+++ Newsblog: Beach-Volleyball-Weltserie in Ostrau & Nantong, Techniker Beach Tour Nürnberg+++

Turnierwoche 29.05. - 02.06.2019


von beach-volleyball.de/Matthias Penk/Klaus Wegener/Ullrich Kroemer

Beach-Volleyball vor einer Kulisse mit Industrie-Charme: Weltserie in Ostrau (Foto: FIVB)

Eine Kulisse mit viel Charme empfing die Beach-Profis aus aller Welt beim 4-Sterne-Turnier in Ostrau – doch die deutschen Duos um Laura Ludwig und Co. waren nicht zum Staunen in Tschechien, sondern zum Sammeln von Weltranglistenpunkten. National passierte das auf dem Nürnberger Hauptmarkt auf der Techniker Beach Tour: Unser Newsblog zu den wichtigen Beach-Volleyball-Events in dieser Woche.


Sonntag, 2. Juni

+++ Ostrau, 19.10 Uhr: Norweger dominieren weiter, Agatha/Duda gewinnen rein brasilianisches Finale +++

Perfekte Annahmehaltung: Christian Sorum (Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de)

Zum Ende eines langen Beach-Volleyball-Wochenendes sind die Norweger Anders Mol und Christian Sorum sowie das brasilianische Frauen-Duo Agatha/Duda jeweils 20.000 Dollar und 800 Ranglistenpunkte reicher. Beide Teams triumphierten im tschechischen Ostrava beim FIVB-Vier-Sterne-Turnier.

Mol/Sorum gewannen im Endspiel gegen die Lokalmatadoren Perusic/Schweiner mit 2:1 (17:21, 21:15, 15:10). Bereits der siebte FIVB-Turniererfolg der Weltranglistenersten, die im Viertelfinale das deutsche Topduo Thole/Wickler mit 2:0 ausgeschaltet hatten.

Bei den Frauen setzten sich in einem rein brasilianischen Finale das an Nummer fünf gesetzte Team, bestehend aus der 35-jährigen Agatha und der 15 Jahre jüngeren Duda, gegen die an Drei gerankten Ana Patricia/Rebecca mit 2:0 (21:19, 21:17) durch. 2018 hatten beide bei den World Tour Finals in Hamburg gesiegt.

+++ Nürnberg, 17 Uhr: „Nicht selbstverständlich”: Premierensieg für Erdmann/Betzien +++

JU-BEL! Max Betzien und Jonathan Erdmann (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth)

Der Sekt spritzte aus den Magnumflaschen, und Jonathan Erdmann und sein Partner Max Betzien genossen den Moment ganz besonders. Für das 2018 neu formierte Duo war es der erste gemeinsame Sieg bei der deutschen Tour überhaupt. Im Finale setzte sich das Gespann vom VC Olympia Berlin in einem knappen Match mit 2:0 (21:19, 23:21) gegen das Interimsduo Lohmann/Schröder durch. Den dritten Matchball nutzte Erdmann mit einem krachenden Angriff in die Feldmitte.

Jonathan Erdmann: „Ein neues Turnier, ein unbeschriebenes Blatt”

„Der erste gemeinsame Sieg ist immer etwas Besonderes”, sagte Erdmann zufrieden. Erstaunlicherweise war der 31 Jahre alte Routinier noch nie in Nürnberg. „Das war eine neue Kulisse, ein neues Turnier, ein unbeschriebenes Blatt. Dass wir uns hier durchgekämpft haben, war überhaupt nicht selbstverständlich”, sagte der Olympiateilnehmer von 2012. „Vor allem, wenn man betrachtet, dass wir in dieser Woche schon in Ostrava waren. Das muss man erstmal im Kopf klarkriegen. Das war gar nicht leicht.”

Erdmann/Betzien waren am Donnerstag in der Qualifikation beim FIVB-Turnier in Tschechien gescheitert und mit dem Auto 700 Kilometer weiter nach Westen nach Nürnberg gereist. Nach anfänglichen Problemen beim Side-out in einigen engen Turnierspielen steigerten sich der gebürtige Potsdamer und sein sechs Jahre jüngerer Partner, der aus Leipzig stammt, am Finalsonntag und dominierten sowohl die Halbfinal-, als auch die Finalpartie.

Erdmann hatte mit Interimspartner Jonas Schröder, an diesem Sonntag in Nürnberg kurioserweise Finalgegner, bereits den letzten Tourstopp in Düsseldorf gewonnen. Nun folgte der nächste Erfolg bei der erst zweiten Final-Teilnahme mit Stammpartner Betzien.

Zum Weiterlesen: „Punkt für Punkt” zum Turniersieg: Zwei Premierenerfolge auf der deutschen Tour

+++ Nürnberg, 15:30 Uhr: Nervenkitzel-Tiebreak: Aulenbrock/Ferger entthronen Gernert/Kiesling +++

Blockmonster und Jubelkönigin: Christine Aulenbrock (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth).

Das Frauen-Finale in Nürnberg endete stilecht mit einem Block von Christine Aulenbrock. Gemeinsam mit Partnerin Sandra Ferger feierte das Duo seinen ersten deutschen Tourerfolg überhaupt. Im Finale behielt das Überraschungsteam vom VfL Oythe die Nerven und schlug die bislang so beeindruckend souveränen Routiniers Melanie Gernert und Elena Kiesling mit 2:1 (21:17, 11:21, 19:17).

Mit kraftvollen Block-Abwehr-Aktionen und starken Aufschlägen über Elena Kiesling zogen sie den Ältesten in der Konkurrenz im ersten Satz peu á peu den Zahn. Nach eindeutigem zweiten Satz für die Altmeisterinnen sah es im Tiebreak bei einem Drei-Punkte-Rückstand bereits nach einem weiteren Erfolg von Gernert/Kiesling aus. Doch mit beeindruckender Mentalität nutzten die Underdogs die Fehler der Favoriten und kämften sich vor allem durch die ingesamt neun Blocks von „Tine” Aulenbrock und der guten Spielübersicht von Sandra Ferger zurück ins Spiel. Nach drei abgewehrten Matchbällen nutzen die beiden 27-Jährigen ihren zweiten Matchball zum Gewinn des dritten Satzes.

Sandra Ferger: „Was Tine geblockt hat, ist mega”

„Unser Plan ist voll aufgegangen”, sagte Christine Aulenbrock. Und Partnerin Sandra Ferger ergänzte: „Wir wollten das Finale genießen, frei aufspielen, uns keinen Druck machen.” Was eindrucksvoll gelang. Beeindruckt sagte Ferger: „Was Tine geblockt hat, ist mega. Ich weiß gar nicht, wie sie das durchhält.” Aulenbrock antwortete strahlend, noch voller Adrenalin auf dem glühend heißen Nürnberger Hauptmarkt: „Ich merke das irgendwie gar nicht. Ich denke da gar nicht dran.”

Neben 100 Ranglistenpunkten dürfen sich beide auch über 3000 Euro Preisgeld freuen. Zum Tourstopp in Dresden in 14 Tagen reisen sie nun erstmals als Turniersiegerinnen an.

+++ Nürnberg, 12:45 Uhr: Kurioses Wiedersehen im Finale der Männer +++

Sprunggewaltig: Poniewaz/Poniewaz gegen Erdmann/Betzien (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth).

