beach cup St. Peter: Der Sonntag

smart beach cup St. Peter Ording, 18. - 20.07.2014

In einem hochklassigen Finale gewinnen Routiniers Björn Andrae/Marcus Popp in zwei Sätzen mit 21-19, 21-19 gegen die Sieger von Köln Tim Holler/Jonas Schröder. "Wir spielen immer gut in St. Peter", sagte Björn nach dem spannenden Match.

16:21 Uhr: Turniersieg für Hallen-Nationalspieler

Ein würdiges Finale bekamen die Zuschauer von St. Peter-Ording zu sehen. Holler/Schröder und Andrae/Popp schenkten sich nichts. Tolle Aktionen gab es auf beiden Seiten. Immer wieder ging nach einem Angriff oder einer Blockaktion von Holler ein Raunen durchs Publikum. Seine Höhe raubt einem den Atem. Doch auch die Routiniers Andrae/Popp ernteten bewunderungsvolle Blicke. Marcus Popp, obwohl kleiner als sein Partner, überzeugte immer wieder im Block. Gutes Gefühl und Timing bringen ihm erfolgreiche Blocks. Die beiden Teams standen sich in nichts nach, doch die Erfahrung gab den entscheidenden Unterschied. Dies wurde deutlich besonders im zweiten Satz. Andrae/Popp holten einen 14:11-Rückstand auf. Sie brachten Tim Holler unter Druck mit Aufschlägen und dieser leistete sich immer wieder einen leichten Sideout-Fehler. Jonas Schröder konnte ein-zwei Breakchancen nicht erfolgreich umsetzen. Bei 19-19 packte Marcus noch zwei Mal im Block gegen Tim zu und entschied damit das Match in zwei Sätzen.

"Wir haben uns im Verlauf des Turnier gesteigert, sind immer besser reingekommen", resümierte Marcus Popp nach dem Match, "Das Finale war ein enges Match, wir hatten zum Schluss den richtigen Riecher, haben Tim unter Druck gesetzt und da kann dann schon mal so ein junger Spieler einbrechen. Ich finde, wir haben wirklich verdient gewonnen."

St. Peter-Ording scheint ein gutes Pflaster für die Hallen-Nationalspieler und Deutsche Vize-Meister im Sand 2009 zu sein. "St. Peter liegt uns. Wir haben 2007 hier gewonnen, letztes Jahr Dritter, jetzt Finale, das macht wirklich Spaß hier. Tolles Wetter, tolles Publikum, da holt man gern noch die letzten Reserven raus", so Björn Andrae. Marcus Popp ergänzt: "Es war schon immer so bei uns, dass wir ein paar Turniere brauchen, um reinzukommen und nach hinten besser werden. Timmendorf ist Pflicht und da wollen wir dann soweit, wie es geht, kommen. Wie 2009 halt." 

Zu wertvollsten Spielern des Turniers wurden Anni Schumacher und Marcus Popp gekürt.

Die Siegerehrung verlief kurz und schmerzlos. Fast alle Spieler sind schnell verschwunden, um keine Sektdusche abzubekommen. Nur die beiden MVPs haben sich ein wenig gefeiert. 

Damit verabschiedet sich die beach-volleyball.de-Redaktion von diesem schönen Strandturnier. Alle Infos zum Turnier bekommt ihr in unserer Übersicht zum smart beach cup in St. Peter Ording…

 

15:25 Uhr: Köhler/Schumacher überlegen

Jana Köhler/Anni Schumacher gewinnen den smart beach cup von St. Peter-Ording. In einem überlegenen Finale sicherten sie sich mit 21-15, 21-18 den Turniersieg gegen Anna Behlen/Katharina Culav. "Es ist schön, nach einer Pause jetzt gemeinsam wieder so zurückzukommen", strahlte Anni.

In beiden Sätzen zogen Jana und Anni schnell davon und ließen Behlen/Culav kaum ins Spiel finden. Druckvolle Aufschläge, konzentrierte Block-Feldabwehr und ein guter Team-Spirit ließen den Sieg leicht erscheinen. "Es sieht immer leichter aus, als es ist", so Anni, "Man sieht hier, dass sich jedes Team in jeden Ball reinhängt. Wenn man sie nicht unter Druck setzt, kommen sie ins Spiel. Es ist wirklich schön, dass wir nach unserer Pause, die von Janas Seite aus privaten Gründen war, so hier ohne Satzverlust durchmarschieren."

