Schillerwein/Tillmann und Harms/Holler gewinnen in Münster

smart super cup Münster - Finaltag

Katharina Schillerwein und Cinja Tillmann waren im vergangenen Jahr mit fünf Titeln bereits das dominierende Team der smart beach tour. Beim Saisonauftakt in Münster machten sie dort einfach weiter und gewannen den ersten super cup. Bei den Männern holten sich Yannick Harms und Tim Holler den Titel in einem spannenden Endspiel.

Das Lächeln noch einmal breiter als sonst

„Sie ist die eine, die immer lacht; immer lacht, immer lacht, immer lacht“, der Textschnipsel aus dem Song von Steroact ist besonders eingängig – sicherlich auch, weil er wie auf dem Center-Court des ersten super cup des Jahres in Münster rauf und runter gespielt wurde. Er passt aber auch hervorragend, um sich den Beach-Volleyball-Profi Cinja Tillmann vorzustellen. Am Ende des Turniers war das Lächeln der 24-Jährigen noch etwas breiter als sonst: Mit ihrer Partnerin Katharina Schillerwein (29) hat sie mit einem 2:0-Finalsieg (21:18, 21:17) über Sandra Ittlinger und Yanina Weiland den ersten Turniersieg eingefahren.

Wie dominant Tillmann und Schillerwein auf der smart beach tour schon in der vergangenen Saison waren, zeigten ihre fünf Turniersiege im Sommer 2015. Nun scheint es so, als machten sie in dieser Saison einfach weiter. In Münster gewannen sie alle fünf Spiele und ließen ihren Gegnern dabei nicht mal einen Satzgewinn. „Dabei haben wir im Winter vieles umgestellt, und es klappt noch nicht alles“, erzählt Tillmann. In der Saisonpause ist Hans Voigt zum ihrem Trainer Til Kittel und ins Trainerteam gestoßen, der ein ausgewiesener Fachmann im Bereich der Bewegungswissenschaften ist – als solcher coachte er auch Julius Brink und Jonas Reckermann zu Olympiagold 2012.


Trainieren wie und mit den Männern

„Hans hat noch einmal viele Bewegungsabläufe verändert, wir haben bis vor kurzem auch nur allein trainiert und nicht gegen andere Teams“, so Tillmann. Wenn sie Trainingspartner hatten, waren sie auch eher ungewöhnlich: Statt gegen gleichstarke Frauenteams zu spielen, ließen Kittel und Voigt ihre Schützlinge beispielsweise gegen das Männerduo Alexander Walkenhorst/Thomas Kaczmarek trainieren. Noch dazu auf der Männer-Netzhöhe, die mit 2,43 Meter satte 19 Zentimeter höher ist als bei den Frauen. „Das ist schon eine Herausforderung, sich auf dem Netz und gegen die Männer durchzusetzen“, so Tillmann.

Auf mehr als zehn Trainingseinheiten in der Woche am Ball und im Athletikbereich bringen es die Siegerinnen von Münster, nebenher absolvieren sie noch ihr Studium, Blockspielerin Schillerwein arbeitet aktuell sogar an ihrer Examensarbeit. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie dennoch nicht mit ihrem Sport, dafür erhalten sie noch Unterstützung der Eltern. Zu Beginn dieser Saison stieg in dem Nahrungsmittel-Hersteller Layenberger immerhin ein großer Partner ein, mit dessen finanziellen Mitteln sie die hohen Kosten einer Saison abdecken können. „Damit können wir auch international starten und alle Turniere mitnehmen, sobald Schilli ihre Prüfungen absolviert hat“, sagt Tillmann.


Die Männer machten es spannend

Dass das sportliche Konzept aber jetzt schon funktioniert, zeigte bereits der Saisonauftakt. Und auch Alexander Walkenhorst scheint von den ungewöhnlichen Trainingspartnerinnen zu profitieren. Der 2,06-Meter-Hühne spielte zwar ohne seinen Standard-Partner Kaczmarek, war in Münster trotzdem erfolgreich. An der Seite von Marcus Popp marschierte er erst ähnlich souverän wie Schillerwein/Tillmann durch den super cup, im Finale aber holte sich ein anderes Interimsduo den verdienten Sieg. Yannick Harms und Tim Holler gewannen ein knappes und hochklassiges Spiel im Tiebreak mit 2:1 (22:20, 14:21, 15:13).

Und das obwohl sich Harms in Satz eins beim Spielstand von 16:18 das Knie verdrehte und zunächst unklar war, ob der 22-Jährige würde weiterspielen können. Nach einer kurzen Behandlungspause allerdings gab er Entwarnung und kehrte aufs Feld zurück. Den Satz drehten er und sein Interimspartner sogar noch, im zweiten Durchgang allerdings waren ihre Gegner deutlich überlegen. In Satz drei sorgte dann ein Holler-Netzroller für die Vorentscheidung: Das Ass und das dazugehörige Break zum 13:12 brachte das Team in die bessere Ausgangslage für den Schlussspurt.

Das topgesetzte Duo Fuchs/Windscheif holte Bronze im kleinen Finale gegen Begemann/Karpa - im zweiten Satz wehrten Fuchs/Windscheif mehrere Matchbälle ab und jubelten am Ende über einen Tiebreak-Erfolg (14:21, 26:24, 15:9). Bei den Frauen machte das neuformierte Duo Behlen/Krebs in einem ähnlich engen Match Bronze klar. Sie gewannen gegen Culav/Seyfferth mit 2:1 (24:22, 15:21, 17:15).

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