Tour-Start alternativ: Geocaching, Gartenarbeit, Blut spenden und Kräuter sammeln

Techniker Beach Tour

Am 8. Mai sollte in Münster die Techniker Beach Tour 2020 eröffnet werden. Doch in Zeiten der Corona-Krise suchen sich die Beach-Volleyball-Akteure gezwungenermaßen neue Betätigungsfelder.

Was wäre wenn – und was passiert tatsächlich

Freitagmittag, 14 Uhr. Moderator Fabian Wittke zieht den Lautstärkeregler seines Mikrofons auf, DJ Norman Dierks fährt die Musik runter: „Willkommen Münster, hier auf dem Schlossplatz! Willkommen zum Start der Techniker Beach Tour 2020”, sagt Wittke und kündigt an: „Freuen Sie sich auf das Auftaktspiel auf dem Center Court zwischen den an eins gesetzten Vize-Weltmeistern Julius Thole und Clemens Wickler, im Anschluss spielen die Deutschen Meister, die Poniewaz-Brüder Bennet und David.” So jedenfalls hätte es laufen können, wenn Beach-Volleyball erlaubt wäre. Das Wetter im Übrigen an diesem Nachmittag: Sonnenschein, blauer Himmel, um die 20 Grad. Besser kann der Auftakt der Techniker Beach Tour nicht sein.

Doch Pustekuchen: Corona hat allen einen Strich durch die Rechnung gemacht, die ranghöchste deutsche Serie musste abgesagt werden. Alternativprogramme sind angesagt. Die sehen mitunter sehr vielfältig aus, für beach-volleyball.de haben einige Protagonisten, die ab Freitag auf einem der drei Courts auf dem schönen Gelände vor dem fürstbischöflichen Schloss angetreten wären, verraten, was sie sich als Ersatzbeschäftigung vorgenommen haben und wo sie wohl anzutreffen sind.

Was die Beach-Volleyball-Protagonisten sich ersatzweise vorgenommen haben

Margareta Kozuch (Nationalspielerin/Hamburg): „Freitag und Samstag mache ich was für die Fitness und Bewegungstraining. Und den Rest des Wochenendes werde ich viel Zeit in der Natur verbringen, vielleicht ein paar Kräuter sammeln und dabei die frische Luft genießen.”

Karla Borger (Nationalspielerin, Deutsche Meisterin 2019/Stuttgart):
„Ich werde Blut spenden gehen, mache Krafttraining, räume eventuell meinen Schreibtisch auf und putze Fenster, was ich aber wahrscheinlich wieder mal schieben werde. Und ich übe weiter ein neues Stück auf meinem Saxophon ein.”

Melanie Gernert (neue Partnerin von Kira Walkenhorst/Berlin):
„Kira und ich wären dabei gewesen und waren voller Vorfreude. Ist schon irgendwie komisch, was gerade alles abläuft und traurig ist es vor allem, auch wenn es vernünftig ist. Vermutlich werde ich Fahrradfahren, spazieren und gucken, was dann alles in Berlin erlaubt ist. Aktuell sehe ich Geocaching als meine neue Trendsportart.”

David Poniewaz (Deutscher Meister 2019/Osnabrück):
„Freitag helfe ich meinem Opa im Garten, natürlich mit Sicherheitsabstand. Ansonsten habe ich frei an dem Tag und irgendwie werde ich Sport machen, vielleicht bei Mama und Papa mit Bennet im Garten Teqvoly spielen.”

Bennet Poniewaz (Deutscher Meister 2019/Osnabrück):
„Wäre sehr gern in Münster gewesen, um zu spielen. Jetzt nutze ich die Zeit, Dinge zu tun, die ich sonst nicht so machen kann wie Mountainbike fahren und viele Spaziergänge mit dem Hund. Das wird auch an diesem Wochenende so sein. Wir machen das Beste daraus.”

Kay Matysik (Bundestrainer/Bundesstützpunkt Berlin):
„Seit Montag trainieren wir wieder einmal in der Woche am Stützpunkt, aber nur eins gegen eins pro Feld. An Münster denkt kaum jemand, eher an das Abitur, an die richtigen Laufwege in der Schule, wo alles auf Einbahnstraße umgestellt ist und am Freitag haben wir in Berlin einen ganz besonderen und einmaligen Feiertag (Anm. der Red.: Am 8. Mai jährt sich zum 75. Mal die Kapitulation der Wehrmacht), da werden wir sicher bei den Athleten etwas politische Bildung betreiben.”

Anne Krohn (DM-Fünfte, Erste bei der TK Tour 2019 in Zinnowitz/Stralsund):
„Nach vier Wochen Home Office hat mich der Alltag wieder, aber das reguläre Training fehlt. Am Wochenende werde ich ausschlafen, mir Pancakes machen und das Finale von Zinnowitz im relive ansehen. Ansonsten bin ich im Garten und bei schönem Wetter am Strand. Bisschen Ball spielen zu zweit geht ja auch.”

Paul Becker (DM-Dritter mit Jonas Schröder/Mainz):
„Am Wochenende werde ich zum Edersee fahren, mich in unser kleines Segelboot setzen und mir den Wind um die Ohren wehen lassen. Dabei werde ich auch an Münster denken, wo ich mich letztes Jahr im Halbfinale verletzt habe. Münster war trotzdem immer ein gutes Pflaster, seit ich dort mit Jonas spiele.”

Eric Stadie (Studenten-Weltmeister, Trainer BSP Berlin):
„Aktuell trainiere ich in kleinen Gruppen den Nachwuchs-Bundeskader und bereite mich zuhause auf meine A-Fitness-Trainer-Prüfung vor.”

Simon Pfretzschner (Nachwuchs-Nationalspieler/Berlin):
„Leider muss ich jetzt ein weiteres Jahr auf den nächsten Start in Münster warten. In den letzten Wochen habe ich mich zuhause mit Home-Workouts und Balleinheiten im Garten fit gehalten, so gut es geht. Jetzt trainiere ich wieder in Berlin, so auch am Wochenende.”

Wer wo spielt (17. - 19.7.)

Auf den beiden Turnierseiten findest du alle Infos.

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