Borger/Sude im Achtelfinale: "Bock zu zocken"

WM 2019

Im Achtelfinale der Weltmeisterschaft treffen Karla Borger und Julia Sude auf Brasilien: Um weiterzukommen, braucht das Nationalduo eine Leistungssteigerung.

Häppchenweise Hamburg

Mit einer Geste versuchte Karla Borger zu erklären, wie sie die Weltmeisterschaft in Hamburg weiter bestreiten wolle: Also führte sie ihre Hand immer wieder zum Mund und schnappte zu. „Häppchen für Häppchen“ will die Nationalspielerin das Event des Jahres also in sich aufnehmen.

Ein Stück davon hat sie mit ihrer Partnerin Julia Sude am Mittwochnachmittag schon mal genommen, als sie mit 2:1 (19:21, 21:17, 15:13) im innerdeutschen Duell gegen Kim Behrens und Cinja Tillmann die erste K.o.-Runde des Turniers überstanden. Es war nach drei erfolgreichen Spielen in der Vorrunde bereits Sieg Nummer vier bei der WM, der sie ins Achtelfinale von Hamburg brachte. 

„Es fühlt sich schon nach Wohnzimmer an, am liebsten würden wir noch hier bleiben“, sagte Borger nach der Partie, die sie nur mit Mühe gegen die vermeintlichen Außenseiterinnen Behrens und Tillmann gewonnen hatten – die wiederum hielten mehr als nur gut mit und waren nah dran, die Favoritinnen aus dem Wettbewerb zu befördern.

Gegnerinnen mit WM-Final-Erfahrung

Das wurmte auch Borger/Sude-Trainer Burkard Sude. „Wir haben gewonnen, das ist gut. Aber mit der Leistung bin ich nicht zufrieden. Wir haben schon gezeigt, dass es besser geht“, so der Coach. In der Vorrunde zum Beispiel, als sie souveräner auftraten, als in diesem ersten K.o.-Spiel.

Mit dieser Leistung wird es im Achtelfinale wohl nicht reichen, wenn es am morgigen Donnerstag gegen die Brasilianerinnen Fernanda Alves (34) und Barbara Seixas De Freitas (31) geht. Die sind mit einer gewaltigen Erfahrung ausgestattet: Barbara holte Olympiasilber 2016 in Rio und wurde 2015 Weltmeisterin, im Endspiel von Den Haag besiegte sie damals ihre heutige Partnerin.

„Wir spielen gerne gegen Brasilianerinnen“, sagt Sude und erinnerte daran, dass das bisher einzige direkte Duell an sie ging. „Mit einem Ass am Ende“, ergänzte sie mit einem Grinsen. Und Borger schob hinterher: „Ich hab Bock zu zocken.“ Schließlich will Borger noch weitere Hamburger Häppchen zu sich nehmen.

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