Böckeratzka adé

Olympiaqualifikation

Markus Böckermann hat sich nach fünf gemeinsamen Jahren von Mischa Urbatzka getrennt. Mit seinem neuen Partner rechnet er sich mehr Chancen im Kampf um die Olympiateilnahme 2016 in Rio aus.

Zwei Trennungen und drei neue Teams

Das mit dem Marketing hatten sie raus. Als erstes deutsches Duo gaben sich Markus Böckermann und Mischa Urbatzka einen schmissigen Teamnamen und drehten ein Imagevideo. Als Böckeratzka machten sie fortan die deutsche und die internationale Tour unsicher. Den vorläufigen Höhepunkt fand die sportliche Kombination in dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2013.

Jetzt hat sich Markus Böckermann entschieden, nach fünf Jahren gemeinsamer Zeit im Sand etwas anderes zu probieren und mit Lars Flüggen die Olympiaqualifikation anzugehen. "Ich wäre voll dabei gewesen, mit Markus weiterzumachen, aber ich muss seine Entscheidung so akzeptieren", sagt Mischa.


Das Potenzial ausschöpfen

2014 lief für die beiden Hamburger weniger erfolgreich, in der deutschen Rangliste sind sie auf Platz sechs abgerutscht, international stehen sie auf Platz 33, hinter Alexander Walkenhorst/Stefan Windscheif (22) und Kay Matysik/Jonathan Erdmann (10), den derzeit größten Konkurrenten um die Olympiateilnahme in Rio 2016.

International konnten die beiden aber auch deshalb weniger Punkte sammeln, weil sie im Gegensatz zu Walkenhorst/Windscheif sowie Lars Flüggen und Sebastian Dollinger, die vom Kompetenzteam um Andreas Künkler acht der zehn Grand Slams zugeteilt bekamen, nur sechs spielen durften. "Unsere Leistung dieses Jahr war auch nicht so dolle", sagt Mischa.

Er hätte trotzdem gern weitergemacht und überlegte kurzzeitig, mit Sebastian Dollinger in den Sand zu gehen. "Meine Einschätzung war aber, dass Olympia in dieser Konstellation nicht realistisch ist", sagt Mischa. Daher habe er sich entschieden, sich zukünftig auf sein BWL-Studium zu konzentrieren und nur noch national zu spielen - mit Lukas Manzeck an seiner Seite. "Der hat Bock, etwas zu investieren, und vielleicht kann ich ihm ja noch ein bisschen was beibringen", sagt Mischa.


Alles auf eine Karte

Markus hingegen möchte das Potenzial des 24-jährigen Lars Flüggen ausschöpfen. "Er ist unheimlich spielstark und hat schon des Öfteren gezeigt, wozu er im Stande ist", schwärmt er. Lars, der inzwischen sein Studium abgeschlossen hat, will nach Hamburg ziehen, wo sich das Team am Olympiastützpunkt einen Trainerstab aufbaut. "Als der Anruf von Markus kam, hat mich das so glücklich gemacht. Das passt einfach perfekt, vor allem, weil ich mich jetzt mal voll auf Beach-Volleyball konzentrieren kann und alles auf eine Karte setzen will", sagt Lars.

Mit Sebastian Dollinger, der nun voraussichtlich mit Finn Dittelbach spielen wird, hatte es für den gebürtigen Berliner nicht so gut gepasst. "Wir haben unsere sportlichen Ziele diese Saison nicht erreicht und ich habe mich in der Konstellation auch nicht hundertprozentig wohl gefühlt", sagt er. Böckermann/Flüggen heißt also das neue Duo. Spielerisch haben sie viel Potenzial, ob sie das mit der Vermarktung auch so gut hinbekommen wie Böckeratzka, bleibt allerdings abzuwarten.

 

 

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