Jonas und Mischa berichten persönlich

Hier findest du von Jonas und Mischa verfasste Turnierberichte, Statements und Insiderinfos.

 

 

23.09. Letzte gemeinsame Saison

 

Wir möchten aufkommende Gerüchte vermeiden, um uns voll und ganz dem Rest der Saison widmen zu können und geben daher früher als geplant Auskunft über die Zukunft des Teams Reckermann/Urbatzka:

 

In der kommenden Saison 2009 werden Mischa und Jonas nicht mehr gemeinsam an den Start gehen. Aufgrund der sehr erfolgreichen, interessanten und positiven Partnerschaft in den letzten zwei Jahren fiel uns diese Entscheidung nicht leicht, war aber nach gemeinsamen Austausch über die Zukunftsplanung dennoch einvernehmlich.

 

Wir hatten nicht nur großen Erfolg, sondern auch Spaß an der gemeinsamen Arbeit, wenige hätten uns vermutlich zugetraut, dass ein bis dahin international weitestgehend unbekannter Mischa und ein zuvor lange verletzter Jonas derart gut harmonieren und sich von Beginn an in der absoluten Weltspitze festsetzen könnten. Leider verpassten wir die Qualifikation zu den Olympischen Spielen denkbar knapp, an Position Neun geführt stand lediglich die nationale Quote (max 2 Teams pro Nation) unserem Traum von Peking im Weg.

 

Ein ganz großer Dank geht an unsere Familien, Freunde, Partner und Förderer, die uns jederzeit unterstützt und dafür gesorgt haben, dass wir professionell unseren Sport ausüben können!!

 

Wie bereits angekündigt tangiert die Bekanntgabe unserer Zukunftsplanung in keinster Weise unsere weitere Saisonplanung. Wie geplant (und auch schon in Brasilien praktiziert) werden wir sowohl auf Teneriffa (Einladungsturnier) als auch beim Worldtouturnier in Dubai gemeinsam und mit vollem Einsatz an den Start gehen und versuchen, einen schönen und erfolgreichen Saisonabschluss zu erzielen. Auch gemeinsame Aktionen im Winter sind hiervon unberührt, z. B. werden Mischa und Jonas Ende November die Gewinner des HYUNDAI-Gewinnspiels gemeinsam durch den Sand jagen und sie in die "Geheimnisse" unseres Sports einweihen.

 

Unsere bisherigen größten gemeinsamen Erfolge in 2007 und 2008:

 

- Ein Turniersieg German-Beach-Cup

- Fünf Final-Four-Teilnahmen

- Vier Podestplätze bei Worldtourturnieren (dreimal Platz 2)

- Neun Top-Ten-Platzierungen in Folge bei FIVB-Masters

- Weltranglistenposition 2007: Platz 10 (zweitbestes deutsches Team)

- Weltranglistenposition 2008: Platz 5 (zweitbestes deutsches Team)

 

 

 

Wir würden uns freuen wenn ihr uns auch weiterhin unterstützt und für die restlichen Turniere die Daumen drückt!!

 

Viele Grüße aus Köln,

 

Mischa und Jonas

 

 

 

19.09. Guaruja: Bronze gewonnen!!

 

"Viele Brasilianer sind des Europäers tot!" Dieser Satz gilt wohlgemerkt nur im Sport, trifft aber im Allgemeinen bei Turnieren der Worldtour zu und erst recht bei brasilianischen Veranstaltungen (Dass dies diesmal nur bedingt galt lest ihr weiter unten...). Denn inklusive der falschen Georgier tummeln sich hier gleich 9 Brasis im Hauptfeld und stellen damit genau ein Drittel ges gesamten Teilnehmerfeldes (nur 27 Teams am Start). Wie durch ein Wunder trafen wir noch nicht auf diese Spezie, sondern besiegten nach Freilos in der ersten Runde (siehe Bericht unten) die Venezuelaner Mussa/Fane zweimal 21:13.

