+++ Newsblog: So lief die Vorrunde der WM +++

Die Gruppenphase der Beach-Weltmeisterschaft 2019


von beach-volleyball.de/Klaus Wegener, Annika Schultz, Matthias Penk

+++ Newsblog K.o.-Runde +++

Hier findest du alle Infos zur Vorrunde der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften 2019. Du vermisst Infos zur WM-K.o.-Runde? Die gibt es hier:

Dienstag, 02. Juli

+++ 21:50 Uhr: Das halbe Dutzend bleibt voll +++

Freude pur bei Leonie Körtzinger und Sarah Schneider. (Foto: Peter Weber)

Alle deutschen Frauen-Teams werden am Mittwoch wieder bei der Weltmeisterschaft zu sehen sein. Leonie Körtzinger und Sarah Schneider haben sich in der Runde der Lucky Loser durch ein 2:0 (21:19, 21:16) gegen die kanadischen Zwillingsschwestern Megan und Nicole McNamara in die 1. K.o-Runde gespielt. Sarah Schneider ließ ihrer Freude freien Lauf: „Jetzt feiern wir uns, die WM und einfach alles.” So ein Abschneiden hatten sie nicht erwartet, zumal ihr Pool durch die Absage der Tschechinnen Hermannova/Slukova kurzfristig durcheinander gewürfelt worden war.

In der Runde der besten 32 treffen sie am Mittwoch um 16:00 Uhr auf Heidrich/Vergé-Dépré aus der Schweiz.

+++ 19:20 Uhr: Thole/Wickler bleiben ungeschlagen +++

Gruppensieg für Thole/Wickler (Foto: Peter Weber)

Die Erleichterung nach dem verwandelten Matchball war spürbar: Clemens Wickler und Julius Thole haben die Gruppenphase ohne Niederlage abgeschlossen. Gegen die US-Amerikaner Tri Bourne und Trevor Crabb hieß es am Ende 2:0 (21:16, 21:17).  Nachdem sie in ihren ersten beiden Vorrunden-Partien noch deutlich favorisiert waren, erwartete Thole/Wickler mit dem Duell gegen Bourne/Crabb ein Spiel auf Augenhöhe – für die Deutschen war das hilfreich, weil sie es so entspannter angehen konnten: „Die ersten beiden Gegner wollten wir unbedingt schlagen, da hatte man eher das Gefühl, etwas leisten zu müssen. Heute wollten wir das mehr genießen“, erzählt Thole.

Der Spaß war ihm und Wickler anzusehen, auch im Anschluss wirkten sie gelöst. Auch davon, dass die Deutschen Meister im zweiten Durchgang einen größeren Rückstand (8:12) noch ummünzen konnten, können sie im weiteren Turnierverlauf noch sehr profitieren. Auf wen sie in der Runde der letzten 32 Teams treffen, wird im Laufe des Mittwochs ausgelost. Als Gruppensieger dürfen Thole/Wickler auf einen vermeintlich einfacheren Gegner hoffen. Vermeintlich deshalb, weil auch Teams wie Nick Lucena/Phil Dalhausser im Lostopf sein werden.

+++ 19:15 Uhr: Wer trifft auf wen bei der Beach-WM 2019? +++

Nach Abschluss der Gruppenphase gibt es für die Frauen bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg auf dem Weg ins Finale nur noch K.o.-Spiele. Aber auf wen könnten Laura Ludwig/Margareta Kozuch, Karla Borger/Julia Sude und Co. im weiteren Turnierverlauf treffen?

→ Übersicht: Der Weg ins Endspiel der WM

+++ 18:52 Uhr: Kira Walkenhorst zur Auslosung: „Knackige Aufgaben” +++

Gefragter Dauergast bei der Beach-WM: Kira Walkenhorst (Foto: FIVB)

Kira Walkenhorst hat schon einige Spiele der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg beobachtet. Hier spricht die Olympiasiegerin über die Chancen der deutschen Frauen in der 1. K.o.-Runde: „Knackige Aufgaben.”

Weiterlesen: „Knackige Aufgaben”

+++ 17:40 Uhr: Zwei Herren-Duos als Gruppendritte weiter +++

Kämpfte sich zum Sieg: Sven Winter (Foto: Peter Weber)

Im ersten Satz die Nerven im Griff gehabt, im zweiten nach einer Schwächephase den Kopf noch einmal aus der Schlinge gezogen: Sven Winter und Jonathan Erdmann überstehen dank eines Erfolges im letzten Spiel die Gruppenphase. Gegen die Kubaner Gonzalez/Reyes siegten sie mit 2:0 (21:19, 22:20).

Ob sie als einer der besten Gruppendritten die Lucky-Loser-Runde überspringen können oder noch ein weiteres Duell überstehen müssen, entscheidet sich im Laufe des morgigen Vormittags. Das Gleiche gilt für Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms, die ebenfalls nach zwei Niederlagen zuvor im letzten Spiel das Weiterkommen sicherten (2:0; 21:16, 21:16).

+++ 15:45 Uhr: Gute Ausbeute: Alle deutschen Frauen-Teams noch im Rennen +++

Auf in die nächste Runde: Victoria Bieneck und Isabel Schneider (Foto: Peter Weber)

Es erinnerte ein wenig an Roman Weidenfeller, früherer Torwart beim Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund, der mal in einem TV-Interview seine Englisch-Kenntnisse erahnen ließ, als er sagte: „I think we have a grandios Saison gespielt.” Karla Borger suchte auch nach einer passenden Übersetzung, als sie in der Mixed-Zone nach den Planungen für das nächste Spiel befragt wurde: „As we would say in german: Vollgas geben.” Klar, was anderes wäre auch fatal, denn jetzt, so Borgers Partnerin Julia Sude, „geht die WM ja erst richtig los”.

