Bieneck/Schneider wollen an alte Erfolge anknüpfen

Neues Team

Victoria Bieneck und Isabel Schneider gehen als neues Team an den Start. Die Zukunft der beiden Athletinnen, die bereits gemeinsame Titel feiern konnten, liegt gerade in den Händen des Deutschen Volleyball-Verbandes.

In den Startlöchern

Normalerweise reisen die deutschen Beach-Volleyballer in der Off-Season nicht so viel. Da treffen sie sich in der Beach-Halle, arbeiten sich durch das ungeliebte Athletikprogramm und verfeinern ihre Grundtechniken. Victoria Bieneck ist momentan dennoch vermehrt am Bahnhof und Flughafen anzutreffen. Das liegt daran, dass die 25-jährige Berlinerin sich eine neue Partnerin ausgesucht hat: Isabel Schneider, ebenfalls 25, kommt aus Leverkusen.

„Isa war meine Wunschpartnerin“, sagt Bieneck, die zuvor sechs Jahre lang an der Seite von Julia Großner gespielt hat, die nun mit Nadja Glenzke startet. Beide waren bereit für etwas Neues, genauso erging es Schneider und Teresa Mersmann, die vier gemeinsame Jahre hinter sich haben. Mersmann hat sich inzwischen mit Sandra Ittlinger zusammengetan. „Nach einem Olympiazyklus gibt es immer viele Umbrüche“, erklärt Schneider. „Das war keine Entscheidung gegen Teresa, sondern für etwas Neues. Wir hatte vier coole Jahre, auf die ich sehr stolz bin.“


WM-Titel verbindet Bieneck/Scheider für immer

Auch mit Victoria Bieneck kann sie bereits auf einige Erfolge zurückblicken: 2013 wurden Bieneck/Schneider U23-Weltmeisterinen, und als sie sich beim Expo Champions Cup in Antalya wieder gemeinsam aufs Feld stellten, gewannen sie direkt ihren zweiten Titel zusammen. „Wir passen von der Spielphilosophie super zusammen“, sagt Schneider. „Die U23-WM hat uns total zusammengeschweißt. Das ist ein Event, das einen für immer verbindet.“

Nun wollen sie ihr Glück auf der FIVB World Tour versuchen. Im Februar startet das erste World-Tour-Turnier, darauf hat sich das neue Duo in den vergangenen zwei Wochen in Leverkusen und in der Beach-Halle in Düsseldorf vorbereitet. Nächste Woche kommt Schneider zum ersten Mal nach Berlin, dann arbeitet das Team mit Katrin Holtwick als Trainerin im Sportforum. „Ich freue mich schon sehr darauf, es ist schon eine Weile her, dass ich in Berlin war“, sagt Schneider. 

Vertragsverhandlungen mit Bundestrainern laufen

Letztendlich ist das Pendeln aber nur eine Übergangslösung. Bieneck/Schneider gehören wie Laura Ludwig/Kira Walkenhorst, Karla Borger/Margareta Kozuch, Chantal Laboureur/Julia Sude und Großner/Glenzke zum neuen Kader des Deutschen Volleyball-Verbandes. „Dadurch haben wir die Situation, in der Förderung zu sein und bei einem guten Bundestrainer zu trainieren“, sagt Bieneck. Den gibt es allerdings noch nicht, auch der Stützpunkt bei den Frauen steht noch nicht fest. Gerüchten zufolge wird es Hamburg oder Stuttgart, zwei Orte, die knapp 700 Kilometer voneinander entfernt liegen. Wann die Entscheidung über die offenen Punkte fällt, ist ungewiss. „Wir sehnen eine zeitnahe Info herbei, denn wir müssen ja unsere Umzüge vorbereiten“, sagt Bieneck.

Derzeit kursiert der Trainernamen Martin Olenjak, der bis 2012 das österreichische Nationalteam Stefanie und Doris Schwaiger betreute, bevor er als Nachwuchs-Koordinator die systematische Förderung durch den polnischen Verband vorantrieb. Der Slowake war beim Speed-Dating der Talente in Hamburg dabei, soll aber wohl eher für die Männer in Frage kommen. Bei den Frauen machen die Namen Jörg Ahmann und Imornefe "Morph" Bowes die Runde. Bowes, der Lebenspartner von Laura Ludwig, war Nationaltrainer der niederländischen Frauen, hat sich aber im Sommer zurückgezogen und wohnt jetzt bei Ludwig in Hamburg. Bislang möchte der DVV keinen dieser Namen bestätigen. „Wir befinden uns mitten in den Verhandlungen, daher kann ich dazu momentan nichts sagen“, sagte DVV-Vizepräsident Beach Andreas Künkler.

Auch er wünscht sich Gewissheit. "Aber es ist nicht so einfach, alles zu koordinieren, da so vieles miteinander zusammenhängt." Bieneck/Schneider versuchen, die Zeit der Ungewissheit so gut wie möglich zu nutzen. „Wir haben uns so aufgestellt, dass wir bis Januar eine Struktur haben, in der wie uns sowohl individuell als auch als Team weiterentwickeln“, sagt Bieneck. Spätestens im Januar soll dann auch das Training im neuen Kader beginnen. 

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