+++ Newsblog: Beach-Volleyball-Junioren auf Titeljagd +++

Turnierwoche 18. - 23.06.2019


von beach-volleyball.de/Matthias Pons

Svenja Müller erreichte mit Sarah Schulz Platz 4 bei der U21 WM in Udon Thani (Foto: FIVB)

In der Hitze Thailands spielten vier deutsche Teams um die Titel bei den Beach-Volleyball-Weltmeisterschaften der unter 21-Jährigen in Udon Thani. Auf nationalem Boden in Dresden machten die U20-Junioren die Deutschen Meister unter sich aus – in unserem Newsblog standen in dieser Woche die Nachwuchsathleten im Mittelpunkt.


Sonntag, 23. Juni

+++ Dresden, 16:20 Uhr: Start-Ziel-Siege für Ahr/Kubo und Christ/Grüne +++

Die Favoriten haben sich durchgesetzt: Bei den Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften in Dresden haben mit Yannik Ahr/Luis Kubo (beide DJK TuSA Düsselsdorf) sowie Chenoa Christ (VC Wiesbaden)/Anna-Lena Grüne (MTV 48 Hildesheim) die beiden top gesetzten Teams den Meistertitel in der Altersklasse U20 gewonnen.

Im Herren-Finale auf dem Dresdner Altmarkt bezwangen Ahr/Kubo die an zwei gesetzten Sachsen Lorenz Deutloff (L.E. Volleys)/Sebastian Rösler (VC Dresden) vor deren Heimkulisse mit 21:17 und 21:19. Damit belohnte sich das Duo aus Nordrhein-Westfalen – nach dem Vizetitel in 2018 – in diesem Jahr mit der Meisterschaft.

Ebenfalls mit Gold nach Hause fahren Anna-Lena Grüne vom MTV 48 Hildesheim und Chenoa Christ vom VC Wiesbaden. Nach Fehlstart in Satz eins (14:21) behielten sie anschließend in einem wahrhaften Krimi gegen Nele Schmitt und Paula Schürholz (beide DJK TuSA Düsseldorf) noch mit 23:21 und 17:15 äußerst knapp die Oberhand – und dürfen sich ab heute Deutsche Meisterinnen 2019 nennen.

+++ Udon Thani, 13:00 Uhr: Jörg Ahmann: „Bin sehr zufrieden!“ +++

Bundestrainer Jörg Ahmann (re.) zeigt sich zufrieden mit der U21 WM. (Foto: Jinan Al-Shok)

Kurz nach der verpassten Chance auf eine Medaille zog Bundestrainer Jörg Ahmann – zuständig für den weiblichen Bereich – ein positives WM-Fazit. „Ich bin mit beiden Teams sehr zufrieden“, so Ahmann, der seinen Duos tolle Leistungen bescheinigte. Sarah Schulz und Svenja Müller hätten sich dabei „gerade in den Single-Elimination Spielen immer weiter gesteigert“ und eine starke Performance abgeliefert.

Das zweite Duo mit Marie Schieder und Hannah Ziemer, das ohne intensive Vorbereitung antreten musste, holte laut Ahmann mit Platz 9 „das maximal Mögliche“ heraus. Die Bedingungen in Thailand, wo am Samstag und Sonntag bei über 38 Grad gespielt wurde, beschreibt er dabei als „sehr hart für die Mädels“.

Trotz der Niederlage war der Bundestrainer vor allem über die Leistung von Müller/Schulz im Halbfinale angetan. „Das war unser bestes Spiel und sehr hochklassig“, so Ahmann über die Partie gegen die starken Russinnen. „Gegen ein bereits derart auf der Weltserie etabliertes Team so mitzuhalten, ist aller Ehren wert“, lobte der Coach seine Spielerinnen nach dem Duell gegen die späteren Vize-Weltmeister.

Für das im Anschluss verlorene Spiel um Bronze fehlte seinen Schützlinge dann die Kraft: „Da hatten die Spanierinnen eine Stunde mehr Pause. Bei uns waren die Akkus einfach leer“. Wirklich auf dem Zettel hatte er den Erfolg im Vorfeld nicht. „Wenn uns das vorher einer gesagt hätte, wären wir sehr zufrieden gewesen“, so Ahmann und gestand, dass es „natürlich dann auch immer schade ist, ohne Medaille nach Hause zu fahren“.