Jonas Schröder ist normalerweise kein Show-Man, kein Beach-Volleyballer, der die Muskeln spielen lässt. Doch als seine erneute Finalteilnahme feststand, da ballte der schmale und für einen Beacher recht blasse 1,88-Meter-Mann auf dem Centre Court vor der Kulisse der Nürnberger Frauenkirche die Fäuste und spannte die Oberarmmuskeln an. Mit Interimspartner Manuel Lohmann schlug er die an Eins gesetzten Walkenhorst/Winter im Halbfinale des dritten Techniker-Tour-Stopps mit 2:0 (18:21, 21:23).

Schröder hat schon viel erlebt auf der deutschen Tour, feierte unter anderem bereits zwölf Turniersiege. Doch dass er nun in Nürnberg die Chance auf den 13. hat, hatte der 28-jährige Mainzer selbst nicht auf dem Zettel. Wegen der Rückenverletzung seines Standardpartners Paul Becker fragte Schröder kurzfristig seinen Ex-Partner und Trainingskollegen Manuel Lohmann. Und wie bereits in Düsseldorf, als Schröder mit Interimspartner Jonathan Erdmann gewann, funktioniert auch diese Interimspartnerschaft hervorragend.

Jonas Schröder: „Immer mehr eingegroovt”

„Ich habe überhaupt nicht damit gerechnet, dass wir so weit kommen, auch nicht damit, dass wir schon wieder so gut Beach-Volleyball spielen”, sagte Schröder glücklich. Am Freitag hatte das Duo noch Probleme gehabt. „Da haben wir etwas glücklich gewonnen, mussten uns erst finden. Aber danach haben wir sechs hervorragende Sätze gespielt.”

Nach dem Halbfinal-Erfolg betonte Schröder: „Walkenhorst/Winter haben keinesfalls schlecht gespielt, aber wir haben einfach auf sehr hohem Niveau agiert, haben uns immer mehr eingegroovt und den Rhythymus wiedergefunden, den wir früher immer mal wieder hatten”, sagte der Studenten-Weltmeister von 2014. „Wir kennen uns auf dem Court und wissen, wie der andere so tickt.”

Betzien: „Gute Taktik fürs Finale stricken”

Im Finale kommt es nun zum kuriosen Wiedersehen mit Jonathan Erdmann, der im zweiten Halbfinale mit seinem Partner Max Betzien überraschend deutlich die Poniewaz-Zwillinge mit 2:0 (21:18, 21:27) geschlagen hatte. Dass Erdmann und Schröder vor 14 Tagen in Düsseldorf in Abwesenheit ihrer Partner noch Seite an Seite auf dem Feld gestanden hatten und sich nun als Konkurrenten wiedersehen, betrachtet Betzien als Vorteil für sein Team. „Joni hat Jonas Schröder in Düsseldorf ziemlich gut kennengelernt und ein paar Insides bekommen. Wenn wir eine gute Taktik stricken, kann das ein Vorteil sein.”

Mit ihrem eigenen Spiel waren Erdmann/Betzien hoch zufrieden. Die Poniewaz-Zwillinge fanden zu keinem Zeitpunkt in ihr rauschhaftes, kraftvolles Spiel. „Sie waren ein bisschen verunsichert, haben nicht so viel Druck im Aufschlag gemacht, wie in den Spielen davor. Dann haben wir in der Feldabwehr und im Block ein paar Bälle geholt und unseren Sideout gut durchgebracht”, analysierte Betzien. Erdmann bekam die Zwillinge mehrfach im Block zu fassen, und der gebürtige Leipziger „Betze” glänzte immer wieder mit überlegten Aktionen im Angriff. „Ich hatte das Gefühl, dass ich eine gute Übersicht im Angriff hatte”, bestätigte er. Nach durchaus schwierigen Spielen im Turnierverlauf die wohl konstanteste und beste Leistung des Duos, das perspektivisch internationale Turnier spielen will.

Die durchaus überraschende Finalkonstellation bietet also Hochspannung, gegen 15 Uhr geht es los.

+++ Nürnberg, 11 Uhr: Pinky und der Brain gegen das Überraschungsteam im Finale +++

Pinky und der Brain: Melanie Gernert und Elena Kiesling (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth).

Wenn Melanie Gernert und Elena Kiesling auflaufen, ertönt immer der Titelsong der Comic-Serie „Pinky und der Brain”. Dabei geht es um zwei Labormäuse, die in jeder Staffel versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Und so ähnlich geht es Gernert/Kiesling auch auf dem Centre Court. Den an Nummer eins gesetzten Routiniers – 32 und 36 Jahre alt – konnte bisher keines der jüngeren Teams die Vorherrschaft bei der Deutschen Tour in Nürnberg streitig machen.

Auch ihr Halbfinale gegen das Interimsduo Lisa Arnholdt und Natascha Niemczyk gewannen die erfahrensten Spielerinnen auf der Tour letztlich souverän mit 2:0 (21:14, 21:13) und bleiben weiter ohne Satzverlust auf dem Nürnberger Hauptmarkt. Beeindruckend, mit welcher Coolness das für den SV Lohhof startende Duo auch kurze schwierige Phasen wegsteckt. Natascha Niemczyk, die auf ihre Standardpartnerin Sabrina Karnbaum verzichten musste, weil die bei einer Hochzeit eingeladen war, und Interimspartnerin Lisa Arnholdt versuchten, mit druckvollen Aufschlägen über Elena Kiesling zum Erfolg zu kommen. Doch Kiesling/Gernert kämpften sich immer wieder mit spektakulären Block-Abwehraktionen und unglaublicher Übersicht im Angriff zurück und untermauerten ihre derzeitige Ausnahmestellung als Grand Dames der Techniker Beach Tour.

Im Endspiel versuchen nun die Überraschungsfinalistinnen Christine Aulenbrock/Sandra Ferger, das Topduo zu stürzen. Beide schafften nervenstark durch ein 2:0 (21:14, 22:20) gegen Hoja/Hüttermann den ersten gemeinsamen Finaleinzug ihrer Karriere überhaupt und bejubelten das euphorisch auf einem Nebenplatz. „Ich hatte Tränen in den Augen, das ist so krass, ich realisiere das noch gar nicht so richtig”, sagte Sandra Ferger. Mehr über das Überraschungsduo lest ihr am Nachmittag in einer extra Story. Doch zunächst geht es im Endspiel ab 14.15 Uhr um nicht weniger als die Weltherrschaft, zumindest wenn es nach Pinky und Brain geht. Sandra Fergers Ansage fürs Finale: „Wir haben mit Gernert/Kiesling noch ein paar offene Rechnungen zu begleichen.”

Samstag, 1. Juni

+++ Ostrau, 20:25 Uhr: Raus mit Applaus – Thole/Wickler unterliegen Weltranglistenersten im Viertelfinale +++

Yes! Erfolgreiches Turnier für Clemens Wickler und Julius Thole (von links, Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de).

Zuletzt war es im direkten Vergleich der beiden immer über drei Sätze gegangen. Im Viertelfinale des Vier-Sterne-FIVB-Turniers in Ostrava unterlagen Julius Thole und Clemens Wickler mit 0:2 (18:21, 17:21) gegen die norwegischen Weltranglistenersten Mol/Sorum. Somit bestätigten Thole/Wickler ihren starken fünften Rang des Vorjahres und sammelten 120 Weltranglisten-Punkte für die Olympiaqualifikation. Ein Top-Turnier des deutschen Spitzenteams, während alle anderen deutschen Duos früh die Segel streichen mussten.

+++ Nürnberg, 20 Uhr – Spielabbruch und bärenstarke Zwillinge: Die Halbfinalisten der Männer +++

Der linke große Zeh schmerzt: Dan John (rechts) und Eric Stadie (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth).