→ Weiterlesen: Wie die erste Bilanz der deutschen Frauen-Teams ausfällt

 

 

+++ 14:14 Uhr: Ludwig/Kozuch als Gruppensiegerinnen in K.o.-Runde +++

Margarta Kozuch bejubelt den 2:0-Erfolg über Nigeria - und den Gruppensieg bei der Beach-WM in Hamburg (Foto: Peter Weber)

Nach nur 33 Minuten hatten Laura Ludwig und Margareta Kozuch ihre Pflichtaufgabe erfüllt: Mit 21:10 und 21:9 gewannen die Lokalheldinnen im Stadion der Rothenbaum-Arena gegen Franco/Nnoruga aus Nigeria, die damit ohne Satzgewinn in der Gruppe blieben. Nur wenige Minuten später war auch klar, dass Ludwig und Kozuch als Gruppenerste in die K.o.-Phase des Turniers gehen würden.

Drei Teams hatten in ihrer Gruppe eine gleiche Punktzahl, Ludwig/Kozuch hatten letztendlich den besten Punktequotienten aus allen Partien zwischen dem Trio Ludwig/Kozuch (1.), Carol/Maria Antonelli (2.) und Larsen/Stockman (3.). Damit geht das Nationalduo in der ersten Runde einem anderen Gruppensieger aus dem Weg.

Behrens/Tillmann: Überraschung verpasst

Nach Ludwig und Kozuch sorgten Kim Behrens und Cinja Tillmann beinahe für eine echte Überraschung: Als krasse Außenseiterinnen hatten sie die Weltranglistenvierten Brandie/Bansley aus Kanada am Rande einer Niederlage, verloren im Tiebreak nur knapp mit 13:15. „Wir sind sehr zufrieden, vor allem mit dem ersten Satz. Drei ärgerliche Angriffe am Ende haben das Spiel entschieden. Ein bisschen mehr wäre drin gewesen“, so Tillmann. Dennoch sind sie und Partnerin Behrens als Gruppendritte direkt in der K.o.-Runde und umgehen die Lucky-Loser-Runde - dort sind aus deutscher Sicht einzig Körtzinger/Schneider dabei, die um 20.30 Uhr auf die kanadischen McNamara-Zwillinge treffen.

+++ 11:36 Uhr: Das brasilianische Chamäleon +++

Foto: Mihai Stetcu/Beach Major Series

Nur wenige Spieler auf der Welt haben im vergangenen Jahr so viele verschiedene Rollen gespielt wie Vitor Felipe – das Finale von Gruppe A zwischen Brasilien und den Beach-Vikings ist daher ein Duell zweier Spiel-Philosophien.

Weiterlesen: Vitor Felipe - das brasilianische Chamäleon

+++ 07:30 Uhr Beach-WM 2019: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (5) +++

Foto: Peter Weber

Tag fünf der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft lässt sich in drei Komplexe aufteilen: Erst die Frauen, dann die Männer und zum Schluss der Showdown bei den Lucky Loser(innen). Neben den Spielen mit deutscher Beteiligung gibt es auf dem Center Court noch zwei weitere hochklassige Duelle.

→ Welche Spiele du dir am Dienstag (02. Juli) unbedingt anschauen solltest


Montag, 01. Juli

+++ 20:34 Uhr: Borger/Sude spielen sich zum Gruppensieg +++

Julia Sude zieht als Gruppensiegerin in die K.o.-Runde ein (Foto: Peter Weber)

Der erste und dritte Satz waren eine Demonstration der Stärke, der zweite Durchgang dafür eng und umkämpft: Karla Borger und Julia Sude haben am Montagabend eine starke Leistung gezeigt und sich so verdient den ersten Platz in ihrer Gruppe gesichert. In einem spektakulären Spiel gegen die US-Amerikanerinnen Alix Klineman und April Ross siegten sie mit 2:1 (21:15, 20:22, 15:10).

Ein druckvoller Aufschlag (acht Asse) und eine funktionierende Block-Feldabwehr-Strategie (62% Breakpunkte) waren der Schlüssel zum Erfolg der Deutschen, die damit vor allem Alix Klineman erfolgreich entnervten. Damit beschließen Borger/Sude die Gruppenphase mit drei Siegen und steht direkt in der K.o.-Runde. „So hatten wir uns das erträumt, aber mit der K.o.-Runde geht die WM auch erst richtig los“, betont Julia Sude. Karla Borger bekräftigt: „Ich bin noch nicht ganz zufrieden. Taktisch hätten wir noch ein paar Sachen besser machen können.“

Noch weniger zufrieden waren Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur nach ihrem letzten Spiel, das sie mit 0:2 (21:17, 21:15) gegen die Italienerinnen Menegatti/Orsi Toth verloren haben. „Sie sind natürlich ein gutes Team, da muss man noch präziser spielen. Wir haben einige Chancen liegengelassen und hätten mehr Druck im Aufschlag machen müssen“, gibt Laboureur zur Protokoll. Trotz der Niederlage stehen Laboureur und Ittlinger als Gruppenzweite ebenfalls in der K.o.-Phase. „Im nächsten Spiel haben wir eine neue Chance, ein Tag Pause und am Mittwoch dann Vollgas“, betont Ittlinger.

