An der Copacabana kämpft Hut gegen Schaf

Olympische Spiele 2016 - Gruppenphase

Am Montag sind die Männer wieder dran. Das Duell zwischen Lars Flüggen/Markus Böckermann und Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen birgt auch einen interessanten Kampf zweier Glücksbringer.

You can leave your hat on

Lars Flüggen hat in der Beach-Volleyball-Arena an der Copacabana schon seinen eigenen Song. „You can leave your hat on“ von Joe Cocker spielt der Stadion-DJ mit Vorliebe ein, wenn der deutsche Nationalspieler den Court betritt. Seinen in Rio als „Lucky Hat“ bezeichneten Anglerhut, dem ihm seine Mutter als er fünf Jahre alt war, zum Schutz gegen die Sonne schenkte, darf der 26 Jahre alte Abwehrspieler auch bei den Olympischen Spielen tragen. 

Partner Markus Böckermann sorgte im vergangenen Jahr vor der Europameisterschaft in Klagenfurt dafür, dass Flüggen seinen Hut überhaupt bei internationalen Wettkämpfen aufsetzen konnte, indem er ihm den Sponsor drauf nähte. Vor den Olympischen Spielen musste dieser Prozess wieder rückgängig gemacht werden, die beiden Athleten entfernten den Aufnäher wieder, denn hier dürfen die Spieler ihre Unterstützer nicht präsentieren.

In der ersten Partie bescherte der „Lucky Hat“ Flüggen noch nicht viel Glück, gegen die Polen Losiak/Kantor fanden die beiden Athleten aus Hamburg überhaupt nicht in ihr Spiel. „Das fühlt sich gerade gar nicht gut an“, sagte Flüggen nach der Partie. Gegen die Holländer Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen soll das heute anders laufen. Vier der letzten sechs Begegnungen haben die Weltmeister von 2013 für sich entschieden. Wenn die vier Athleten am Montagabend um 23.30 deutscher Zeit erneut aufeinandertreffen, dann heißt es Setzplatz vierzehn gegen Setzplatz zwei – oder auch Hut gegen Schaf, denn auch Alexander Brouwer hat einen putzigen Glücksbringer an seiner Seite.


Die Statistik spricht für Holland, aber der Vorteil liegt beim Hut 

Es hat mit einem Versprechen zu tun, das Brouwer vor vielen Jahren gab: Bei seiner Geburt schenkte ihm seine in der Landwirtschaft tätige Familie ein Schweinchen und ein Schaf aus Plüsch. „Ich liebte sie und nahm sie überall hin mit“, sagt der 1,98 Meter große Athlet.

Das kleine Schweinchen war sein Liebling, aber eines Tages vergaß er es unter einem Hotelbett in Lissabon. „Ich war am Boden zerstört“, erinnert er sich. „Von diesem Moment an gab es nur noch mich und das Schaf. Als ich das realisiert habe, habe ich ihm versprochen, dass ich es niemals alleine lassen werde“, sagt Brouwer. Und so wurde das kleine Schaf zum Weltreisenden, wartet allerdings immer im Hotelzimmer auf seinen Besitzer. Brouwer will kein Risiko eingehen, wenn er es mitnimmt. Das könnte der entscheidende Vorteil sein für den Hut von Lars Flüggen, der das Geschehen immer vor Ort beeinflussen kann.

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