Alter schützt vor Siegen nicht

Beach-EM 2018, 15. – 22.07.2018

Ihre Gegner im Finale des 5-Sterne-Turniers in der Schweiz waren als Teenager Fans von ihnen: Pablo Herrera und Adrian Gavira spielen seit zehn Jahren zusammen auf der Tour. Und bestätigen auch in dieser Saison, dass sie zur Weltspitze gehören.

Seit Jahren in der Weltspitze

Ihre Gegenüber sind teilweise zehn, fünfzehn Jahre jünger als sie, sind mit ihnen als Idolen aufgewachsen: Pablo Herrera und Adrian Gavira sind die Urgesteine der Beach World Tour. Gavira trat vor 13 Jahren zum ersten Mal international auf, Herrera ist gar seit 17 Jahren dabei. Langweilig ist ihnen aber noch nicht geworden: „Es fühlt sich immer noch wie am ersten Tag an. Beach-Volleyball ist unser Leben“, sagt Herrera. 

Bisher gibt es auch wenig Grund über einen Rücktritt nachzudenken – trotz des für einen Profi-Sportler relativ hohen Alters von 36 bzw. 30 Jahren. Das Duo spielt eine starke Saison. Dreimal standen sie schon auf dem Podium, das Turnier in Ostrava gewannen sie. Am Wochenende holten sie den zweiten Platz in Gstaad – ihre erste Medaille bei einem Event der Beach Major Series. Trotz vier bzw. zwei Olympia-Teilnahmen (Herrera holte 2004 die Silbermedaille in Athen) und einem gemeinsamen Europameistertitel gibt es noch immer erste Male für die Spanier.

Was das Duo so stark macht

„Wir können befreit aufspielen, einfach jeden Moment genießen und Spaß haben“, erklärt Herrera. Das hat bisher auch bei der Europameisterschaft in den Niederlanden funktioniert, als Erste ihrer Gruppe steht das Team direkt im Achtelfinale. Dabei war der Start kein einfacher: „Wir sind direkt vom Finale in die Niederlande gefahren. Es war schwer sich wieder neu zu fokussieren, aber das sind die Europameisterschaften, da musst du 100 Prozent geben. Wir werden aber von Spiel zu Spiel besser”. 

Nicht nur ihre langjährige Erfahrung macht Herrera/Gavira so erfolgreich. Ihre Stärken liegen ihrer Abgeklärtheit und im Side-Out-Spiel, weil sie dort ihre technischen Fähigkeiten am besten ausspielen können. Auch in engen Situationen bleiben sie ruhig und finden die richtigen Lösungen. Zudem können sie auf der Gewissheit aufbauen, seit Jahren auf konstant hohem Niveau zu spielen. Dabei finden sie die richtige Mischung aus Emotionalität und Gelassenheit. Herrera schätzt das am meisten an seinem Partner: „Auch, wenn ich müde bin, pusht Adrian mich immer weiter und will, dass wir besser spielen.“ 

Wie lange das Duo noch die Strapazen des Profi-Sportler-Daseins auf sich nimmt, weiß es noch nicht. „Ich bin jetzt 36 Jahre alt. Momentan fühlen wir uns sehr gut. Aber man muss natürlich auch auf seinen Körper hören. Deswegen schauen wir von Jahr zu Jahr“, erklärt Herrera. Solange sie auch ihren jüngeren Gegnern noch Paroli bieten können, besteht ja auch noch kein Anlass, ihre langen Karrieren zu beenden.

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