Damit standen wir in der dritten Gewinnerrunde und spätestens hier machte sich ein kleiner Trend bemerkbar. Von den 8 Teams die noch ungeschlagen waren, mussten exakt 6 keine Landesgrenzen bei der Anreise überwinden: Neben uns kämpfen Julius und Christoph noch gegen die gelb-grün-blaue Übermacht (Übrigens mit einem standesgemäßen 21:5 im zweiten Satz gegen Schroffi/Hupfer).

Am Samstag dann hatten wir es mit den Brasiorgiern Geor/Gia zu tun, knapp in zwei Sätzen behielten wir die Oberhand und zogen in die vierte Runde ein. Hier kam es dann fern der Heimat zum deutschen Duell mit Brink/Dieckmann. Satz eins ging deutlich an uns, ebenso klar Satz zwei an Julius und Christoph. Der Tie-Break war dann an Spannung nicht zu überbieten, beide Seiten hatten je vier Matchbälle, ehe der letzte Ball leider in unserem Feld zu Boden fiel (21:14, 16:21, 21:23). Die zweite Chance zum Einzug ins Halbfinale konnten wir dann gegen die Silbermedaillengewinner von Peking nutzen! Konnten wir in Satz zwei einen Matchbälle nicht verwandeln, mussten wir im Tie-Break sogar einen Matchball abwehren, ehe wir den Sieg mit einem Ass von Mischa perfekt machen konnten!

Im Habfinale (live auf Eurosport) mussten wir dann leider einsehen, dass Harley/Pedro nicht zu Unrecht dieses Jahr bereits fünf Turnier gewonnen und die Spitze in der Weltrangliste übernommen haben: Wir spielten nicht einmal schlecht, doch was wir auch versuchten, die beiden hatten die bessere Antwort und wir verloren zu 17 und 18.

Somit standen wir am Sonntagmorgen um 08.30 Uhr (!) im Spiel um Platz drei gegen Bruno/Maciel auf dem Platz. Dass die beiden aus Brasilien kommen ist wohl eigtl ueberfluessig zu erwaehnen, doch auch diesmal behielten wir gegen ein suedamerikanisches Team die Oberhand und lagen uns nach dem 23:21 und 21:13 gluecklich ueber die Bronzemedaille in den Armen!

Damit ist das Podest endgueltig fest in deutscher Hand, denn zur Stunde spielen Brink/Dieckmann im Finale gegen Harley/Pedro, somit gibt es erst zum dritten Mal ueberhaupt bei einem Worldtourturnier eine deutsche Mehrheit auf dem Podium - und das ausgerechnet im vermeintlichen Mekka des Beachvolleyballs...

 

 

 

06.09. Mallorca: Platz4!!

 

Es geht doch noch! Bereits nach dem ersten Tag hatten wir schon mal mindestens das gleiche Endresultat wie bei den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende sicher...!

Ein Sieg gegen unbekannte Weißrussen und ein ebensolcher 2:0-Erfolg gegen die Brüder Ces bescherten uns am Donnerstag schon mal mindestens Platz 9.

Da am Freitag noch zwei Siege im Tie-Break gegen die Letten Samoilovs/Sorokin sowie gegen Franco/Benjamin (BRA) hinzukamen, sind wir auf direktem Wege ins Halbfinale eingezogen. Der etwas eigenwillige Spielplan bescherte uns damit einen freien Samstag.

Der Sonntag wird uns leider noch länger negativ in Erinnerung bleiben:

Am Sonntagvormittag standen uns die frischgebackenen Deutschen Meister, Klemperer/Koreng, gegenüber. Satz eins ging an die beiden, den zweiten Durchgang konnten wir uns sichern. Der Tie-Break war dann ein wahrer Krimi, an dessen Ende wir leider, nachdem wir jeweils bei Aufschlag drei eigene Matchbälle hatten, mit 19:21 unterlagen.