Harte Arbeit bedeutete die WM auch für Hannah Ziemer und Marie Schieder, die aufgrund einer Verletzung von Schieder unter erschwerten Bedingungen angetreten waren. Kein gemeinsames Turnier und nur wenige Trainingseinheiten – für Ahmann ein Nachteil, der sich in schwierigen Situationen auch bemerkbar machte: „Immer wenn es eng wurde, ging der gemeinsame Rhythmus ein wenig verloren.“

Ahmann zollte Schieder und Ziemer ob der widrigen Bedingungen seinen Respekt. „Dafür haben sie mit einem einstelligen Ergebnis bei der WM etwas Tolles geleistet“. Die gezeigten Leistungen und das Gesamtergebnis von Udon Thani stimmten den 53-jährigen Bundestrainer auch positiv für die Zukunft: „Wir werden noch viel Freude an den Mädels haben.“

+++ Udon Thani, 12:00 Uhr: Doppeltes WM-Gold für Brasilien +++

Zwillinge im Goldrausch: Rafael und Renato (re.) sind U21 Weltmeister. (Foto: FIVB)

Brasilien triumphiert: Renato und Rafael Andrew Lima de Carvalho aus Brasilien haben die U21 Weltmeisterschaften in Udon Thani gewonnen. Die beiden Brüder besiegten im Finale Jakob Windisch und Alberto di Silvestre aus Italien. Bei den Frauen siegten ihre Landsfrauen Victoria und Vitoria und verwiesen die russischen Top-Favoriten Bocharova/Voronina auf Rang zwei.

Das Gold-Duell der Männer wurde dabei zu einer klaren Angelegenheit für die Südamerikaner, bei denen Blockspieler Renato sogar als amtierender U21 Weltmeister ins Rennen ging. Bereits in 2017 hatte er – damals im chinesischen Nanjing – den Titel in dieser Altersklasse gewonnen. Nun gelang es ihm – gemeinsam mit seinem Bruder in der Abwehr – diesen in Thailand zu verteidigen. Mit 21:11 und 21:15 fertigten sie die beiden chancenlosen Italiener in 32 Minuten ab – und hüpften goldberauscht mit ihrem Betreuerstab über den Center Court.

Deutlich spannender machten es die Frauen, die sich über drei Sätze einen harten Kampf um die Krone lieferten. Beide Teams boten dabei zum Ende des Tie-Breaks einige spektakuläre Rallyes, die vom thailändischen Publikum lautstark begleitet wurden. Ausgerechnet die abgezockte Voronina wackelte beim Stand von 13:13 zweimal im Sideout – und musste dann zusehen, wie Victoria und Vitoria ihr Siegesglück kaum fassen konnten.

+++ Udon Thani, 10:30 Uhr: Medaille verpasst - Rang vier für Müller/Schulz +++

Vergeblich gestreckt: Svenja Müller hat mit Sarah Schulz die Medaillen verpasst. (Foto: FIVB)

Es sollte nicht sein: Svenja Müller und Sarah Schulz haben bei der U21 WM einen Medaillenrang verpasst. Nach Niederlagen gegen Russland und Spanien schließt das DVV-Duo im thailändischen Udon Thani auf Rang vier ab.

Die Russinnen Bocharova und Voronina waren dabei im Halbfinale das erwartet schwere Los für Müller und Schulz. Die leise Hoffnung auf eine Überraschung – sie wurde nicht erfüllt. Das DVV-Duo mühte sich nach besten Kräften, musste beim 17:21 und 18:21 die Leistung der den hohen Favoritinnen jedoch anerkennen. Der russische Siegeszug erhielt somit seine Fortsetzung und verwehrte eine deutsche Finalteilnahme.

Viel Zeit blieb Müller/Schulz anschließend nicht, um die Niederlage abzuschütteln. Denn im direkten Anschluss gab es im Bronze-Match die Wiederauflage einer Vorrundenpartie gegen Spanien. Während die Ahmann-Schützlinge im Pool Play noch als klare Siegerinnen den Platz verließen, revanchierten sich nun María Belén Carro und Daniela Álvarez Mendoza für die Niederlage am vergangenen Mittwoch. Nach einer starken Turnierleistung reichte es dann für Svenja Müller und Sarah Schulz nicht mehr für die erträumte Medaille. Während Spanien jubelte, landete Deutschland nach 10:21 und 18:21 auf einem guten vierten Platz.


