalls eine Runde weiterkommen, stand nach ihrem Erfolg am Morgen schon fest. In ihrem Duell gegen die Schweizer Heidrich/Gerson ging es um den Gruppensieg und damit um den direkten Einzug in das Achtelfinale. Der blieb dem deutschen Nationalteam verwehrt: Sie verloren das Match mit 1:2 (21:18, 15:21, 9:15).

Auf beide deutschen Teams warten nun in der ersten K.o.-Runde Duos, die in dieser Saison schon Medaillen auf der World Tour gewonnen haben:

11:30 Uhr, Court 2: Ehlers/Flüggen vs. Bourne/Crabb Tr. (USA)

12:45 Uhr, Court 2: Thole/Wickler vs. Fijalek/Bryl (POL)

+++ 15:20 Uhr: Borger/Sude verpassen Achtelfinale, Ludwig/Kozuch sind weiter +++

Laura Ludwig darf auch morgen noch durch den Sand fliegen (Foto: FIVB)

Nachdem Barbora Hermannová mit einem Shot den ersten Satzball verwandelt hatte, musste Karla musste ihren Frust kurz am Ball auslassen. Die 30-Jährige wusste, dass sie und Partnerin Julia Sude (31) gerade eine große Chance hatten liegenlassen. Im ersten Satz des ersten K.o.-Spiels gegen Hermonnová/Sluková (CZE) hatte das deutsche Nationalteam schon mit 18:14 geführt, konnte ihn aber trotzdem nicht gewinnen. „Dass wir die Führung gefühlt innerhalb einer Minute wieder abgegeben haben, war der Knackpunkt“, stellt Sude im Nachgang fest, „dadurch haben wir sie stark gemacht.“

Mitte des zweiten Durchgangs konnten sich die Tschechinnen absetzen, Borger/Sude konnten dem nichts mehr entgegenbringen und verloren das Spiel mit 0:2 (19:21, 16:21). Damit belegen sie den 17. Rang und sammeln 480 Weltranglistenpunkte sowie 6.000 US-Dollar Preisgeld. Auch wenn sich das Duo mehr erhofft hatte, stimmt die Entwicklung sie positiv: „Die letzten zwei Turniere haben uns aus einem kleinen Tief gezogen, auch mental. Es gibt noch viele Knöpfe, an denen wir drehen müssen,“ sagt Sude, „aber wir sind auf dem richtigen Weg und konnten Selbstvertrauen tanken.“

Schon in der nächsten Woche steht ein weiteres Großereignis an: die Europameisterschaft, bei der Borger/Sude zum Favoritenkreis zählen. „Das ist dann schon dritte Turnier infolge, danach steht noch ein weiteres Vier-Sterne-Event an. Leider gibt es bei der EM nicht so viele Punkte wie zum Beispiel hier“, so Sude, „aber es ist trotzdem ein Highlight und wir werden alles geben.“

Laura Ludwig und Margareta Kozuch lieferten kurz danach einen starken Auftritt ab: Dank sechs Assen und einer überragenden Sideout-Quote von knapp 82 Prozent siegten sie gegen die Kanadierinnen Heather Bansley und Brandie Wilkerson souverän mit 2:0 (21:17, 21:15). Damit zieht das Duo in das Achtelfinale ein und hat Platz neun schon sicher. Nun geht es gegen die WM-Fünften Barbara/Fernanda (Brasilien). Das Spiel findet am Freitagmorgen statt.

+++ 13:34 Uhr: Ehlers/Flüggen gewinnen deutsches Duell +++

Lars Flüggen feiert in Wien schon den dritten Erfolg (Foto: FIVB)

Sie fingen das Spiel mit einem Angriffsfehler an, sie beendeten es mit einem: Wenn ein Duell so eng ist wie jenes zwischen Thole/Wickler und Ehlers/Flüggen, können wenige Aktionen entscheidend sein. In einem sehr umkämpften Match, das fast eine Stunde lang ging, war es die Fehlerquote von Thole/Wickler, die das Spiel zugunsten von Nils Ehlers und Lars Flüggen entschied. Die Silbermedaillengewinner der vergangenen Woche begingen selber wenige Fehler (5), profitierten im Gegenzug von den Fehlern ihre Gegner (15) und siegten so mit 2:0 (22:20, 29:27).

