+++ Newsblog: Die Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften 2020 +++


von beach-volleyball.de/Klaus Wegener, Annika Schultz

Sonntag, 6. September

+++ 17:17 Uhr: Die Beach-Volleyball-Szene schickt klare Lebenszeichen +++

Meister 2020: Julius Thole und Clemens Wickler (Foto: Peter Weber)

Mit dem Sieg von Clemens Wickler und Julius Thole bei den Deutschen Meisterschaften ist die nationale Beach-Volleyball-Saison in Deutschland zunächst einmal beendet. Zeit für einen Blick nach vorne - und in die Gerüchteküche rund um die Teams.

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+++ 16:32 Uhr: Julius Thole und Clemens Wickler werden souverän Deutsche Meister 2020 +++

Völlig abgezockt und mit einer Ruhe, die in Deutschland ihresgleichen sucht: Julius Thole und Clemens Wickler sind bei den Deutschen Meisterschaften 2020 ihrer haushohen Favoritenrolle gerecht geworden. Im Endspiel siegten sie souverän mit 2:0 (21:12, 21:18) gegen das Interimsduo Nils Ehlers/Eric Stadie und sicherten sich neben ihrem zweiten gemeinsamen Titel auch 10.000 Euro Preisgeld. "Es ist richtig geil, in diesem Jahr, wo es sonst nichts gab an Wettkämpfen, wenigstens Deutscher Meister zu werden", freute sich Wickler, der bereits seinen vierten Titel in Timmendorfer Strand holte. Sein Partner ergänzte: "Wegen der Corona-Maßnahmen durften wir die ganzen Tage nicht in die Ostsee. Jetzt gehen wir gleich rein und feiern, das lassen wir uns nicht nehmen."

 

 

+++ 14:58 Uhr: Jonas Schröders Abschied von der großen Bühne +++

Sie nahmen sich noch einmal lange in den Arm, die guten Freunde Jonas Schröder und Paul Becker. Kurz zuvor hatten sie ihr vorerst letztes gemeinsames Spiel bestritten: Schröder, 29 Jahre alt, wird seine Stunden im Sand deutlich reduzieren, als Team trennen sie sich in jedem Fall. Seit drei Jahren hatte das "Team Knirps" die Tour aufgemischt, die zwei Abwehrspieler überzeugten stets mit cleverem, technisch starken Spiel. 2018 spielten Becker/Schröder ihre stärkste Saison, holten viermal die Goldmedaille und drei weitere Podestplätze auf der Techniker Beach Tour. 2019 folgte schließlich die Bronzemedaille bei den Deutschen Meisterschaften.

"Er hat die Tour bereichert, als begnadeter Volleyballer und als Mensch", bekannte Konkurrent Alexander Walkenhorst kurz nach dem Ende des diesjährigen Spiels um Platz drei. Das ging an Walkenhorst und Partner Sven Winter, die damit ihre erste DM-Medaille als Team holten. Die ganz große Krönung blieb dem Team Becker/Schröder also verwehrt, Platz vier unter allen Umständen in diesem Jahr ist trotzdem bemerkenswert.

Jonas Schröder wird sich nach eigenem Bekunden mehr auf Beruf und Familie konzentrieren und zumindest nicht mehr regelmäßig auf der höchsten deutschen Tour zu sehen sein und es genießen, "die Sommer künftig flexibler" gestalten zu können. Paul Becker ist auf der Suche nach einem neuen Partner bereits fündig geworden - nur bekanntgeben wollte er ihn zunächst noch nicht.


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+++ 12:00 Uhr: Duell der Trainingskollegen im Endspiel +++

Foto: Conny Kurth/DVV

Nils Ehlers und Eric Stadie sind in das Finale der Deutschen Meisterschaften 2020 eingezogen. Das Interimsduo bleibt auch im Halbfinale weiter ohne Satzverlust: Gegen Paul Becker und Jonas Schröder siegten Ehlers/Stadie mit 2:0 (21:15, 25:23). „Das Spiel gewinnt letztlich der Blocker. Ohne Erics Leistung zu schmälern, das hätte wohl jeder Abwehrspieler gewonnen. Wenn wir dann auch noch selber nicht gut aufschlagen und Chancen für Breaks liegen lassen, wird das nichts“, gibt sich Becker im Anschluss selbstkritisch.