+++ 18:50 Uhr: Zum großen Teil setzen sich die Favoriten durch +++

Redebedarf bei den Weltmeistern von 2013 (Foto: FIVB)

Im Großen und Ganzen werden die Favoriten im Herren-Feld bei den diesjährigen Weltmeisterschaften ihrer Rolle gerecht und halten sich schadlos – nur in Gruppe F gab es Ergebnisse, die durchaus überraschten. So mussten Nick Lucena und Phil Dalhausser eine Niederlage gegen die Kanadier O´Gorman/Saxton hinnehmen, die vor allem in der Deutlichkeit so nicht zu erwarten war. Auch das niederländische Duo Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen musste eine Pleite einstecken und sich eher unbekannten Argentiniern geschlagen geben.

Aktuell sind damit alle Teams in der Gruppe nach Siegen gleichauf. Und dem direkten Duell zwischen Brouwer/Meeuwsen und Lucena/Dalhausser wird mehr Bedeutung zukommen als gedacht.

+++ 18:21 Uhr: Das Bourne Comeback +++

Foto: FIVB

Wer holt Platz eins in Pool L: Julius Thole und Clemens Wickler oder Tri Bourne und Trevor Crabb? Dass sich Tri Bourne auf dem Center Court präsentieren darf, ist alles andere als normal. Der 30-Jährige aus Honolulu hat eine lange Leidenszeit hinter sich.

Weiterlesen: Das Bourne Comeback

+++ 18:10 Uhr: Ehlers/Flüggen und die Eigenfehler +++

Nach dem Auftaktsieg reichte es heute nicht zum Erfolg für Lars Flüggen (Foto: Peter Weber)

Ganze acht direkte Blockpunkte verzeichnete Nils Ehlers im Spiel gegen das russische Duo Liamin/Myskiv. Acht Blockpunkte und doch stand am Ende eine 0:2-Niederlage (17:21, 19:21). Eine Erklärung dafür lässt sich nach einem weiteren Blick in die Statistik finden: Den acht Punkten stehen 14 Eigenfehler gegenüber. „Wir kämpfen uns wieder heran, dann unterläuft uns sofort wieder ein Fehler“, räumt Lars Flüggen ein und hält fest: „Das liegt vollkommen an uns. Das ist das einzig Gute.“

Gelegenheit, es besser zu machen, bietet sich am Mittwochmorgen. Dann geht es im letzten Gruppenspiel gegen die Mexikaner Ontiveros/Virgen.

+++ 16:27 Uhr: Zweiter Sieg für Deutsche Meister +++

Weiterhin erfolgreich: Julius Thole (Foto: Peter Weber)

Julius Thole und Clemens Wickler haben den zweiten Erfolg bei den Weltmeisterschaften in Hamburg eingefahren, hatten dabei aber deutlich mehr Mühe als erwartet. Gegen die Iraner Salemi/Vakili, die von einer lautstarken Fan-Gemeinde unterstützt wurden, reichte eine durchschnittliche Leistung zu einem 2:0-Sieg (21:18, 22:20). „Wir haben etwas gezittert und mussten definitiv härter kämpfen als gedacht, um dieses Spiel zu gewinnen“, gab Wickler zu. Sein Partner ergänzte: „Beide Iraner sind extrem clevere Spieler, die nichts zu verlieren hatten. Dazu kamen die 50 Fans, die unheimlich viel Radau gemacht haben.“

Am Dienstag geht es nun gegen die US-Amerikaner Tri Bourne und Trevor Crabb um den ersten Platz in der Gruppe. „Der Gruppensieg ist hier nicht so bedeutend wie auf anderen Turnieren, er kann aber trotzdem noch wichtig sein“, sagt Wickler und forderte: „wir müssen die Anspannung ablegen und vor allem in der Annahme und im Zuspiel eine Schippe drauflegen.“ Mit den Resultaten seien sie zufrieden, die Leistung könne aber noch besser werden.

+++ 15:08 Uhr: Bieneck/Schneider eine Runde weiter +++

Freude bei Bieneck/Schneider: Sie stehen in der nächsten Runde (Foto: Peter Weber)

Am Anfang mit kleinen Problemen gestartet, am Ende standesgemäß durchgesetzt: Victoria Bieneck und Isabel Schneider haben sich mit einem Erfolg im letzten Gruppenspiel für die nächste Runde qualifiziert. Gegen Judith/Nzayisenga aus Ruanda siegten sie mit 2:0 (21:12, 21:4) und werden damit in der Gruppe D Dritte. Schneider zog danach ein erstes Fazit: „Wir hatten eine sehr gute Gruppe, hätten aber durchaus auch eines der vorherigen Spiele gewinnen können“, sagte sie, „jetzt haben wir das getan, was machen konnten, nämlich möglichst hoch gewonnen.“

Durch den deutlichen Sieg und die knappen Niederlagen zuvor haben sich die Deutschen Meisterinnen eine gute Ausgangsposition verschafft, um als einer der besten Gruppendritten die Lucky-Loser-Runde umgehen zu können. Endgültig wissen werden sie es aber erst am Dienstag, noch am selben Tag würde eben diese Runde stattfinden. „Wir werden uns genauso vorbereiten, als würden wir morgen spielen. Das bedeutet, dass wir uns heute regenerieren und morgen früh noch eine kleine Aktivierung absolvieren“, erklärt Schneider.

Auch Leonie Körtzinger und Sarah Schneider belegen in ihrer Gruppe den dritten Rang. In ihrer letzten Partie hatten sie gegen die Lettinnen Graudina/Kravcenoka mit 0:2 (14:21, 17:21) das Nachsehen. „Es fehlte heute an Aufschlägen. Wir haben es nicht geschafft, sie in schlechte Situationen zu bringen“, resümierte Schneider, „wir konnten nur noch reagieren, auch wenn wir auch Phasen hatten, wo wir wirklich gut gespielt haben

Dank ihres Sieges am Samstag stehen sie dennoch mindestens in der Lucky Loser-Runde. „Es war unser Ziel zu schauen, ob wir es aus der Gruppe schaffen können. Dass das geklappt hat, freut uns schon einmal sehr“, erklärt Körtzinger. Ob sie und Partnerin zu den besten Gruppendritten gehören und damit direkt in der K.o.-Runde stehen, entscheidet sich am Dienstagabend.