Während Ehlers/Flüggen damit den Einzug in die K.o.-Runde schon sicher haben, brauchen Thole/Wickler zwingend einen Sieg im zweiten Gruppenspiel. In der letzten Partie des Tages treffen sie vor voraussichtlich bestens gefühlten Tribünen auf die Österreicher Alexander Horst und Clemens Doppler. Ehlers/Flüggen spielen gegen Heidrich/Gerson um den Gruppensieg. Beide Duelle beginnen um 18:45 Uhr.

+++ 10:11 Uhr: Schwierige Auslosung für Borger/Sude und Ludwig/Kozuch +++

Julia Sude im Block (Foto: FIVB)

Das wird nicht einfach für die deutschen Damen-Duos: In der ersten K.o.-Runde treffen sie auf Gegner, die es in sich haben. Karla Borger und Julia Sude bekommen es mit Barbora Hermannová und Markéta Sluková zu tun. Die Tschechinnen holten an gleicher Stelle im vergangenen Jahr die Goldmedaille und schlossen die vergangene Saison auf Weltranglistenplatz eins ab. In dieser Saison hatten sie aber mit Leistungsschwankungen zu kämpfen. Dazu kam die verletzungsbedingte Absage der Weltmeisterschaft, die das Team viele Punkte kostete und im Ranking zurückwarf. Momentan befinden sich Hermannová/Sluková nach eigener Aussage zurück zu alter Form, in Wien gab es einen Sieg (gegen Bieneck/Schneider) und eine Niederlage.

Für Laura Ludwig und Margareta Kozuch darf der Einzug in die K.o.-Runde angesichts ihrer schweren Gruppe schon als Erfolg gewertet werden. Nun kämpfen sie gegen Heather Bansley und Brandie Wilkerson aus Kanada um den Einzug in die Top-10. Die Weltranglisten-Siebten Bansley/Wilkerson waren in dieser Saison nie schlechter als Platz neun – mit Platz 17 bildete die Weltmeisterschaft die Ausnahme. Zuletzt holten sie beim Olympia-Testevent in Tokio die Bronzemedaille.

+++ 08:16 Uhr: Kuriose Auslosung für die deutschen Herren +++

Nils Ehlers muss sich heute gegen Julius Thole durchsetzen (Foto: FIVB)

Nils Ehlers/Lars Flüggen und Julius Thole/Clemens Wickler im direkten Duell, dazu mit den Schweizern Heidrich/Gerson und den WM-Helden von 2017, Alexander Horst und Clemens Doppler, zwei weitere deutschsprachige Teams: Das ist die Gruppe H beim Fünf-Sterne-Event in Wien.

Der Vorteil eines deutschen Duells in der Gruppenphase ist, dass mindestens ein Team aus Deutschland in die K.o.-Runde kommt. Der Nachteil: Eines muss im zweiten Gruppenspiel schon um den Verbleib im Turnier kämpfen. Im Wettkampf sind die befreundeten Trainingspartner noch nicht aufeinandergetroffen. Gegen 13.15 Uhr wird feststehen, wer dieses erste sportliche Duell gewonnen hat.


Mittwoch, 31.07.

+++ 19:50 Uhr: Zwei deutsche Damen-Teams noch im Rennen, Ittlinger/Laboureur enttäuschen +++

Fliegt in die erste K.o.-Runde: Karla Borger (Foto: Beach Major Series)

Der Wetterumschlag hatte sich schon den ganzen Tag angedeutet: Beim Spiel von Victoria Bieneck und Isabel Schneider krachte nach einer heftigen Böe eine LED-Bande um, später kam es noch schlimmer: Wegen einer Unwetterwarnung musste das Gelände evakuiert werden, die Spiele wurden unterbrochen. Das betraf unter anderem auch Julia Sude und Karla Borger. Das Duo absolvierte gerade seine zweite Gruppenpartie gegen die Kanadierinnen Melissa Humana-Parades und Sarah Pavan, es stand 0:1 nach Sätzen und 17:17 im zweiten Durchgang.

