+++ Newsblog: Wer packt die DM-Quali? Wer holt den Titel bei den Top-Teams? +++

Artikel und Hintergründe zum Top-Teams-Turnier und der Road to Timmendorf


von beach-volleyball.de/Annika Schultz, Klaus Wegener

Sonntag, 9. August

+++ 16:25 Uhr: Titel der Top Teams geht an Brouwer/Thole +++

Die Sieger bei den Top Teams: Alexander Brouwer und Julius Thole. (Foto: Conny Kurth/DVV)

Am Ende war es ein überlegener Auftritt des Weltranglisten-Sechsten Julius Thole mit seinem Interimspartner, dem Weltranglisten-Siebten Alexander Brouwer. Gegen Sven Winter und Nejc Zemljak fuhren sie einen 2:0-Sieg mit 21:14 und 21:17 in den Sätzen ein und gewannen so das „Turnier der Top Teams”. Brouwer ist nach seinem Landsmann Steven van de Velde vor zwei Wochen (mit Lukas Pfretzschner) der zweite Niederländer in der Galerie der „Top Teams”-Sieger.

Brouwer/Thole und Winter/Zemljak hatten sich jeweils als Pool-Zweite für die Halbfinals qualifiziert und dort die Pool-Ersten Poniewaz/Poniewaz und Becker/Schröder ausgeschaltet. Julius Thole stellte wieder mal fest, „wie hoch das Niveau der deutschen Tour ist.” In der Regel sind Thole/Wickler international unterwegs und kaum mehr als bei den Deutschen Meisterschaften hierzulande anzutreffen. Tholes Stammpartner Clemens Wickler hatte wegen einer Verletzung vorsorglich auf einen Start in Düsseldorf verzichtet, soll aber beim nächsten Stop in 14 Tagen in Hamburg wieder fit sein. Allerdings steht er vor einer schwierigen Aufgabe, sagt Julius Thole mit einem Zwinkern im Gesicht: „Mit Alex habe ich jetzt vorgelegt, jetzt ist der Druck für Clemens hoch.” Einen niederländischen Spieler wird es in Hamburg beim Turnier am Olympiastützpunkt aber wohl nicht geben: „Wir haben an dem Wochenende unsere Meisterschaften”, so verabschiedete sich Alexander Brouwer aus Düsseldorf ab nach Den Haag.

Ein Wiedersehen kann es trotzdem noch geben in diesem Jahr: Thole/Wickler und Brouwer/Meeuwsen wollen bei den Europameisterschaften im lettischen Jurmala (16. bis 20. September) antreten.


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+++ 13:10 Uhr: Düsseldorfer DM-Ticketschalter geschlossen +++

Alexander Krippes (links) und Manuel Lohmann mit ihrem DM-Ticket. (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Gestern drohte Manuel Lohmanns Traum von der achten DM-Teilnahme sich in Luft aufzulösen, keine 24 Stunden später hat er ihn sich doch erfüllen können. Mit Alexander Krippes als Partner gewann er das Duell um das dritte Timmendorf-Ticket, das an diesem Wochenende in Düsseldorf ausgespielt wurde, in drei Sätzen (17:21, 21:14, 15:11) gegen Tobias Brand und Jonas Reinhardt. Während Krippes/Lohmann jetzt beim nächsten Stop in Hamburg im Konzert der Top Teams mitspielen dürfen, bekommen Brand/Reinhardt bei der „Road To Timmendorfer Strand” eine weitere und damit letzte Chance, einen Startplatz bei den Titelkämpfen zu ergattern.

Es war eine ungewöhnliche Konstellation auf dem Center Court, denn alle vier Protagonisten kennen sich bestens aus ihrer Zeit beim Hallen-Zweitligisten TSG Mainz-Gonsenheim. Brand spielte dort, bevor er zu den SWD powervolleys Düren wechselte. Lohmann ist aktuell Spielertrainer und zu seinem Kader gehören Krippes und Reinhard. „Das war jetzt natürlich der Worst Case, einem aus meiner Mannschaft weh zu tun, aber das konnte ich ganz gut ausblenden”, sagte Manuel Lohmann. Und weiter: „Ich freue mich aber auch für Alex, nachdem ich ihm gestern im ersten Finalspiel das Leben so schwer gemacht habe mit meinem Zuspiel. Heute konnte ich das alles besser gestalten und jetzt darf ich ihn nach Timmendorf mitnehmen.”

