Beach-Volleyball-Verein - gibt es sowas?

Interview mit Annette Weyand

Es ist eine Frage, die uns häufig gestellt wird: Wie finde ich einen Beach-Volleyball-Verein? Davon gibt es allerdings im Gegensatz zum Hallen-Volleyball sehr wenige in Deutschland. Einen der ersten und größten Vereine möchten wir euch heute im Gespräch mit Annette Weyand vom Beachclub2000 vorstellen.


Hallo Annette, du bist für Deutschlands größten Beachclub im Einsatz und es wird Winter. Da könnte man vermuten, dass du jetzt viel Zeit hast?

Nein, ganz und gar nicht, es läuft auch im Winter sehr viel und zwar in den umliegenden Beachhallen. Zum Beispiel ist vor kurzem unsere Beachliga gestartet und wir haben parallel Trainingsgruppen im blue:beach in Witten, in Köln-Niederkassel, bei Alma in Düsseldorf-Oberkassel und in der neuen Halle Mensch in Düsseldorf.

 
Beachliga, das klingt spannend. Wie läuft das ab?

Unsere Beachliga läuft im Winter und ist dazu gedacht, im Training und Wettkampf zu bleiben, um gut vorbereitet in die Saison starten zu können. Den Aufbau kann man sich ähnlich wie den einer Tennisliga vorstellen: Es werden Gruppen gebildet mit fünf Teams, die möglichst gleichstark sind. Die erste Runde ist am 8.11. mit dem Saturday-Night-Beach gestartet. In der Gruppe spielt jeder gegen jeden. Die ersten zwei der Gruppe steigen auf, die letzten zwei der Gruppe steigen ab. Wer Lust hat, kann noch bis zum 10.1.2015 in die Beach-Liga und damit in der zweiten Runde einsteigen.


Spielen in der Beachliga nur totale Cracks oder kann man auch als Freizeitspieler mitmachen?


Jeder kann mitmachen! Wir teilen die Gruppen gleichstark ein, sodass Spiele auf Augenhöhe stattfinden. Diese Leistungsgruppen reichen von A-Turnier-Spielern, über B-, C-, und D-Niveau bis hin zu Hobbyspielern und Anfängern.


In welchen Beachhallen findet das Saturday Night statt?

Die Ligaspiele finden vorrangig in Witten statt. Wir starten da an einem der ersten Samstage im Monat. Sollten nicht alle Spiele beendet werden, können sich die Teams ganz entspannt zusammentelefonieren, die Spiele zu einem späteren Zeitpunkt ausspielen und uns das Ergebnis melden. Dazu können sie sich in der Beachhalle ihrer Wahl treffen.


Gibt es noch weitere Angebote des Beachclubs, die du bei dieser Gelegenheit vorstellen möchtest?

Wir haben beispielsweise  eine Spielerbörse, wo man auch jederzeit Leute fürs Training finden kannst. Du musst im Übrigen nicht zwangsweise Mitglied bei uns werden, um Mitmachen zu können. Allerdings sind die Platzmiete und andere Angebote für unsere Leute natürlich günstiger.
 

Das ist ja einiges, was es zu organisieren gibt. Wer erledigt die vielen Arbeiten?

Neben mir sind natürlich viele Helfer für den Verein tätig. Wir agieren gemeinnützig und jeder, der uns unterstützen kann, bringt sich ein. Zur Saisoneröffnung gibt es gerade auch auf unseren eigenen Beachanlagen wie in Dortmund, Köln und Koblenz viel zu tun.


Wie viele Mitglieder habt ihr und wie lange gibt es euch schon?

Der Beachclub2000 hat zurzeit schon um die 750 Mitglieder, aber wir können noch weitere aufnehmen. Uns gibt es seit dem Jahr 2000, deshalb auch der Name Beachclub 2000 (und lacht). Gegründet wurde der Beachclub von Roland Steinke, Tom Gottge und Stefan Bergerhoff. Ursprünglich ging es den drei Gründern und Beachtrainern nur darum, einen Verein im Rücken zu haben, mit dem man die versicherungsrechtlichen, steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Hürden meistern kann.


Absoluter Anfänger oder Vielspieler auf dem Weg zur Profikarriere – wie müssen wir uns das „typische Beachclub-Mitglied“ vorstellen?


Ein typisches Mitglied gibt es in dem Sinne nicht. Ob jung oder alt, Anfänger oder Turnierspieler, es ist wirklich eine bunte Mischung. Und es ist schön, dieses Miteinander zu erleben. Einerseits finden sich auf jedem Spielniveau schnell gleichstarke Gruppen, andererseits macht man aber auch gemeinsam mit den anderen Mitgliedern sehr viel. So z.B. beim Sommerfest oder der Weihnachtsfeier, bei der nach einem einmaligen Spielmodus – dem Steinke-Weihnachtsbaum- gespielt wird. Hier lernt man die anderen aus unserer „Beach-Familie“ schnell kennen.  


Das klingt toll, wie kann ich euch denn bei Interesse kontaktieren oder weitere Infos finden?


Die Infos zu uns findest du natürlich im Internet auf unserer Website www.beachclub2000.de. Über das Kontaktformular kannst du uns auch anschreiben und weitere Fragen stellen. Und hier auf unserer Website findest du z.B. auch die Spielerbörse.


Was sind denn die häufigsten Mails und Fragen, die du erhältst, und die wir vielleicht vorweg nehmen können?


Die häufigste Frage ist eigentlich, ob man bei uns Beach-Volleyball spielen kann  (Annette grinst). Die kann ich klar mit ja beantworten. Um weiterhelfen zu können benötigen wir aber auch ein paar Infos. Wir haben jetzt ein Kontaktformular eingerichtet, in welchem man seine Spielstärke angeben kann und den Ort, wo man spielen möchte. Somit gestaltet es sich leichter für uns, schnell die richtige Trainings- oder Spielgruppe zu finden.


Ort ist noch ein gutes Stichwort, bisher haben wir nur über Beach-Hallen gesprochen. Wo kann man euch im Sommer finden, wenn man endlich wieder unter freiem Himmel spielen kann?


Im Sommer sind wir auf den Outdoor Feldern unterwegs in Dortmund, Witten, Köln und in Koblenz.


Danke Annette für die Zeit, die du dir für das Interview genommen hast, aber auch im Namen aller Beach-Volleyballbegeisterten für dein und euer Engagement für den Beach-Sport!



 
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