Beach EM: Gold und Bronze für deutsche Frauen

Europameisterschaft 2016

Laura Ludwig und Kira Walkenhorst verteidigen souverän ihren EM-Titel. Karla Borger und Britta Büthe holen sich ihre erste Medaille bei einer EM im Erwachsenenbereich, und die Männer? Die sind Europameister-Besieger.

Ungewohnt emotional

Laura Ludwig stand im Sand vor dem Bieler See und rang nach Worten. „Ich bin sprachlos gerade und ziemlich emotional, ich weiß gar nicht so genau, warum“, sagte die Beach-Volleyball-Nationalspielerin. Vielleicht lag es ja daran, dass sie gerade mit ihrer Partnerin Kira Walkenhorst ihren Titel bei der Europameisterschaft in der Schweiz verteidigt hatte. Das deutsche Nationalduo aus Hamburg gewann am Sonntag in Biel das Endspiel gegen die Tschechinnen Marketa Slukova und Barbora Hermannová 2:0 (21:14, 21:15), die sie in der Gruppenphase bereits 21:13, 21:19 besiegt hatten.

Nach zweimal Bronze in den Jahren 2013 und 2014 ist es der zweite gemeinsame EM-Titel für Ludwig/Walkenhorst. Abwehrspielerin Ludwig bricht mit ihrem insgesamt vierten EM-Gewinn ihren eigenen Rekord und den der Italienerinnen Laura Bruschini und Annemaria Solazzi sowie der Griechin Vassiliki Karadassiou, die ebenfalls dreimal gewonnen hatten. Die gebürtige Essenerin Walkenhorst holte ihren zweiten EM-Titel bei den Profis. Auch Trainer Jürgen Wagner ist zufrieden: zehn EM-Teilnahmen, zehn Siege.

Borger/Büthe feiern Bronze

Zwei andere feierten im Regen von Biel eine Premiere: Karla Borger und Britta Büthe haben Bronze gewonnen! „Wir haben uns heute Morgen gesagt, dass wir hier unbedingt eine Medaille gewinnen wollen“, sagte Britta Büthe. Gesagt, getan. Borger/Büthe gewannen das kleine Finale 22:20, 21:17 gegen die Russinen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Birlowa und holten damit ihre erste EM-Medaille im Erwachsenenbereich. "Ein phantastischer Erfolg von unseren Beach-Frauen", lobte DVV-Präsident Thomas Krohne. „Sie haben die auf der World Tour gezeigten Leistungen eindrucksvoll bestätigt und noch mehr Lust auf das Major in Hamburg (7. - 12. Juni)  in der nächsten Woche gemacht.“

„Diese Medaille geht nicht nur an uns, sondern auch vor allem an unser Team und alle Leute, die uns hier unterstützt haben", sagte Büthe. Dann ertönte ein lauter Donnerschlag am Bieler See, der die Stuttgarterinnen zusammenzucken ließ. Wegen des Gewitters wurden die anderen Finals kurzzeitig unterbrochen.

Böckermann/Flüggen sind Europameister-Besieger

Am Ende aber konnten alle Titelträger ausnahmsweise mal im Trockenen bei der Siegerehrung antreten. Bei den Männern waren das Paolo Nicolai und Daniele Lupo. Die Italiener feierten bei der EM in Biel ihren zweiten EM-Titel nach 2014. „Wir sind so glücklich gerade. Das ist unser zweiter Titel innerhalb von zwei Jahren, das ist wirklich grandios“, sagte Blocker Nicolai. Im Finale besiegten Nicola/Lupo die Russen Konstantin Semenov/Viacheslav Krasilnikov 2:1 (21:15, 13:21, 15:12). Die Russen hatten die Titelträger von 2015, Aleksandrs Samoilovs und Janis Smedins aus Lettland, im Viertelfinale aus dem Turnier beordert, waren allerdings dank zweier Freilose überhaupt erst in die Runde der letzten Acht eingezogen. Youssef Krou/Edouard Rowlandson aus Frankreich und die Polen Bartosz Losiak/Piotr Kantor waren zuvor nicht angetreten. Im Halbfinale besiegten Semenov/Krasilnikov die Polen Grzegorz Fijalek/Mariusz Prudel, die sich am Sonntag im kleinen Finale Bronze gegen die Niederländer Alexander Brouwer/Robert Meeuwsen holten (21:17, 21:19).

Übrigens: Die deutschen Männer haben zwar keine Medaillen geholt aber Markus Böckermann und Lars Flüggen sind jetzt Europameister-Besieger. Sie schlugen das italienische Duo Nicolai/Lupo in der Gruppenphase. Alexander Walkenhorst und Bennet Poniewaz hatten Semenov/Krasilnikov ebenfalls in der Gruppenphase besiegt.

> Alle Infos zur Europameisterschaft 2016 in Biel

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