Für Ehlers ist der Finaleinzug auf nationaler Ebene der größte Erfolg, Stadie steht nach 2017 zum zweiten Mal im Endspiel der deutschen Titelkämpfe. Ob die Medaille die goldene Farbe haben wird, entscheidet sich um 15.30 Uhr gegen die Trainingskollegen von Ehlers, Clemens Wickler und Julius Thole. „Das erste gemeinsame Training von Eric und mir war schon mit den beiden, das hat schon ordentlich Spaß gemacht“, sagt Ehlers.

+++ 10:51 Uhr: Thole/Wickler stehen im Endspiel +++

Foto: Peter Weber

Clemens Wickler und Julius Thole werden bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand weiterhin ihrer Favoritenrolle gerecht. Im Halbfinale siegten sie gegen Alexander Walkenhorst und Sven Winter mit 2:0 (21:19, 21:15) und standen dabei nur im ersten Durchgang vor Herausforderungen, weil Walkenhorst/Winter dort großen Aufschlagdruck entwickelten. "Der erste Satz kann auch in die andere Richtung kippen. Die beiden sind im Aufschlag ultra stark", betonte Wickler.

Im Finale um 15:30 Uhr treffen die Vize-Weltmeister auf den Sieger aus der Partie Ehlers/Stadie gegen Becker/Schröder. Für Thole und Wickler wäre es der zweite gemeinsame DM-Titel, für Wickler bereits die vierte Meisterschaft.

+++ 08:20 Uhr: DM-Showdown bei den Männern +++

Gewaltige Höhe: Julius Thole schlägt zu. (Foto: Peter Weber)

Guten Morgen aus Timmendorf!

24 Spiele sind im Turnier der Männer absolviert, vier stehen noch aus, dann fällt der Vorhang der 29. Deutschen Meisterschaften an der Ostsee. Wer wird Titelträger 2020? Nach den bisherigen Vorstellungen gelten Julius Thole und Clemens Wickler als Topfavorit. Holen sich die Vize-Weltmeister ihren zweiten gemeinsamen Titel nach 2018? Favoriten sind schon genug gestrauchelt: Am Samstag erwischte es Bennet und David Poniewaz als Titelverteidiger.


Samstag, 05. September

+++ 19:04 Uhr: Favoriten bleiben unter sich +++

Erst zum Boykott aufgerufen, dann nicht an der Comdirect Beach Tour teilgenommen, nun einen „Freundschaftsdienst geleistet“ und mal eben mindestens Platz vier gesichert: Eric Stadie hat gemeinsam mit Nils Ehlers den Halbfinal-Einzug perfekt gemacht und ganz nebenbei die amtierenden Deutschen Meister David und Bennet Poniewaz aus dem Turnier geworfen. Zu seinen Entscheidungen möchte Stadie sich weiterhin nicht äußern – stattdessen kann er am Sonntag gegen Paul Becker und Jonas Schröder mit einem möglichen Finaleinzug sportliche Taten sprechen lassen. Wie es um seine Qualitäten steht, hat er in den vergangenen Jahren oft genug bewiesen.

Deutliche Erfolge feierten auch Sven Winter und Alexander Walkenhorst sowie Clemens Wickler und Julius Thole – diese beiden Duos treffen am Sonntag im zweiten Halbfinale aufeinander. „Von Simon bin ich ein großer Fan. Der wird mal ein richtig Guter, wenn er weiter Gas gibt“, sagte Wickler über Simon Pfretzschner, den er kurz zuvor im Viertelfinale besiegt hatte. Für den jüngeren der Pfretzschner-Brüder – Simon ist 18 Jahre alt, Lukas Pfretzschner 20 – war es die Premiere bei den Deutschen Meisterschaften. „Ich bin immer noch etwas überwältigt. Ich war bisher nur als Zuschauer da, ich muss erst mal mit der Situation klarkommen“, so Pfretzschner.