+++ 12:10 Uhr: Und wieder gibt es einen internationalen Sieger +++

Jetzt geht der Blick Richtung Finale: Sven Winter. (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Es scheint ein Gesetz der Serie zu sein, dass sich durch die Reihe der Turniere der Top Teams zieht. Drei gab es bisher in Düsseldorf, stets gab es Sieger-Duos mit ausländischer Beteiligung: Heidrich/Vergé-Dépré aus der Schweiz bei den Frauen, Steven van de Velde (mit Lukas Pfretzschner), Tanja Hüberli, auch aus der Schweiz, mit Isabel Schneider. Bei der vierten Auflage wird wieder ein Gast aus dem Ausland auf Platz eins landen. Entweder der Niederländer Alexander Brouwer mit Julius Thole oder der Slowene Nejc Zemljak mit Sven Winter.

Winter/Zemljak haben nämlich ihr Halbfinale gegen Paul Becker und Jonas Schröder mit 2:0 (21:15, 21:19) gewonnen und gezeigt, dass auch ihre Interimslösung bestens funktioniert. Obwohl Winter eigentlich Abwehrspieler ist, in dieser Kombi aber die Rolle als Blocker ausübt und das sehr gut macht. Beendet wurde das Match durch eine Netzberührung. Beim ersten Matchball für Winter/Zemljak berührte Paul Becker bei einer Ausholbewegung mit dem Nicht-Schlagarm das Netz, was per Video Challenge bewiesen wurde. Für Becker/Schröder war der Einzug ins Halbfinale eine schöne Bestätigung ihrer Teamarbeit, hatten sie vor zwei Wochen nicht mal die Vorrunde überstanden.

+++ 10:55 Uhr: Brouwer/Thole im Finale und hoffen auf Revanche +++

Danke für die Zusammenarbeit: Julius Thole und Alexander Brouwer (Foto: Sportphoto Peter Weber)

„Und jetzt will ich eine Revanche gegen Becker/Schröder.” Alexander Brouwer formulierte nach dem Halbfinalsieg gegen Bennet und David Poniewaz einen klaren Wunsch Richtung Finalgegner. Der Niederländer hat mit Julius Thole gegen die Deutschen Meister in drei Sätzen (17:21, 21:17, 15:10) gewonnen und das Endspiel im „Turnier der Top Teams” erreicht. Gegner sind entweder Becker/Schröder oder das Duo Winter/Zemljak.

Am Samstag hatten Brouwer/Thole eine Niederlage gegen Becker/Schröder einstecken müssen. „Das war sehr schwer, da ist der fliegende Holländer in die Luft geschossen worden”, so Brouwer. Julius Thole hatte in der Analyse festgestellt: „Wir haben gestern große Probleme in der Annahme gehabt und haben uns nicht mehr so gut bewegt.” Aber im Halbfinale lief es dann wieder: „Wir haben gut zusammen gearbeitet und Lösungen gefunden.”

+++ 08:55 Uhr: Wer gewinnt die Netzhoheit? +++

Kampf auf hohem Niveau: Paul Becker (links) und Julius Thole. (Foto: Conny Kurth/DVV)

Es stehen an die letzten Entscheidungen in Düsseldorf: Wer gewinnt das Turnier der Top Teams? Wer bucht die dritte Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand? Der Tag beginnt mit den beiden Halbfinals der Top Teams. Nach dem hochwertigen Abschluss der Samstag-Spiele, als Paul Becker und Jonas Schröder sich mit einer starken Leistung gegen Alexander Brouwer und Julius Thole duchsetzten, ist es spannend zu beobachten, wie sich beide Duo in der Runde der letzten Vier präsentieren.

Brouwer/Thole eröffnen den Spieltag um 09:30 Uhr im Duell gegen die Poniewaz-Brüder Bennet und David. Weltmeister und Vize-Weltmeister gegen Deutsche Meister heißt es dann. Im Anschluss treffen Becker/Schröder auf Sven Winter und seinen slowenischen Interims-Partner Nejc Zemljak.