Die Gegnerinnen, Katschi und Anna, konnten ihren Heimvorteil hier nicht nutzen und ihr ganzes Können zeigen. Nur Mitte des zweiten Satzes ließen die Schleswig-Holsteinerinnen durchblicken, was sie wirklich zu bieten haben. Anna fischte Abwehrbälle aus den Ecken und verwandelte selbstsicher die Breakchancen. So schafften sie den Ausgleich bei 16:16 nach einem 6:11-Rückstand. Doch Anni und Jana konnten wieder in allen Elementen sicherer agieren und verdient gewinnen.

Anna Behlen: "Wir hatten eine Taktik, die leider gar nicht aufging. Abgelegt haben wir sie erst Mitte des zweiten Satzes, wie man das auch gesehen hat, aber ich konnte dann einfach nicht mehr, da ich das ganze Turnier Sideout gespielt habe."

Zweiter Platz ist für das Duo ein tolles Ergebnis. In der zweiten Halbfinalteilnahme auf einem Cup überhaupt schafften es die sympathischen Spielerinnen gleich ins Finale.

13:24 Uhr: Kim Behrens sah Gelb und Rot

Mit 21-18, 21-18 revanchierten sich im kleinen Finale Elena Kiesling/Chantal Laboureur für die Viertelfinalniederlage gegen Kim Behrens/Sandra Seyfferth und sicherten sich den dritten Platz. Zwei Fehlentscheidungen des Schiedsrichters am Ende des zweiten Satzes brachten den nötigen Vorsprung für Kiesling/Laboureur. Beim Stand von 18:18 spielte Elena mit einer improvisierten und unsauberen Technik einen aus ihrem Block abgeprallten Ball, doch der Schiedsrichter ließ es ihr durchgehen. Für die Diskussion mit dem Offiziellen bekam Kim Gelb. Als beim Matchball gegen sich Kim mit einem kurzen Shot den Ball auf die Seitenlinie setzte, pfiff ihr der Schiri diesen Ball ab in dem Glauben, dieser hätte die Antenne berührt. An dieser Stelle war Kim außer sich und haute mit der Hand auf den Schiedsrichterstuhl. Rot! Und Matchgewinn für Kiesling/Laboureur. 

Ärgerlich für Behrens/Seyfferth, die in St. Peter starke Auftritte zeigten. Das fachkundige Publikum hier war sich jedoch einig, dass sie das Spiel nicht an diesen beiden Entscheidungen verloren haben. Chantal Laboureur sagte erschöpft und fair ins Micro: "Ich bin froh, dass wir das Spiel gewonnen haben, auch wenn es am Ende ärgerlich war wegen der zwei strittigen Schiedsrichterentscheidungen." 

Weniger Aufregung gab es im kleinen Finale der Männer. Die an Zwei gesetzten Fuchs/Kaczmarek dominierten das Match und siegten mit 21-10, 21-17 gegen Lohmann/Wacker.

12:35 Uhr: Schöne Windspiele

"Court Zwei ist noch besser", sagte Björn Andrae nach dem 2:0-Erfolg bei starkem Wind gegen die an Zwei gesetzten Sebastian Fuchs/Thomas Kaczmarek, "man weiß überhaupt nicht mehr, wohin der Ball kommt." Flexibel bleiben lautete die Devise in diesem Halbfinale, bei dem Banden drohten vom Wind verweht zu werden. "Am besten, man läuft einfach dahin, wo der Ball ist, oder noch besser, man steht schon da", scherzte Björn weiter. Auch wenn Björn Andrae die Spielbedingungen so scherzhaft beschreibt, wusste er mit seinem Partner Marcus Popp sehr wohl, was er macht. Mit viel Ballgefühl, Beweglichkeit, Einfallsreichtum und einer auf Sieg gepolten Energie konnten sie ihre Gegner in die Knie zwingen. Trotz Rückstand im zweiten Satz, verschenkten sie nicht, wie in diesem Turnier schon gesehen, den Satz, sondern kämpften weiter, um sich den Sieg noch in zwei Sätzen zu sichern. Mit Erfolg. Nun heißt es auftanken fürs Finale gegen Tim Holler/Jonas Schröder. Diese bezwangen Manuel Lohmann/Tim Wacker mit 21-8 und dann sehr knapp mit 27-25. 

11:51 Uhr: Köhler/Schumacher souverän und konzentriert

Mit 21-18, 21-11 und in 39 Minuten zogen Favoriten Jana Köhler/Anni Schumacher souverän ins Finale ein. "Es läuft", freute sich Anni nach dem Match, "Wir haben die Sachen umgesetzt, die wir uns vorgenommen hatten auf unser Spiel bezogen. Wir wollten tief aus den Beinen arbeiten, den Ball lange begleiten, im Angriff hoch abschlagen. So hat alles gut geklappt."