Ein fünfter Platz kann sich da durchaus sehen lassen, auch sein Partner Milan Sievers zeigt sich zufrieden: „Ich bin völlig ohne Erwartungen hierhingekommen. Jetzt bin ich wie im letzten Jahr wieder Fünfter, das hätte ich nicht gedacht.“

+++ 17:57 Uhr: Das schöne Ende einer verrückten Zeit +++

Foto: Peter Weber

Chantal Laboureur und Sandra Ittlinger haben bei den deutschen Beach-Volleyball-Meisterschaften allen Widrigkeiten getrotzt und sich mit ihrem ersten gemeinsamen Meistertitel belohnt. Im Finale glänzten sie mit einer taktischen Meisterleistung.

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+++ 16:55 Uhr: Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur sind Deutsche Meisterinnen 2020 +++

Foto: Peter Weber

Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur haben das Endspiel der Deutschen Meisterschaften 2020 mit 2:1 (19:21, 21:16, 15:9) gegen Laura Ludwig und Margareta Kozuch gewonnen. Sie sichern sich damit ihren ersten gemeinsamen Titel - für Ittlinger ist es der erste überhaupt - und damit auch das Preisgeld von 10.000 Euro. "Nach der Schulterverletzung zurückzukommen und dann Deutsche Meisterinnen zu werden, ist einfach nur der Wahnsinn! Sandra hat mega gespielt", sagt Laboureur, "Plan A ist nicht so wirklich aufgegangen, dann haben wir Plan B genommen - da hat der Coach uns die richtige Taktik mitgegeben."

+++ 15:25 Uhr: Die Herren-Viertelfinal-Partien stehen +++

Foto: Peter Weber

Jonas Schröder und Paul Becker haben das Spiel um den Viertelfinal-Einzug gegen das Interimsduo Max Betzien und Philipp Bergmann souverän mit 2:0 gewonnen – und damit auch Jonas Schröders Karriereende noch etwas hinausgezögert. Schröder hatte vergangene Woche angekündigt, das Pensum zumindest deutlich zu reduzieren, das „Team Knirps“ aus zwei Abwehrspielern wird nicht bestehen bleiben. „Ich glaube, ich bin emotionaler als Jonas, dass das jetzt immer die letzten Spiele sein könnten“, sagt Becker, der Schröders Trauzeuge war. Noch aber könnte es für das Duo Becker/Schröder weitergehen: Im Viertelfinale treffen sie auf das Überraschungsteam Moritz Klein/Rudy Schneider.

Nach zwei hochspannenden Duellen stehen auch Armin Dollinger/Simon Kulzer und Simon Pfretzschner/Milan Sievers im Viertelfinale – für beide Duos ist der Viertelfinal-Einzug schon ein großer Erfolg. Zuvor hatten sich die Poniewaz-Zwillinge im Achtelfinale durchgesetzt, hatten dabei aber zunächst mehr Mühe als gedacht. Gegen die Wolf-Brüder Peter und Georg taten sie sich einen Satz lang schwer, im zweiten Durchgang dominierten sie. Durch den Umweg über das Achtelfinale bekommen sie nun aber schon im Viertelfinale einen schweren Brocken: Nils Ehlers und Eric Stadie.

+++ 12:45 Uhr: Nix geht mehr bei Bieneck – Bronze-Spiel abgesagt +++

Nix geht mehr bei Victoria Bieneck. (Foto: Peter Weber)

Das Spiel um Platz drei bei den Frauen ist abgesagt worden. Grund ist die Verletzung von Victoria Bieneck, die sich seit langer Zeit mit Bauchmuskelproblemen herumplagt. Schon das Halbfinale zwischen Bieneck/Schneider und Ittlinger/Laboureur stand auf der Kippe, wurde aber letzlich zu Ende gebracht. Nun ist Schluss, auch um eine Verschlimmerung zu vermeiden. Kim Behrens und Cinja Tillmann gewinnen damit wie im Vorjahr die Bronzemedaille bei der DM.

Im Spielplan wird dafür das Männer-Achtelfinale zwischen Bergmann/Betzien und Becker/Schröder von 13:00 Uhr auf 14:15 Uhr verschoben.

