+++ Newsblog 3./4.9. (Teil 1): Die Deutschen Beach-Volleyball Meisterschaften 2020 +++


von beach-volleyball.de/Klaus Wegener, Annika Schultz

Freitag, 04. September


+++ 19:41 Uhr: Unermüdlicher Kampf gegen den Körper +++

Foto: Peter Weber

Ein Spiel, das die Zuschauer lange in Atem hielt: Zunächst, weil Kira Walkenhorst und Anna-Lena Grüne gegen die World Tour-Siegerinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch eineinhalb Sätze lang ein beeindruckendes Spiel ablieferten und ihre Gegnerinnen komplett im Griff hatten. Dann, weil wohl alle am Feld mit Kira Walkenhorst mitlitten, die buchstäblich bis zum Umfallen kämpfte, ehe die 1:2-Niederlage gegen Kozuch/Ludwig feststand.

Dabei fehlten eigentlich nur Millimeter, die Walkenhorst und Grüne vom Halbfinale trennten. Beim Stand von 21:21 im zweiten Durchgang setzte Kozuch einen Aufschlag so dicht an die Linie, dass wohl die meisten im Stadion den Aus gegeben hätten. „Ich habe Kira nur lächeln sehen und wusste, da ist vielleicht irgendetwas“, erklärte Ludwig später, „in dieser Situation muss man es einfach mit der Challenge versuchen.“ Der Ball touchierte die Linie, die nächste Annahme von Walkenhorst ging weg, Tiebreak.

Schon nach dem Achtelfinale hatte Walkenhorst über Müdigkeit geklagt, in der Verlängerung ihres dritten Spiels des Tages ließen die Kräfte nun endgültig nach: Sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten, auch eine Medical Timeout änderte daran nichts. Anna Grüne versuchte noch, so gut es ging, für sie einzuspringen – sie nahm mehr Raum in der Annahme, schlug und pritschte mitunter zweite Bälle, blockte – nur gereicht hat es nicht, weil Laura Ludwig und Margareta Kozuch ihrerseits weiterhin Walkenhorst suchten. „Das war schon wirklich schwer, auf sie aufzuschlagen und durchzuziehen. Wir alle kennen ihre Leidensgeschichte“, sagte Ludwig. „Aber irgendwo müssen wir da bei uns bleiben.“ Erfolgreich, denn nach drei abgewehrten Matchbällen stehen sie und Partnerin Kozuch nun im Halbfinale.

Kira Walkenhorst selber saß unterdessen noch Minuten nach dem Spiel weiter im Spielerkorb, in Gesellschaft von Melanie Gernert und anderen Wegbegleiterinnen, eine Banane und Salzstangen halfen nur bedingt. Auch Anna-Lena Grüne hatte mit den Tränen zu kämpfen, bekam Trost von Freundin Chenoa Christ. Es war einer dieser Geschichten, die Timmendorfer Strand schreibt.

Eine andere schrieben Victoria Bieneck und Isabel Schneider beinahe unbemerkt auf dem Nebenfeld: Mit 33:31 im zweiten Durchgang sicherten sie sich gegen das Interimsduo Lena Ottens und Melanie Gernert ebenfalls einen Platz unter den ersten Vier.

+++ 19:45 Uhr: Neulinge müssen sich nicht vor feuchten Händen und zittrigen Knien fürchten +++

Power-Paket aus Borken: Rudy Schneider (Foto: Conny Kurth/DVV)

Dann klappt es auch mit Überraschungen: Moritz Klein und Rudy Schneider sind das Überraschungs-Team der DM.