Um 11:10 Uhr gibt es die Antwort auf die Frage, wer noch zu den nationalen Titelkämpfen an der Ostsee darf. Krippes/Lohmann spielen gegen Brand/Reinhard, es sind die Verlierer der samstäglichen Finalspiele, die Kroha/Schlegel und die Sagstetter-Brüder gewonnen haben.

Bleibt noch der Showdown bei den Top Teams als Abschluss der Düsseldorfer Tage (Spielbeginn 15:15 Uhr). Danach zieht der Tross weiter nach Hamburg, wo am kommenden Wochenende die Frauen wieder spielen dürfen.


Samstag, 8. August

+++ 20:15 Uhr: Je später der Tag, desto besser die Spiele +++

Überraschungssieger des Tages: Paul Becker (Annahme) und Jonas Schröder (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Es geht nicht um einen Titel, nicht um Preisgelder oder Ranglistenpunkte beim Turnier der Top Teams. Aber wenn man ein Spiel gegen einen Weltmeister und Olympia-Bronzegewinner sowie gegen einen WM-Zweiten gewinnt, darf man sich das für die Ewigkeit merken. Paul Becker und Jonas Schröder ist im letzten Spiel des Tages eine Überraschung gelungen gegen Alexander Brouwer aus den Niederlanden und Julius Thole aus Hamburg. In zwei Sätzen (21:18, 21:16) siegten Becker/Schröder und beenden damit Pool B auf Platz eins vor Brouwer/Thole.

Im Halbfinale am Sonntag treffen Becker/Schröder auf Sven Winter/Nejc Zemljak. Das zweite Spiel um den Einzug in das Endspiel bestreiten Brouwer/Thole gegen die Poniewaz-Zwillingsbrüder Bennet und David.

Für Olympiasieger Julius Brink, der das Spiel auf Sport1 mitkommentierte, war es „das Spiel des Tages auf sehr hohem Niveau.” Für Paul Becker war es die Überraschung des Tages, aber er stapelte auch tief: „Wenn die beiden 100 Prozent spielen, geht es sicher anders aus.” Sein Partner Jonas Schröder wählte andere Worte: „Alle Elemente, die im Beach-Volleyball wichtig sind, haben bei uns gut geklappt. Der Aufschlag war der Schlüssel.”

+++ 19:10 Uhr: Die Sagstetters erfüllen Mama und Papa einen Traum +++

Da ist das DM-Ticket: Benedikt (links) und Jonas Sagstetter (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Wenn es um Brüderpaare geht, war im Zusammenhang mit den Deutschen Meisterschaften immer die Rede von den Poniewazen aus Osnabrück, Bennet und David, die im letzten Jahr die Techniker Beach Tour dominierten und in Timmendorfer Strand den Titel gewannen. Jetzt bekommen sie an der Ostsee Konkurrenz, jedenfalls was die Bruderrolle angeht. Benedikt und Jonas Sagstetter haben sich im zweiten Finalspiel der Serie „Road To Timmendorfer Strand” ihre Fahrkarte zur DM gesichert. Gegen Tobias Brand und Jonas Reinhard setzten sie sich in drei Sätzen mit 21:19, 22:24 und 15:10 durch. Vor allem Durchgang zwei war umkämpft, als Brand/Reinhard erst den vierten Satzball zum Satzausgleich nutzen konnten. Im Entscheidungssatz zogen die Sagstetters allerdings schnell auf 7:1 auf und davon.

Für die Sieger bedeutet die DM-Teilnahme die Erfüllung eines Traums: „Wir spielen zusammen seit wir fünf, sechs Jahre sind und haben immer davon geträumt, mal in Timmendorfer Strand spielen zu können”, sagte Benedikt Sagstetter und klopfte seinem Bruder auf die Brust. Der wusste, wer sich auch „megahappy” fühlt: „Mama und Papa freuen sich sicher noch mehr.” Vater Reiner und Mutter Ursula haben viele Jahre selbst gespielt und engagieren sich mit viel Herz für Beach-Volleyball, wie sie im vergangenen Jahr gegenüber beach-volleyball.de erzählten. Beim SC 53 Landshut haben sie Anfang der 90er Jahre eine der ersten Beach-Volleyball-Anlagen Bayerns ins Leben gerufen.

Für Brand/Reinhard ist der Traum von der DM noch nicht geplatzt. Am Sonntag treffen sie im Kampf um das dritte Ticket, das an diesem Wochenende vergeben wird, auf Krippes/Lohmann, die Verlierer des ersten Finalspiels.  

