Mit Kribbeln im Anzug vor einer riesigen Kulisse

Techniker Beach Tour

Tobias Brand, mit Partner Jonas Reinhardt Nummer 13 der deutschen Teamrangliste, hat den Sprung vom Sand in die Halle gewagt. Mit Düren stand er am Wochenende im Pokalfinale.

Schicker Anzug statt kleines Reisegepäck

So ein Pokalfinale vor 10689 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena, live übertragen auf Sport1, ist schon eine besondere Herausforderung. Diese Erfahrung machte am Sonntag Tobias Brand, als er mit dem Erstligateam der SWD powervolleys Düren im Endspiel auf die Berlin Recycling Volleys traf. Tobias Brand, im Sommer bei der Techniker Beach Tour unterwegs an der Seite von Jonas Reinhardt, wusste anschließend viel zu erzählen.

Wie das Kribbeln eingesetzt hat, als in der riesigen Arena vor der mächtigen Kulisse die Aufwärmphase begann. Oder als er am Vorabend mit seinem Team Teil der traditionellen Gala war, bei der sich alle Finalspielteilnehmer in schickem Outfit zeigen und die Atmosphäre beim Treffen mit der großen Volleyball-Familie genießen. „Die größte Herausforderung”, sagt Tobias Brand, „war es, den Anzug aus der Wohnung in den Bus, aus dem Bus ins Hotel, und nach dem Finale wieder zurück zu bekommen.” Unbeschadet, versteht sich.

Um kurz nach 21 Uhr war für die Rheinländer die Party beendet, dann ging’s zurück ins Hotel und der Anzug kam wieder auf den Bügel. Brand hat die Aufgabe gemeistert, auch wenn sie so ungewohnt war: „Im Sommer bin ich bei den Turnieren ja nur mit einer kleinen Reisetasche unterwegs.” Dass die Dürener im Endspiel dem Team aus der Hauptstadt klar unterlegen waren (0:3) ist schon fast nebensächlich, vielmehr zählt die Erfahrung, die das Event gebracht hat: „Wenn wir in der nächsten Saison wieder im Pokal spielen, weiß ich, wofür es sich zu kämpfen lohnt.”

Der Sprung unters Hallendach als Testphase

Es ist Tobias Brands erste Saison als Profi in der Hallen-Bundesliga. Zuvor spielte der 21-Jährige drei Jahre mit der TGM Mainz-Gonsenheim in der 2. Liga, bei der im Übrigen sein Sand-Partner Jonas Reinhardt aktuell spielt. Brand/Reinhardt haben in der vergangenen Saison gute Ergebnisse auf der deutschen Tour erzielt. Höhepunkt war das Erreichen des Endspiels in St. Peter-Ording, dass sie gegen die späteren deutschen Meister, Bennet und David Poniewaz, verloren. Bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand erreichten Brand/Reinhard immerhin Rang neun und beendeten den Sommer 2019 als Nummer 13 der deutschen Teamrangliste.

Zu dem Zeitpunkt stand für Brand längst fest, dass er in Düren Fuß fassen will. Er wollte wissen, „wie es ist als Vollprofi, wie das System funktioniert, was alles so gefordert wird und ich wollte möglichst viel Spaß haben.” Nach fast einem halben Jahr fällt Brands Bilanz gut aus: „Ich habe mich gut eingefunden und nicht erwartet, dass ich mal das Pokalfinale spielen darf.” Gegen Ende des ersten Satzes wurde er aufs Feld geschickt und stand bis zum letzten Ballwechsel im SWD-Team. Im Ligaspiel gegen den VfB Friedrichshafen wurde er sogar zum MVP gewählt.

In Düren wohnt er mit seinem Teamkollegen Lukas Maase in einer WG und fühlt sich wohl. Eine Ausbildung zum Winzer hat er unterbrochen, aktuell gilt sein Fokus komplett dem Sport unter dem Dach. In der Tabelle liegt Düren auf Platz sieben, was die Teilnahme an der Play-off-Runde mit acht Mannschaften ermöglicht. Aber die Abstände zur Konkurrenz sind eng und bei noch fünf ausstehenden Spielen zählt jeder Sieg. Und Niederlagen tun weh, wie die jüngst in eigener Halle gegen den TV Rottenburg: „Die hat richtig gesessen.”

Vorfreude auf die Abwechslung im Sand

Ob er in der nächsten Saison weiter in Düren spielt, ist für ihn offen. Aber dass er nach der Hallenrunde wieder zum Beach-Volleyball will, ist klar. „Ich liebe die Abwechslung und muss mich ja jetzt nicht entscheiden für oder gegen eine der Varianten.” An die neue Saison hat er bislang kaum gedacht, nur den Tourkalender hat er zur Kenntnis genommen: „Ich würde mich riesig freuen, in Konstanz spielen zu dürfen. Mit Turnieren in Baden-Württemberg habe ich gute Erfahrungen gemacht und am Bodensee zu spielen, hat seinen Reiz.”

Wer wo spielt (17. - 19.7.)

Auf den beiden Turnierseiten findest du alle Infos.

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