Spiel um Platz 3- Sonntag, 23.06., 08:45 Uhr

Finale - Sonntag, 23.06., 11:00 Uhr


Samstag, 22. Juni

+++ Dresden, 14:30 Uhr: DM-Gruppensieger ziehen ins Viertelfinale ein +++

Erst Techniker Beach Tour, dann U20 DM: Tolles Ambiente auf dem Dresdner Altmarkt. (Foto: Michael Kunkel)

Ab ins Viertelfinale: Bei den Deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften der U20 haben bei Frauen und Männern jeweils vier Teams mit zwei Siegen das Viertelfinale erreicht. Bei den Frauen stehen Christ/Grüne, Bartholome/Klein-Hitpaß, Schmitt/Schürholz und Lübben/Schumann unter den letzten Acht. In der Herrenkonkurrenz gelang dies Ahr/Kubo und Deutloff/Rösler sowie Heldt/Lübbert und Lübcke/Schröder.

Dabei ging es in Dresden bereits im Pool-Play ordentlich zur Sache. Die an eins gesetzten Chenoa Christ (VC Wiesbaden) und Anna-Lena Grüne (MTV 48 Hildesheim) siegten überlegen gegen ein bayrisches Duett. Nach dem klaren Erfolg hatten sie im zweiten Gruppenspiel dann allerdings deutlich mehr Probleme mit stark aufspielenden Dresdnerinnen. Vor heimischer Kulisse gewannen Meghan Barthel und Elena Kömmling (beide Dresdner SC) Satz eins klar mit 21:12. Doch Christ/Grüne drehten die Partie – holten mit 21:11 und 15:13 den Sieg in Gruppe A.

Während die Gruppenvierten die Heimreise antreten müssen, spielen die jeweils acht Zweit- und Drittplatzierten zur Stunde die restlichen Teilnehmer für die Viertelfinalrunde aus. Spätestens heute Abend stehen dann die Halbfinalisten fest, die am Sonntag die Beach-Volleyball-Fans rund um den Dresdner Altmarkt begeistern dürfen.

+++ Udon Thani, 12:45 Uhr: WM-Halbfinale gegen russische Top-Favoritinnen +++

Baggert sich Sarah Schulz zu einer WM-Medaille? (Foto: FIVB)

Als Außenseiter ins Halbfinale: Svenja Müller (DJK TuSA 06 Düsseldorf e.V.) und Sarah Schulz (TGM Mainz-Gonsenheim) treffen am Sonntagmorgen im Halbfinale der U21-WM in Thailand auf die starken Russinnen Mariia Bocharova/Maria Voronina. Als einziges verbleibendes DVV-Duo haben Müller/Schulz nun zwei Chancen auf Edelmetall.

Amtierende U19-Weltmeisterinnen, Gold bei den Youth Olympic Games in Argentinien, Gold beim 2-Sterne-Turnier in Aydin (Türkei) – die eindrucksvollen Erfolge von Bocharova/Voronina sprechen für sich. Zudem hat die 17-jährige Mariia Bocharova erst letzte Woche die U18 EM im österreichischen Baden gewonnen. Und auch in Udon Thani marschierte sie mit der nur 1,68 Meter großen Voronina souverän ins Halbfinale – wo nun Müller/Schulz in vermeintlicher Außenseiterrolle auf ihre Chancen hoffen.

Die Spiel der beiden Deutschen gegen Bocharova/Voronina wird für Frühaufsteher um 6:00 Uhr im Livestream zu sehen sein. Im anderen Halbfinale duellieren sich zuvor Victoria/Vitoria aus Brasilien mit den Spanierinnen Álvarez/Carro. 

