Brasilianische Rochade 2.0

Beach international

Der brasilianische Beach-Volleyball kommt weiterhin nicht zur Ruhe: Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres stellen sich die Herren-Teams neu auf – und das kurz nachdem die Qualifikation für die Olympischen Spiele begonnen hat.

„Die Resultate stimmten nicht“

Erst im vergangenen Jahr hatte die Trennung der Olympiasieger Bruno Schmidt und Alison Cerutti ein großes Stühlerücken ausgelöst, jetzt wurde die Szene erneut aufgemischt: Die neuen brasilianischen Duos heißen Alison/Álvaro, André/George, Evandro/Bruno, Pedro/Vitor Felipe und Guto/Saymon.

Nachdem sich die Situation zuletzt etwas beruhigt hatte, kam diese Woche noch einmal neuer Schwung hinein: Alison Cerutti und André Loyola Stein gaben bekannt, dass sich ihre Wege nach nur neun Monaten wieder trennen würden. Nach wechselhaften Ergebnissen schieden sie zuletzt beim Vier-Sterne-Event in Doha bereits in der Gruppenphase aus – das dürfte der Auslöser für den 24-jährigen André gewesen sein, die Partnerschaft aufzulösen: „Es war keine einfache Entscheidung. Wir hatten hohe Erwartungen und ein gut geplantes Projekt, aber die Resultate stimmten nicht“, erklärt er.

Alison, Olympiasieger von 2016, musste dem zustimmen: „Es war Andrés Entscheidung, das muss ich respektieren. Aber ich verstehe seinen Standpunkt“, betont der 33-Jährige, „ich bin traurig, weil wir alles probiert und hart gearbeitet haben, die Ergebnisse aber nicht gefolgt sind.“

Im Hinblick auf Tokio 2020 ist es ein Risiko

Beide Spieler haben bereits neue Partner gefunden: Alison wird mit Álvaro Filho (28 Jahre) zusammenspielen, der seinerseits dafür die Beach-Volleyball-Legende Ricardo zurücklassen wird. „Ich bin sehr glücklich über die Einladung, diese Partnerschaft zu formen. Ich bewundere Alison nicht nur für seine Leistungen, sondern auch für seine Einstellung“, erklärt Filho. André wird dagegen an der Seite von George Wanderely (22) zu sehen sein.

Für alle Beteiligten war es essenziell, schnell eine Lösung zu finden, ist die Qualifikation für die Olympischen Spiele doch vor kurzem gestartet. Kurz nach dem Beginn noch einmal den Partner zu wechseln, ist durchaus ein Risiko – für Bruno Oscar Schmidt ist es das aber wert. Er spielt seit einigen Wochen mit Evandro Gonçalves Oliveira Júnior (28). „Ich habe seine Entwicklung als Athlet, die Titel, die er gewonnen hat, und den Respekt, den jeder hier und im Ausland ihm entgegenbringt, gesehen“, erklärt er gegenüber Globoesporte.com, „wir haben alles, was man für ein gutes Team braucht.“

Offenes Rennen

Bruno, Olympiasieger von 2016, und Evandro, amtierender Weltmeister, waren in der vergangenen Saison ihren Ansprüchen hinterhergelaufen. Evandro konnte gemeinsam mit Vitor Felipe immerhin noch drei Podestplätze erreichen, für Bruno und Pedro Solberg reichte es dagegen maximal für einen fünften Platz. Ihr erstes internationales Event als Team beendeten Bruno/Evandro nur auf dem 17. Platz, auf der brasilianischen Tour konnte das Duo dagegen bereits einen Turniersieg einfahren.

Ihre bisherigen Partner, Pedro Solberg und Vitor Felipe, bilden unterdessen ein weiteres neues Team – auf dem Weg zu den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Tokio, wird es mehr als spannend zu sehen sein, welches brasilianische Herren-Team am schnellsten funktionieren kann.

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