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+++ 18:24 Uhr: Borger/Sude müssen aufgeben +++

Karla Borger verzog vor Schmerzen das Gesicht, Julia Sude versteckte ihre Tränen unter einem bunten Strandtuch: Die Deutschen Meisterinnen müssen im Viertelfinale der diesjährigen Titelkämpfe beim Stand von 0:1 nach Sätzen und 11:13 gegen Kim Behrens und Cinja Tillmann aufgeben – weil gleich beide Spielerinnen von Verletzungen geplagt wurden. Sude knickte im Abschlusstraining in Stuttgart um, auch Karla Borger trat mit dick getapter Schlagschulter an. Borger gab im Anschluss zwar für sich selber Entwarnung („Das tat zwar in dem Moment weh, ist aber nichts Schlimmes“), bei Julia Sude ist die Situation eine andere: „Sie hat ihn so fest fixiert, dass sie sich bewegen konnte. In ihren Bewegungen war sie trotzdem eingeschränkt und jetzt hat sie sich nicht mehr sicher gefühlt“, erklärt Borger.

Alle vier nahmen sich in den Arm, als die Entscheidung nach langen Minuten endlich feststand. „Menschlich tut das schon weh. Da kann man nur die Daumen drücken, dass die beiden noch die Europameisterschaft spielen können“, betonte Behrens. Trotz aller Umstände boten sie und Partnerin Cinja Tillmann eine gute Leistung, lagen auf Kurs Halbfinal-Einzug. „Man hat schon gesehen, dass Julia nicht ganz fit war. Trotzdem sind sie auch mit ein paar weniger Prozent ein Top-Team“, so Behrens, „ich bin sehr froh, dass es dieses Mal bei mir nicht so viele Tiefs gab.“

Während Karla Borger und Julia Sude nun erst einmal einige Tage Pause einlegen werden, steht für die letztjährigen Bronzemedaillengewinnerinnen erneut das Halbfinale an. Gegnerinnen werden Laura Ludwig/Margareta Kozuch oder Anna-Lena Grüne und Kira Walkenhorst sein. Im zweiten Halbfinale treffen die Nationalduos Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur und Victoria Bieneck/Isabel Schneider aufeinander.

+++ 15:28 Uhr: Olympiasiegerinnen-Duell 2.0 im Viertelfinale +++

Kira Walkenhorst und Anna Grüne stehen bei ihrer gemeinsamen DM-Premiere im Viertelfinale und haben damit bereits Platz fünf sicher. Im Achtelfinale schlugen sie Natascha Niemczyk und Lisa-Sophie Kotzan nach 0:1-Rückstand noch mit 2:1. „Ich war nach dem ersten Durchgang einfach super sauer. Wir lagen in Führung und ich mache diese Fehler", sagt Grüne, „ich habe versucht, diese Wut mit in den zweiten Satz zu nehmen." Mit Erfolg.

Damit kommt es im Viertelfinale zu einem besonderen Duell: Dann treffen die Olympiasiegerinnen Kira Walkenhorst und Laura Ludwig aufeinander. Vor wenigen Wochen hatte es diese Konstellation schon einmal gegeben - mit dem besseren Ende für Walkenhorst/Grüne. „Es war super anstrengend, die Müdigkeit ist definitiv schon da. Wir werden noch mal alles geben, was drin ist und wollen sie ärgern, geschenkt bekommen sie es nicht", betont Walkenhorst.

Für Kotzan/Niemczyk ist das Turnier dagegen beendet. Besonders ärgerlich: Sowohl im zweiten Gruppenspiel als auch im Achtelfinale hatte das Duo Siegchancen. So ist es ein neunter Platz.

Weiterhin schwer tun sich Karla Borger und Julia Sude, die gegen Christine Aulenbrock und Sandra Ferger drei Sätze benötigten, um den Viertelfinal-Einzug perfekt zu machen.