Sich nach einer knapp halbstündigen Pause wieder neu zu fokussieren, dürfte für alle Teams eine Herausforderung gewesen sein. Dem deutsch-kanadischen Duell war nichts dergleichen anzumerken, das Spiel blieb weiterhin hart umkämpft – mit dem besseren Ende für die Weltmeisterinnen Humana-Parades/Pavan, die damit die Gruppe für sich entschieden (2:1; 20:22, 21:23, 16:14). Neben dem Einzug in die K.o.-Runde bleibt Borger/Sude allerdings einmal mehr die Erkenntnis, auch auf diesem Niveau mithalten zu können.

Ebenfalls in die K.o.-Runde eingezogen sind Laura Ludwig und Margareta Kozuch. Nach der knappen Niederlage am Vormittag ließen sie nun einen Tiebreak-Sieg folgen. Mit dem 2:1-Erfolg (18:21, 24:22, 15:10) gegen die Niederländerinnen Madelein Meppelink und Sanne Keizer kommen sie als Gruppendritte weiter. Die Runde der letzten 24 Teams wird ab Donnerstagmittag ausgespielt.

Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur werden dann nicht dabei sein, denn nach der zweiten Niederlage sind sie bereits ausgeschieden. Gegen die Österreicherinnen Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig setzte es eine deutliche 0:2-Niederlage (12:21, 12:21). Während die Lokalmatadorinnen den Sieg euphorisch feierten, belegen Ittlinger/Laboureur nur den 25. Rang.

+++ 16:43 Uhr: Bieneck/Schneider scheitern in der Gruppenphase +++

Muss die nächste Enttäuschung verkraften: Isabel Schneider (Foto: FIVB)

Das war deutlich: Isabel Schneider und Victoria Bieneck haben auch ihr zweites Gruppenspiel gegen die Tschechinnen Barbora Hermannová und Markéta Sluková mit 0:2 (16:21, 11:21) verloren und scheiden als 25. aus dem Turnier aus.

„Wir haben heute nur mitgespielt und reagiert, da hat die letzte Überzeugung in den Aktionen gefehlt“, beklagt Kersten Holthausen, Bundestrainer der Damen-Nationalmannschaften. Nachdem sich das Duo zuletzt in Tokio (Platz neun) und in der Qualifikation verbessert gezeigt habe, war speziell die Leistung gegen Tschechien ein Rückschritt. Woran das genau lag, konnte Holthausen kurz nach dem Spiel auch noch nicht beantworten: „Da muss ich heute noch einige Gespräche führen.“

Dem Nationalteam ist immer wieder Unsicherheit anzumerken. Das ist wenig verwunderlich: In der vergangenen Saison hatten Bieneck/Schneider noch jedes internationale Turnier mindestens als Neunte abgeschlossen. In diesem Jahr scheiterten sie dagegen schon viermal in der Gruppenphase. Das führte dazu, dass die Wahl-Hamburgerinnen sich das Startrecht für die großen Turniere in der Qualifikation erst erspielen müssen statt direkt im Hauptfeld gesetzt zu sein. „Der Schritt zurück in die Qualifikation war für die Mädels schon hart. Damit muss man sich genauso erst einmal zurechtfinden, wie schon in der Gruppenphase auf starke Gegner zu treffen“, sagt Holthausen. In Wien ist ihnen das heute nicht gelungen. Eine weitere Konsequenz: Bieneck/Schneider haben sich zum ersten Mal nicht für die Europameisterschaft in der nächsten Woche qualifiziert. Stattdessen werden sie einen Trainingsblock einlegen.

+++ 15:34 Uhr: Ehlers/Flüggen im Hauptfeld +++

Lars Flüggen steht im Hauptfeld (Foto: FIVB)

Es hätte definitiv dankbarere Gegner in der zweiten Qualifikationsrunde für das Fünf-Sterne-Turnier in Wien geben können; Sven Winter und Jonathan Erdmann hatten Pech: Sie trafen auf die Medaillengewinner der vergangenen zwei Turniere, Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen. Die Niederländer präsentieren sich momentan in starker Form, für die Deutschen waren sie zu stark: Erdmann/Winter verpassen nach einer 0:2-Niederlage (20:22, 17:21) die Qualifikation für das Hauptfeld.

