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Geschichte

Beach-Volleyball hat trotz seiner kurzen olympischen Geschichte schon reichlich Aufmerksamkeit erregt. 1992 wurde die Sportart Beach-Volleyball als Präsentationswettbewerb in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen - für die damalige Randsportart war dies der erste Schritt ins Rampenlicht. Mehr als einhundert Spieler aus fünf Kontinenten nahmen an dem Wettkampf teil.

Bei den Olympischen Spielen in Atlanta (1996) war Beach-Volleyball erstmalig fester Bestandteil des Wettkampfprogramms. Das Finale verfolgten ganze 10.000 Zuschauern. Sieger bei den Herren wurden die beiden amerikanischen Beach-Größen Karch Kiraly und Kent Steffens, bei den Damen holten sich Jacqui Silva und Sandra Pires aus Brasilien die Goldmedaille.

Bereits vier Jahre später gehörte die Sportart schon zu den beliebtesten Disziplinen im gesamten Wettkampfkalender von Sydney. Das extra für die Spiele am Bondi Beach errichtete Stadion ist bis heute legendär. Sensationell holte das deutsche Herrenduo Jörg Ahmann und Axel Hager in Sydney die Bronzemedaille.

Im Jahr 2004 erfährt Beach-Volleyball bei den Spielen in Athen auch vermehrt mediales Interesse, nicht zuletzt aufgrund der positiven Resonanz auf den zum damaligen Zeitpunkt noch zwei deutschen Turnierserien. Mit großen Erwartungen waren vor allem die beiden deutschen Herren-Teams Markus Dieckmann/Jonas Reckermann sowie Christoph Dieckmann/Andi Scheuerpflug angereist und nach den Gruppensiegen beider DVV-Duos in der Vorrunde schien der Gedanke an eine Medaille durchaus berechtigt. Am Ende verpassten Dieckmann/Scheuerpflug denkbar knapp den Einzug ins olympische Halbfinale und sicherten sich den fünften Rang, genau wie ihren weiblichen Teamkolleginnen Stephi Pohl/Okka Rau. Die Duos Dieckmann/Reckermann und Lahme/Müsch landeten auf Platz Neun.

Im November 2006 hat der DVV die drei Nationalteams bekannt gegeben, die ab 2007 die volle Unterstützung, besonders im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation (1.1.2007-20.07.2008), genießen. Zunächst waren Goller/Ludwig als Perspektivteam und Klemperer/Schneider in diesem Programm integriert. Nachdem jedoch Goller/Ludwig die Deutschen Meisterschaften 2006 und 2007 in Folge gewannen, hob der DVV den Förderstatus der zur Zeit besten Deutschen Beach-Volleyballerinnen an, die damit Helke Claasen und Antje Röder verdrängten. Kjell Schneider musste seinen Förderstatus aufgrund gesundheitlicher Gründe aufgeben (freiwillig). Seine Position im Team wird seit dem von Eric Koreng eingenommen.

Auch die Olympischen Sommerspiele in Peking im Jahr 2008 deuteten aufgrund der Klasse deutscher Teams auf einen erfolgreichen Wettkampf hin. Zum ersten Mal dabei und gleich das beste deutsche Duo in Peking waren David Klemperer/Eric Koreng. Als zweites deutsches Nationalduo hinter Julius Brink/Christoph Dieckmann wurden sie sehr gute Fünfte. Brink/Dieckmann dagegen enttäuschten und wurden Letzter. Ein negativer Beigeschmack blieb nicht wegen der Platzierung, sondern wegen des sehr überheblichen, um nicht zu sagen, arroganten Auftretens von Julius Brink im Vorfeld. Dieser ließ keinen Zweifel daran, dass er eine Medaille holen würde und wertete gleichzeitig die Bronze-Medaille von Ahmann/Hager in Sydney 2000 ab. Der letzte Platz war wohl Ironie des Schicksals.

Bei den Frauen vertraten Sara Goller/Laura Ludwig und Stephanie Pohl/Okka Rau die deutschen Farben. Beide Teams landeten auf einem neunten Rang. Für Goller/Ludwig wäre mehr drin gewesen, doch sie scheiterten bitter im dritten Satz an den viel schlechter gesetzten Österreicherinnen Schwaiger/Schwaiger (Platz 18, Goller/Ludwig Platz Neun) im dritten Satz mit 16-18.  

Im Jahr 2012 finden in London die nächsten Olympischen Spiele statt. Der Qualifikationszeitraum läuft vom 1.1.2011 bis 17. Juni 2012. Die 12 besten Ergebnisse in diesem Zeitraum gehen in die Wertung ein. Zum ersten Mal gibt es zusätzlich die Möglichkeit, sich über die so genannten Continental Cups für Olympia zu qualifizieren. 

Deutschland geht in erste Linie mit den vier Top-Duos

Julius Brink/Jonas Reckermann und

David Klemperer/Eric Koreng bei den Männern

und Sara Goller/Laura Ludwig sowie

Katrin Holtwick/Ilka Semmler bei den Frauen ins Rennen.  

 

 

Die Sieger der vergangen Olympischen Spiele

Peking (China) 2008:

Herren: Phil Dalhausser/Todd Rogers (USA)

Damen: Misty May-Treanor/Kerri Walsh (USA)

 

Athen (Griechenland) 2004:

Herren: Emanuel Rego/Ricardo Santos (BRA)

Damen: Misty May/Kerri Walsh (USA)

 

Sydney (Australien) 2000:

Herren: Dain Blenton/Eric Fonoimoana (USA)

Damen: Natalie Cook/Kerri Pottharst (AUS)

 

Atlanta (USA) 1996:

Herren: Karch Kiraly/Kent Steffes (USA)

Damen: Jackie Silva/Sandra Pires (BRA)

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