+++ 13:34 Uhr: Nachwuchsteam schlägt Perspektivteam +++

Foto: Peter Weber

Leonie Körtzinger floh sichtlich enttäuscht vom Gelände, Sarah Schneider kam kurze Zeit später ebenfalls angegriffen hinterher: Das Perspektivduo des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) ist bereits im Achtelfinale der Deutschen Meisterschaft ausgeschieden. Nachdem sie am Morgen gegen Ludwig/Kozuch noch eine ansprechende Leistung gezeigt hatten, mussten sie gegen die Nachwuchstalente Svenja Müller und Sarah Schulz eine herbe 0:2-Niederlage einstecken. Im Duell einige der größten Spielerinnen des Turniers war der Service einmal mehr der entscheidende Schlüssel: "Im ersten Satz haben wir nur durch unsere Aufschläge gelebt. Im zweiten kam dann aber auch mal der Sideout dazu", sagte Müller. Ihre Partnerin strahlte vor Glück, kam aber auch nicht darum herum zugegeben, dass "wir uns auch ein bisschen gewundert haben, dass es so gut lief. Wir haben schon gut gespielt, aber hätten die anderen sehr gut gespielt, wäre wohl trotzdem mehr drin gewesen."

So oder so: Das Duo steht im Viertelfinale - bei ihrer ersten Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

+++ 12:45 Uhr: Eine unerwartete Niederlage +++

Kaum sind die Herren ins Turnier gestartet, gibt es schon die erste Überraschung: Die aktuellen Titelträger, David und Bennet Poniewaz, sind im ersten Gruppenspiel gestolpert und mussten eine 1:2-Niederlage gegen Moritz Klein und Rudy Schneider einstecken. "Wir müssen einfach akzeptieren, dass wir nicht gut gespielt haben. Wenn wir so weiter machen, wird es schwierig", bekannte Bennet Poniewaz. "Aber wir haben uns schon häufiger noch einmal hochziehen können."

"Jeder wird gesehen haben, dass wir nichts zu verlieren haben. Wir haben es geschafft, unser bestes Spiel zu spielen", sagte Schneider. Schneider und Klein haben mit dem Sieg schon den Achtelfinal-Einzug sicher und spielen am Nachmittag um den Gruppensieg.

+++ 12:30 Uhr: Ein Mikro als neues Spielgerät für Leonie Klinke +++

Leonie Klinke schlägt sich toll in einer neuen Rolle. (Foto: Conny Kurth/DVV)

„Ich bin froh, etwas tun zu können und hier dabei zu sein”, freut sich Leonie Klinke. Dabei steht sie nicht an der Seite ihrer Partnerin Lena Ottens auf dem Court, sondern sitzt im Moderatoren-Container von „Sportdeutschland.tv”. Dort begleitet sie im Livestream als Expertin die Meisterschaften. Wegen einer Verletzung im rechten Knie, die sie schon seit Wochen plagt, muss die 22-Jährige pausieren. Da kam der Anruf von David Klemperer, Geschäftsführer der Deutschen Volleyball-Sport GmbH, gerade richtig, der sie für die Tage in Timmendorfer Strand einspannen wollte.

Die Feuertaufe erlebte sie bereits am Donnerstag, als sie bei den ersten Frauen-Spielen an der Seite von Daniel Höhr kommentierte. Am Freitag war sie dann auch bei den Männern gefordert, was eine gewisse Nervosität auslöste: „Das ist ja schon ein anderes Spiel, viel schneller und härter als bei uns Frauen.” Klinke lebt, trainiert und studiert in Stuttgart. Sport und Biologie auf Lehramt ist ihr Studiengang, mit Medien hat das nichts zu tun. Aber so lange die Stimmbänder halten, will sie weitermachen, „und gern auch mal wieder bei einem anderen Event.” Jedenfalls so lange sie nicht endlich wieder selbst spielen kann.

Die Vize-Weltmeister Julius Thole und Clemens Wickler laufen ein...

