Brasilianer holt erstes Gold für Katar

FIVB Open Kish Island

Beim Open auf Kisch, dem ersten World Tour Turnier auf iranischem Boden, gewinnen Jefferson/Cherif die erste Medaille für Katar bei einem Beach-Volleyball-Turnier. Als erstes katarisches Team wollen sie bei Olympia teilnehmen, für Jefferson Santos wäre es die Rückkehr in seine Heimatstadt Rio de Janeiro.

Erste Medaille für Katar im Beach-Volleyball

Den beiden Beach-Volleyballern Jefferson Santos und Cherif Younousse ist am Freitag Historisches gelungen. In drei Sätzen besiegten sie das russische Duo Stoyanovskiy/Yarzutkin (21:13, 14:21, 15:12) und holten das erste Gold für Katar bei einem Beach-Volleyball-Turnier. "Das ist unglaublich", freute sich Cherif Younousse. Im dritten Satz lagen der 20-Jährige und sein sechs Jahre älterer Partner sogar 3:7 hinten, kämpften sich dann aber zurück und siegten am Ende 15:12. "Wir haben so hart dafür gearbeitet", sagte Cherif.

Erst seit 2015 spielen Jefferson/Cherif gemeinsam auf der World Tour. Bei der Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr in den Niederlanden sorgten sie für Aufmerksamkeit, als sie den fünften Platz belegten. Danach verschwanden sie einige Zeit von der Bildfläche, belegten beim Grand Slam in Olsztyn nur den 33. Rang, beim Open in Xiamen wurden sie 25. und beim Open in in Doha 17. Jetzt haben sich der Blocker Cherif und sein aus Brasilien stammender Abwehrspieler eindrucksvoll zurückgemeldet.

Über Katar zurück nach Rio de Janeiro

Im Olympiaranking sind Jefferson/Cherif zwar mit - nach diesem Turnier - 1630 Punkten noch weit von den Top 17 entfernt, die laut Liste über die Weltranglistenpunkte zugelassen werden, doch noch stehen ja zwölf Turniere aus bis zum 13. Juni, dem Stichtag für die Qualifikation. Zudem besteht noch über den Continental Cup die Möglichkeit zur Olympiateilnahme. "Es wäre das Größte für mich, es zu den Olympischen Spielen zu schaffen, schließlich finden sie in meiner Heimatstadt Rio de Janeiro statt", sagt Santos.

Seit 2013 lebt er in Katar, möchte dem Sport dort zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen, sagt er. Ohne den Umweg wäre sein Traum von Olympia allerdings bereits ausgeträumt, denn die Teilnehmer aus seiner Heimat stehen fest: Die Weltmeister Alison/Bruno sowie Evandro/Pedro wurden vom brasilianischen Verband nominiert. "Ich glaube, die Brasilianer werden in Rio trotzdem für mich klatschen, auch wenn ich nicht für mein Heimatland antrete", sagt Santos.

> Alle Infos zum Kish Open gibt es hier

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