Mental geknickt saß Dan John in der Spielerbox, und geknickt war auch sein großer Zeh. Der Blockspieler vom FC Schüttdorf 09 hatte gerade eben seinem Partner Eric Stadie mitteilen müssen, dass die Viertelfinal-Partie gegen die Favoriten Walkenhorst/Winter vorzeitig beendet ist. Einen gesamten Satz und fünf Punkte im Tiebreak hatte John mit verletztem und verbundenem Zeh durchgehalten. Danach ging es nicht mehr: Spielabbruch wegen Verletzung. 2:1 (19:21, 21:15, 15:0) lautete letztlich das Spielergebnis für die an Eins gesetzten Walkenhorst/Winter aus Düsseldorf.

Dabei hatten sich John/Stadie auf dem glühend heißen Nürnberger Centre Court tolle Voraussetzungen erspielt, um den ersten Halbfinal-Einzug ihrer Karriere auf der deutschen Tour zu schaffen. Im ersten Satz spielte das neu formierte Duo furios auf, John gelangen starke sechs Blocks – vor allem gegen den phasenweise verunsicherten Sven Winter. „Ich habe ihn gut warmgeschossen”, sagte Winter.

Team-Krach bei Walkenhorst und Winter

Auf dem Feld knallte es ordentlich zwischen Routinier Walkenhorst und Youngster Winter. „Vamos, vamos”, schrie Walkenhorst seinen Partner an. Der lautstark antwortete. „Ich hatte das Gefühl, er macht zu viel mit sich selbst aus und frisst das in sich rein. Und negative Gedanken machen einfach langsam. In unserer Sportart darf man aber nicht langsam sein. Deswegen habe ich die Emotionen angetriggert”, erklärte Walkenhorst.

Doch gleich beim ersten Ballwechsel des zweiten Satzes landete John auf dem großen Zeh. „Ich bin ausschließlich auf dem Zeh gelandet, und der ist zur Seite weggeknickt”, berichtete John. „Das war erstmal nur ein Schreck, doch dann war es schlimmer als ich dachte und ich hatte ziemliche Schmerzen. Irgendwann war das auch im Kopf angekommen.” Doch weil John spürte, dass gegen die Turnierfavoriten etwas drin war, wollte er nicht eher aufgeben – vergeblich. „Wenn sich Dan nicht verletzt hätte, hätte es angesichts unserer Leistung heute auch anders ausgehen können”, schätzte Gegner Sven Winter selbstkritisch ein. „Das war ein bisschen glücklicher Sieg.”

Betzien/Erdmann zittern, Poniewaz-Zwillinge mit Kraft und Mentalität

Und auch die übrigen Favoriten bestätigten ihre Setzung – die Halbfinals am Sonntag bestreiten die Teams, die von eins bis vier gesetzt waren. Die größte Mühe im Viertelfinale hatten Erdmann/Betzien, die gegen Wolf/Wolf eine Zitterpartie ablieferten und sich erst im Tiebreak ganz knapp durchsetzten. Am Sonntag im Halbfinale tritt das Duo gegen die bärenstarken Poniewaz-Zwillinge an, die sich beeindruckend gegen die Youngster Pfretzschner/Sowa durchsetzten und mit Kraft und Mentalität niederrangen.

Das andere Halbfinale bestreiten Walkenhorst/Winter gegen Jonas Schröder und seinen Interimspartner Manuel Lohmann, der kurzfristig für den weiter am Rücken verletzten Paul Becker eingesprungen war. „Wir kennen uns ja seit ganz langer Zeit, haben drei Jahre zusammengespielt und wissen, wie der andere tickt. Die Kommunikation hat schon immer gut gepasst”, sagte Schröder. Lohmann sagte: „Es war klar, dass ich in der Hinterhand bin.” Seine Erkenntnis nach dem ersten Spiel, die er später im Turnierverlauf hervorragend umsetzte: „Ich muss hier zehn Prozent mehr aus mir herauskitzeln. Hier kann man keinen Ball halb spielen.”

+++ Nürnberg, 17:20 Uhr: Zurück nach Timmendorf – Aulenbrock/Ferger komplettieren Halbfinale +++

Cool vorbereitet, cool geblieben: Christine Aulenbrock und Sandra Ferger in Nürnberg (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth)

Christine Aulenbrock und Sandra Ferger ließen sich nicht aus der Ruhe bringen. Die an Nummer zwei gesetzten Favoritinnen Anna Behlen und Anne Krohn hatten im Viertelfinale im Tie Break zum 15:15 aufgeschlossen und bereits drei Matchbälle abgewehrt. Doch Aulenbrock/Ferger blieben nervenstark und erzwangen den 2:1 (21:14, 16:21, 17:15)-Sieg durch einen Fehler von Krohn. Christine Aulenbrock verriet, wie beide so cool blieben: „Ich habe einen Matchball ins Aus gesetzt, danach haben wir uns ganz bewusst gesagt: ,Jetzt ist es richtig wichtig, ruhig zu bleiben.’ Das haben wir mega gut umgesetzt.”

Dabei sah es für beide zu Turnierbeginn gar nicht unbedingt nach Halbfinale aus. „Wir sind schwer ins Turnier reingekommen”, sagt Sandra Ferger. Nach einer Niederlage in der Poolphase mussten die Dritten von Düsseldorf den Umweg über das Achtelfinale gehen. Trotz der hohen Temperaturen in Nürnberg kein Problem für das Gespann vom VfL Oythe. „Wir können ganz gut mit Hitze. So sind wir im Spielfluss geblieben”, sagte Christine Aulenbrock. Nach einem fünften Rang in Münster und Rang drei in Düsseldorf wollen nun beide mehr. „Wir wollen jetzt auf jeden Fall ins Finale”, kündigte Aulenbrock an.

Ihre Vorbereitung absolvierten beide übrigens in Timmendorf, wo sie auch das DM-Finale am Ende der Saison erfolgreich bestreiten wollen. „Diese Schleife war der Gedanke”, sagt Sandra Ferger. Bislang sind beide zufrieden mit der noch jungen Saison. „Wir haben noch Luft nach oben, aber es ist in jedem Fall schon eine Entwicklung im Vergleich zur Vorsaison zu sehen.”

Oldies Gernert/Kiesling völlig souverän

Die unterlegenen Behlen/Krohn hingegen fanden das gesamte Turnier über nicht zu ihrem Spiel. Vor allem Anne Krohn schlich enttäuscht vom Platz. Aulenbrock/Ferger hatten viel über die Blockspielerin aufgeschlagen, was sich als richtige Taktik erwiesen hatten.

Gegner der Frauen aus Oythe sind nun am morgigen Sonntag Hoja/Hüttermann, die gegen Bieneck/Stautz auch in den Tie-break mussten und 2:1 gewannen.

Das andere Halbfinale bestreiten die auch in Nürnberg beeindruckend abgezockten Routiniers Gernert/Kiesling – 32 beziehungsweise 36 Jahre jung – gegen Arnholdt/Niemczyk, die in Franken richtig gut drauf sind und ihr Halbfinale gegen die Overländer-Zwillinge am deutlichsten aller Semifinalisten mit 21:10 und 21:14 gewannen.

+++ Ostrau, 15:40 Uhr: Thole/Wickler eilen ins Viertelfinale, Neue Chance gegen die Besten +++

Glückliche Viertelfinalisten: Julius Thole und Clemens Wickler (Foto: Peter Weber/pw-sportphoto.de).