+++ 18:05 Uhr: Kroha/Schlegel dürfen für eine halbe Weltreise packen +++

Lennart Kroha und Harry Schlegel mit ihrer DM-Fahrkarte. (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Schon sieben Mal war Manuel Lohmann bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand, während die anderen drei noch nie bei den Titelkämpfen an der Ostsee spielen durften. Lohmann wird auf die Qualifikation für Runde acht noch warten müssen: An der Seite von Alexander Krippes verlor er das erste von zwei Finalspielen um ein DM-Ticket gegen Harry Schlegel und Lennart Kroha glatt in zwei Sätzen mit 19:21 und 13:21. Am Sonntag bekommen Krippes/Lohmann aber im Duell der Finalspiel-Verlierer die nächste Chance.

Ein Ass von Harry Schlegel beendete die Partie und die beiden Nürnberger durften sich freuen. Schlegel sagte: „Fast jedes Turnier an die Küste ist für uns eine halbe Weltreise. Jetzt in Timmendorf spielen zu können, ist umso schöner, zumal es meine letzte Saison ist.” Am letzten Wochenende hatten sie ein Vorbereitungsturnier in Ingolstadt bestritten, „mit sieben Spielen in sechs Stunden bei ähnlichen Temperaturen.”

In zwei Wochen dürfen sie nun am Turnier der Top Teams teilnehmen, „was für uns eine Riesensache ist”, so Lennart Kroha. Über die Zielsetzung für die Deutschen Meisterschaften haben sie noch nicht gesprochen, so Kroha, „aber vielleicht wird es die, da ein Spiel zu gewinnen.”

+++ 17:05 Uhr: Die Poniewazen machen, was ihnen gesagt wird … +++

Das Bild spricht für sich – es ist heiß… (Foto: Conny Kurth/DVV)

Gesundheit geht vor: Das belgische Duo Koekelkoren/van Walle hat sich vom Turnier der Top Teams abgemeldet, weil Tom van Walle nach einem Sturz auf die Schulter keine weiteren Risiken eingehen wollte. Mit zwei Siegen lag die Nummer 36 der Weltrangliste auf Kurs Richtung Halbfinale, verzichtete aber letztlich auf das letzte Spiel gegen die Poniewaz-Zwillinge. Die Deutschen Meister aus Osnabrück holten sich mit dem 2:0 gegen Sven Winter/Nejc Zemljak Platz eins in Pool A und blieben als einziges Team ungeschlagen. Platz zwei geht an Winter/Zemljak. Für Bennet und David Poniewaz scheint es ziemlich nebensächlich zu sein, wie die äußeren Bedingungen sind. Rund 43,7 Grad wurden am Center Court gemessen und trotzdem sagen sie: „Wir gehen los und spielen, wenn es uns gesagt wird, und entweder es klappt oder nicht.” Bisher klappt es jedenfalls gut.

Zu einem Endspiel um den Poolgewinn kommt es im letzten Spiel des Tages zwischen Brouwer/Thole und Becker/Schröder. Weltmeister Brouwer und Vize-Weltmeister Thole haben in den bisherigen drei Spielen noch keinen Satz abgegeben. Paul Becker und Jonas Schröder mussten gegen die Pfretzschners Lukas und Simon über drei Sätze gehen, setzten sich aber am Ende überzeugend durch. Beide Teams haben jeweils sechs Punkte, wie Bergmann/Wüst. Letztere sind aber durch mit ihren Spielen (zuletzt 2:0-Sieger gegen Dollinger/Kulzer) und können ihren Punktestand nicht mehr verbessern.

+++ 13:40 Uhr: Teilnehmer der Spiele um zwei DM-Tickets stehen fest +++

Als Pool-Zweiter in den Finalspielen: Jonas Sagstetter. (Foto: Conny Kurth/DVV)

Vor zwei Wochen sind die Duos Brand/Reinhard und Kroha/Schlegel im gleichen Pool spielend als Dritt- und Viertplatzierte frühzeitig ausgeschieden. Damals hatte Jonas Reinhard gesagt: „Das war unterirdisch, eine Katastrophe wie wir gespielt haben.” Inzwischen macht sich die harte Trainingsarbeit bezahlt. Am Samstag vormittag wurde Platz eins an Brand/Reinhard und zwei an Kroha/Schlegel vergeben, die damit in den Finalspielen um zwei DM-Tickets stehen. Ausgeschieden sind Klein/Schneider und Schupritt/Wüst. 