Anna Behlen/Katharina Culav zeigen sich in St. Peter in Top-Form und ziehen wohlverdient ins Finale ein. Auf den windigen Nebencourts ging es heiß her gegen Kim Behrens/Sandra Seyfferth, welche gestern mit einem Überraschungssieg gegen Kiesling/Laboureur direkt ins Halbfinale eingezogen waren. "Heute war mir alles zu zögerlich", analysierte Trainer Christoff Kesselmeier nach dem Match, "wir haben nicht so viel Druck im Aufschlag gemacht und das gegen ein Team, was sehr entschlossen zu Werke ging. Anna und Katschi haben das sehr gut gemacht. Sie haben auch aus schwierigen Situationen Druck gemacht. Vielleicht war für mein Team auch die Tatsache, gegen ein Team auf Augenhöhe ins Finale einziehen zu können, auch eine Situation, an die es sich erst noch gewöhnen muss."

Katharina Culav war höchst zufrieden nach dem Sieg. "Das bedeutet mir sehr viel hier. St. Peter war vor ein paar Jahren mein erster Beach Cup überhaupt und ich wurde in der Quali sowas von Žrausgeschossen. Jetzt stehe ich hier im Finale", so Katschi. "Wir sind ja Nordlichter und haben hier Familie und Fans aus Elmshorn und Kiel, die uns Rückenwind geben", so Katharina weiter. "Im Finale geht einiges", sagt Katschi selbstbewusst, "Wir trainieren mit Jana und Anni und haben schon im Training oft gewonnen gegen sie. Wir wollen den Wind, der noch da ist, für uns gewinnbringend einsetzen und den Turniersieg holen."

10:48 Uhr: Bereits bestes Turnierergebnis 2014 von Andrae/Popp

Björn Andrae/Marcus Popp, deutsche Hallen-Nationalspieler und in Russland und in der Türkei in der Halle tätig, setzten sich mit 2:1 gegen Philipp Bergmann/Malte Stiel vor vollen Rängen durch. "Gutes Ressourcenmanagement" bescheinigte ihnen am gestrigen Samstag Nachwuchs-Bundestrainer Jörg Ahmann. Dieses bewiesen sie auch in diesem entscheidenden Spiel. Nach einem klaren ersten Satz für die Routiniers zeigten auch die "Jungen Wilden" ihr Können. Björn und Poppey ließen sie unaufgeregt gewähren, bis es im dritten Satz um die Wurst ging. Plötzlich waren sie in der Abwehr immer da, im Block packte Marcus angsteinflößend zu und Björn legte auch im Aufschlag noch eine Schippe drauf (15-8). "Dann musst du natürlich Vollgas geben", sagt Marcus. Auf ihre "Lässigkeit" auf dem Feld angesprochen, verraten Björn und Marcus: "Wir versuchen uns eigentlich nur zu konzentrieren, zu atmen, runter zu kommen. Lässig soll das nicht sein." Björn fügt hinzu: "Malte Stiel rennt immer hin und her, beim Seitenwechsel z.B. rennt er sofort auf die andere Seite. Das wäre mir viel zu anstrengend."

Nach siebten und neunten Plätzen in diesem Jahr belegen Andrae/Popp bereits mit dem Halbfinaleinzug das beste Ergebnis in dieser Beach-Saison. "Dann können wir ja jetzt auf dem Höhepunkt der Karriere aufhören", scherzt Poppey und sagt unmissverständlich weiter, "Wenn man es schon so weit geschafft hat, dann will man auch das Turnier gewinnen." Vorerst müssen sie zunächst die Fuchs/Kaczmarek-Hürde im Halbfinale meistern. "Das wird ein taktisches Schachspiel", sagt Popp mit einem Grinsen, "Wir kennen uns sehr gut, trainieren viel zusammen. Das wird einfach ein schönes Spiel gegen die beiden."

Manuel Lohmann/Tim Wacker zogen auf dem Nebencourt mit einem 2:0-Sieg über Marvin Klass/Stefan Köhler ins Halbfinale ein. Nach den dritten Plätzen in Köln und Hamburg will das Duo nun sicherlich auch mal ins Finale. Dafür muss ihnen ein Sieg über die Favoriten Tim Holler/Jonas Schröder gelingen. "Wir sind nicht chancenlos, aber es wird schwer", sagt Manuel, "Tim und Jonas haben Köln gewonnen und auch hier zeigen sie wirklich eine tolle Leistung. Ich hätte lieber auf den Nebencourts gegen die beiden gespielt. Dort habe ich mich sehr mit dem Wind angefreundet. Auf dem Centre Court ist der Wind unberechenbarer."