+++ 07:30 Uhr: Beach-WM 2019: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (4) +++

Foto: FIVB

Am vierten Tag der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften neigt sich die Gruppenphase schon dem Ende entgegen: Zwei deutsche Damen-Duos spielen um den Gruppensieg, ein drittes muss gewinnen, um nicht schon auszuscheiden. Dazu kommt ein internationales Duell auf hohem Niveau, was schon vorentscheidend für den weiteren Turnierverlauf werden könnte.

‹→ Welche Spiele du dir am Montag (01. Juli) unbedingt anschauen solltest.


Sonntag, 30. Juni

+++ 21:39 Uhr: Spektakuläres Spiel mit besserem Ende für Brasilien +++

Zeigte im ersten Satz ihre ganze Klasse: Laura Ludwig (Foto: Peter Weber)

Ein „Laura-Laser“, ein direkt verwandelter zweiter Ball und eine spektakuläre Flugabwehr – auch wenn nur in zwei von drei Fällen in Punkte umgemünzt werden konnten: Laura Ludwig zeigte in ihrem zweiten Gruppenspiel von Anfang an, dass sie voll da ist. Als ihre Partnerin Margareta Kozuch noch ein Ass und einen harten Angriff folgen ließ, sahen sich die Brasilianierinnen Carol Solberg/Maria Antonelli schon zu einer frühen Auszeit gezwungen (5:1). Das Problem: Es half nur bedingt. Kozuch/Ludwig waren in den Köpfen ihrer Gegnerinnen angekommen und spielten sich einen kleinen Rausch. Sinnbildlich dafür auch der Punkt zum 17:10, als der Ball schon verloren schien und ihn das deutsche Team doch noch irgendwie über das Netz bekam – Carol Solberg baggerte ihn im Gegenzug ins Aus (21:13).

Die ganze Erfahrung des brasilianischen Duos zeigte sich im Anschluss. Carol/Antonelli fanden wesentlich besser ins Spiel, während bei ihren Gegnerinnen nicht mehr viel funktionierte. So deutlich der erste Satz an Deutschland ging, so deutlich ging der zweite Durchgang an Brasilien – im wahrsten Sinne des Wortes (13:21). Auch im Tiebreak konnten Kozuch/Ludwig den Rhythmus aus dem ersten Satz nicht wiederaufnehmen (5:10). Carol/Antonelli ließen nun keine Zweifel mehr aufkommen und spielten auch schwierigste Bälle sehr präzise. Carol Solberg verwandelte den zweiten Matchball schließlich mit voller Überzeugung (11:15).

Das bedeutete die vierte, teils knappe Niederlage für ein deutsches Team am Sonntag. Für Kozuch/Ludwig wird es nach der 1:2-Niederlage am Dienstag darum gehen, den zweiten Platz in der Gruppe abzusichern.

+++ 19:45 Uhr: Und sonst so? +++

Joy Stubbe könnte mit Partnerin Marleen van Iersel als Gruppensiegerinnen weiterkommen (Foto: Peter Weber)

Abseits der deutschen Spiele sind die Weltmeisterschaften in Hamburg bisher ohne große Überraschungen ausgekommen. Etwas unerwartet sind allerdings die Erfolge von Marleen van Iersel und Joy Stubbe, die in ihrer Gruppe sowohl die favorisierten del Artacho/Clancy (AUS) als auch Sweat/Walsh Jennings (USA) schlagen konnten. „Wir wussten, dass es eine schwere Gruppe mit sehr starken Teams werden würde. Aber wir haben hart gearbeitet, um uns gut vorzubereiten und haben in den ersten Spielen einen guten Job gemacht“, zeigt sich van Iersel zufrieden mit ihrer Leistung.

Die US-Amerikanerinnen stellten unterdessen einen neuen Rekord auf. Gegen ein Team aus Mauritius (Maita Cousin und Marie Nathalie Letendrie) feierten sie den deutlichsten WM-Sieg der Geschichte (21:2, 21:2). „Es war großartig, sie haben es geschafft, uns einige Male vor Herausforderungen zu stellen. Ich liebe es, wenn Mütter – oder jeder andere – ihre Träume verfolgen“, sagte Walsh Jennings. Cousin und Letendrie stehen beide im Berufsleben und trainieren nach Feierabend. Durch einen zweiten Platz bei den Afrikanischen Meisterschaften gelang ihnen die Qualifikation für die Welt-Titelkämpfe. „Sie haben Mut gezeigt. Sie haben gegen Voll-Profis gespielt und ich finde, sie haben ihr Land sehr gut präsentiert“, betont Walsh Jennings.

+++ 19:17 Uhr: Nächste Tiebreak-Niederlage für Bieneck/Schneider +++

Bleiben ohne Erfolgserlebnis: Victoria Bieneck und Isabel Schneider (Foto: Peter Weber)

Victoria Bieneck und Isabel Schneider haben nur ganz knapp eine große Chance verpasst: Gegen die Medaillenanwärterinnen Rebecca/Ana Patricia aus Brasilien mussten sie sich nach großem Kampf mit 1:2 (14:21, 22:20, 12:15) geschlagen geben. Sie reihen sich damit in die Reihe der deutschen Teams ein, die gegen Favoriten mehr als mithalten konnten, den Sieg aber verpassten.

