Erste kleine Signale für Lockerungen in Sicht?

Turniere

In den Dachverbänden wird die Wiederaufnahme des organisierten und vereinsorientierten Sporttreibens geplant. Trotz Corona ist längst nicht alles abgesagt.

Es läuft die Stufe 2

Die Lage bleibt ungewiss, das Scharren mit den Füßen wird aber lauter. Die Beach-Volleyballer wollen gern ihren Sport ausüben, doch die Corona-Krise bremst sie aus. Allerdings ist von ersten Lockerungen und Planspielen zu hören, die die Runde machen. Die Nationalteams haben wieder Zugang zu ihren Trainingsstätten in den Stützpunkten in Hamburg, Berlin und Stuttgart.

Der Deutsche Volleyball-Verband (DVV) verschickte zudem über seine Generalsekretärin Nicole Fetting an die Landesverbände eine Botschaft, auch mit Inhalten aus den Planungen des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Demnach wurde in einer Konferenz der 16 Sportminister ein Positionspapier zur Wiederaufnahme des organisierten und vereinsbasierten Sporttreibens vorgestellt. In mehreren Stufen sollen Lockerungen realisiert werden, aktuell ist Schritt zwei angesagt.

Fetting schreibt: „In einem ersten Schritt hat der DOSB mit Medizinern die Leitplanken des DOSB konkretisiert. Aufbauend auf diesen Leitplanken sind wir als Sportfachverband nun in einem zweiten Schritt um eine konkrete Festlegung von Übergangsregeln für den Spiel- und Sport-, Trainings- und ggf. Wettkampfbetrieb gebeten worden. Im Anschluss daran gilt es, in einer weiteren Phase die Diskussion über das Angebot des Sports durch die Landessportbünde in die Landesregierungen zu tragen. In der letzten Stufe steht im Mittelpunkt, unter Einbeziehung der Landesfachverbände die Umsetzung vor Ort durch die Vereine zu gewährleisten.”

Das hört sich alles noch sehr theoretisch und weit weg an von einer tatsächlichen Umsetzung. Zumal die Bundesregierung nicht vor dem 6. Mai wieder entscheiden wird, wie die weiteren Maßnahmen aussehen werden.

Landesverbände warten auf den Startschuss

Aber in den Landesverbänden der Volleyballer zeigen sich einige vorbereitet auf die ersten Öffnungen, um kurzfristig wieder mit Turnieren starten zu können. Im Westdeutschen Volleyball-Verband (WVV) sind noch alle Turniere buchbar und werden nur von Woche zu Woche abgesagt. Eine Meisterschaft am Ende der Saison sowie zwei Turniere der Kategorie 1+ sind ebenfalls geplant.

Im Nordwestdeutschen Volleyball-Verband (NWVV) stehen die Turniere auf standby und sollen, so es erlaubt wird, stattfinden. Über die Austragung der traditionell großen Turnierwochenenden auf Borkum wird Mitte Mai entscheiden.

Auch im DVV ist längst nicht alles gestrichen. Die Techniker Beach Tour wurde zwar abgesagt, aber über die Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand wird noch diskutiert, ob sie mit kleinen Teilnehmerfeldern und/oder mit verringerten Zuschauerkapazitäten ausgerichtet werden können. Eine Entscheidung soll spätestens Mitte Juni getroffen werden. Alle Deutschen Jugendmeisterschaften sowie die nationalen Titelkämpfe der Senioren können auch noch stattfinden. Lediglich der Bundespokal Beach wurde auf unbekannte Zeit verschoben.

Für Hallenbetreiber bleibt es ebenfalls eine spannende Zeit. Peter Schmitz, Betreiber der Halle „Mensch in Düsseldorf”, wurde mit den Worten zitiert: „Wenn die Situation so bleibt, muss ich Ende Mai Insolvenz anmelden.”

In Österreich dürfen seit Montag die Spitzenteams wieder trainieren, unter Einhaltung der allgemeinen Bestimmungen und Auflagen. Auch für den Breitensport hofft der Österreichische Volleyball-Verband (ÖVV) bald eine Lösung präsentieren zu können. In Belgien wird es keine Wettbewerbe im Senioren- und Jugendbereich geben. Auch die Italiener planen die Streichung aller Turniere.

Mit Nachdruck die Politiker fordern

Vielleicht bekommt die Entwicklung hierzulande aber einen schnelleren Anschub als erwartet. Der Düsseldorfer Rechtsanwalt Horst „Ricardho” Schmidt, bekennender Beach-Volleyball-Fan, hatte bereits vor einigen Tagen die NRW-Sportministerin Andrea Milz um eine Lockerung des Sportverbotes gebeten. Nun hat er der Aktion Nachdruck verliehen, indem er in der vergangenen Woche beim Oberverwaltungsgericht Münster einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gestellt, um die Aufhebung des Sportverbotes zu erreichen. Noch in dieser Woche soll eine Entscheidung fallen. Die Chancen für Ricardhos Ansinnen sind nicht hoch, aber erst einmal bleibt der Ausgang offen.

Wer wo spielt (17. - 19.7.)

Auf den beiden Turnierseiten findest du alle Infos.

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