Aus Pool B haben sich die Brüder Benedikt und Jonas Sagstetter sowie Alexander Krippes und Manuel Lohmann für die Ticketspiele qualifiziert. Die Sagstetters verloren zwar gegen Krippes/Lohmann mit 1:2, hatten aber schon seit gestern zwei Siege auf dem Konto. Die haben nun auch Krippes/Lohmann, weshalb der Drei-Satz-Sieg der Wolf-Brüder Georg und Peter gegen Lennart Bevers und Lars Geukes bedeutungslos blieb. Den Pool-Gewinn sicherten sich Krippes/Lohmann vor Sagstetter/Sagstetter.

Georg Wolf haderte mit den eigenen Problemen: „Ich bin an beiden Knien verletzt und konnte nicht voll trainieren, habe eher nur gedaddelt und nichts richtig voll gemacht. Das merkste hier direkt.” Schon vor zwei Wochen war Georg Wolf angeschlagen ins Turnier gegangen, jetzt können die „Wölfe” in zwei Wochen in Hamburg den dritten und letzten Anlauf zur DM-Qualifikation nehmen.

Damit kommt es in den Finalspielen zu diesen Ansetzungen:
16:50 Uhr: Krippes/Lohmann vs. Kroha/Schlegel
17:45 Uhr: Brand/Reinhard vs. Sagstetter/Sagstetter

+++ 11:35 Uhr: Frisch vereint – erfolgreich auf dem Court +++

Da fliegt doch glatt die Kappe weg: Nejc Zemljak in Aktion. (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Drei Spiele, drei Siege – die kurzfristig zustande gekommene Kombi aus Sven Winter und Nejc Zemljak funktioniert bislang sehr gut. Spielgewinn Nummer drei fuhren sie gegen Harms/Peemüller mit 2:0 ein, lediglich Satz zwei mit 22:20 war etwas enger. Der Slowene Zemljak hatte am letzten Wochenende beim 1-Star-Event in Ljubljana Platz fünf belegt und dabei auch gegen Simon/Pfretzschner und Rudy Schneider gewonnen. Jetzt überzeugt er in Düsseldorf. Wo auch die Belgier Koekelkoren/van Walle gut aufspielen, nach dem 2:1 gegen Hopt/van Tilburg sind sie nach drei Spielen ebenfalls ungeschlagen.

Im zweiten Pool gab es am Samstag morgen das erste Erfolgserlebnis für die Pfretzschner-Brüder. Lukas und Simon bezwangen Armin Dollinger und Simon Kulzer in zwei Sätzen (22:20, 21:17). Tabellenführer bleiben aber Weltmeister Alexander Brouwer und Vize-Weltmeister Julius Thole nach ihrem glatten Zwei-Satz-Sieg gegen Bergmann/Wüst.

Aktuell laufen die letzten Pool Matches bei der „Road To Timmendorfer Strand”.

+++ 09:00 Uhr: Nichts für erhitzte Gemüter +++

Kommt ein Holländer geflogen: Alexander Brouwer (Foto: Conny Kurth/DVV)

Heiß wird's heute, 36 Grad sind in den Nachmittagsstunden für Düsseldorf angesagt, dann, wenn's auch auf den Courts am Fuße der Merkur-Arena hitzig zur Sache gehen wird. Um 16:00 Uhr und 16:50 Uhr stehen die Finalspiele um zwei Tickets zu den Deutschen Meisterschaften auf dem Programm. Dann wird das Teilnehmerfeld für die Titelkämpfe in Timmendorfer Strand wieder um zwei Starter-Duos aufgefüllt. Vorteil für die Verlierer: Sie bekommen am Sonntag im direkten Duell eine zweite Chance.

Beim Turnier der Top Teams geht es um die besten Positionen in den Pools. Platz eins und zwei berechtigen zur Teilnahme an den Halbfinals, wer früh den Anschluss verliert, ist raus. In Pool A droht das dem Gespann Hopt/van Tilburg, das um 09:30 Uhr gegen die Belgier Koekelkoren/van Walle antritt. Parallel spielen Winter/Zelmjak und Harms/Peemüller gegeneinander. 