Trotzdem sind Julius Thole und Clemens Wickler nicht das einzige deutsche Herren-Team, das in der Gruppenphase an den Start geht: Nils Ehlers und Lars Flüggen setzten sich in ihrem Duell gegen die Polen Maciej Rudol/Jakub Szalankiewicz mit 2:1 (18:21, 21:16, 15:17) durch. Ehlers verwandelte den Matchball mit einem krachenden Block, die Erleichterung war ihm und seinem Partner danach deutlich anzumerken. Schließlich hätte ein Scheitern in der Qualifikation nach der Silbermedaille vergangene Woche einen herben Rückschlag im Kampf um Olympia bedeutet. So aber haben die Hamburger die Chance, noch weitere Punkte zu sammeln.

+++ 13:16 Uhr: Nur ein Erfolg am Vormittag +++

Victoria Bieneck streckte sich heute vergeblich (Foto: FIVB)
Ärgert sich über die Niederlage: Margereta Kozuch (Foto: FIVB)

Am Ende war es die berühmte Kleinigkeit, die das Spiel zwischen dem deutschen Gespann Victoria Bieneck/Isabel Schneider und den Brasilianerinnen Maria Antonelli/Carol entschied. In den wichtigen Momenten blieb Antonelli hinter der Aufschlaglinie nervenstark: Die Verlängerung des ersten Durchgangs beendete die Abwehrspielerin mit einem Ass und auch in der Endphase des zweiten Satzes trug der Service der 35-Jährigen entscheidend zum Erfolg ihres Teams bei. Die Südamerikanerinnen gewannen mit 2:0 (27:25, 21:16). „Bis zur Mitte des zweiten Satzes haben wir gut gespielt, dann kommen zwei, drei gute Aufschläge. Da wäre mehr drin gewesen“, musste Isabel Schneider im Anschluss feststellen.

Trotz einer ordentlichen Leistung gegen die Silbermedaillengewinnerinnen des Fünf-Sterne-Turniers in Gstaad stehen Bieneck/Schneider damit heute Nachmittag schon mit dem Rücken zur Wand. Einmal mehr meinte es die Gruppenauslosung nicht gut mit den Deutschen Meisterinnen: Sie müssen im zweiten Spiel gegen die Tschechinnen Barbora Hermannová/Markéta Sluková bestehen, soll mehr als der 25. Platz herausspringen. „Mit harten Gruppen kennen wir uns aus. Alle Teams hier sind gut, letztlich geht es darum, sich in jedem Spiel neu zu fokussieren“, betont Bieneck.

Auch sonst lief es aus deutscher Sicht unglücklich

Laura Ludwig/Margareta Kozuch und Nina Betschart/Tanja Hüberli (Schweiz) boten den Zuschauern des vollgepackten Nebencourts kurze Zeit später ein ähnlich spektakuläres Spiel. Letztlich war es die kleine, aber lautstarke Schweizer Fangruppe, die jubeln durfte: Betschart/Hüberli, WM-Vierte, haben das Duell nach über einer Stunde Spielzeit mit 2:1 (18:21, 23:21, 17:15) gewonnen.

Ein Blick in die Statistik unterstreicht, wie umkämpft das Spiel verlief: In fast allen Werten liegen die Teams gleich auf. Nur eine Zahl fällt auf: Margareta Kozuch schlug sechs Asse – auch das war heute nicht genug. Die nächste Hürde wird für Ludwig/Kozuch nicht leichter: Am Nachmittag geht es gegen die Europameisterinnen Madelein Meppelink und Sanne Keizer.

Auch Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur konnten keinen Sieg einfahren: Für das Nationalteam waren die US-Amerikanerinnen Kerri Walsh Jennings und Brooke Sweat heute eine Nummer zu groß (0:2; 16:21, 15:21). Nun warten mit Katharina Schützenhöfer und Lena Plesiutschnig zwei Lokalmatadorinnen. Weil beide Duos ihr erstes Gruppenspiel deutlich verloren haben, geht es bereits um den Verbleib im Turnier.

Nur ein deutsches Damen-Team war bisher siegreich. Karla Borger und Julia Sude feierten gegen das spanische Duo Liliana Fernández Steiner/Elsa Baquerizo McMillan einen 2:1-Erfolg (15:21, 21:18, 15:13). Damit geht es im zweiten Spiel gegen die Weltmeisterinnen Melissa Humana-Parades und Sarah Pavan um den Gruppensieg.