Dabei zeigte das Nationalduo im zweiten Satz und auch in großen Teilen des dritten Durchgangs eine ansprechende Leistung, mit der es selbst stabil im Sideout blieb und die Brasilianerinnen zu Fehlern zwang. Das Problem ist: Wie auch schon im ersten Spiel gegen Liliana/Elsa bleibt am Ende für die Deutschen nichts Zählbares übrig.

+++ 18:08 Uhr: Mol/Sorum zu stark für deutsches Interimsduo +++

Konzentriert zum zweiten Sieg: Karla Borger und Julia Sude (Foto: FIVB)

Ähnliches wie für Bergmann/Harms gilt auch für Jonathan Erdmann und Sven Winter: Gegen einen der Top-Favoriten gut mitgehalten und doch verloren. Gegen Anders Mol und Christian Sorum unterliefen dem Interimsduo zu viele Fehler, am Ende steht eine 0:2-Niederlage (18:21, 16:21). Vor allem im Aufschlag gingen Erdmann/Winter viel Risiko, das nicht belohnt wurde. Trotzdem kann das Interimsduo auf die Leistungen in den ersten beiden Gruppenspielen aufbauen. Nun gilt es allerdings, einen Sieg zu holen, möchten Erdmann/Winter nicht vorzeitig aus dem Turnier ausscheiden.

Unterdessen feierten die Norweger den zweiten Erfolg im zweiten Spiel. Dabei präsentierten auch die Weltranglisten-Ersten heute nicht ihre beste Leistung: „Sie haben sehr stark aufgeschlagen, das haben wir so nicht erwartet. Da hatten wir ein paar Probleme“, resümierte Mol im Anschluss, „am Ende haben ein paar gute Aktionen im Block und in der Abwehr den Ausschlag gegeben.“

Mol/Sorum haben gleich bei ihrer ersten Weltmeisterschaft mit der Bürde zu kämpfen, dass die Goldmedaille mehr oder weniger von ihnen erwartet wird. „Wir versuchen uns im Vergleich zu normalen Turnieren nicht zu sehr anzupassen. Letztlich sind es ja fast die gleichen Teams, gegen die wir sonst auch spielen“, sagt Sorum dazu. Sie würden einfach versuchen, Spaß zu haben und ihre erste WM zu genießen.

Borger/Sude erneut siegreich

Das Erfolgsrezept war klar: Hohen Druck im Aufschlag aufbauen, das eigene Spiel durchziehen. Gesagt, getan. Karla Borger und Julia Sude hatten nur zu Beginn des zweiten Satzes kurz Probleme und entschieden deswegen auch dieses Gruppenspiel mit 2:0 (21:14, 21:14) für sich. “Wir kannten das Team vorher nicht, die beiden waren für uns ein unbeschriebenes Blatt“, erklärte Sude, „umso wichtiger war es, die Spannung hochzuhalten. Es war ein Pflichtsieg, wobei wichtig war, dass wir deutlich gewinnen.“ Den Einzug in die K.o.-Phase haben Borger/Sude sicher, am Montag geht es gegen Klineman/Ross um den Sieg in Pool E.

+++ 15:06 Uhr: Ein Erfolg, eine Niederlage in der heißen Mittagssonne von Hamburg +++

Cinja Tillmann ohne große Probleme (Foto: Peter Weber)

Eine Überraschung knapp verpasst, aber vor allem im zweiten Durchgang eine verbesserte Leistung gezeigt: Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms haben auch ihr zweites Gruppenspiel verloren, nachdem sie sich im Tiebreak gegen die Mitfavoriten Bryl/Fijalek (Polen) geschlagen geben mussten (1:2; 17:21, 21:16, 9:15). Dabei hatte es gerade im zweiten Durchgang so ausgesehen, als könnte Bergmann/Harms ein Erfolg gelingen. Sie stellten ihre Probleme in Annahmesituationen ab und konnten so den Entscheidungssatz erzwingen. Dort erwischte das Nationalteam aber einen Fehlstart (0:4), von dem sie sich nicht mehr erholen konnten. Dafür präsentierten sich die Polen zu abgebrüht, die damit ungeschlagen ins Gruppenfinale gehen. Bergmann/Harms brauchen dagegen im letzten Spiel einen Erfolg, um in die K.o.-Runde einzuziehen. Das sollte ihnen gelingen.


Bei 35 Grad im Schatten ließen Kim Behrens und Cinja Tillmann ihrerseits wenig anbrennen: Gegen Bausero/Rotti aus Uruguay siegten sie souverän mit 2:0 (21:11, 21:11) und tankten nach der deutlichen Niederlage am Vortag Selbstvertrauen. „Wir haben uns das Video von gestern gar nicht erst angeschaut“, erzählte Tillmann im Anschluss, „wir wissen, was wir können und dass gestern nicht alles war.“ Den Einzug in die K.o.-Runde haben sie und Behrens aller Wahrscheinlichkeit nach sicher, am Dienstag spielt das deutsche Duo gegen die Kanadierinnen Bansley/Wilkerson. „Sie spielen eine sehr gute Saison und sind ein Top-Team. Wir haben deswegen nichts zu verlieren“, bekräftigt Behrens, „wir wollen großen Druck im Aufschlag ausüben und alles aus uns herausholen.“ Eines hat das kanadische Team mit Behrens/Tillmann schon einmal gemeinsam: Beide verloren gegen die Schweizerinnen Heidrich/Vergé-Depré.

