Aus verbrannter Erde blühende Landschaften entwickeln

Swatch Major Series

New York City, Acapulco: Wie der Österreicher Hannes Jagerhofer die Beach-Volleyball Major Series im kommenden Jahr weiter ausbauen will.

Das Premiumprodukt soll größer werden

Hannes Jagerhofer ist ein umtriebiger Mann. Für sein Unternehmen ist er mehr als 250 Tage im Jahr unterwegs und hatte die Zeitsprünge zwischen den Kontinenten satt – also siedelte der Österreicher erst kürzlich mit seiner Familie in die USA um. Dort, auf den Nord- und Südamerikanischen Kontinenten, sieht Jagerhofer das größte Potential für neue Standorte der Swatch Major Series.

Als CEO der Beach Majors GmbH ist Jagerhofer für die Beach-Volleyball Turniere der Swatch Major Series verantwortlich, die innerhalb der Weltserie vom Weltverband FIVB das Premiumprodukt darstellen. In dieser Saison gab es davon drei Stopps in Fort Lauderdale (USA), Porec (Kroatien) und Gstaad (Schweiz), dazu kam das World Tour Final in Hamburg. Geht es nach Jagerhofer, sollen es im kommenden Jahr wieder mehr Turniere werden, sollen neue Standorte dazukommen.


Sechs Turniere geplant

„Ich war im Central Park in New York City und überrascht, dass die Behörde bereit ist, uns das Gelände zur Verfügung zu stellen. Da sind wir in Gesprächen. Die Westküste der USA ist auch interessant, Santa Monica, Huntington Beach. Aber auch Acapulco in Mexiko“, sagt Jagerhofer. Die Swatch Major Series soll im kommenden Jahr auf sechs Turniere inklusive dem World Tour Final wachsen.

„Ich setze dabei auf die Kombination aus Sport, Entertainment und der Trade Village – ein gesamtes Konzept, das die Städte überzeugen soll“, sagt Jagerhofer. Dieses Konzept ging bei der Beach-Volleyball-Weltmeisterschaft in Wien in diesem Jahr voll auf, mehr als 180.000 Besucher strömten in zehn Tagen auf die Donauinsel. Die Struktur des Events will Jagerhofer kopieren und als Maßstab für künftige Turniere nehmen. Auch wenn dabei klar ist, dass nicht jede Veranstaltung das WM-Budget von Wien haben wird. Die rot-weiß-rote Party auf der Donauinsel verschlang 9,2 Millionen Euro.

 

„Habe unterschätzt, wie viel verbrannte Erde der Sport hinterlassen hat“

Die Pläne von Jagerhofer sind ehrgeizig. Das waren sie aber auch schon im Jahr 2015, als er das damals neue Joint-Venture seiner Agentur ACTS und der Red Bull GmbH ins Leben rief. Bei der Vorstellung der Major Series gab es die Vision, die Tour schnell auf zehn bis vierzehn Stationen aufzubauen. Das Gegenteil passierte: 2016 gab es fünf Turniere, ein Jahr später nur noch vier.

„Ich habe unterschätzt, wie viel verbrannte Erde der Sport hinterlassen hat. Viele frühere Turniere waren einfach katastrophal organisiert. Viele Partner haben ein bestimmtes Bild vom Beach-Volleyball, das musst du erstmal aus den Köpfen bekommen“, berichtet Jagerhofer von den komplizierten Verhandlungen mit Sponsoren und Stadtverwaltungen. Städte wie Porec und Gstaad zahlen eine sogenannte ‚Host City Fee‘ von bis zu einer Million Euro, um das Turnier zu sich zu holen.


Prestige-Objekt in Österreich

Um so eine Summe aufzubringen, muss Jagerhofer Überzeugungsarbeit leisten, in vielen Terminen Partner von seiner Idee, seinem Produkt überzeugen. Das klappt nicht immer: Von 1996 bis 2016 war das von ihm organisierte Turnier in Klagenfurt die Top-Adresse für Fans und Athleten im Beach-Volleyball – doch mittlerweile ist das Bundesland Kärnten wegen eines Sparkurses nicht mehr bereit, den hohen Zuschuss zu zahlen. Das legendäre Turnier am Wörthersee wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben.

Österreich soll aber weiterhin ein Turnier der Major Series bekommen, immerhin ist ein Event im Heimatland Jagerhofers irgendwie auch ein Prestige-Objekt. „Die Stadt Wien hat uns großartig unterstützt und mitgeteilt, dass das Interesse auch über die WM hinausgeht. Ich lebe seit 33 Jahren in Wien, das ist perfekt. Für zwei Events ist Österreich zu klein, dafür bräuchten wir die Wirtschaftskraft Deutschlands“, sagt Jagerhofer.

Dort gibt es nach dem erfolgreichen World Tour Final in Hamburg ebenfalls wieder ein großes Interesse. Und ebenfalls einen umtriebigen Veranstalter: Frank Mackerodt würde am liebsten 2018 erneut das World Tour Final in die Hansestadt holen, 2019 sollen dann die Weltmeisterschaften in Hamburg ausgetragen werden.

 

Alle Infos zur Major Series und FIVB World Tour gibt es hier

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