+++ 07:26 Uhr: Schwere Gruppen für deutsche Frauen +++

Victoria Bieneck haben eine Hammergruppe beim Major in Wien erwischt. In ihrer ersten Partie treffen sie auf Carolina Salgado/Maria Antonelli (9.30 Uhr), in Spiel zwei auf Bansley/Wilkerson (Kanada) oder Hermannová/Slukova (Tschechien), die in Wien nach überstandener Verletzungspause ihr Comeback geben. Ähnlich schwer haben es auch Laura Ludwig und Margareta Kozuch: Sie treffen auf die WM-Vierten Tanja Hüberli und Nina Betschart aus der Schweiz.

Die Partien der deutschen Frauen im Überblick:

9:30 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Carolina Salgado/Maria Antonelli BRA

10:30 Uhr: Borger/Sude vs. Liliana/Elsa ESP

11:30 Uhr: Kozuch/Ludwig vs. Betschart/Hüberli SUI

12:30 Uhr: Ittlinger/Laboureur vs. Sweat/Walsh-Jennings USA

Dienstag, 30.07.

+++ 19:26 Uhr: Ludwig/Kozuch und Bieneck/Schneider im Hauptfeld +++

Margareta Kozuch jubelt ausgelassen über den Hauptfeldeinzug bei der Major Series in Wien (Foto: FIVB)

22:24, 21:18 und 15:13: Laura Ludwig und Margareta Kozuch haben ein vorzeitiges Ausscheiden bei der Major Series in Wien abgewendet. Das Nationalduo drehte das entscheidende Spiel um den Hauptfeldeinzug nach verlorenem erstem Satz gegen Arvaniti/Karagkouni aus Griechenland und steht wie Victoria Bieneck und Isabel Schneider im Hauptfeld.

Bei den Männern haben zwei Teams den Sprung in die zweite Runde geschafft. Die Tokio-Finalisten Nils Ehlers und Lars Flüggen sowie die Interims-Dauerlösung Jonathan Erdmann/Sven Winter gewannen ihre ersten Partien und spielen am Mittwochmittag um den Hauptfeldeinzug. Ab morgen sind dann auch Karla Borger/Julia Sude und Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur mit von der Partie – diese beiden Duos waren bereits für das Hauptfeld qualifiziert. Die Gruppenzusammenstellungen der Frauen wird im Laufe des Abend veröffentlicht.

Bereits feststehende Partien mit deutscher Beteiligung am 31.07.:

13:00 Uhr: Erdmann/Winter vs. Brouwer/Meeuwsen NED

14:30 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Rudol/Szalankiewicz POL

+++ 08:34 Uhr: Vom Podest in die Quali +++

Am Sonntag noch auf dem Podest, heute schon wieder in der Qualifikation: Nils Ehlers (li.) und Lars Flüggen (Foto: FIVB)

Für fünf deutsche Teams beginnt das mit 600.000 US-Dollar dotierte Turnier der Major Series in Wien bereits heute mit der Qualifikation. In der Männerkonkurrenz müssen zwei der drei Medaillengewinner aus Tokio mit in die Vorrunde des eigentlichen Events: Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen aus Holland (Bronze in Tokio) und die Deutschen Nils Ehlers und Lars Flüggen (Silber). Während die Frauenteams um Laura Ludwig/Margareta Kozuch und Victoria Bieneck/Isabel Schneider heute die Qualifikation durchspielen, tragen die Männerduos die zweite Runde erst am Mittwochmorgen aus.

Ansetzungen mit deutscher Beteiligung:

09:00 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Lin/Zeng CHN

12:00 Uhr: Ludwig/Kozuch vs. Tsopoulou/Manavi GRE

13:00 Uhr: Bergmann/Harms vs. Winter/Hörl AUT

14:00 Uhr Erdmann/Winter vs. Andreatta/Abbiati ITA

16:00 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Goldschmidt/Williams RSA

Montag, 29.07.

+++ 10:45 Uhr: Wochenausblick: Dauerparty auf der Donauinsel +++

Die Major Series in Wien verspricht ausgelassene Partystimmung (Foto: FIVB)

Österreich feiert Beach-Volleyball: Acht deutsche Teams reisen zur Major Series nach Wien, wo 8.000 Fans die Donauinsel in Partystimmung versetzen. Die Techniker Beach Tour stoppt an der Ostsee und gibt nach neun Jahren ihr Comeback auf Fehmarn – unser Wochenausblick.

→ Weiterlesen: Dauerparty auf der Donauinsel

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