+++ 12:05 Uhr: Becker/Schröder verpatzen den DM-Auftakt +++

Das geht ja gleich gut los bei den Männern: Paul Becker und Jonas Schröder kassieren eine Auftaktniederlage gegen die Sagstetter-Brüder Benedikt und Jonas in drei Sätzen (21:17, 18:21, 10:15). Bitter für die letztjährigen Dritten, die im zweiten Match gegen Kroha/Schlegel (0:2 gegen Ehlers/Stadie) einen Sieg brauchen. Für die Titelanwärter Nummer eins lief es locker ab auf dem Center Court. Julius Thole und Clemens Wickler starteten mit einem 2:0 (2:17, 21:12) gegen Krippes/Lohmann. Wickler sagte: „Timmendorf ist immer etwas Besonderes, ich war recht angespannt, bin aber gut reingekommen.” Und Thole ergänzte: „Ich habe mich gefreut, auf dem Feld zu stehen und will in dieser so speziellen Saison jeden Ball genießen.” In Spiel zwei geht es gegen die „Wölfe” Georg und Peter um den Poolgewinn.


+++ 11:10 Uhr: Borger/Sude verpassen Gruppensieg +++

Haben Redebedarf: Julia Sude (links) und Karla Borger (Foto: Peter Weber)

Karla Borger und Julia Sude haben in Sachen Titelverteidigung einen Dämpfer erhalten. Gegen das Interimsduo Melanie Gernert und Lena Ottens verloren sie im zweiten Gruppenspiel in drei Sätzen (19:21, 21:10, 11:15) und verpassten den Gruppensieg. Nun müssen die Stuttgarterinnen sich im Achtelfinale gegen Christine Aulenbrock und Sandra Ferger aus Oythe behaupten, sonst sind die Titelkämpfe für das Nationalteam früher beendet als erwartet. Die 33-jährige Melanie Gernert aus Berlin freute sich über den Coup bei ihrer schon 13. Deutschen Meisterschaft: „Dafür, dass wir uns kurzfristig zusammengewürfelt haben, bin ich glücklich, schon unter den ersten Acht zu sein.” Gernert und Ottens hatten sich erst wenige Tage vor dem DM-Start auf eine Partnerschaft verständigt, da ihre etatmäßigen Partnerinnen Elena Kiesling und Leonie Klinke verletzungsbedingt nicht zur Verfügung standen.

Besser als Borger/Sude machten es ihre ärgsten Konkurrentinnen Laura Ludwig und Margareta Kozuch, die sich in Pool A Platz eins holten durch ein 2:0 (21:16, 21:18) gegen Körtzinger/Schneider, die sich im Anschluss ärgerten: „Wir sind schon enttäuscht, da wäre mehr drin gewesen. Wir wissen, dass wir eine Chance haben, die zu schlagen. Im Block hatte ich das Gefühl, dass ich noch mehr Bälle hätte treffen können. Dann kann man die auch nicht mehr sichern", sagte Körtzinger.

Sie nahmen sich noch einmal kurz in den Arm, die beiden Freundinnen Lisa-Sophie Kotzan und Sandra Ittlinger. Beide leben in Berlin und kennen sich gut – auch spielerisch, wie es sich auf dem Spielfeld mehrfach bemerkbar machte. Das von allen Seiten leidenschaftlich geführte Duell war ein hoch unterhaltsames – mit dem besseren Ende für Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur, die nach dem 2:0-Sieg über Kotzan und Natascha Niemczyk im Viertelfinale stehen. Den direkten Einzug ins Viertelfinale schafften auch Kim Behrens und Cinja Tillmann (2:1 gegen Bieneck/Schneider). Kim Behrens schüttelte über sich selbst den Kopf: „Ich hatte wieder einen Satz lang ein Blackout, wird Zeit, dass das mal aufhört.” Ihre Partnerin Cinja Tillmann hat eine Lösung parat: „Wir fangen im Viertelfinale am besten gleich mit guten Aufschlägen an, dann wird es einfacher.”

Die Achtelfinalspiele werden ab 12:30 Uhr ausgetragen, die Viertelfinals folgen ab 16:30 Uhr.

+++ 07:25 Uhr: Das bietet Tag zwei der DM +++

Auch heute darf der Sand umgewühlt werden: Sarah Schneider macht es vor. (Foto: Peter Weber)

Guten Morgen aus Timmendorf!