Somit gelangten wir "nur" ins Kleine Finale, zum zweiten mal bei diesem Turnier hießen unsere Gegner Franco/Benjamin. Lange Zeit sahen wir wie der sichere Sieger aus: Satz eins ging ungefährdet mit 21:17 an uns und im zweiten Durchgang stand es bereits 19:15 für uns doch Pech (Netzrollerass) und Unvermögen ließen uns den Satz noch aus den Händen gleiten. Der Tie-Break war sehr ausgeglichen, jedoch konnten wir das entscheidende Break bis Ende des Satzes nicht mehr aufholen und verloren 13:15.

Somit bleibt ein hervorragender vierter Platz, allerdings mit einem großen Wehrmutstropfen versehen, denn am letzten Turniertag war eindeutig noch mehr drin für uns.

Dennoch machten wir einen weiteren Platz in der Weltrangliste gut und stehen nun bereits auf Rang 7!!

 

 

01.09. Misslungene DM

 

Nach den zumeist positiven News der letzten Wochen ist diese Nachricht nicht wirklich erfreulich.

Bei den am vergangenen Wochenende ausgetragenen Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand fanden wir nie in unseren Spielrhythmus, verloren gleich unsere Auftaktbegegnung knapp mit 1:2 und konnten auch am Samstag keine Siegesserie starten. Wir besiegten lediglich noch die Gewinner der Deutschen Turnierserie, Kaczmarek/Dollinger mit 2:0, verloren kurz darauf gegen Fuchs/Lüdike und waren damit als 9. ausgeschieden.

Dieses Resultat ist natürlich enttäuschend, wollten wir doch um den Titel mitspielen - als derzeit zweitbestes deutsches Team der Weltrangliste auch durchaus berechtigt. Doch dafür muss man auch gegen die Nichtnationalteams eine zumindest ordentliche Leistung abliefern, denn das Niveau in Deutschland ist nach wie vor sehr hoch und dicht beieinander.

 

Wir hoffen, dieses Wochenende schnell abhaken zu können und noch einige gute und erfolgreichere Turniere zum Ende der Saison zu spielen. Gelegenheit hierfür haben wir bereits in dieser Woche, am Donnerstag beginnt das Worldtour-Turnier auf Mallorca. Dort wird erstmals in einer Stierkampfarena um Weltranglistenpunkte gekämpft.

 

 

 

18.08. Sieg in Bonn!

 

Am vergangenen Wochenende traten wir zum Heimspiel beim German-Beach-Cup auf dem Bonner Münsterplatz an. Wir wollten das Turnier dazu nutzen, etwas Wettkampfpraxis zu sammeln vor den Deutschen Meisterschaften, da die internationale Turnierserie wegen der Olympischen Spiele gerade eine Pause eingelegt hat.

Gleichzeitig freuten wir uns, endlich mal wieder in Deutschland spielen zu können, all zu häufig war dies in diesem Jahr nicht der Fall.

Am ersten Tag hielten wir uns schadlos und mussten lediglich im dritten Spiel gegen Huth/Schneider einen Satz abgeben. Noch erfreulicher verlief für uns der Finaltag. Bei bestem Wetter konnten wir Erdmann/Windschief deutlich (21:14, 21:9) im Halbfinale bezwingen und auch das Finale war ganz nach unserem Geschmack. Gegen die Vize-Europameister, Matysik/Uhmann, spielten wir sehr gut und sicher, lagen das ganze Spiel über in Führung und konnten nach dem 21:17 und 21:13 den Turniersieg bejubeln.

Seit heute sind die Neuseeländer Pitman/Lockhead bei uns in Köln zu Gast, während diese sich auf das FIVB-Turnier im norwegischen Kristiansand vorbereiten, nutzen wir die Trainingseinheiten zur Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer-Strand.

 

 

 

01.08. Klagenfurt: Platz 5!

 

Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatten wir es in Klagenfurt in unserer Gruppe mit Teams aus Kanada, Neuseeland und Australien zu tun.

Im ersten Spiel taten wir uns gegen die Kanadier schwer und konnten erst im Tie-Break mit 2:1 gegen Cadieux/Lelliott gewinnen.

