Bergmann/Harms und das offene Hamburg-Angebot

Nationalteams

Philipp Arne Bergmann und Yannick Harms überwintern auf Rang eins der deutschen Rangliste im Beach-Volleyball. Mit ihren Ergebnissen haben sie sich in den Fokus der Nationaltrainer gespielt und für einen Wechsel nach Hamburg empfohlen. „Ich denke, fast jeder hat das Ziel Nationalspieler zu werden – aber nicht um jeden Preis“, sagt Bergmann.

Pause für Bergmann/Harms

Philipp Arne Bergmann lässt es jetzt erst einmal ruhig gehen. Beine hochlegen, Pause machen, mal nicht so viel an Beach-Volleyball denken. „Das ist bitter nötig, wir hatten relativ wenig frei für so eine lange Saison“, sagt Bergmann, 26, der seine freie Zeit derzeit bei seiner Freundin in Potsdam verbringt. Die spielt dort in der ersten Bundesliga im Hallen-Volleyball, die Saison hat gerade erst begonnen.

Bergmanns Saison hingegen ist beendet, vier Wochen Urlaub haben er und sein Partner Yannick Harms. In den vergangenen Monaten hat sich das Duo mit seinen Ergebnissen in 17 Turnieren bis an die nationale Spitze gespielt: Bergmann/Harms werden auf Platz eins der deutschen Rangliste überwintern. „Natürlich sind wir sehr zufrieden, wir hätten vorher nicht damit gerechnet, dass wir eine so starke Saison spielen“, sagt Bergmann.


International fehlt die Erfahrung

Auf der nationalen Turnierserie erspielten sie sich bei sechs Turnierteilnahmen drei Siege und einmal Silber sowie Bronze, bei den Deutschen Meisterschaften in Timmendorfer Strand kam mit Bronze die erste DM-Medaille überhaupt hinzu. International aber blieb ein Durchbruch vorerst aus: Dreimal spielten Bergmann/Harms auf der Weltserie des Weltverbandes, und obwohl bei den Turnieren die ganz großen Namen der Szene fehlten, scheiterten sie jeweils früh im Turnier.

Bergmann räumt ein, dass „hinten raus oft die Energie raus war.“ Eigentlich auch kein Wunder, denn zahlenmäßig lässt sich ganz gut einordnen, warum: Addiert man alle Einsätze in der Saison, kommt Bergmann auf 74 Spiele in einem Zeitraum von fünf Monaten, sein Partner sogar noch auf vier mehr.

„Dazu kommt, dass uns einfach noch die Erfahrung fehlt. Die Situation, 20 Stunden zu fliegen, sich schnell auf ein neues Umfeld einzustellen, das haben wir bisher zu selten gemacht. Und das Spielsystem mit dem K.o.-Modus ist auch eine andere Belastung für den Kopf“, sagt Bergmann. Für sich und seinen Partner zieht er aus den durchwachsenen Ergebnissen dennoch ein positives Fazit: „In fast allen Spielen wäre mehr drin gewesen. Es ist nicht so, dass wir da hingefahren sind, unser bestes Volleyball gespielt haben und es hat nicht gereicht – das würde mehr frustrieren.“


„Beide Seiten haben ihre Vorstellungen“

Dass er und sein Abwehrspieler Harms auch international bestehen können, daran glauben anscheinend auch die Bundestrainer in Hamburg – mit ihren Leistungen haben sie sich in den Fokus der Nationaltrainer gespielt. „Yannick und ich werden weiter zusammenspielen, das ist sicher. Wir sind in Gesprächen über einen Umzug an den Stützpunkt nach Hamburg“, erzählt Bergmann.

Dort trainieren derzeit neben den Rio-Startern von 2016, Markus Böckermann und Lars Flüggen, in Julius Thole und Clemens Wickler sowie Nils Ehlers und Lorenz Schümann nur drei Teams bei den zwei Auswahl-Trainern Martin Olejnak und Eric Koreng.

Die sind derzeit auch die Haupt-Ansprechpartner für Bergmann und Harms. Eigentlich würde das mit in den Kompetenzbereich des Sportdirektors fallen, der Posten ist aber nach dem überraschenden Abgang von Jana Köhler beim Deutschen Volleyball-Verband vakant. „Wenn man so ein Angebot bekommt, freut man sich natürlich“, sagt Bergmann. Ergänzt aber, dass eine Entscheidung für Hamburg nicht so einfach sei.

„Beide Seiten haben ihre Vorstellungen, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig“, erklärt er. Im ersten Jahr des neuen Stützpunktes gab es einige Schwierigkeiten, die Kollegen Jonathan Erdmann, Tim Holler, Armin Dollinger und Max Betzien mussten das System bereits nach einer Saison wieder verlassen. Dass ihre potentiellen Nachfolger nun etwas vorsichtiger sind, ist nachvollziehbar.


Entscheidung soll Ende November fallen

„Ich denke, fast jeder hat das Ziel Nationalspieler zu werden – aber nicht um jeden Preis“, sagt Bergmann. Ein Wechsel nach Hamburg bedeutet auch, dass er und Harms ihren Lebensmittelpunkt von Stuttgart nach Hamburg verlegen müssten. Ende November sollte eine Entscheidung fallen, wünscht sich Bergmann.

Zudem bereiten beide Sportler nebenbei auch ihre spätere berufliche Karriere vor. Harms studiert in Ansbach International Management, Bergmann würde gerne ein Medizinstudium beginnen, steht aber im elften Semester auf der Warteliste.

Doch der Sport steht vorerst im Vordergrund, das bleibt sicher. Die Vorbereitung in der letzten Novemberwoche beginnt für das Duo mit einem lockeren Athletiktraining, „Das gehen wir nicht gleich volles Pensum. Meistens starten wir mit vielen koordinativen Arbeiten“, berichtet Bergmann.  Aber bis es soweit ist, wird er erst einmal weiter die Füße hochlegen. Und die freie Zeit genießen.

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