Die Sonne erhebt sich über der Ostsee am Morgen des zweiten DM-Tages. Das tut gut, nachdem es gestern in der Schlussphase mächtig geregnet hat. „Der Ball wurde immer schwerer”, beklagte sich Cinja Tillmann mit Fug und Recht.

Tag zwei bietet ein volles Programm, er beginnt um 09:00 Uhr mit der zweiten Runde der Frauen. Die Sieger von gestern kämpfen um den Pool-Sieg von heute. Kozuch/Ludwig treffen auf Körtzinger/Schneider, Borger/Sude auf Gernert/Ottens, Ittlinger/Laboureur bekommen es mit Kotzan/Niemczyk zu tun und Behrens/Tillmann mit Bieneck/Schneider. Die Sieger ziehen direkt ins Viertelfinale ein.

Jeweils parallel spielen die gestrigen Verlierer gegeneinander und hoffen auf den Verbleib im DM-Reigen.

Ab 10:40 Uhr wird dann das Turnier der Männer eröffnet. Die Vize-Weltmeister Thole/Wickler duellieren sich mit Krippes/Lohmann, der Nummer 16 der Setzliste, und sind Favorit genau wie die Titelverteidiger Poniewaz/Poniewaz in Pool B. Bennet Poniewaz stand gestern auf dem Eventgelände und scharrte praktisch mit den Füßen: „Es wird Zeit, dass es los geht.”

Interessant wird sicher das Auftaktspiel in Pool D zwischen Walkenhorst/Winter und den Youngstern Simon Pfretzschner und Milan Sievers.



Donnerstag, 03. September

+++ Grüne/Walkenhorst verpassen knapp einen ersten Coup +++

Gegen Grüne/Walkenhorst war viel Einsatz erforderlich: Cinja Tillmannn muss sich strecken. (Foto: Peter Weber)

Am Ende standen sie im Regen, wörtlich zu nehmen: Kira Walkenhorst und Anna-Lena Gründe hatten sich angeschickt, für die erste dicke Überraschung des Tages zu sorgen. Gegen Kim Behrens und Cinja Tillmann erzwangen sie einen dritten Satz, in dem der Regen immer kräftiger schüttete, aber es sollte nicht reichen zum Coup. Grünes letzter Aufschlag landete im Aus und Behrens/Tillmann hatten den Durchgang mit 15:13 gewonnen.

„Der erste Satz war solide”, sagte Kim Behrens, „danach wurde ich immer nervöser und wir sind froh, dass es noch geklappt hat. Kira und Anna-Lena waren ein wirklich schwerer Gegner.” Cinja Tillmann ärgerte sich über sich selbst, „weil wir angefangen haben zu viel nachzudenken und keine Lösungen zu finden.” Zudem sei der Ball durch den Regen immer schwerer geworden und das hat keiner gern.

Anders als in den Turnieren zuvor zeigte Kira Walkenhorst auch wieder Härte im Angriff. „Sie hat einige Bälle voll durchgeladen”, wurde sie von ihrer jungen Partnerin gelobt. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin konnte der Niederlage trotzdem etwas abgewinnen: „Es ist zwar ärgerlich, gegen ein so spielfähiges Team zu verlieren. Das Match war zwar nicht perfekt, aber wir nehmen ein gutes Gefühl mit.”


+++ In diesem Jahr ist alles etwas kleiner – aber die DM bleibt ein Highlight +++

Das Mekka der Beach-Volleyballer präsentiert sich in anderem Gewand. Die Atmosphäre ist vollkommen ungewohnt – und trotzdem haben die Beteiligten Spaß.