+++ 07:30 Uhr: Beach-WM 2019: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (3) +++

Am Samstag gab es in sechs Spielen fünf Siege für die deutschen Teams. Können sie heute nachlegen? Schon bevor die Gastgeber in das Geschehen eingreifen, kommt es auf einem Neben-Court zu einem hochkarätigen Duell: Die Medaillenanwärterinnen aus Australien, Artacho del Solar und Clancy, treffen um 11:00 Uhr auf die Niederländerinnen Stubbe/van Iersel - die am Freitag die frühere Olympia-Siegerin Kerri Walsh-Jennings und Partnerin Brooke Sweat bezwungen haben. Welche Spiele du dir am Sonntag (30. Juni) unbedingt anschauen solltest.

Weiterlesen → Zur Vorschau von WM-Tag 3


Samstag, 29. Juni

+++ 21:56 Uhr: Borger/Sude schließen den Tag mit Sieg ab +++

Foto: FIVB

Nachdem der Start in die Weltmeisterschaften aus deutscher Sicht am Freitag etwas durchwachsen verlaufen war, konnten die Gastgeber heute in sechs Spielen fünf Siege feiern. Denn auch Karla Borger und Julia Sude waren in ihrem Auftaktspiel erfolgreich und siegten mit 2:0 (21:15, 21:18) gegen die Chinesinnen Wang X.X./Xue.

Im ersten Durchgang präsentierte sich das deutsche Duo noch sehr routiniert und abgeklärt, im zweiten Satz erfuhren sie etwas mehr Gegenwehr – der Erfolg war allerdings nie in Gefahr. „Ich war eigentlich relativ entspannt. Als ich dann den Center Court betreten habe, hat es mich schon etwas überwältigt“, erzählt Borger, „Aber das hat nur dazu geführt, dass man noch ein paar Prozent mehr aus sich herausholt, noch ein bisschen höher springt.“

+++ 19:46 Uhr: Ehlers/Flüggen beeindrucken zum Auftakt +++

Nils Ehlers und Lars Flüggen haben einen überraschend deutlichen Sieg in ihrem ersten Gruppenspiel bei den Weltmeisterschaften geholt. Gegen die Chilenen Marco und Esteban Grimalt gewannen sie souverän mit 2:0 (21:17, 21:14). Profitierten sie zu Beginn dabei noch von vielen Fehlern ihrer Gegner, spielten sich Ehlers/Flüggen danach in einen kleinen Rausch. Dabei ließen sie sich auch nicht davon beirren, dass die Grimalts den Rückstand immer wieder verkürzen konnten. Auch im zweiten Satz legten die Deutschen einen Blitzstart hin (4:0) und begeisterten im Laufe des Durchgangs zunehmend mit spektakulären Aktionen. Trotz dieser guten Leistung bleibt der Matchball aber sinnbildlich: Marco Grimalt setzte einen Angriff ins Aus.

+++ 18:55 Uhr: Drei Damen-Spiele, zwei Siege +++

Sarah Schneider und Leonie Körtzinger dürfen sich über ihren ersten Sieg freuen (Foto: Peter Weber)

Sarah Schneider legte einen Sprint über den halben Platz hin, ihre Partnerin Leonie Körtzinger hüpfte auf und ab und schrie ihre Freude heraus: Das junge Duo hat seinen ersten WM-Erfolg überhaupt gefeiert und entschied das zweite Gruppenspiel gegen die Polinnen Wojtasik/Kociolek mit 2:1 (23:21, 21:15, 15:11) für sich. „Wir haben gut aufgeschlagen und konnten dadurch Druck aufbauen“, erklärte Körtzinger im Anschluss. Was die 22-Jährige anführt, belegen auch die Zahlen: Ganze neun Asse schlugen sie und Schneider im Laufe des Spiels.

Nach der Niederlage zum Auftakt des Turniers tat sich das Duo auch zu Beginn der zweiten Partie schwer. „Für uns hat sich das heute schon ein wenig wie ein Finale angefühlt“, musste Schneider zugeben. Bei einer zweiten Pleite wäre das Aus praktisch besiegelt gewesen – so erhält sich das mit einer Wildcard ausgestattete Team realistische Chancen auf den Einzug in die K.o.-Runde.

Fehlstart für Behrens/Tillmann

Im Anschluss debütierten Kim Behrens und Cinja Tillmann – eine WM-Premiere, die sich sicherlich anders vorgestellt haben dürften. Dem abwehrstarken Duo unterliefen ungewöhnlich viele Fehler, die sie mit einer deutlichen 0:2-Niederlage (17:21, 11:21) gegen das Schweizer Team Heidrich/Vergé-Depré bezahlen mussten. Dabei war zum Ende des ersten Satzes noch einmal Hoffnung unter den Zuschauern aufgekeimt – im zweiten Durchgang lief aber eher noch weniger zusammen: „"Wir sind zu keinem Zeitpunkt wirklich ins Spiel gekommen. Wir haben immer daran geglaubt und gekämpft, aber es hat am Ende einfach nicht gereicht", stellte Behrens enttäuscht fest.

Ein deutsches Team ist bereits weiter

Zum Abschluss der drei Damen-Spiele traten Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur zum Duell mit den kanadischen Zwillingen Megan und Nicole McNamara an – es sollte ein hart umkämpftes werden. Nachdem beide Sätze in die Verlängerung gingen, hatte aber jeweils das deutsche Team das bessere Ende. Das bedeutete den zweiten Sieg für Ittlinger/Laboureur, die damit für die K.o.-Runde planen können (2:0; 22:20, 25:23). „Wir sind sehr glücklich, dass wir bisher das Maximum herausgeholt haben. Ich war immer noch ein bisschen nervös, bin aber einfach nur sehr dankbar, hier sein zu dürfen“, gab Ittlinger danach zu Protokoll.

