Bundespokal in Damp verspricht hochklassigen Jugend-Beach-Volleyball

Bundespokal Damp 21.07.2017 - 23.07.2017

Sein Niveau entspricht dem einer Deutschen Meisterschaft. Er dient den Bundestrainern als Sichtung potentieller Nationalspieler. Er ist eines der Jahreshighlights für jeden U17-Athleten: Der Beach-Bundespokal.

Der Bundespokal und sein Zweck

Der U17-Bundespokal im Beach-Volleyball startet am Freitag im Ostsee-Resort Damp, hier gehen jeweils 32 weibliche und männliche Nachwuchsteams an den Start, um die BuPo-Sieger 2017 zu ermitteln. Dabei ist ein großes Event garantiert. Doch was ist der Bundespokal überhaupt und wie lange gibt es ihn schon? Wie wird man nominiert? Und wer sind die Favoriten in diesem Jahr?

Der Beach-Bundespokal ist wie im Hallen-Volleyball ein Turnier, bei dem die 15 Landesverbände Deutschlands (jedes Bundesland hat einen Landesverband, nur Niedersachsen und Bremen schließen sich zum Nordwestdeutschen Volleyball-Verband zusammen) gegeneinander antreten. Dabei kann jeder Verband abhängig von den Vorjahresplatzierungen zwei bis drei Teams stellen, die um den Titel des BuPo-Siegers kämpfen. Anders als in der Halle spielen deshalb beim Bundespokal Beach auch Teams aus demselben Landesverband gegeneinander.

Letztendlich ist das Endergebnis aber nicht vorrangig. Hauptsächlich dient der Bundespokal den Bundestrainern als Sichtungsturnier, bei dem sie alle Nachwuchstalente genau beobachten können und daraufhin die besten und vielversprechendsten für die Nationalmannschaft nominieren.

Favoriten der Mädchen

Sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen ist in diesem Jahr ein starkes Teilnehmerfeld zu erwarten. Im weiblichen Feld gibt es einen klaren Favoriten: Das Baden-Württembergische Team Emily Günter/Anna Schupritt, das bereits im letzten Jahr bei den ein Jahr Älteren die Silbermedaille erringen konnte.

Ein weiteres Team, das man auf seinem Radar haben sollte, ist Shirin Korkmaz/Sarah Schulz aus Sachsen-Anhalt, die im letzten Jahr auf dem 5. Platz landeten; Schulz wurde vor zwei Jahren sogar Vierte. Im vergangenen Jahr wurden außerdem Anna-Lena Grüne aus Niedersachsen Fünfte, die zusammen mit Lea Sophie Kunst beim BuPo antritt und mit ihr das weibliche Favoritenfeld komplettiert.

Ein weiterer heißer Kandidat auf den Titel wären Svenja Müller und Greta Klein-Hitpaß aus Nordrhein-Westfalen gewesen, die sind allerdings bei einem Nationalmannschaftslehrgang in Stuttgart.

Favoriten der Jungen

Bei den Jungen fällt ebenfalls ein favorisiertes Team, Hoyer/John aus Niedersachsen, weg, da sich der hochtalentierte Filip John an diesem Wochenende bereits mit den ein Jahr älteren bei einem Nationalmannschaftslehrgang befinden wird. Sein Partner Julian Hoyer, der im Vorjahr den 5. Platz belegte, wird nun deshalb mit einem anderen, noch unbekannten Partner an den Start gehen.

Ein weiteres Jungenteam, das sicherlich oben mitspielen wird, ist Moritz Eckardt/Erik Röhrs aus Berlin. Die beiden Talente erreichten im vergangenen Jahr ebenfalls Platz fünf und Eckardt wurde in diesem Jahr sogar bei der U20 Deutschen Meisterschaft Fünfter.

Weiter zum Favoritenkreis gehören die Bayern Jason Lieb und Simon Pfretzschner, von denen Letzterer 2016 bei der U17 – Deutschen Meisterschaft den 4. Platz belegte und allgemein zu den besten Spielern seiner Altersklasse gezählt wird. Nicht unterschätzen darf man außerdem Fabian Lübke und Eyk Mischke aus Sachsen-Anhalt, die zwar beide keiner Nationalmannschaft angehören, aber in der Saison 2016 bei den Älteren mehrere gute Ergebnisse erzielen konnten.

Nominierung

Die teilnehmenden Teams werden, anders als bei den Deutschen Meisterschaften, nicht über die Landesmeisterschaften bestimmt, sondern von den Landestrainern der 15 Landesverbände nominiert. Die Landestrainer sollen sich dabei nicht primär auf die Spieler fokussieren, die beim Bundespokal das beste Ergebnis erzielen können, sondern vor allem Athleten nominieren, die interessant für die Nationalmannschaft werden könnten.

Sonderregeln

Auf Wunsch der Nationaltrainer dürfen die Sportler beim BuPo in Damp keine festen Positionen (linke bzw. rechte Seite) haben. Im Gegenteil: Der Spieler, der den letzten Aufschlag ausgeführt hat, muss bei eigener Annahme auf der rechten Seite stehen. Wird diese Regel nicht eingehalten, wird dies als Positionsfehler geahndet und gibt einen Punkt für den Gegner.

Mithilfe dieser Regel erhoffen sich die Nationaltrainer zu sehen, wie die zu sichtenden Athleten auf den beiden unterschiedlichen Positionen agieren. Außerdem wird der Bundespokal wie die U17 Deutschen Meisterschaften bei den Frauen auf einer Netzhöhe von 2,20 Meter und bei den Männern auf 2,35 Meter gespielt.

Event

Der Bundespokal in Damp ist für alle Athleten ein unvergessliches Erlebnis, da sie meistens zum ersten Mal in ihrem Leben ein richtiges Profi-Beach-Volleyball-Flair zu spüren bekommen. Das Turnier findet nämlich direkt an der Ostseeküste statt und vor allem ein Spiel auf dem Center Court vor hunderten von Zuschauern inklusive Kommentator und DJ ist für die Nachwuchstalente eine imposante Erfahrung. Der Zuschauerrekord wurde im Jahr 2015 aufgestellt, wo ca. 700 Zuschauer die Finalspiele verfolgten.

Geschichte

Der Bundespokal wurde zum ersten Mal im Jahr 2009 ausgetragen, schon damals und seitdem jedes Jahr in Damp. Zahlreiche Profis, die jetzt aktiv auf der smart beach tour oder sogar international für Deutschland spielen, haben schon am Bundespokal teilgenommen. Dazu gehören die Poniewaz-Brüder, Yannick Harms, Eric Stadie, Julius Thole und noch viele weitere.

Bei seiner Premiere umfasste das Teilnehmerfeld lediglich 24 Teams pro Geschlecht, wurde 2011 auf 32 erhöht, bevor es im folgenden Jahr erneut auf 24 reduziert wurde. Seit 2015 gehen allerdings wieder 32 weibliche und männliche Teams beim Bundespokal an den Start – und so ist es auch in diesem Jahr.

 

In eigener Sache

Der Autor des Textes, der 19-Jährige Dan John, spielt selbst Beach-Volleyball, ist aktueller U20-Deutscher Meister und absolviert derzeit ein Praktikum in der beach-volleyball.de-Redaktion.

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