Im anderen Pool müssen Nationalspieler Philipp-Arne Bergmann und Lui Wüst aufpassen, nicht abgehängt zu werden. Das Interims-Duo trifft um 10:20 Uhr auf Brouwer/Thole. Das zweite Spiel bestreiten Dollinger/Kulzer und die Pfretzschner-Brüder.

Das Motto des Tages: Kühlen Kopf bewahren trotz der Temperaturen und Herausforderungen. 


Freitag, 7. August

+++ 20:55 Uhr: Selbstkritik ist erlaubt – am Ende zählt der Sieg +++

Philipp Arne Bergmann (vorn) und Lui Wüst warten noch auf den nächsten Sieg. (Foto: Conny Kurth/DVV)

Sven Winter war unzufrieden mit sich selbst: „Mann, mach doch mal die Hände zusammen”, rief er lauthals auf Court eins, als er im Spiel gegen die Belgier Koekelkoren/van Walle mal wieder im Block gegen einen Angriffsschlag das Nachsehen hatte. Mit seinem Interimspartner, dem Slowenen Nejc Zemljak hatte er im Turnier der Top Teams Satz eins (21:14) gewonnen, dann riss der Faden (17:21). Erst im Entscheidungssatz lief es dann wieder. Winter selbst vollendete das Tagewerk mit dem letzten Angriffspunkt zum 15:12.

Die Partie war die letzte des ersten Tages, parallel auf Court zwei hatten sich Paul Becker und Jonas Schröder ihren zweiten Sieg geholt gegen Philipp-Arne Bergmann und Lui Wüst. Becker/Schröder bewahren damit ihre weiße Weste, genau wie Alexander Brouwer und Julius Thole. Im anderen Pool sind Bennet und David Poniewaz sowie Winter/Zemljak ungeschlagen.

Das Turnier der Top Teams geht weiter am Samstag ab 09:30 Uhr mit dem Match Koekelkoren/van Walle gegen Hopt/van Tilburg.

+++ 20:00 Uhr: Brand/Reinhard und die Sagstetters dürfen für die Finals planen +++

Lennart Bevers (rechts) und Lars Geukes liegen noch gut im Rennen. (Foto: Conny Kurth/DVV)

Zwei Entscheidungen sind auf der „Road To Timmendorfer Strand” bereits gefallen. Tobias Brand und Jonas Reinhard aus Pool A sowie die Sagstetter-Brüder Benedikt und Jonas haben ihren Platz in einem der ersten beiden Finalspiele sicher. Beide gewannen am Freitag auch ihre zweiten Spiele: Brand/Reinhard siegten gegen Kroha/Schlegel in drei Sätzen, die Sagstetters bezwangen ebenfalls mit 2:1 die Wolf-Brüder.

Wer die weiteren Teams in den ersten Endspielen im Kampf um ein DM-Ticket sind, entscheidet sich am Samstag morgen. In Pool A brauchen Kroha/Schegel gegen Schupritt/Wüst einen Sieg. Im zweiten Pool haben Bevers/Geukes sowie Krippes/Lohmann jeweils einen Sieg auf dem Konto. Bevers/Geukes treffen auf die sieglosen „Wölfe”, Krippes/Lohmann auf die unbezwungenen Sagstetters.

Samstag beginnen die letzten Pool-Matches um 11:10 Uhr bzw. 12:00 Uhr.

+++ 18:10 Uhr: Zwei unbesiegte Duos bei den Top Teams +++

Ehrgeizig und verbissen: Die Poniewaz-Zwillinge in Düsseldorf (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Die Poniewaz-Zwillinge Bennet und David in Pool A und das Interimsduo Brouwer/Thole in Pool B haben am Nachmittag auch ihre zweiten Matches gewonnen. Die Deutschen Meister aus Osnabrück fertigten in zwei Durchgängen Harms/Peemüller ab (21:15, 21:14), die deutsch-niederländische Kombi machte es ähnlich glatt mit Dollinger/Kulzer. Beide Siegerteams sind erst wieder am Samstag im Einsatz.