+++ 14:14 Uhr: Thole/Wickler ohne Probleme +++

Hand drauf: Clemens Wickler und Julius Thole fahren den ersten Sieg ein (Foto: Peter Weber)

Julius Thole und Clemens Wickler haben in ihrem ersten WM-Spiel einen souveränen 2:0-Sieg eingefahren. Gegen Kavalo/Ntagengwa aus Ruanda zeigte das junge Duo angesichts der Umstände eine abgeklärte Leistung: Nervosität bei ihrem Weltmeisterschaftsdebüt – vor heimischen Publikum – war ihnen nicht lange anzumerken, auch zwei längere Unterbrechungen nach Problemen mit dem Netz brachte die Deutschen Meister nicht nachhaltig aus der Ruhe.

„Wir haben eventuell etwas den Fokus verloren, aber am Ende müssen beide Teams damit zurechtkommen“, hielt Wickler dazu nur fest. Letztlich war die Überlegenheit gegen die Zweiten der Afrikanischen Meisterschaft zu groß, Julius Thole verwandelte den zweiten Matchball (21:10, 21:15). „Wir sind zufrieden mit dem Ergebnis und dem Sieg. Wir waren teilweise zu nervös, auch vor dem Spiel schon“, fasste sein Partner im Anschluss zusammen.


Freitag, 28. Juni

+++ 22:15 Uhr: Beach-WM 2019: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (2) +++

Foto: Peter Weber

Am zweiten Turniertag dürfen auch die restlichen vier Duos aus Deutschland in die Titelkämpfe einsteigen. Und wieder gilt: Wenn man möchte, kann man von morgens bis abends Beach-Volleyball schauen -welche Spiele du dir am Samstag (29. Juni) nicht entgehen lassen solltest.

Weiterlesen: Beach-WM 2019: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (2)

+++ 21:38 Uhr: Nach Auftakt-Niederlage: Erdmann/Winter vor schwerer Aufgabe +++

Zum Abschluss des ersten WM-Tages blieb eine Überraschung des Interimsduos Jonathan Erdmann/Sven Winter aus. Gegen die routinierten Brasilianer Pedro Solberg und Vitor Felipe verloren die Deutschen das Abendspiel im Rothenbaumstadion mit 0:2 (18:21, 16:21). Was nach einer verpatzten WM-Premiere für Sven Winter klingt, ist auch den Umständen geschuldet: Sein eigentlicher Partner Alexander Walkenhorst fällt verletzt für die WM aus, mit Ersatzmann Erdmann konnte er nur wenige Tage gemeinsam trainieren.

Zumindest haben sich Erdmann und Winter auf dem Center Court gut präsentiert, die nächste Aufgabe jedoch wird ungleich schwerer: Im nächsten Gruppenspiel (Sonntag, 17 Uhr) warten die derzeitigen Weltranglistenersten Mol/Sorum aus Norwegen. Die gaben sich bei ihrer WM-Premiere in Gruppe A keine Blöße und besiegten die Kubaner Gonzales/Reyes standesgemäß mit 2:0 – das Spiel gegen die Südamerikaner wird für Erdmann und Winter wohl das entscheidende um den Verbleib im Turnier werden.

+++ 19:35 Uhr: Überzeugender Auftritt von Kozuch/Ludwig +++

Gelungener Einstand: Laura Ludwig (links) und Margareta Kozuch dürfen jubeln. (Foto: Peter Weber)

Sie legten los wie die Feuerwehr: 6:2, 12:6, aber am Ende wurde es in Satz eins doch noch eng. Margareta Kozuch und Laura Ludwig war anzumerken, dass sie was zeigen wollten. Gegen Larsen/Stockman dominierten sie die Anfangsphase und schafften es auch bis zum Satzgewinn (21:19). Noch besser lief es in Durchgang zwei, jedenfalls ab 14:14. Da klappte alles, Laura Ludwig spielte ihren Lieblingsball, den Laser, und bei 21:15 tobte das Publikum. Heimvorteil souverän genutzt, das machte Spaß, auch den Siegerinnen: „Super, wie Ihr uns unterstützt habt”, rief Ludwig dem Publikum zu und weiter: „Ich war viel zu lange weg, gut, dass ich wieder da bin.” Auf die Frage von Moderator Dik Böge, ob sie geglaubt habe, dass das Spiel so gut läuft, gab es nur eine knappe Antwort: „Ja!”

Im Spiel zuvor lagen Victoria Bieneck und Isabel Schneider drei Punkte im Tie-Break gegen Liliana/Elsa in Führung, doch am Ende sollte es nicht reichen. Der Sieg ging mit 2:1 (21:18, 19:21, 15:13) an die Spanierinnen und Victoria Bieneck brachte es auf den Punkt: „Schade wie scheiße…”. Selbstkritisch stufte Isabel Schneider die entscheidende Phase in Satz drei ein: „Ich habe zu viele Sideouts liegen gelassen und das kannst du dir gegen die beiden nicht erlauben.” Mit etwas mehr Druck in den Aufschlägen kamen sie noch auf 13:14 heran, aber mehr kam nicht bei raus.

Frust und Ärger

Bei Philipp-Arne Bergmann saß der Frust tief: „Das war unser wichtigstes Spiel und wir haben es vergeigt.” Das 0:2 (19:21, 16:21) gegen die Letten Plavins/Tocs kann das Entscheidungsspiel zum Erreichen der K.o.-Runde gewesen sein. Davon ausgehend, dass am Sonntag die Polen Fijalek/Prudel zu stark sein werden und gegen die Marrokaner Abicha/Elgraoui am Dienstag ein Pflichtsieg eingefahren werden muss, wollten Bergmann/Harms ihren WM-Auftakt mit einem Sieg eröffnen. „Die Letten haben nicht dolle gespielt”, so Yannick Harms, „aber wir leider auch nicht und wir haben zu viele Chancen liegen gelassen.”