Das zweite Spiel war da schon deutlicher, wir ließen den Kiwis keine Chance und besiegten Lockhead/Pitman mit 2:0.

Da die australischen WM-Dritten am Freitag erst gar nicht zum letzten Gruppenspiel antraten, zogen wir ungeschlagen als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.

Dort standen uns etwas überraschend die Tschechen Tichy/Benes gegenüber. Nach Anfangsproblemen (Spielbeginn war 8.45 Uhr...) setzten wir uns immer mehr ab und siegten am Ende deutlich mit 21:15 und 21:14. Unser Gegner im folgenden Viertelfinale war das US-Team Metzger/Williams. Es entwickelte sich ein spannendes und hochklassiges Spiel, beide Teams konnten je einen Satz für sich entscheiden. Im Tie-Break lagen wir bereits 14:10 zurück, verkürzten noch einmal auf 13:14, doch verloren nach langem Ballwechsel schließlich den letzten und damit entscheidenden Punkt.

Uns bleibt somit Platz 5 und die Gewissheit, ein gutes Turnier gespielt zu haben, doch allmählich möchten wir auch mal wieder ins Halbfinale. Gelegenheit hierzu gibt es auf der Worldtour erst wieder Anfang September auf Mallorca, bis dahin ist Olympia- und DM-Pause.

 

 

 

31.07. Grand-Slam Klagenfurt: Viertelfinale!

 

Beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres hatten wir es in Klagenfurt in unserer Gruppe mit Teams aus Kanada, Neuseeland und Australien zu tun.

Im ersten Spiel taten wir uns gegen die Kanadier schwer und konnten erst im Tie-Break mit 2:1 gegen Cadieux/Lelliott gewinnen.

Das zweite Spiel war da schon deutlicher, wir ließen den Kiwis keine Chance und besiegten Lockhead/Pitman mit 2:0.

Da die australischen WM-Dritten am Freitag erst gar nicht zum letzten Gruppenspiel antraten, zogen wir ungeschlagen als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.

Dort standen uns etwas überraschend die Tschechen Tichy/Benes gegenüber. Nach Anfangsproblemen (Spielbeginn war 8.45 Uhr...) setzten wir uns immer mehr ab und siegten am Ende deutlich mit 21:15 und 21:14. Unser Gegner im Viertelfinale ist um 1630 das US-Team Metzger/Williams.

 

26.07. Gstaad: Platz 5!

 

Im malerischen schweizer Bergdorf fand der vorletzte Grand-Slam des Jahres. Auf 1100m Höhe hatten wir es in der Gruppenphase mit Teams aus Italien, Frankreich und Lettland zu tun.

Wir gestalteten die "Vorrunde" sehr erfolgreich und zogen mit drei Siegen (je 2:0 gegen Salvetti/Delofoe und Samoilavs/Plavins, 2:1 gegen Bizotto/Cicola) ungeschlagen ins Achtelfinale ein.

Unsere Gegner am Samstagvormittag waren die Brasilianer Bruno/Marciel. Nach Rückständen in beiden Sätzen konnten wir diese noch umbiegen und siegten knapp mit 2:0. Im Spiel um den Einzug ins Halbfinale mussten wir gegen Emanuel/Alison antreten. Zwar war der Standardpartner, Ricardo, verletzungsbedingt nicht am Start, doch dann nimmt sich Emanuel halt irgendeinen anderen Landsmann und marschiert mit diesem dann durch das Hauptfeld. Es entwickelte sich ein sehr gutes und interessantes Spiel, doch leider gelang es auch uns nicht, den beiden einen Satz abzunehmen und verloren denkbar knapp mit 20:22 und 20:22.

Somit belegten wir einen ausgezeichneten Rang fünf und klettern damit in der Weltrangliste auf Platz Acht!

Bereits in dieser Woche geht es weiter, ab Donnerstag steigt der letzte Grand-Slam des Jahres im österreichischen Klagenfurt.