Das ging flott: In nur 32 Minuten Spielzeit sind Julius Thole und Clemens Wickler beim FIVB-Vier-Sterne-Turnier im tschechischen Ostrau ins Viertelfinale gestürmt. Gegen die Letten Plavins/Tocs ließen die Hamburger nichts anbrennen, dominierten beide Durchgänge von Beginn an und gewannen 2:0 (21:17, 21:13). Damit haben die Deutschen auch den dritten direkten Vergleich gegen die Konkurrenten aus dem Baltikum gewonnen.

So sind dem besten deutschen Nationalteam wie bereits im Vorjahr in Ostrau Rang fünf und mindestens 120 Ranglistenpunkte sicher. Im Viertelfinale wartet nun das derzeit weltbeste Team auf das DVV-Duo. Die Weltranglistenersten und Europameister Anders Berntsen Mol und Christian Sandlie Sorum. Doch die Norweger liegen Thole/Wickler. Die bisherigen vier Vergleiche gingen alle in den Tiebreak. Einmal, im Juli vergangenen Jahres in Espinho, triumphierte gar das deutsche Duo mit 15:13 im Entscheidungssatz. Es wird also spannend ab 18.30 Uhr in Ostrava.

Übrigens: Dann muss Clemens Wickler seine rote Radlerhose, die er normalerweise unter den schwarzen Shorts trägt, in der Tasche lassen. Das monierte gerade die Schiedsrichterin. Wenns sonst nichts ist ...

+++ Nürnberg, 13:30 Uhr: Männer-Topteams müssen beißen +++

Bekannt kraftvoll, auch beim Jubeln: David Poniewaz (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth)

Sie mussten sich richtig reinbeißen in dieses Turnier: Die Zwillinge David und Bennet Poniewaz, die Beach-Volleyball als ambitioniertes Hobby betreiben und im Steuerbüro beziehungsweise im Controlling arbeiten, waren nicht zufrieden mit ihrer Trainingswoche nach Feierabend. „Deswegen war es am Anfang zäh und wir mussten uns richtig reinquälen”, sagt David Poniewaz beim Mittagessen. „Aber letztlich ist es uns scheißegal, wie wir gewinnen. Man kann nicht immer glänzen. Ich mag diese Spiele, wenn wir richtig kämpfen müssen.”

Nach dem harten Auftaktmatch gegen Brand/Reinhard mussten sich die Zwillinge vom FC Schüttdorf auch gegen Lucas Mäurer und Dirk Westphal im letzten Satz richtig strecken. Auf dem Nürnberger Hauptmarkt läutete das Glockenspiel zum sogenannten Männleinlaufen – 12 Uhr, High Noon auf dem Centre Court. Drei Satzbälle musste das Duo, das in Münster gewonnen hatte, abwehren, ehe es seinen dritten Matchball bei über 30 Grad in der Sonne zum 2:0-(21:12, 25:23)-Sieg und Viertelfinaleinzug verwandelte.

Und auch die anderen Favoriten taten sich teilweise schwer, schafften es aber am Ende allesamt, sich direkt für das Viertelfinale zu qualifizieren.

Walkenhorst frotzelt Partner Winter

Alexander Walkenhorst/Sven Winter mussten gegen das DVV-Perspektivteam Lukas Pfretzschner/Robin Sowa ebenso in den dritten Satz wie Max Betzien/Jonathan Erdmann gegen Routinier Marcus Popp und seinen Partner Milan Sievers. 

Walkenhorst frotzelte seinen Partner nach dem mühsamen 2:1 (16; 19:21, 15:6)-Sieg gegen die frechen Youngster: „Sven ist schnell auf dem Beinen, wir arbeiten noch daran, dass er auch beim Erkennen der Situationen schneller wird.“ Sein Ziel sei es, immer einen Tick besser zu blocken als der Gegner. „Wenn Sven zehnmal in den Block schlägt, dann muss ich eben elfmal blocken”, sagt Walkenhorst feixend.

Max Betzien war nach dem 2:1 (21:17, 17:21, 15:7) gegen Popp/Sievers nicht ganz zufrieden mit dem eigenen Side-out. „Das muss im Viertelfinale besser werden”, sagte der Perspektivkader. Nach dem wegen Krankheit verpassten Turnier in Düsseldorf ist der 25-Jährige wieder fit. In den Knochen stecken ihm und seinem Partner Jonathan Erdmann höchstens die 600 Kilometer lange Fahrt aus dem tschechischen Ostrava, wo beide beim Vier-Sterne-FIVB-Turnier in der ersten Qualifikationsrunde knapp gescheitert waren. „Wir wechseln uns sonst beim Fahren ab. Aber diesmal ist Joni gefahren, weil ich in letzter Zeit etwas Fußprobleme hatte”, berichtet der gebürtige Leipziger. „Wir befinden uns gerade an der Schwelle zwischen FIVB- und deutscher Tour, wollen auch mal international die Quali überstehen und Punkte sammeln”, so Betzien. Zunächst aber liegt die Konzentration des Duos voll auf dem Viertelfinale bei der Techniker Beach Tour an diesem Samstagabend im Fränkischen.

Das haben auch Jonas Schröder und sein neuer, alter Partner Manuel Lohmann mit einem 2:0 (21:16, 21:15) erreicht. Weil Paul Becker erneut verletzt ist, sprang Lohmann ein. Mal sehen, wie weit es das kurzfristig formierte Duo bringt.

+++ Nürnberg, 10:30 Uhr: Top-Favoritinnen schon im Viertelfinale +++

Musste sich zweimal richtig strecken, steht aber vorzeitig im Viertelfinale: Anna Behlen (Foto) und Partnerin Anne Krohn (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth).

Der heiße Samstag in Nürnberg hat mit meist souveränen Siegen der Favoritinnen begonnen. Vier Teams können sich bereits in Ruhe auf ihre Viertelfinals gegen 16 Uhr vorbereiten. Die an Nummer eins gesetzten Gernert/Kiesling zogen ebenso souverän durch ein 2:0 (21:16, 21:18) gegen Hoffmann/Ottens direkt in die Runde der letzten Acht ein wie die an Drei platzierten Hüttermann/Hoja (21:18, 21:18) gegen Klinke/Kotzan.

Wie bereits gestern hatten Anna Behlen und Anne Krohn mehr Mühe durch zu viele eigene Fehler, kämpften sich aber im Tiebreak mit viel Mentalität und Kraft gegen die Overländer-Zwillinge zum 2:1 (21:16, 18:21, 15:7)-Sieg und ebenfalls zum vorzeitigen Viertelfinaleinzug. Erfahrung hat sich also bisher gegen die jugendlichen Angriffe durchgesetzt in Nürnberg.

Um den vierten direkten Viertelfinalplatz kämpften auf dem glühend heißen Nürnberger Hauptmarkt Aulenbrock/Ferger (4) gegen Arnholdt/Niemczyk (5). Das einen Rang schlechter gesetzte Duo aus Schwäbisch Gmünd beziehungsweise Dingolfing setzte sich dabei überraschend klar gegen das Gespann vom VfL Oythe mit 2:0 (21:19, 21:14) durch. Nun geht es mit der Konkurrenz der Männer weiter.

+++ Nantong, 9 Uhr: Körtzinger/Schneider scheitern erst im Achtelfinale +++

Gelohnt hat sich die Reise nach China für Leonie Körtzinger und Sarah Schneider. Die Hamburgerinnen unterlagen den an Nummer eins gesetzten Topfavoritinnen Carol Horta/Angela mit 0:2 (16:21, 18:21). Ein respektables Ergebnis für das Nationalteam, von dem sich der DVV perspektivisch viel verspricht.