U21-WM Halbfinale Frauen

Sonntag 23. Juni, 6:00 Uhr: Müller/Schulz vs. Bocharova/Voronina → Livescore und Ergebnisse | → Livestream

+++ Udon Thani, 11:15 Uhr: Matysik: „Aktuell überwiegt die Enttäuschung!“

Abgeblockt: Am Ende fehlten Robin Sowa (im Angriff) nur Kleinigkeiten. (Foto: FIVB)

Am Ende mussten sie den sechs zum Teil sehr intensiven Partien Tribut zollen. „Im siebten Spiel haben Robin und Lukas erstmals nicht ihre Möglichkeiten voll ausgeschöpft“, analysiert der für den männlichen Bereich zuständige Nachwuchs-Bundestrainer Kay Matysik im Anschluss an das verlorene Viertelfinale. Pfretzschner/Sowa unterlagen gegen „sichere Mexikaner“, so Matysik, in zwei Sätzen und verpassten das Halbfinale.

Dabei gab es für den deutschen Coach insgesamt nicht viel an der Leistung seiner Schützlinge auszusetzen. Er bescheinigte sowohl Filip John/Rudy Schneider, die nur ganz knapp an den starken Russen scheiterten, als auch Pfretzschner/Sowa zum Teil „großartige Spiele in der Qualifikation und der Gruppenphase“. Trotz der Top10-Platzierungen mache sich derzeit aber keine wirkliche Freude breit. „Beide Teams hatten ihre Möglichkeiten und aktuell überwiegt die Enttäuschung“, beschreibt Matysik die Gefühlslage im männlichen Bereich des DVV-Lagers.

Statt Medaillen bekamen die Spieler zumindest von ihrem Coach eine große Portion Lob und Respekt erteilt. Alle vier Athleten hätten in den anderen Begegnungen „ihre mentale und physische Stärke sowie ihr großartiges Teamwork gezeigt“. Am Ende fehlten den DVV-Männern jeweils nur Kleinigkeiten „an denen wir im Training noch präziser arbeiten können“, wie Matysik ankündigt.

+++ Udon Thani, 10:00 Uhr: Müller/Schulz erreichen WM-Halbfinale +++

Svenja Müller (re.) und Sarah Schulz erreichen das Halbfinale der U21 WM. (Foto: FIVB)

Finaltag mit deutscher Beteiligung! Svenja Müller und Sarah Schulz haben bei den U21 Weltmeisterschaften in Udon Thani nach Siegen gegen Mexiko und Schweiz das Halbfinale erreicht. Lukas Pfretzschner/Robin Sowa und Marie Schieder/Hannah Ziemer belegen nach Niederlagen Rang 5 bzw. 9.

Für Svenja Müller und Sarah Schulz war es ein perfekter Turniertag. Nach dem Sieg im Achtelfinale gegen Mexiko (21:18, 21:19) kam es im Viertelfinale zum Nachbarschaftsduell gegen die Schweiz. Gegner waren Mara Betschart – die jüngere Schwester der Weltserienspielerin Nina Betschart – und ihre Partnerin Esmée Böbner. Doch für diese gab es bereits zu Beginn kein Vorbeikommen an den beiden Deutschen – mit zwei Breakpunkten am Satzende sicherten sich die 1,92 Meter große Müller und die 1,85 Meter große Schulz den ersten Durchgang mit 21:16.

Zwar misslang Müller und Schulz der Start in den zweiten Satz (3:6), doch zur technischen Auszeit holten sie sich die Führung zurück (11:10). Danach erzielte das DVV-Duo ein Break zum 17:14 – und jubelte nach einem erneuten 21:16 über den Einzug ins Halbfinale. Somit gehören Müller/Schulz zu den vier besten U21-Teams der Welt und kämpfen beim morgigen Finaltag um die Medaillen.

Für Lukas Pfretzschner und Robin Sowa wurde das Viertelfinale gegen die Mexikaner Sarabia/Stephens zur Endstation. Sie unterlagen mit 18:21 und 19:21 – und mussten damit heimliche Medaillenträume begraben. In der Endabrechnung belegen Pfretzschner/Sowa damit Rang 5.

Ebenfalls nicht um die Medaillen spielen werden Marie Schieder und Hannah Ziemer. Sie waren im Achtelfinale chancenlos gegen Victoria/Vitoria. Die beiden Brasilianerinnen beherrschten klar das Geschehen und sorgten mit 21:10 und 21:11 für das Aus der beiden Deutschen, die die WM auf Rang 9 beenden. 