 

 

05.07. Olympiateams stehen fest

 

Das Rennen um die beiden Startplätze für das olympische Beachvolleyballturnier ist vorbei. Aufgrund unserer Niederlage im Achtelfinale und dem gleichzeitigen Halbfinaleinzug von Klemperer/Koreng und Brink/Dieckmann haben wir leider keine Chance mehr, auf den olympischen Zug noch aufzuspringen.

Durch unsere sehr guten Resultate der letzten Wochen und den zweiten Platz beim Grand-Slam in Norwegen ist noch einmal Spannung aufgekommen, doch beim vergangenen Turnier in Moskau sind unsere olympischen Träume zerplatzt. Natürlich ist die Enttäuschung groß, doch können wir mit Stolz auf das zurückblicken, was wir in den letzten beiden Jahren erreicht haben.

Erst mit Beginn der Qualifikationsphase haben wir uns zusammengetan und die Herausforderung "Olympiaqualifikation" in Angriff genommen. Wir haben uns nicht viel vorzuwerfen, kaum jemand hätte vermutlich erwartet, dass wir gleich im ersten gemeinsamen Jahr in den Top-Ten der Welt landen, drei Finalteilnahmen verzeichnen würden und auch im Augenblick befinden wir uns wieder unter den zehn Besten der Welt.

Einziges "Problem" waren die ebenfalls herausragenden Leistungen der deutschen Konkurrenz, so dass wir am Ende zwar die Nummer elf im Olympiaranking sind aber eben zwei deutsche Teams vor uns gelandet sind (Platz sechs und neun).

Diesen beiden Teams gratulieren wir an dieser Stelle zur erfolgreichen Qualifikation und drücken die Daumen, dass Christoph und Julius, sowie David und Eric die deutschen Farben erfolgreich in Peking vertreten werden.

 

Wir werden nach einigen dringend benötigten Regenerationstagen den Blick wieder nach vorne richten und möchten bei den weiteren Höhepunkten des Beachjahres 2008 noch einige Topresultate abliefern. Hierzu bieten sich als nächstes bei der EM in Hamburg bereits am kommenden Wochenende und dann bei den letzten Grand-Slams in Gstaad und Klagenfurt Gelegenheiten.

 

 

03.07. Moskau: Aus im Achtelfinale!

 

Am ersten Tag des Grand-Slam-Turniers in Moskau haben wir zwei Siege gelandet. Gegen die Japaner Asahi/Shiratori gab es genauso ein 2:0 (21:19, 21:18) wie gegen die Portugiesen Maia/Brenha (21:15, 21:15).

Mit dem zweiten Sieg hat Jonas auch eine achtjährige Negativserie beendet - bis zum heutigen Tag hat er gegen die beiden immer den Platz als Verlierer verlassen müssen.

Den Gruppensieg perfekt machten wir mit einem 2:0-Sieg gegen die Russen Arkaev/Likhotov. Eigentlich sollten einem damit die dicken Brocken im Achtelfinale erspart bleiben. Doch leichte Spiele gibt es in den KO-Runden eines Grand-Slams ohnehin nicht, so dass wir nicht zu sehr erschraken als die Auslosung uns Franco/Benjamin (BRA) bescherte.

Wir starteten auch gut in das Spiel, setzten die beiden südamerikanischen Oldies mit guter Block/Abwehrtaktik unter Druck und gewann den ersten Durchgang sicher mit 21:15. Satz zwei verlief völlig anders. Unsere Gegner änderten die Taktik, wir kamen nicht mehr so einfach zu Breakmöglichkeiten und leider schwanden auch allmählich die Kräfte. Das kräftezehrende Programm der letzten Wochen machte sich bemerkbar und wir mussten Durchgang zwei mit 12:21 abgeben. Vor dem Tie-Break mobilisierten wir noch einmal alles, gestalteten den Entscheidungssatz bis zum 9:10 ausgeglichen, doch am Ende setzten sich die Brasilianer durch und uns bleibt ein guter neunter Platz.