+++ 19:00 Uhr: Die Sache mit den großen Unbekannten +++

Teams aus Ruanda, Paraguay, Nigeria oder Marokko sind die Exoten der WM. „Aber sie gehören zum Bild eines solchen Events dazu”, sagt Olympiasieger Julius Brink. Problem ist nur: Keiner kennt sie.

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+++ 16:00 Uhr: Ein WM-Start sorgt für viel Aufregung +++

Energisch und kraftvoll: Chantal Laboureur hängt sich schon beim WM-Start voll rein. (Foto: Peter Weber)

Die Erleichterung war spürbar. Sandra Ittlinger freute sich nach dem 2:0 (21:15, 21:10) gegen Michelli/Pati aus Paraguay, dass „wir die Nervosität super abgelegt haben und jetzt wissen, wie es sich anfühlt auf dem Center Court zu spielen.” Es war erst das 13. Spiel auf internationaler Ebene überhaupt mit Partnerin Chantal Laboureur und dann gleich das Auftaktmatch auf Court Nummer eins im Tennisstadion Rothenbaum. Gegen einen völlig unbekannten Gegner, der nach Hamburg gekommen ist, „um hauptsächlich Spaß zu haben”, wie es die 21-jährige Michelle Sharon Valiente Amarilla beschreibt. Dass bei Ittlinger/Laboureur nach erst viereinhalb Monaten Zusammenarbeit noch nicht alles perfekt läuft, ist nachvollziehbar. „Wir wollen so gut wie möglich spielen”, so Ittlinger, „und abends ins Bett gehen mit einem guten Gefühl.” Das können sie nach dem ersten Tag machen.

Für Leonie Körtzinger und Sarah Schneider ging der WM-Start daneben. Gegen die Österreicherinnen Lena Plesiutschnig/Katharina Schützenhofer kassierten sie eine eine Niederlage in drei Sätzen mit 10:21, 21:16 und 8:15. Sarah Schneider ärgerte sich mächtig: „Dass ich den ersten Aufschlag im dritten Satz verhaue, fuchst mich.” Hätten sie weitergespielt wie in Satz zwei, wäre es besser gewesen, da waren sie endlich im Turnier angekommen. „Ich war total aufgeregt und habe die Bälle anfangs überhaupt nicht getroffen”, sagte Leonie Körtzinger. Sich selbst erst einmal zu finden, habe sie den ersten Satz gekostet. Allerdings kam zur Aufregung vor einem ersten WM-Spiel hinzu, dass sie erst seit Donnerstagabend wussten, nicht gegen die Tschechinnen Hermannová/Slukova spielen zu müssen. „Das haben wir kurz vor dem Technical Meeting erfahren”, entsprechend war die Vorbereitung auf die neuen Gegner extrem kurz.


Donnerstag, 27. Juni

+++ 18:57 Uhr: Beach-WM 2019: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (1) +++

Lange haben die Beach-Volleyball-Fans drauf gewartet, jetzt ist es endlich so weit: Die Weltmeisterschaft in Hamburg wird eröffnet. Gleich sechs der zehn deutschen Teams sind an Tag eins im Einsatz: Welche Spiele du dir am Freitag (28. Juni) unbedingt anschauen solltest.

Weiterlesen: Diese Spiele solltest du nicht verpassen (1)

+++ 17:50 Uhr: Favoritinnen müssen absagen – Zehenbruch +++

Was für ein Pech: Slukova fällt für die WM aus. (Foto: Red Bull Media)

Was für eine herbe Enttäuschung für Barbora Hermannová und Markéta Slukova. Die an Position zwei gesetzten Tschechinnen galten als Medaillenanwärterinnen, können aber die WM nur als Zuschauer erleben. Slukova hat sich bereits in der vergangenen Woche einen Zehenbruch zugezogen, der ein Spielen in Hamburg unmöglich macht. Für sie rücken in Pool B die Österreicherinnen Lena Plesiutschnig und Katharina Schützenhöfer nach. Dadurch erhöhen sich für das mit einer Wild Card ausgestattete deutsche Duo Leonie Körtzinger und Sarah Schneider die Chancen auf das Erreichen der K.o-Runde.

Auch im Männer-Feld gibt es eine Änderung. Das Team John Kamara/Ishmail Bangura aus Sierra Leone kann wegen Visaproblemen nicht nach Hamburg reisen. Ihren Platz in Pool D übernehmen die Italiener Ignacio Carambula/Enrico Rossi.

+++ 08:24 Uhr: „Laura strahlt mehr als jede andere die Lebensfreude und den Spaß am Beach-Volleyball aus” +++

Ein Hamburger Jung organisiert die Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften 2019: Frank Mackerodt über die Anfänge des Sports, den Druck von Laura Ludwig und das erwartete Fan-Aufkommen am Rothenbaum-Stadion.

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Mittwoch, 26. Juni

+++16:35 Uhr: Die deutschen Teams rufen zum Support auf +++

WM-FIEBER! Charmanter könnten sie nicht um Unterstützung bitten! Jetzt seid ihr gefragt - lasst uns die deutschen Teams anfeuern und unterstützen. Vor Ort und von überall. Wie werdet ihr mitfiebern und anfeuern?

→ zum Video und zur Support-Aktion

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