Sieglos bleiben weiterhin Lukas und Simon Pfretzschner, die in Spiel zwei gegen das Interimsduo Philipp-Arne Bergmann und Lui Wüst mit 0:2 unterlegen waren. Bergmann/Wüst bekommen es heute abend noch mit Paul Becker und Jonas Schröder zu tun.

Mit einem 2:0 sind Sven Winter und der Slowene Nejc Zemljak in das Turnier eingestiegen, die sich gegen Hopt/van Tilburg behaupteten. Winter/Zemljak spielen ab 19:30 Uhr noch gegen die Belgier Koekelkoren/van Walle, die Nummer 36 der Weltrangliste.

+++ 16:10 Uhr: Die Wolf-Brüder beißen noch nicht +++

Konzentriert in der Annahme: Jonas Sagstetter (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Die Wolf-Brüder Georg und Peter tun sich weiter schwer auf der „Road To Timmendorfer Strand”. Vor zwei Wochen verloren sie das Entscheidungsspiel um ein DM-Ticket, heute sind sie mit einer Niederlage in die nächste Versuchsrunde gestartet. Gegen Alexander Krippes und Manuel Lohmann hieß es am Ende 0:2 (19;21, 16:21). Im zweiten Spiel von Pool B siegten die Sagstetter-Brüder Benedikt und Jonas gegen Lennart  Bevers/Lars Geukes in zwei Sätzen.

In Pool A gab es zwischen Kroha/Schlegel und Klein/Schneider das erste Drei-Satz-Spiel des Tages, mit dem besseren Ende für die an vier gesetzten Lennart Kroha und Harry Schlegel. Brand/Reinhard holten sich zum Auftakt einen 2:0-Erfolg gegen Julian Schupritt/Mio Wüst.

Laut Spielplan geht es ab 17:50 Uhr weiter im Kampf um drei DM-Tickets. Der Start in den Tag hatte um 11:30 Uhr erfolgen sollen, verzögerte sich aber, weil die Ergebnisse der Corona-Tests noch nicht vorlagen.

+++ 14:10 Uhr: Neuankömmlinge unter Druck +++

Stand gleich gut unter Druck: Simon Kulzer. (Foto: Sportphoto Peter Weber)

Da mussten sich die zwei Duos, die vor zwei Wochen in Düsseldorf ihr DM-Ticket lösten und deshalb jetzt bei den Top Teams mitspielen dürfen, gleich mal ihrer Haut erwehren. Dollinger/Kulzer und Harms/Peemüller kassierten in ihren Auftaktspielen glatte Zwei-Satz-Niederlagen gegen Becker/Schröder bzw. die Belgier Koekelkoren/van Walle.

Nicht anders erging es zum Start den Pfretzschner-Brüdern, die gegen das Interims-Duo Brouwer/Thole nur im ersten Satz mithalten konnten, danach war die Luft raus.

Zwei Mal mit 15:21 verloren Jannis Hopt/Stijn van Tilburg gegen die Deutschen Meister Poniewaz/Poniewaz.

Ab 15:00 Uhr geht es mit den Top Teams weiter, erst einmal ist die Serie „Road To Timmendorfer Strand” gefordert.

+++ 10:00 Uhr: Volles Programm am Auftakttag mit 18 Spielen +++

Alexander Brouwer (rechts) mit Robert Meeuwsen Weltmeister 2013 (Foto: FIVB)

Zehn Partien im Turnier der Top Teams, acht bei der Serie „Road To Timmendorfer Strand” – der Freitag bietet in Düsseldorf ein kompaktes sportliches Programm. Um 11:30 Uhr geht es los bei den Top Teams mit dem Duell Brouwer/Thole gegen Pfretzschner/Pfretzschner. Wo die Brüder Lukas und Simon noch von träumen, davon haben Alexander Brouwer und Julius Thole schon viel erreicht. Thole wurde im letzten Jahr mit Clemens Wickler WM-Zweiter. Der Niederländer Brouwer, sonst an der Seite von Robert Meeuwsen, ist schon Weltmeister (2013) und gewann 2016 in Rio Olympia-Bronze. 

Parallel spielen ebenfalls in Pool B Paul Becker/Jonas Schröder gegen Armin Dollinger/Simon Kulzer.

Um 13:10 Uhr wird dann der Kampf um drei Tickets zu den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand eröffnet.

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