Anika Krebs und Leonie Welsch waren bereits am Donnerstag in der Qualifikation gescheitert.

Freitag, 31. Mai

+++ Nürnberg, 19:40 Uhr: Poniewaz-Zwillinge müssen nachsitzen, Böckermann erkrankt +++

Tolle Kulisse in Nürnberg (Foto: Hoch zwei/Conny Kurth).

Dieser Auftakt hatte es für die an Nummer drei gesetzten Poniewaz-Zwillinge in sich. Gegen die Dürener Tobias Brand/Jonas Reinhardt musste das Brüder-Gespann Bennet und David vom FC Schüttdorf 09 in den dritten Satz und gewann schließlich 2:1 (19:21, 21:13, 15:11). „Wir mussten uns richtig reinbeißen, das war richtig hart. Unsere Gegner haben es sehr gut gemacht, super aufgeschlagen”, sagte Bennet Poniewaz. „Das war auf dem harten Sand hier Gebolze auf hohem Niveau.”

Im ersten Durchgang machten die Außenseiter kaum Fehler, konnten das Niveau aber im zweiten Satz nicht halten. Auch, weil die „Ponis” nun selbst besser servierten und blockten.

Böckermann muss Comeback verschieben

Die übrigen Favoriten setzten sich fast alle durch. Nur Routinier Marcus Popp und sein Partner Milan Sievers schafften gegen die besser gerankten Niklas Rudolf/Daniel Wernitz eine 2:1-Überraschung.

Nicht antreten konnte Markus Böckermann mit Partner Max-Jonas Karpa. Der einstige Deutsche Meister musste vor seinem beabsichtigten Comeback auf der Tour wegen Magen-Darm-Problemen passen, wodurch das Spiel für die Gegner Wolf/Wolf gewertet wurde. Am morgigen Samstag wollen es Böckermann/Karpa im zweiten Anlauf versuchen, doch noch ins Achtelfinale zu kommen.

+++ Nürnberg, 16:50 Uhr: Spannender Auftakt auf dem Centre Court, Paul Becker muss erneut passen +++

Im Advent steht hier der Christkindl-Markt, im Sommer steigt Beach-Volleyball: Tolle Kulisse in Nürnberg beim Spiel Behlen/Krohn gegen Kolokotronis/Reich (Foto: Hoch zwei/Conny Curth).

Die Konkurrenz der Frauen hat beim dritten Turnierstopp der Techniker Beach Tour 2019 mit einem spannenden Centre-Court-Match auf dem Nürnberger Hauptmarkt begonnen. Die an Nummer zwei gesetzten Anna Behlen und Anne Krohn mussten sich gegen die Nachrücker Ruth Kolokotronis und Karolin Reich mächtig strecken und alle Register ziehen, um einen Überraschungserfolg der Underdogs zu verhindern. Vor allem der erste Satz war mächtig eng, als Behlen/Krohn drei Satzbälle abwehren mussten und zweimal die Video-Challenge in Anspruch nahmen – auch um den Rhythmus der Underdogs aus dem Rheinland zu unterbrechen. Letztlich gewannen die Favoritinnen in zwei Sätzen mit 2:0 (23:21, 21:18). Doch zufrieden war das neu formierte Duo nicht.

„Wir kennen sie nicht so gut und sie haben stark gespielt”, sagte Anna Behlen. „Aber dass es so eng war, lag an unseren zu vielen, leichten Fehlern.” Die kamen auch deswegen zustande, weil das Duo in dieser Woche kaum trainieren konnte, da Behlen umgezogen ist. „Nürnberg ist immer heiß, Nürnberg wird eine Schlacht”, prophezeite die Vorjahres-Fünfte der Deutschen Meisterschaften. „Wenn wir ins Turnier finden, kommen wir ins Halbfinale.”

Kolokotronis/Reich gaben ihren Einstand auf der Techniker Beach Tour und konnten nur deshalb überhaupt dabei sein, weil die Lehrerinnen heute einen Brückentag haben und somit bereits Freitag anreisen konnten. Beide hatten an Himmelfahrt tags zuvor ein A-Turnier gewonnen und zeigten sich in guter Form. „Das war ein gutes Spiel, hat total viel Spaß gemacht”, sagte Ruth Kolokotronis. „Wenn es so läuft wie gerade, dann schauen wir mal, ob eine Überraschung drin ist. Wir haben total viel Lust hier zu spielen”, so die 33-Jährige über ihre späte Tourpremiere.

Und auch sonst gab es zum Auftakt bei den Frauen keine großen Überraschungen, die besser gesetzten Teams erledigten ihre Sache in der Regel souverän.

Bei den Männern kann Paul Becker, einer der Favoriten, anders als erwartet nicht dabei sein. Sein Partner Jonas Schröder tritt mit Manuel Lohmann an. Becker hat nach wie vor Rückenbeschwerden, eine Muskelverletzung im unteren Rückenbereich und muss nach dem verpassten Turnier in Düsseldorf erneut passen.

+++ Ostrau, 13:25 Uhr: Nur noch ein deutsches Team dabei +++

Bitteres Aus: Yannick Harms (Foto) und Philipp-Arne Bergmann mussten sich denkbar knapp geschlagen geben (Foto: Peter Weber / PW-sportphoto.de)

Nach hartem Kampf und furiosem Start mussten sie sich doch geschlagen geben: Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms, Nationalteam Nummer drei hierzulande, unterlagen den US-Boys Tri Bourne und Trevor Crabb denkbar knapp mit 1:2 (21:17, 19:21, 14:16). Bereits im vergangenen Oktober in Las Vegas war das direkte Duell beider Teams ähnlich knapp verlaufen.

Nach der zweiten Niederlage in der Poolphase müssen Bergmann/Harms nun die Heimreise aus Tschechien antreten. Eigentlich hatte das Duo, das für den TC Hameln startet, auch für die deutsche Tour in Nürnberg gemeldet, wo sie im vergangenen Jahr gewonnen hatten. Doch nachdem sie die Qualifikation in Ostrau überstanden hatten, zogen sie zurück.

Auch für das DVV-Team Nummer zwei, Nils Ehlers/Lars Flüggen, ist das Turnier in Ostrava vorüber. In ihrem zweiten Pool-Spiel unterlagen sie den an Nummer 13 gesetzten Brasilianern Andre/George mit 0:2 (13:21, 25:27).

Nach dem frühen Aus aller deutschen Frauenteams (siehe Ticker unten) halten nun nur noch Julius Thole und Clemens Wickler die deutschen Fahnen in Ostrava hoch. Das letzte verbliebene deutsche Nationalteam ist erst am morgigen Samstag in der 2. K.o.-Runde wieder gefragt.

+++ Ostrau, 12:30 Uhr: Alle deutschen Frauen-Teams ausgeschieden +++

Vergeblich gestreckt: Olympiasiegerin Laura Ludwig (Foto) und Maggi Kozuch sind in der Poolphase in Ostrau ausgeschieden (Foto: Peter Weber / PW-Sportphoto.de)

Das Turnier im tschechischen Ostrava ist für die deutschen Frauenteams bereits beendet, bevor es richtig begonnen hat. Alle vier deutschen Duos scheiterten bereits in ihren zweiten Poolmatches und sind nach zwei Niederlagen ausgeschieden.

