Becker/Schröder und Mersmann/Tillmann gewinnen in Kühlungsborn

Techniker Beach Tour Kühlungsborn 13.07. bis 15.07.2018

Paul Becker und Jonas Schröder siegen in einem spektakulären Endspiel der Männer, weil sie in den entscheidenden Situationen etwas genauer sind. Für Teresa Mersmann und Cinja Tillmann gibt es auf nationaler Ebene momentan kaum Konkurrenz.

Ungenauigkeiten entscheiden

„Paul und Jonas brauchen einen perfekten Spielaufbau, um den Ball gegen uns auf den Boden zu bekommen“, sagte Alexander Walkenhorst vor dem Endspiel von Kühlungsborn gegen Jonas Schröder und Paul Becker. Andersherum gelte aber auch, dass ihre ersten zwei Kontakte stimmen müssen, ansonsten werde es sehr schwer. Walkenhorst hatte damit die Analyse des Finales schon vorweggenommen. Weil Paul Becker und Jonas Schröder in den entscheidenden Momenten aber mehr Druck ausüben konnten, haben sie das Spiel mit 2:1 (21:19, 17:21, 15:12) für sich entschieden.

In Kühlungsborn haben Walkenhorst/Winter bis zum Finale nicht einen Satz abgegeben. Das kann Vor- oder Nachteil sein, die Erfahrung, ein knappes Spiel zu gewinnen, haben sie im tiefen Sandstrand damit noch nicht gemacht. Das holten sie im Endspiel nach, ein Nachteil war ihnen nicht anzumerken. Wie wichtig der mentale Aspekt aber sein kann, hatte das vergangene Turnier in Nürnberg gezeigt. Dort war Winter im Endspiel nach einigen Fehlern im Tiebreak eingebrochen, haderte zu viel mit sich selbst. Das war im letzten Spiel des Tages in Kühlungsborn allerdings nicht der Fall. 

„Das beste Spiel des Wochenendes“, hatte Walkenhorst nach dem Halbfinale versprochen. Damit sollte er recht behalten, die Teams boten ein unterhaltsames Duell, in dem immer wieder jeweils ein Duo die besseren Mittel fand. Bei besten Bedingungen und vollen Tribünen waren es in der Endphase des Tiebreaks vor allem die Aufschläge von Becker/Schröder, mit denen sie Blockspieler Walkenhorst gezielt unter Druck setzen konnten. Die daraus entstehenden Ungenauigkeiten wussten sie gut zu nutzen, sodass sie sich bereits den zweiten Titel der Saison holen konnten. Bei fünf Turnieren waren sie damit fünfmal auf dem Podium.

 

Dresden als Sprungbrett

Die Bronzemedaille ging an ein neuformiertes Duo: Daniel Wernitz und Robin Sowa haben sich erst vor dem Turnier in Kühlungsborn zusammengetan, gleich bei der Premiere erreichten sie nun den dritten Platz. Vor allem der erst 19-jährige Sowa hat sich dabei bereits Respekt bei seinen Gegnern erarbeitet: „Wir haben heute ein paar Mal gemerkt, wie gut der Junge schon im Block ist, sie haben uns heute alles abverlangt“, sagte Schröder nach dem Finale.

Sowa, der für den VC Olympia Berlin startet, ist zum ersten Mal in Dresden in die nationale Elite vorgestoßen, als er bei seiner ersten Hauptfeld-Teilnahme an der Seite von Nationalspieler Clemens Wickler das Finale erreicht und dabei überragende Leistungen zeigte. „Das könnte das Sprungbrett nach oben gewesen sein“, sagt Sowa deswegen. Die Hallen-Karriere hat er aufgegeben, seine Aufmerksamkeit ist nun auf Beach-Volleyball gerichtet.

Anders bei seinem Partner Daniel Wernitz, der noch in der zweiten Bundesliga für den Moerser SC startet. Mit seiner Erfahrung soll er Sowa die nötige Ruhe auf dem Feld geben. „Ich bin selber überrascht, wie gut das schon klappt, es ist schließlich unser erstes Turnier“, betont Sowa. Ihr Ziel sei die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand. Dass das Duo Potenzial dafür hat, hat es in Kühlungsborn gezeigt.

 

Deutliches Finale bei den Damen

Julius Brink machte im Anschluss an den Sieg gar einen Klassenunterschied in Technik und Cleverness aus:  Bei den Damen sind Teresa Mersmann und Cinja Tillmann von der nationalen Konkurrenz weiterhin nicht zu stoppen. Auch das dritte Turnier, an dem sie teilnahmen, gewannen sie – und das ohne auch nur einen einzigen Satz abzugeben. 

Dass sie auch im Finale gegen Sabrina Karnbaum und Natascha Niemczyk souverän siegten (2:0), machte Teresa Mersmann selbst „ein bisschen sprachlos“. Trotz der deutlichen Ergebnisse sei das Turnier „sehr anstrengend gewesen, weil man einfach viel ackern muss“. 

Bronze sicherten sich erneut Anna Behlen und Sandra Schneider. Mit Schneider wird Tillmann am Montag zum 3-Sterne-Turnier nach China fliegen, Mersmann musste dafür aufgrund von Prüfungen absagen. Für das 4-Sterne-Event in Tokio ist sie aber wieder bereit. Die nationale Konkurrenz wird sich daher also erst in Zinnowitz wieder Gedanken darum machen müssen, wie sie das Duo Mersmann/Tillmann schlagen könnten.

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