 

29.06. Stavanger: Silbermedaille!!

 

Wir wurden zwar zum dritten Mal in Folge von den Weltmeistern Rogers/Dahlhauser (USA) gestoppt aber in Norwegen bekamen wir es erst im Finale mit den beiden zu tun. Doch der Reihe nach:

Beim Grand-Slam im norwegischen Stavanger wurden wir in eine Gruppe mit den Europameistern Doppler/Gartmayer (AUT), den Kanadiern Heese/Cadieux und den chinesischen Weltranglistenzweiten Wu/Xu gelost.

Im ersten Spiel riss unsere Siegesserie gegen die Österreicher. Relativ klar verloren wir bei schwierigen Bedingungen, zum ersten mal überhaupt, dass wir gegen die beiden das Nachsehen hatten.

Zum Glück gab es am ersten Tag noch ein Novum: Das bisher einzige Spiel gegen die Kanadier hatten wir in China verloren, diesmal behielten wir in drei Sätzen die Oberhand (21:17, 30:32, 15:12).

Am Samstagabend hieß der letzte Gruppengegner Wu/Xu. Satz eins ging noch an die Riesen aus China, doch wir steckten nicht auf und kamen mit guten Aufschlägen zurück ins Spiel und bogen selbiges noch um (16:21, 21:17, 15:11). Weil drei Teams je eine Niederlage und zwei Siege zu verzeichnen, wir aber das schlechteste Satzverhältnis hatten, zogen wir als Gruppendritter in die KO-Runde ein.

Weil wir uns noch erholen müssen - hier das Geschehen vom Samstag im Schnelldurchlauf:

Gegen Leinamnn/van Huizen ein knappes 2:0 (24:22, 24:22). Dann im Achtelfinale gegen Jennings/Furbringer (USA) in einem, seitens der Amerikaner, emotionsgeladenem Spiel ein erneutes 2:0 (22:20, 21:14). Im Viertelfinale dann sogar der erste Sieg im vierten Anlauf gegen Nummerdor/Schul (NED), 24:22 und 24:22 hieß es am Ende nach überzeugender Leistung.

Am Sonntagmittag standen uns im Halbfinale die deutschen Kollegen Brink/Dieckmann gegenüber, die ohne Satzverlust bis in die Runde der letzten Vier maschiert waren. Es entwickelte sich ein von druckvollen Aufschlägen geprägtes Spiel, einen Rückstand im ersten Satz holten wir auf gewannen den Durchgang mit 21:18. Im zweiten Satz erhöhten Julius und Christoph den Aufschlagdruck und konnten mit 21:15 den Satzausgleich erzwingen. Gleich zu Beginn des Tie-Breaks erspielten wir uns eine kleine Führung und bauten diese im Laufe des Satzes noch etwas aus und konnten mit 15:11 den Finaleinzug perfekt machen.

Dies stellte schon den bisher größten Teamerfolg dar, doch nun wollten wir auch unseren ersten Turniersieg auf der Worldtour landen. Im ersten Satz erspielten wir uns auch nach bis dahin fast perfektem Spiel eine komfortable 18:14-Führung, doch die Amis drehten den Satz noch und konnten ihren achten Satzball zum 29:27 verwandeln. Auch im zweiten Durhcgang spielten wir nicht schlecht, hielten dieses bis zum 14:15 lange offen, doch behielten die Weltmeister in den entscheidenden Momenten die Oberhand und gewannen am Ende mit 2:0.

Wir waren zwar kurz enttäuscht, doch mittlerweile überwiegt die Freude über eine sensationelle Turnierleistung. Vielen Dank von dieser Stelle auch an den Nationalmannschaftsphysio Jochen Dirksmeyer, ohne den wir die anstrengenden Tage und Spiele nicht so gut weggesteckt hätten.

 

 

20.06. Paris: Platz 9!

 

Beim Grand-Slam in Paris haben wir am ersten Tag zunächst 2:1 (21:19, 30:32, 15:6) gegen Laciga/Schnider (SUI) gewonnen, anschließend jedoch leider 1:2 (19:21, 21:17, 16:18) gegen die Russen Koshkarev/Prokopiev verloren.