Freitag, 21. Juni

+++ Udon Thani, 16:30 Uhr: Die Ansetzungen für Samstag +++

Fliegt Lukas Pfretzschner mit Partner Robin Sowa ins WM-Halbfinale? (Foto: FIVB)

Schaffen es die Frauenteams bei der U21 WM ins Viertelfinale? Und gelingt Pfretzschner/Sowa der Sprung in die Top 4? Am frühen Samstagmorgen duellieren sich Svenja Müller/Sarah Schulz und Marie Schieder/Hannah Ziemer mit ihren jeweiligen Kontrahentinnen um den Einzug in die Runde der letzten Acht. Müller/Schulz haben es dann mit Herdrick/Ibarra aus Mexiko zu tun, für Schieder/Ziemer geht es gegen die Brasilianerinnen Victoria/Vitoria.

Die Chance auf eine Medaille können sich Pfretzschner/Sowa nur mit einem Sieg gegen die Mexikaner Sarabia/Stephens bewahren. Während die beiden Deutschen – die Qualifikation mit eingerechnet – schon sechs Spiele absolvieren mussten, konnten die beiden Südamerikaner in ihren erst vier Turnierpartien mit den Kräften haushalten. Gegen Nicaragua, Cuba, Ägypten und Chile blieben sie bisher ohne Satzverlust.

Die Ansetzungen für Samstag:

Achtelfinale Frauen

4:00 Uhr: Müller/Schulz vs. Herdrick/Ibarra (MEX)

5:00 Uhr: Schieder/Ziemer vs. Victoria/Vitoria (BRA)

Viertelfinale Männer

6:00 Uhr: Pfretzschner/Sowa vs. Sarabia/Stephens (MEX) → Livescore und Ergebnis

+++ Udon Thani, 13:00 Uhr: WM-Viertelfinale für Pfretzschner/Sowa +++

Hoch im Kurs: Lukas Pfretzschner steht mit Robin Sowa im Viertelfinale. (Foto: FIVB)

Die „Gauchos“ bezwungen: Lukas Pfretzschner (19) und Robin Sowa (20) stehen nach einem Sieg gegen Argentinien bei den U21 Weltmeisterschaften im Viertelfinale. Unterdessen ist für Filip John/Rudy Schneider nach einer extrem knappen Niederlage das Turnier beendet.

Für Pfretzschner und Sowa lief im Duell mit den Südamerikanern zunächst alles nach Plan. Beim Stand von 20:17 verwandelten sie direkt ihren ersten Satzball und gingen mit 1:0 in Führung. Satz zwei verlief zunächst auf Augenhöhe bis die Argentinier Amieva/Zelayeta mit einem Break zum 17:15 vorlegen konnten. Doch das DVV-Duo bewies Nervenstärke, wehrte einen gegnerischen Satzball ab – und siegte mit 23:21. Damit sind Pfretzschner/Sowa nur noch einen Sieg von den Medaillenspielen entfernt. Im Viertelfinale treffen sie morgen entweder auf Sarabia/Stephens aus Mexiko oder Droguett/Iglesias aus Chile.

Vom Glück verlassen scheiden Filip John/Rudy Schneider nach einem erbitterten Fight gegen die Russen Gorbenko/Ivanov aus dem Turnier aus. Nach anfänglicher Führung unterlagen die beiden Deutschen im ersten Satz äußerst knapp mit 26:28. Im zweiten Durchgang bewiesen John und Schneider Moral, kämpften sich nach einem 17:19-Rückstand nochmals in die Verlängerung – jedoch ohne Erfolg. Mit einem erneuten 26:28 war die U21 WM für John/Schneider beendet. Sie belegen nach dieser extrem knappen Niederlage Rang 9 in Udon Thani.