Das knappste Match lieferten Laura Ludwig und Margareta Kozuch, die sich überraschend den an Nummer 25 gesetzten Lettinnen Tina Graudina/Anastasija Kravcenoka mit 1:2 (19:21, 21:15, 14:16) geschlagen geben mussten. Ein enttäuschendes Ergebnis für das neu formierte Team der beiden Routiniers, das weiter nach Form und Stabilität sucht.

Auch die 0:2 (15:21, 20:22)-Niederlage der derzeit bestplatzierten deutschen Frauen, Sandra Ittilinger und Chantal Laboureur, gegen die Chinesinnen Xue/Wang kam unerwartet. Und auch Karla Borger und Julia Sude (1:2 gegen die Lokalmatadorinnen Kubickova/Kvapilova) und Bieneck/Schneider (0:2 gegen Schützenhöfer/Plesiutschnig aus Österreich) unterlagen schlechter gerankten Duos.

Donnerstag, 30. Mai

+++ Ostrau, 20:00 Uhr: Thole/Wickler beißen sich durch +++

Freude über den Poolgewinn und einen Tag Pause: Clemens Wickler (links) und Julius Thole. (Foto: Peter Weber)

Das war ein hartes Stück Arbeit, Geduld und Nervenstärke waren gefragt. Am Ende gab es den verdienten Lohn: Julius Thole und Clemens Wickler bezwangen die Russen Semenov/Leshukov in drei Sätzen mit 25:23, 17:21, 15:12. Als Gruppensieger ziehen sie direkt in die 2. K.o.-Runde ein.

Klarer Rückstand (10:16) in Satz eins, drei Satzbälle abgewehrt, den eigenen vierten Satzball zum 25:23 verwandelt. Wieder Rückstand in Satz zwei (9:12), Führung (16:15), aber verloren (17:21). Und im Tie-Break nach 4:6 zwei Assen von Wickle und einem Block von Thole wieder mit der Nase vorn (12:9) und dann den ersten Matchball verwandelt. So kann es weitergehen.

Der Gegner wird erst am Freitag ermittelt. Thole/Wickler dürfen sich über einen Tag Pause freuen, sie sind erst wieder am Samstag gefordert.

 

 

+++ Ostrau, 16:00 Uhr: Thole/Wickler steuern Richtung Pool-Gewinn +++

Lars Flüggen, wie man ihn kennt. (Foto: Peter Weber)

Mit einer überzeugenden Vorstellung haben Julius Thole und Clemens Wickler ihren Anspruch auf Platz eins in Pool E unterstrichen. Das 2:0 (21:16, 21:8) gegen die US-Amerikaner Bruner/Priddy war vor allem im zweiten Durchgang eine einseitige Angelegenheit. Nun trifft die deutsche Nummer eins im Kampf um Platz eins um 18:20 Uhr auf die Russen Semenov/Leshukov. Die sind seit ihrem Bronze-Gewinn im Januar in Den Haag noch nicht weiter in Erscheinung getreten, haben aber ein erstes Duell gegen Thole/Wickler in Mersin (TUR) 2018 in zwei Sätzen gewonnen.

Für Bergmann/Harms geht es am Freitag ab 11:40 Uhr gegen Bourne/Crabb (USA) genauso um das Weiterkommen wie für Ehlers/Flüggen, die gegen die Brasilianer Andre/George (Spielbeginn 10:50 Uhr) antreten müssen. Ihre ersten Matches haben beide Nationalteams verloren. Ehlers/Flüggen gegen Cherif/Ahmed (QAT) mit 0:2 (22:24, 12:21) und Bergmann Harms im Duell des EM-17. gegen den EM-Bronzegewinner Herrera/Gavira (ESP) mit 0:2 (23:25, 21:23).

Die nächsten Partien der deutschen Männer:

Donnerstag, 18:20 Uhr: Thole/Wickler vs. Semenov/Leshukov (RUS) → Livescore und Ergebnis

Freitag, 10:50 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Andre/George (BRA) → Livescore und Ergebnis

Freitag, 11:40 Uhr: Bergmann/Harms vs. Bourne/Crabb (USA) → Livescore und Ergebnis

+++ Nantong, 15:30 Uhr: Nur Körtzinger/Schneider im Hauptfeld +++

Am Freitag gefordert: Sarah Schneider. (Foto: Peter Weber)

Anika Krebs und Leonie Welsch haben beim Zwei-Sterne-Turnier in Nantong (CHN) durch ein 1:2 (19:21, 22:20, 11:15) gegen Bobner/Vergé-Dépré (SUI) den Einzug ins Hauptfeld verpasst.

Dort spielen Leonie Körtzinger und Sarah Schneider am Freitag in Pool E gegen Dumbauskaite/Zobina aus Litauen.

07:30 Uhr: Körtzinger/Schneider vs. Dumbauskaite/Zobina (LTU) → Livescore und Ergebnis

+++ Ostrau, 13:30 Uhr: Glatter Fehlstart der deutschen Frauen +++

Isabel Schneider bei einer Abwehraktion. (Foto: Peter Weber)

Puh, das war kein guter Start, denn alle vier deutschen Frauen-Teams haben ihr erstes Pool Match verloren. Jetzt geht es ums nackte Überleben.

Der Reihe nach: Victoria Bieneck und Isabel Schneider eröffneten den Vormittag mit einem 0:2 (14:21, 18:21) gegen Barbara/Fernanda. Die fünfte Niederlage in Serie gegen die Brasilianerinnen…

Nur wenige Minuten später stand das 0:2 (18:21, 19:21) von Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur gegen die Russinnen Birlova/Ukulova fest. Es folgte das 1:2 (21:11, 20:22, 11:15) von Karla Borger und Julia Sude gegen das US-Team Claes/Sponcil. Last but not least kam das 1:2 (15:21, 21:16, 9:15) von Margareta Kozuch und Laura Ludwig gegen die Brasilianerinnen Antonelli/Salgado.

Nun müssen in den weiteren Pool Matches Siege her, sonst ist der Traum vom Erreichen der K.o.-Runden frühzeitig geplatzt. Dabei sind alle deutschen Teams erst am Freitag morgen wieder gefordert.

Um 9:00 Uhr spielen in Pool E Bieneck/Schneider gegen Schützenhöfer/Plesiutschnig. Die Österreicherinnen hatten sich über die Qualifikation für das Hauptfeld qualifziert.

Zeitgleich bekommen es in Pool F Ittlinger/Laboureur mit den Chinesinnen Chen Xue und Xinxin Wang tu tun, die ebenfalls nach überstandener Qualifikation weitergekommen sind. In diesem Jahr hat das Duo aus dem Reich der Mitte zweimal Platz 17 und einen neunten Rang auf dem Konto.

Jeweils um 9:50 Uhr geht es für die übrigen deutschen Teams weiter. Borger/Sude spielen gegen Kubickova/Kvapilova aus Tschechien. Einen direkten Vergleich gab es bereits: Beim Drei-Sterne-Turnier in Sydney verloren Borger/Sude glatt mit 0:2, ebenfalls in der Vorrunde.

Kozuch/Ludwig steht ein lettisches Duo gegenüber: Tina Graudina und Anastasia Kravcenoka, die wie Kozuch/Ludwig beim Vier-Sterne-Turnier in Jinjiang am Wochenende Platz neun belegten.