Auch im anschließenden Gruppenspiel, gegen Emanuel/Ricardo, verloren wir (0:2) und mussten somit auf einen Sieg der Russen gegen die Schweizer hoffen. Diese taten und den Gefallen, das Los für die KO-Runde bescherte uns Herrera/Mesa (ESP) als Gegner. Am Freitagabend konnten wir spielerisch überzeugen und siegten 2:0 (24:22, 21:15) gegen die Turnierdritten vom vergangenen Wochenende.

Die weitere Auslosung bescherte uns leider wieder die Weltmeister Rogers/Dahlhauser. Hatten wir in der vergangenen Woche noch gezeigt, dass wir auch gegen dieses Team nicht chancenlos sind, spielten wir diesmal nur in Durchgang zwei gut mit und verloren 21:13 und 21:18, so dass am Ende ein guter Platz Neun steht, der den positiven Trend zwar bestätigt aber uns hinsichtlich der Olympiaqualifikation nicht weitergebracht hat.

In der kommenden Woche geht es nach Norwegen, wo in Stavanger der nächste Tourstopp mit dem dritten Grand-Slam-Turnier ansteht.

 

Berlin: Platz 5!!

 

Beim ersten Grand-Slam des Jahres gelang uns ein überaus erfolgreiches Turnier, in dem wir lediglich den Olympiasiegern und den Weltmeistern unterlagen.

In unserer Gruppe mussten wir zunächst gegen die Europameister Doppler/Gartmayer (AUT) ran und machten vielleicht eines unserer besten Spiele der Saison. Mit 21:12 und 21:13 konnten wir das Spiel auf dem heimischen Centercourt klar für uns entscheiden.

Im zweiten Gruppenspiel trafen wir auf alte Bekannte. Wie in der vergangenen Woche standen uns die Franzosen Salvetti/Delofoe gegenüber und auch diesmal konnten wir zwar mit einigen Mühen aber doch am Ende 2:0 gewinnen.

Somit hatten wir das Weiterkommen in die KO-Runden bereits geschafft und spielten gegen die Olympiasieger Ricardo/Emanuel um den Gruppensieg. Hier zogen wir mit 0:2 (18:21, 16:21) leider den Kürzeren und mussten am selben Abend noch in der Zwischenrunde gegen die Argentinier Baracetti/Salema ran. Wir spielten hochkonzentriert und überaus erfolgreich in Block und Abwehr, so dass am Ende ein überaus deutlicher 2:0-Sieg (21:9, 21:12) stand.

Somit zogen wir ins Achtelfinale ein und bekamen es dort mit den Amerikanern Jennings/Fuerbringer zu tun. Es entwickelte sich am Samstagmorgen ein heißes Spiel, jedes Team gewann knapp einen Satz, so dass der Tie-Break die Entscheidung bringen musste. Von Beginn an konnten wir uns leicht absetzen und machten schließlich mit einem 15:11 den Sieg und den herausragenden Einzug ins Viertelfinale perfekt. Dort warteten die nächsten US-Boys auf uns und zwar kein geringerer als der aktuelle Weltmeister. Wir spielten jedoch frei auf und konnten den ersten nach nahezu perfektem Spiel in allen Elementen mit 21:12 (!) für uns entscheiden. Im zweiten Satz ging es bis zum 8:4 so ähnlich weiter, bis die Amerikaner zeigten, warum sie die Nummer eins der Setzliste sind. Sie änderten die Taktik und setzten uns stark unter Druck, gleichzeitig ließen wir etwas in Block/Feldabwehr nach und mussten den Satz noch mit 21:19 abgeben. Auch den Beginn des Tie-Breaks verschliefen wir, lagen 1:4 hinten und liefen bis zum Satzende diesem Rückstand und damit auch dem Einzug ins Halbfinale hinterher.

Dennoch lieferten wir nicht nur in diesem Spiel eine sehr gute Leistung ab und sind daher auch sehr zufrieden mit unserem Auftritt beim Heimatgrandslam.