+++ Udon Thani, 11:30 Uhr: Müller/Schulz und Schieder/Ziemer souverän +++

Geballte Freude bei Svenja Müller über den Einzug ins Achtelfinale (Foto: FIVB)

Souverän ins Achtelfinale: Beide Frauenteams haben bei der U21 WM mit klaren Siegen die Runde der letzten 16 erreicht – und sich damit schon mindestens Rang neun gesichert. Svenja Müller und Sarah Schulz benötigten beim 21:14 und 21:15 gegen Bolivien nur eine halbe Stunde Spielzeit bis der Sieg in trockenen Tüchern war. Marie Schieder und Hannah Ziemer waren beim 21:18 und 21:12 gegen Paraguay nicht viel länger beschäftigt – nach 33 Minuten war die Partie bereits beendet.

Deutlich höhere Hürden wird es für die DVV-Frauen im nun folgenden Achtelfinale geben. Am Samstagmorgen warten dann auf Müller/Schulz die Mexikanerinnen Herdrick/Ibarra, die in der Gruppenphase gegen Schieder/Ziemer in zwei Sätzen erfolgreich waren. Für die letztgenannten werden derweil Victoria/Vitoria aus Brasilien zum nächsten Gradmesser. Schaffen es die deutschen Teams ins Viertelfinale, dürfen sie am Samstagmittag nochmal ran.

+++ Dresden, 10:30 Uhr: Christ/Grüne und Ahr/Kubo an eins gesetzt +++

Mitfavoritin in Dresden: Chenoa Christ ist bei der U20 DM an eins gesetzt. (Foto: Peter Weber)

Nach der Techniker Beach Tour ist vor der U20 DM: Auf dem Dresdner Altmarkt starten heute die Deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften der unter Zwanzigjährigen (Jahrgang 2000 und jünger). Über die nationale Rangliste haben sich dafür jeweils 16 Frauen- und Männerteams qualifiziert. Genau wie bei der deutschen Tour werden im verkürzten Pool-Play (zwei Spiele je Team) und einer anschließenden K.O.-Runde die neuen Meister gesucht.

Mit 216 DVV-Punkten starten bei den Frauen dann Chenoa Christ (VC Wiesbaden) und Anna-Lena Grüne (MTV 48 Hildesheim) an Setzposition eins in die Titelkämpfe. Das Duo hatte sich in den letzten Wochen bei Kat.1+ Turnieren auf Norderney (9. Platz) und in Coesfeld (4. Platz) gemeinsame Wettkampfpraxis erspielt. Ebenfalls zum Kreis der Favoriten gehören die an Position zwei geführten Antonia Bartholome (VC Olympia Berlin) und Greta Klein-Hitpaß (DJK TuSA 06 Düsseldorf e.V.).

Bei den Herren stammen die Top-Favoriten auf den Titel aus Nordrhein-Westfalen. Mit Yannik Ahr und Luis Kubo, die in der Hallensaison für den Zweitligisten TuB Bocholt ans Netz gehen und im Sand für die DJK TuSA Düsseldorf starten, führen die amtierenden deutschen Vizemeister der U20 die Setzliste an. Rang zwei der Setzliste belegen die sächsischen Lokalmatadoren Lorenz Deutloff (L.E. Volleys) und Sebastian Rösler (VC Dresden). 

→ Spielplan und Ergebnisse Frauen

→ Spielplan und Ergebnisse Männer

+++ Udon Thani, 9:00 Uhr: Beide Frauenteams in der K.O.-Runde +++

Die 18-jährige Marie Schieder schlägt bei der U21 WM in der K.O.-Phase auf. (Foto: FIVB)

Alle Teams weiter: Bei der U21-WM in Thailand haben Marie Schieder/Hannah Ziemer und Svenja Müller/Sarah Schulz ihre abschließenden Gruppenspiele gewonnen und Rang zwei in ihren Pools gesichert. Beide Duos ziehen damit in die erste K.O.-Runde ein und treffen dort auf Teams aus Südamerika. Für Müller/Schulz führt der Weg ins Achtelfinale dann über Canedo/Mela aus Bolivien, für Schieder/Ziemer über die Partie gegen Laura/Poletti aus Paraguay.