09:00 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Schützenhöfer/Plesiutschnig (AUT) → Livescore und Ergebnis

09:00 Uhr: Ittlinger/Laboureur vs. Xue/Wang (CHN)  → Livescore und Ergebnis

09:50 Uhr: Borger/Sude vs. Kubickova/Kvapilova (CZE) → Livescore und Ergebnis

09:50 Uhr: Kozuch/Ludwig vs. Graudina/Kravcenoka (LAT) → Livescore und Ergebnis


Mittwoch, 29. Mai

+++ Ostrau, 21:45 Uhr: Sieben deutsche Teams im Main Draw +++

Daumen hoch für Laura Ludwig (links) und Margareta Kozuch. (Foto: Peter Weber)

Drei bei den Männern, vier bei den Frauen: Die deutsche Delegation fährt in Ostrau gewaltig auf. Nachdem in der Qualifikation nur Max Betzien und Jonathan Erdmann frühzeitig die Segel streichen mussten, gelang Nils Ehlers und Lars Flüggen (2:1 gegen die Niederländer Varenhorst/van de Velded) sowie Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms (2:0 gegen die Litauer Rumsevicius/Kazdailis) der Sprung ins Hauptfeld.

Dort treffen Ehlers/Flüggen in Pool D auf das Team Cherif Samba/Ahmed Tijan aus Katar, das bei neun von zehn Turnieren immer eine einstellige Platzierung erreicht hat. Das Duell mit den Deutschen ist eine Premiere.

Auch Bergmann/Harms haben einen dicken Brocken vor sich. Das Rattenfänger Team muss sich mit den Spaniern Herrera/Gavira auseinandersetzen. 2018 gelang das erfolgreich, damals siegten Bergmann/Harms in Polen mit 18:16 im Tiebreak. Die Spanier haben in diesem Jahr aber schon zwei Podiumsplätze bei Vier-Sterne-Turnieren eingefahren.

Bereits direkt qualifiziert für das Hauptfeld waren Julus Thole und Clemens Wickler, die die US-Boys Theo Bruner und Reid Priddy als Gegner erwarten. Die hatten sich über die Qualifikation einen Platz im Main Draw erworben.

Kozuch/Ludwig machen das Quartett komplett

Ebenfalls auf ein Team aus den USA treffen Karla Borger und Julia Sude, die Gegner heißen Kelly Claes und Sarah Sponcil. Ein Match auf Augenhöhe: Borger/Sude und Claes/Sponcil landeten am vergangenen Wochenende in Jinjiang auf Platz fünf.

Gegen alte Bekannte wollen Victoria Bieneck und Isabel Schneider endlich eine schlechte Serie beenden. In vier Vergleichen mit den Brasilianerinnen Barbara/Fernanda zogen sie jeweils den Kürzeren. Neue Chance, neues Glück in Pool E.

Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur, die erst ihr drittes Turnier überhaupt bestreiten, erwischten die Russinnen Ekaterina Birlova und Eugenia Ukolova als Auftaktaufgabe in Pool F.

Über den Weg der Qualifikation hatten sich Margareta Kozuch und Laura Ludwig am Nachmittag mit dem 2:0 gegen die Japanerinnen Nagata/Suzuki ins 32er-Hauptfeld gespielt. Dort stehen sie den Routiniers Maria Antonelli und Carolina Salgado aus Brasilien gegenüber.

Die Paarungen der deutschen Teams:

09:00 Uhr: Bieneck/Schneider vs. Barbara/Fernanda (BRA) → Livescore und Ergebnis

09:00 Uhr: Ittlinger/Laboureur vs. Birlova/Ukolova (RUS) → Livescore und Ergebnis

11:30 Uhr: Borger/Sude vs. Claes/Sponcil (USA) → Livescore und Ergebnis

11:30 Uhr: Kozuch/Ludwig vs. Antonelli/Salgado (BRA) → Livescore und Ergebnis

13:10 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Cherif/Ahmed (QAT) → Livescore und Ergebnis

14:00 Uhr: Thole/Wickler vs. Bruner/Priddy (USA) → Livescore und Ergebnis

15:00 Uhr: Bergmann/Harms vs. Herrera/Gavira (ESP) → Livescore und Ergebnis

+++ Nürnberg, 16:20 Uhr: Zwei Topduos in Originalbesetzung dabei +++

Hatte Rücken, jetzt ist er wieder fit: Paul Becker (Foto: Hoch Zwei/Malte Christian).

Wir blicken schon einmal nach Franken: Die Zuschauer bei der Techniker Beach Tour in Nürnberg dürfen sich auf die Teilnahme zweier deutscher Topduos freuen: Paul Becker (Foto) und Jonas Schröder, die Dritten des Vorjahres, sowie Max Betzien und Jonathan Erdmann kämpfen beim dritten deutschen Tour-Stopp um den Sieg.

In Düsseldorf vor zwei Wochen waren Erdmann und Schröder ausnahmsweise zusammen angetreten und hatten direkt das Turnier gewonnen. Nun jedoch sind beide Duos wieder mit ihren eigentlichen Partnern am Start. Paul Becker hat sich von Rückenproblemen erholt und der verletzte Max Betzien ist ebenfalls wieder fit.

An diesem Mittwoch versuchten sich Betzien/Erdmann in der Qualifikation beim Vier-Sterne-FIVB-Turnier in Ostrau, scheiterten aber direkt im ersten Spiel (siehe Ticker unten). Ärgerlich für Betzien/Erdmann, doch somit ist das Team vom VCO Berlin in Nürnberg sicher dabei und kann um die Medaillen mitspielen.

Ob die Nürnberger Vorjahressieger Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms in Ostrava oder Nürnberg starten, entscheidet sich heute Abend ab 18.30 Uhr, wenn beide ihr zweites Qualifikationsmtach in Tschechien absolvieren.

+++ Ostrau, 15:20 Uhr: Da waren's nur noch zwei +++

Abschied aus Ostrau: Max Betzien (links) und Jonathan Erdmann verabschieden sich. (Foto: Peter Weber)

Von den drei in der Qualifikation startenden deutschen Männer-Duos haben nur zwei die erste Runde unbeschadet überstanden. Nils Ehlers und Lars Flüggen siegten gegen die Schweizer Beeler/Krattiger mit 2:1 (21:16, 13:21, 15:10). Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms bezwangen Juchnevic/Vasiljev (RUS) glatt mit 21:11 und 21:15. 

Für Max Betzien und Jonathan Erdmann war dagegen schon die Einstiegshürde zu hoch. Sie sind nach einem 1:2 (22:20, 16:21, 12:15) gegen die Chinesen Wu Jiaxin/Ha Likejiang bereits ausgeschieden.

Weiter geht es für Ehlers/Flüggen mit dem Duell gegen Varenhorst/van de Velde. Die Niederländer treten mit breiter Brust an: Mitte Mai gewannen sie beim Vier-Sterne-Turnier in Itapema (BRA) Bronze.

Auch die Gegner von Bergmann/Harms sind nicht zu unterschätzen. Die Litauer Rumsevicius/Kazdailis haben Platz fünf beim Zwei-Sterne-Turnier in Kuala Lumpur auf dem Konto. Für Bergmann/Harms spricht vor dem zweiten Duell, dass sie das erste im Rahmen der EM-Vorrunde 2018 mit 2:1 gewonnen haben.

