Auftakt in Münster für die smart beach tour 2016

smart super cup Münster

Neun Tourstopps und die Deutsche Meisterschaft als Höhepunkt: Am Freitag startet die smart beach tour auf dem Schlossplatz in Münster in eine neue Saison. Auch wenn die Nationalteams fehlen, soll es trotzdem ein erfolgreicher Auftakt für die größte nationale Beach-Volleyball-Serie Europas werden.

Früher Termin und trotzdem keine Nationalteams

Sand, viel Sand braucht man, um eine gepflasterte Fläche wie den Münsteraner Schlossplatz in eine Veranstaltungsfläche für Beach-Volleyball zu verwandeln. Ein Center-Court und drei Nebenfelder verschlingen 1.400 Tonnen Sand, rund 40 LKW-Ladungen rollen dafür an und teilen die feinen Körner auf. So geschieht es in dieser Woche in Münster, wo am Freitag die smart beach tour in eine neue Saison geht. Mit seinen acht Tourstopps, der Deutschen Meisterschaft am Timmendorfer Strand im September, einem Gesamtpreisgeld von 250.000 Euro und einem geschätzten Gesamtbudget von 2,5 Millionen Euro ist sie die größte nationale Beach-Volleyball-Serie Europas.

Von den 40.000 Euro, die in Münster als Gesamtpreisgeld ausgeschüttet werden, gibt es wie in den vergangenen Jahren auch einen Bonuspool für die Nationalteams – allein, sie kommen trotzdem nicht. Keines der fünf besten Duos in Deutschland hat sich für den ersten Tourstopp angekündigt, was den Organisator der Tour, Frank Mackerodt, spürbar enttäuscht. „Das ist sehr schade, zumal wir das Turnier in Absprache mit dem Verband auf so einen frühen Termin gelegt haben“, so Mackerodt. Er sieht da den Verband in der Pflicht - schließlich braucht Vermarkter Sky Media Network die besten Teams - sagt aber auch: „Das ist aus Sicht der Teams verständlich, es gibt schließlich genügend andere Turniere, die sie spielen müssen.“


Viele Interimsduos bei den Männern

Der Beach-Volleyball-Euphorie in Münster soll das trotzdem keinen Abbruch bringen. „In Münster gibt es ein echtes Fachpublikum, das richtig gute Stimmung macht. Da ist es nicht so schlimm, wenn ein paar Teams fehlen“, so Mackerodt. Für die Finalspiele am Sonntag (ab 14 Uhr live auf Sky Sport HD 3) rechnet er wie schon in den Vorjahren mit vollen Rängen, wer auf dem Court allerdings um den ersten Titel mitspielen wird, lässt sich zumindest bei den Männern schwer vorhersagen. Die besten Chancen haben wohl Sebastian Fuchs und Stefan Windscheif, die topgesetzt sind und sich vielen Interimsduos stellen müssen.

Der Titelverteidiger in Münster, Alexander Walkenhorst, muss beispielsweise auf seinen neuen Partner Thomas Kaczmarek verzichten. Der unterzog sich im Februar einer Operation, nachdem er einen Muskelabriss in der Wade erlitten hatte. „Ich bin schon sehr weit, jedoch habe ich noch einen Trainingsrückstand. Wann ich wieder ins Turniergeschehen eingreife, entscheiden wir momentan Woche für Woche“, so Kaczmarek. Der Abwehrspieler ist nicht der einzige, der verletzt den nationalen Saisonauftakt verpasst – Lars Flüggen, Jonas Schröder, Clemens Wickler und Philipp Arne Bergmann fallen alle mit Knieproblemen aus und schicken ihre Partner mit anderen Spielern in den Sand.


Wild Cards und internationales Flair

Markus Böckermann spielt wie zu Beginn seiner Karriere mit Bruder Dirk, Tim Holler mit Yannick Harms, Armin Dollinger bildet ein Blockspieler-Doppel mit Niklas Rudolf. Bei den Frauen kann es auf Grund der vergangenen Saison und der aktuellen Meldeliste eigentlich nur einen Favoriten geben: Cinja Tillmann und Katharina Schillerwein gewannen im Vorjahr fünf von acht möglichen Titeln auf der smart beach tour. Am kommenden Wochenende werden wohl die an zwei gesetzten Sandra Ittlinger/Yanina Weiland oder das neuformierte Duo Melanie Gernert/Elena Kiesling (an drei gesetzt) ihre schärfsten Konkurrenten.

In der Qualifikation am Freitag treten die Norweger Mathias Berntsen und Anders Berntsen Mol mit an, sie wurden im vergangenen Jahr auf Zypern U20-Europameister. Die Cousins sind auch ein erstes Vorzeichen für das, was bei den weiteren Tourstopps noch folgen soll: Mit Hilfe von weiteren Wildcards will Vermarkter Sky internationales Flair in die Turniere bringen. Für den super cup in Hamburg gibt es bereits solche Pläne, Namen will Tour-Chef Mackerodt nicht nennen, aber so viel verraten: „Jonas Reckermann lässt da gerade seine Kontakte spielen. Da parallel die EM stattfindet und im Anschluss der Grand Slam in Hamburg, sind wir sehr zuversichtlich, dass wir Teams aus Übersee, sprich Brasilien oder den USA, zu uns locken können.“ Erstmal will er aber den Saisonauftakt gut über die Bühne bringen.

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