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+++ Warten auf Überraschungen +++

Aktion hat geklappt: Sandra Ittlinger freut sich über den ersten Sieg. (Foto: Peter Weber)

Das Warten auf Überraschungen geht weiter – der Auftakt des Frauen-Turniers bei den Deutschen Meisterschaften verläuft nach Plan, jedenfalls aus Sicht der Top-Teams. Die Titelverteidigerinnen Karla Borger und Julia Sude starteten mit einem 2:0 (21:14, 21:16) gegen Müller/Schulz, Ittlinger/Laboureur wiesen Stautz/Welsch in zwei Sätzen (21:16, 21:14) in die Schranken und die National-Teams Kozuch/Ludwig und Körtzinger/Schneider hatten zuvor schon nichts anbrennen lassen. Die Herausforderungen für die Favoriten waren gering, weshalb Karla Borgers Fazit kurz und knapp war: „Ich bin zufrieden, nur in Satz zwei hatten wir kleine Aufschlagprobleme, aber am Ende war es ein souveräner Sieg.” Am Freitag spielen Borger/Sude und Ittlinger/Laboureur in ihren Pools um Platz eins, der zum direkten Einzug ins Viertelfinale qualifiziert, genau wie Kozuch/Ludwig gegen Körtzinger/Schneider.


+++ Nationalteams mit standesgemäßem Einstand +++

Laura Ludwig und Margareta Kozuch sind mit einem standesgemäßen 2:0 (21:14, 21:17) in die deutschen Meisterschaften gestartet. Gegen Chenoah Christ und Hanna Ziemer zeigten sie vom ersten Ballwechsel an, dass sie die Favoritenrolle angenommen haben. Kozuch/Ludwig sind bei den Titelkämpfen an Nummer eins gesetzt, die Nachrückerinnen Christ/Ziemer zieren das Ende der Setzliste auf Position 16. Ludwig machte den ersten, Kozuch den letzten Punkt zum Auftaktsieg.

Margareta Kozuch freute sich über den gelungenen Einstand bei der Mission Titelgewinn: „Es hat mega viel Spaß gemacht, vor allem, weil die beiden sehr gut gespielt haben. Ich bin froh, dass wir gut ins Turnier gekommen sind.”

Für Olympiasiegerin Laura Ludwig ist die Meisterschaft ein erster Höhepunkt in diesem Jahr, in gut zwei Wochen soll noch die EM in Lettland stattfinden: „Aber erst einmal wollen wir hier gewinnen.”

Die Verliererinnen nahmen die Niederlage mit Humor: „Jetzt wissen wir was wir können und wo wir noch zulegen dürfen”, sagte Chenoa Christ. Vor allem ein Marathon-Ballwechsel Mitte des zweiten Satzes, bei dem das Spielgerät x-mal über das Netz flog, sorgte für Spaß. Auch wenn er an Kozuch/Ludwig ging, freute sich Hanna Ziemer, „dass ich sauber gepritscht habe.”

Ebenfalls mit 2:0 (21:15, 21:17) setzte sich im zweiten Spiel der Gruppe A das Nationalteam Leonie Körtzinger und Sarah Schneider gegen Aulenbrock/Ferger aus Oythe durch. Am Freitag stehen für Kozuch/Ludwig und Körtzinger/Schneider die jeweils zweiten Spiele bei den mit 60.000 Euro dotierten Meisterschaften an.


+++ 09:35 Uhr: Die Damen machen den Auftakt +++

Lisa-Sophie Kotzan startet in diesem Jahr mit Natascha Niemczyk (Foto: Hoch Zwei/Jörn Pollex)

Alle Teams sind eingeschrieben und getestet, die Spielpläne stehen fest: Die Damen starten bereits am Donnerstag in die diesjährigen Deutschen Meisterschaften. Und es sind ungewohnte: Auf dem sonst mit 6.000 Zuschauern gefüllten Center Court sind nur 200 Menschen zugelassen, die Nebenfelder sind komplett abgeschirmt. Dazu kommt, dass es das erste Strandturnier des Jahres ist: Wer am besten mit diesen Bedingungen zurechtkommt, dürfte die größten Chancen auf den Meistertitel haben. Unser Newsblog hält Euch über alles Wichtige und Unwichtige auf dem Laufenden.

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