Das sind die heutigen Ansetzungen im Überblick:

1. K.O.-Runde Frauen

9:30 Uhr: Schieder/Ziemer vs. Laura/Poletti (PAR)

10:20 Uhr: Müller/Schulz vs. Canedo/Mela (BOL)

Achtelfinale Männer

11:10 Uhr: John/Schneider vs. Ivanov/Gorbenko (RUS) → Livescore und Ergebnis

12:00 Uhr: Pfretzschner/Sowa vs. Amieva/Zelayeta (ARG) → Livescore und Ergebnis


Donnerstag, 20. Juni

+++ 17:30 Uhr: Schneider/John und Pfretzschner/Sowa im Achtelfinale +++

Die Freude ist groß: Filip John (re.) und Rudy Schneider werden Gruppensieger. (Foto: FIVB)

Auftakt nach Maß: In der thailändischen Hitze sind sowohl Filip John/Rudy Schneider als auch Lukas Pfretzschner/Robin Sowa als Gruppensieger ins Achtelfinale eingezogen. Bei den Mädchen haben Marie Schieder/Hannah Ziemer und Svenja Müller/Sarah Schulz in der Gruppenphase jeweils einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto.

Der Weg zum Gruppensieg wurde für die männlichen Duos aber nicht zum Spaziergang. Jeweils zwei ihrer drei Partien waren hart umkämpft und wurden erst im Tie-Break entschieden. Doch die DVV-Jungs ließen keine Niederlagen zu und hatten jeweils das bessere Ende für sich. Durch den Sieg im Pool bleibt beiden Teams die erste K.O.-Runde erspart – sie stehen direkt im morgigen Achtelfinale. Pfretzschner/Sowa treffen dort auf entweder auf Zelayeta/Amieva aus Argentinien oder die Österreicher Kopschar/Pascariuc. Für Schneider/John geht gegen den Sieger aus dem Spiel zwischen Ivanov/Gorbenko (Russland) und Takken/Nicolaidis (Australien).

Ob und in welcher K.O.-Runde es für die Frauen weitergeht, entscheidet sich am frühen Freitagmorgen. In den abschließenden Vorrundenspielen ist für Marie Schieder/Hannah Ziemer und Svenja Müller/Sarah Schulz nach ausgeglichener Bilanz der weitere Verlauf noch offen. Während Schieder/Ziemer auf ein bisher siegloses Team aus Indonesien treffen, geht es für Müller/Schulz gegen ein Duo aus Brasilien, das ebenfalls zwei Niederlagen verbucht hat.


Mittwoch, 19. Juni

+++ 15:00 Uhr: Pfretzschner/Sowa wollen ihren „Spielstil vom Mainstream abheben” +++

Mit eigenem Stil ins Hauptfeld: Lukas Pfretzschner (li.) und Robin Sowa meistern die Qualifikation. (Foto: FIVB)

Die Qualifikation haben sie erfolgreich gemeistert: Lukas Pfretzschner und Robin Sowa sind bei der U21-Weltmeisterschaft in Thailand die größte deutsche Hoffnung. Für das neu formierte DVV-Perspektivteam ist die WM der erste große Höhepunkt. Wenn es nach ihnen und Trainer Kay Matysik geht, sollen weitere folgen. Ihre Vision ist es, sich durch Spielwitz und Athletik von der Konkurrenz abzuheben und 2024 bei Olympia aufzuschlagen. Auf dem Weg dahin wollen sie ihren "Spielstil vom Mainstream abheben".


Dienstag, 18. Juni

+++ 18:30 Uhr: Hitze, Regen und die Unwägbarkeiten einer Qualifikation +++

Die U18-Europameisterin Svenja Müller steht mit ihrer Partnerin Sarah Schulz als einziges deutsches Duo im Hauptfeld der U21-Weltmeisterschaft 2019 im Beach-Volleyball (Foto: CEV)

Für vier deutsche Nachwuchsteams steht das Highlight der Saison an: Ab Dienstag nehmen Svenja Müller/Sarah Schulz, Marie Schieder/Hannah Ziemer, Robin Sowa/Lukas Pfretzschner und Filip John/Rudy Schneider an der U21 Weltmeisterschaft in Udon Thani, Thailand teil. Bereits vergangenen Freitag reisten sie mit ihrem Trainerteam am Turnierort an, um sich neben der spielerischen Vorbereitung auch an das thailändische Klima zu gewöhnen. In unserem Vorbericht sprechen Trainer und Athleten über Hitze, Regen und die Unwägbarkeiten einer Qualifikation.

 

 

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