+++ 12:03 Uhr: Ittlinger/Laboureur erstmals gemeinsam im Endspiel +++

Foto: Peter Weber

Es ist bereits ihre dritte Final-Teilnahme, vor drei Jahren holte sie gar den Titel und trotzdem sprang und lief Chantal Laboureur vor Freude und Erleichterung über den Halbfinal-Sieg über das ganze Feld. "Nach drei Halbfinal-Niederlagen wollten wir dieses Mal endlich in das Finale kommen", bekannte sie im Anschluss. Schon jetzt ist es der größte Erfolg für das Duo Laboureur/Sandra Ittlinger, das sich im vergangenen Jahr zusammengetan hat. Seitdem hatten sie mit vielen Auf und Abs zu kämpfen, dazu kam eine langwierige Verletzung von Laboureur. Auf der Comdirect Beach Tour kamen sie nie über Platz drei hinaus, in Timmendorfer Strand kämpften sie sich nun in das Endspiel - endlich. Dabei profitierten sie sicherlich auch von Verletzungsproblemen Victoria Bienecks, aber "wir haben auch ein sehr gutes Spiel mit sehr wenigen Fehlern gemacht", so Laboureur.

Im Endspiel wartet mit Laura Ludwig und Margareta Kozuch eine "harte Nuss. Sie haben sich auch hier schon so oft zurückgekämpft. Aber wenn man im Finale ist, will man auch Gold", blickt die 30-Jährige voraus. Für ihre Partnerin wäre es der erste Titel, nachdem sie 2018 mit Kim Behrens Zweite wurde.

+++ 11:04 Uhr: Ludwig/Kozuch greifen erneut nach Gold +++

Foto: Peter Weber

Laura Ludwig und Margareta Kozuch haben die zweite gemeinsame Chance auf Gold bei den Deutschen Meisterschaften: Wie schon im Vorjahr schlugen sie im Halbfinale Kim Behrens und Cinja Tillmann mit 2:1 (21:17, 15:21, 15:13). "Es gab heute keinen richtigen Schlüsselmoment. Das war Punkt für Punkt harte Arbeit heute", sagte Kozuch im Sport1-Interview. Es war ein Spiel der Gegensätze: Den einen Durchgang dominierten die Aufschläge des einen Teams, den nächsten die des anderen. "Laura brauchte einen kleinen Arschtritt, um wieder zu sich zu kommen", sagte Kozuch mit einem Augenzwinkern. Dazu kamen sich ständig ändernde Witterungsbedingungen; zum Ende des zweiten Satzes setzte Regen ein. "Die Bälle wurden dann schwerer, im Aufschlag muss man den Ball dann anders treffen", erklärte Kozuch.

Eine Lieblingsgegnerin hatte Ludwig für das Finalspiel unterdessen nicht im Kopf: "Der Kopf spielt immer eine Rolle. Hauptsache ist, dass man bei sich bleibt und das umsetzt, was man sich vornimmt", betont Ludwig. Im vergangenen Jahr klappte das im Endspiel gegen Karla Borger und Julia Sude nur bedingt - dieses Jahr wollen sie es besser machen.

+++ 08:15 Uhr: Wer klettert auf das Treppchen? +++

Gibt's was zu feiern heute? Sandra Ittlinger herzt Chantal Laboureur. (Foto: Peter Weber)

Guten Morgen aus Timmendorf!

Schenkt man dem Regenradar Glauben, dann ist der Timmendorfer Strand ab 10:00 Uhr regenfreie Zone. Die Protagonisten der 29. Deutschen Meisterschaften würde es freuen. Es steht an der Tag der Entscheidung bei den Frauen. Zwei Halbfinals um 10:00 und 11:00 Uhr, Spiel um Platz drei (ab 14:07 Uhr) und das Finale ab 15:30 Uhr. Vier Spielerinnen kennen noch nicht das Gefühl, ganz oben auf dem Treppchen der nationalen Titelkämpfe stehen zu können: Margareta Kozuch, Kim Behrens, Cinja Tillmann und Sandra Ittlinger. Die übrigen schon: Chantal Laboureur gewann 2017 mit Julia Sude die DM, Bieneck/Schneider waren 2018 Meister und Laura Ludwigs Titelsammlung scheint endlos. Sieben stehen schon auf dem Konto, der letzte 2016 mit Kira Walkenhorst, bei ihrer 15. DM könnte der achte dazu kommen.

Im Turnier der Männer wird gespielt, bis auch hier die vier Halbfinalisten ermittelt sind. Bleiben Klein/Schneider auf Überraschungskurs? Glückwunsch im Übrigen an Moritz Klein, der heute 24 wird.

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