Nun geht es zurück nach Köln und dann weiter zum nächsten Grand-Slam nach Paris.

 

 

08.06. Polen: Platz 9 beim Comeback

 

Von Dienstag bis Samstag waren wir beim Turnier im polnischen Stare Jablonki im Einsatz. Dies war das erste gemeinsame Turnier nach der Oberschenkelverletzung von Jonas und war daher in erster Linie dafür gedacht, wieder in den Spielrhythmus zu finden.

 

Den ersten Tag beendeten wir mit je einem Sieg und einer Niederlage. Im Erstrundenspiel besiegten wir die Franzosen Salvetti/Delofoe mit 2:0 (21:19, 21:12), mussten uns anschließend aber knapp und etwas unglücklich mit 0:2 (19:21, 19:21) den Spaniern Gavira/Lario geschlagen geben und landeten bereits recht früh in der Verliererrunde.

Hier besiegten wir am Freitag zunächst die Österreicher Gosch/Horst (2:0 - 21:17, 25:23) und im Anschluss auch die Norweger Kjemperud/Skarlund (2:1 - 17:21, 21:16, 15:13).

Am Samstagvormittag kam dann mit den Brasilianern und Turniermitfavoriten Benjamin/Franco ein dicker Brocken auf uns zu. Im ersten Satz konnte sich zu keiner Zeit ein Team absetzen, am Ende waren die Südamerikaner einen Tick abgeklärter und siegten 22:20. Auch im zweiten Satz spielten wir gut, nutzten aber die wenigen, sich uns bietenden Chancen nicht und verloren den Durchgang mit 21:18.

 

Dieser neunte Platz und die gezeigten Leistungen stimmen uns zuversichtlich für den ersten Höhepunkt der Saison kommende Woche in Berlin. Die Verletzung ist auskuriert und wir konnten wie erhofft Spielpraxis sammeln.

Nun ist zunächst Regeneration und dann Vorbereitung auf das erste Saisonhighlight angesagt. Ab Donnerstag gehen wir direkt vor den Toren des Hauptbahnhofs auf Punktejagd.

 

 

 

16.05. Jonas verletzt

 

Leider haben wir bereits kurz nach unserem erfolgreichen Abschneiden in Prag eine schlechte Nachricht: Jonas hat sich im Abschlusstraining vor dem Turnier im italienischen Roseto am Knie verletzt. Nach dem heftigen Zusammenstoß mit einem Eisenpfosten schwoll das Knie schnell an und wir mussten das Turnier absagen.

Die medizinischen Untersuchungen zeigten, dass der Aufprall Einrisse von Teilen eines Oberschenkelmuskels bewirkt hat. Dies ist auf den ersten Blick natürlich eine, vor allem zu dem Zeitpunkt, niederschmetternde Diagnose. Dennoch kann man auch von Glück reden, dass am Knie selbst keine Schäden entstanden sind, dies hätte eine weitaus größere Pause nach sich gezogen.

 

Nach ersten Prognosen wird Jonas 4 - 6 Wochen ausfallen, unser Ziel ist es, beim ersten Grand-Slam des Jahres in Berlin wieder mit von der Partie zu sein. Dies würde einen schnellen Heilungsprozess voraussetzen, der bereits gestern durch erste physiotherapeutische Maßnahmen eingeleitet wurde, um eine bestmögliche Versorgung zu gewährleisten und keine Zeit zu verlieren.

 

Mischa wird nun erstmal alleine mit dem Balltraining weitermachen und bei den kommenden Turniere mit einem Ersatzpartner an den Start gehen.

 

Hierüber und über den Verlauf des Heilungsprozesses werden wir euch auf dem Laufenden halten, drückt die Daumen, dass wir rechtzeitig für die heiße Endphase der Olympiaqualifikation wieder gemeinsam und gesund an den Start gehen können!!

 

Viele Grüße,

 

Mischa und Jonas

 

 

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