10:10 Uhr: Henry verletzt

Die an Eins gesetzten Elena Kiesling/Chantal Laboureur ziehen nach einem souveränen Spiel im Viertelfinale gegen Melanie Gernert/Tatjana Zautys mit 2:0 ins Halbfinale ein. "Chanti" strahlte: "Ich habe mich im ersten Satz viel geärgert, weil ich bei vielen Bällen dachte, die wären im Aus und dann sind sie doch reingedozt. Dann habe ich noch mal Gas gegeben." Umso klarer war dann der zweite Satz. Nach einer 7:2-Führung behielten sie die Konzentration und die Oberhand über den gesamten Satz. Ihre Gegnerinnen kamen nicht über 11 Punkte hinaus.

Ein unschönes Spielende ereignete sich auf Court 3. Anna Behlen/Katharina Culav gewannen den ersten Satz gegen Michaela Henry/Katharina Schillerwein. Auch im zweiten Satz führten sie, bis Michaela und Schilli auf der Rückenwindseite drei Breaks machten und den Satz wieder offen gestalteten. Gerade als sie in Führung gingen, verdrehte sich Michaela das linke Knie und konnte auch nach der Intervention des Arztes Markus Eisenberger nicht weiterspielen. "Schade, schade", sagt Michaela, "Wir hatten sie gerade...Halbfinale wäre echt schön gewesen. Ich wollte aber nichts riskieren. Vor drei Jahren hatte ich einen Meniskusanriss und jetzt ist er immer mal wieder gereizt. Das war eine blöde Situation. Ein Cut kam, ich war auch da, aber dann ist er an der Netzkante hängengeblieben und ich hatte den Ball auf Brustkorbhöhe und habe mich so verdreht."

Letztlich zieht Michaela ein positives Fazit: "Wir haben nur diesmal diese eine Interimslösung gewählt. Dafür ist fünfter Platz echt ok. Hat echt Spaß gemacht, mit Schilli zu spielen." 

08:28 Uhr: Viertelfinal-Teams starten in den Sonntag

Guten Morgen auch am Finaltag des smart beach cups im schönen St. Peter-Ording! Bewölkt soll es heute sein mit maximal 25°C, die Sonne wird immer wieder durchkommen, der Wind ist jedoch stärker geworden. Viertelfinal-Teams spielen sich ein...Wo geht es hier zum Treppchen, lautet heute die Frage?

Sie sind die ersten am frühen Sonntag, die in die Gänge kommen müssen: Die Viertelfinal-Teams der Verliererrunde. Sie haben bereits mit einem Lauf die Müdigkeit der gestrigen Anstrengungen aus den Beinen vertrieben und derzeit geht es an die letzten Spielvorbereitungen direkt auf dem Feld. Es heißt, die Spritzigkeit in den Körper zu kriegen, das Ballgefühl wieder justieren.

Bei den Frauen treffen Kiesling/Laboureur und Gernert/Zautys auf dem Centre Court aufeinander. Auf Court drei geht es für Behlen/Culav und Henry/Schillerwein ebenfalls um den Verbleib im Turnier und den Einzug ins Halbfinale.

Ebenfalls früh am Start ist unser Tour-Fotograf Peter Weber, der hier wieder einmal das Turniergeschehen mit seinen tollen Bildern für euch festhält. Zum Glück haben die Organisatoren von der Idee Abstand genommen, 78.125 Felder aufzubauen, da wären wir - und der Peter sicherlich auch - vielleicht, aber nur vielleicht, überfordert gewesen. Vier Courts reichen auch, wer wann spielt und gegen wen und vieles andere mehr findet ihr wie gewohnt in unserer Terminübersicht…

beach-volleyball.de ist für euch wieder am Wochenende vor Ort und die Beach-Academy hat wieder eigens ein Zelt für Neugierige aufgeschlagen und bietet einen exklusiven Blick auf den Pokal für die Deutschen Meister. Alle Infos zum Turnier bekommt ihr in unserer Übersicht zum smart beach cup in St. Peter Ording…

DIY: Beach-Volleyball Ballbeutel

Wenn es draußen kalt, nass und früh dunkel wird, bleibt wieder mehr Zeit für andere Aktivitäten abseits des Beach-Volleyball-Courts. Wie wäre es mit Häkeln?

The place to BE(ACH)!

Es dauert nicht mehr lange und unsere neue Beach-Arena im Blue Waters Club Side wird eröffnet. Auch Paul kann es kaum erwarten und lüftet die ersten Geheimnisse zur neuen Beach-Arena.

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