17:30 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Varenhorst/van de Velde (NED) → Livescore und Ergebnis

18:30 Uhr: Bergmann/Harms vs. Rumsevicius/Kazdailis (LTU) → Livescore und Ergebnis

+++ Ostrau, 11:55 Uhr: Teil eins für Kozuch/Ludwig im Kasten +++

Es gibt immer etwas zu besprechen: Margareta Kozuch (links) und Laura Ludwig. (Foto: Peter Weber)

Zwei Sätze á zwölf Minuten, 21:11, 21:12, 2:0 gewonnen, das lässt sich doch gut angehen. Für Margareta Kozuch und Laura Ludwig war das erste Spiel in der Qualifikationsrunde gegen die Tschechinnen Dunarova/Stochlova ein leichter Aufgalopp.

Schwerer werden könnte es ab 16:30 Uhr im zweiten Match gegen die Japanerinnen Yui Nagata und Yukako Suzuki, die für ihren Auftaktsieg gegen ihre Landsfrauen Take/Kusano drei Sätze (21:16, 15:21, 15:13) benötigten.

Nagata (30) und Suzuki (31) sind bei ihren bisherigen beiden Vier-Sterne-Turnieren jeweils in der Quali hängengeblieben und sollten für Kozuch/Ludwig keine große Hürde darstellen.

16:30 Uhr: Kozuch/Ludwig vs. Nagata/Suzuki (JPN) → Livescore und Ergebnis


Dienstag, 28. Mai

+++ 21:10 Uhr: Die Aufgaben für die Männer +++

Yannick Harms wird sich konzentrieren müssen. Foto: FIVB

Hoffentlich ist das kein schlechtes Omen: Max Betzien und Jonathan Erdmann bekommen es in der 1. Qualifikationsrunde mit den Chinesen Wu Jiaxin/Ha Likejiang zu tun. Die haben sich nämlich schon einmal in einer Qualifikation gegen ein deutsches Team behauptet: 2018 beim Vier-Sterne-Turnier im Polen gegen Bergmann/Harms, als sie den Tie-Break mit 16:14 gewannen.

Die wiederum, Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms, müssen sich sich in Runde eins in Ostrau gegen ein Duo aus Litauen durchsetzen: Robert Juchnevic und Artur Vasiljnev, die erst zwei World Tour-Auftritte hinter sich haben. In Den Haag (Vier-Sterne) wurden sie 25., in Jinjiang, als das noch ein Zwei-Sterne-Event war, Neunte.

Nils Ehlers und Lars Flüggen treffen auf das Schweizer Duo Nico Beeler und Marco Krattiger, in deren Bilanz für 2019 immerhin ein Platz neun in Kuala Lumpur auftaucht. Nicht gut genug für Ehlers/Flüggen, die dort Fünfte wurden.

Die Spiele der deutschen Männer-Teams am Mittwoch

13:10 Uhr: Ehlers/Flüggen vs. Beeler/Krattiger (SUI) → Livescore und Ergebnis

14:00 Uhr: Bergmann/Harms vs. Juchnevic/Vasiljnev (LTU) → Livescore und Ergebnis

14:00 Uhr: Betzien/Erdmann vs. Wu Jiaxin/Ha Likejiang (CHN) → Livescore und Ergebnis

 

 

+++ Ostrau, 19:55 Uhr: Kozuch/Ludwig gegen Debütantinnen aus Tschechien +++

Auf geht's in der Quali: Laura Ludwig (links) und Margareta Kozuch. (Foto: FIVB)

Das klingt nach einer einfachen Aufgabe: Margareta Kozuch und Laura Ludwig treffen in der 1. Qualifikationsrunde am Mittwoch umd 10:40 Uhr auf Miroslava Dunarova und Marie-Sara Stochlova. Für die 19- und 20-jährigen Tschechinnen ist es der erste Auftritt auf der World Tour. Videomaterial wird es also keins geben.

Der Sieger spielt in der 2. Runde und damit um den endgültigen Einzug ins Hauptfeld auf jeden Fall gegen ein japanisches Team: Suzuki/Nagata oder Take/Kusano.

10:40 Uhr: Kozuch/Ludwig vs. Dunarova/Stochlova (CZE) → Livescore und Ergebnis

+++ Ostrau, 19:10 Uhr: Was für eine harte Tour +++

Powerfrauen: Kerri Walsh Jennings (links) und Brooke Sweat. (Foto: Peter Weber)

Am Sonntag standen Brooke Sweat und Kerri Walsh Jennings ganz oben auf dem Treppchen beim Vier-Sterne-Turnier im chinesischen Jinjiang. Gute 48 Stunden später fing für die US-Girls die Arbeit auf dem Court ganz unten an, sprich beim Country Quota in Ostrau, wo das nächste Vier-Sterne-Event ansteht.

Für die 41-jährige Kerri Walsh Jennings sicher ein ungewohntes Erlebnis, das sie aber souverän meisterte. Erst gewannen die beiden gegen Flint/Day (USA) mit 21:13 und 21:17. Zwei Stunden später bezwangen sie auch Larsen/Stockman (USA) mit 2:0 (21:14, 21:16).

Damit stehen sie in der am Mittwoch beginnenden Qualifikationsrunde.


Montag, 27.05.

+++ FIVB Ostrava, 14:30 Uhr: Exklusiv – Aus dem Reisetagebuch von Borger/Sude +++

Karla Borger (li.) und Julia Sude vor dem Abflug von Peking nach Prag (Foto: Privat)

Du denkst, Beach-Volleyball ist nur Sonne, Spaß und viel Freizeit? Dann wirf hier einen Blick in das Reisetagebuch der Profis Karla Borger und Julia Sude: Das Nationalduo stand am vergangenen Wochenende noch auf einem Beach-Court in China, das nächste Turnier ist aber in Tschechien...

Samstag:

• Abfahrt aus Jinjiang mit dem Shuttle nach Xiamen, ca. 1,5 Stunden bis zum Flughafen

• Um 20.35 Uhr planmäßiger Abflug, dann aber: ca. 3 Stunden Flugverspätung vom ersten Flug nach Peking

• Glücklicherweise hatte der Anschlussflug auch 2 Stunden Verspätung, Abflug aus Peking um 03.40 Uhr → Landung um 07.55 Uhr in Prag. Dauer: ca. 10 Stunden 20 Minuten. Ebenfalls an Bord: Kerri Walsh Jennings und Brooke Sweat, die in Jinjiang Gold gewonnen haben.

Sonntag:

• In Prag haben wir einen kurzen Zwischenstopp in einem Café in der Innenstadt zum Frühstücken eingelegt

• Mit dem Zug ging es vom Prager Hauptbahnhof nach Ostrava – ca. 3 Stunden dauerte diese Fahrt nochmals. Gegen 17.00 Uhr haben wir im Hotel für die Main-Draw-Spieler eingecheckt

• Eine kurze Laufeinheit zur Gewöhnung an das Klima steht noch an, außerdem eine Behandlung bei der Physiotherapie

• Am Dienstag kommen Coach Igor (Prielozny; Anm. der Red.) und am Mittwoch auch unsere Psychologin Nadine (Volkmer; Anm. der Red.) aus Zürich dazu

+++ 09:57 Uhr: Wochenausblick: Tschechische Hochöfen und Nürnberger Hauptmarkt +++

Beach-Volleyball mit industriellem Flair: Bieneck/Schneider schlagen in Ostrau auf (Foto: FIVB)

Historische Eisenwerke, idyllischer Hauptmarkt und der längste Fluss Asiens: Drei eindrucksvolle Standorte präsentieren sich in dieser Woche der Beach-Volleyball-Welt. Die Nationalteams reisen zum 4-Sterne-Turnier nach Ostrau (Tschechien), die Techniker Beach Tour stoppt in Nürnberg und zwei deutsche Frauenteams starten in Nantong (China) → unser Wochenausblick.

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