Dalhausser/Lucena gewinnen Major-Gold in Hamburg

smart Major Hamburg - Finaltag

Mit dem Major-Finalsieg der US-Amerikaner Phil Dalhausser/Nick Lucena geht die Hamburger Beach-Woche am Rothenbaum vorüber. Weil die ein voller Erfolg war, will Veranstalter Frank Mackerodt das Turnier fest im Kalender der Swatch Major Series verankern.

Marode Dachkonstruktion

Die Dachkonstruktion des Tennisstadions an der Rothenbaumer Chaussee sieht beeindruckend aus, wie sie da in der Mitte zusammengefaltet über der Arena schwebt. Nur benutzt wurde sie nicht, dabei hätte sie am immer mal wieder verregneten letzten Tag des smart Major in Hamburg gute Dienste erwiesen. Doch die Konstruktion des 1997 hinzugefügten Daches ist mittlerweile marode, überholt, zu umständlich ist das Entfalten und Überdachen des Innenraums. Im trockenen aber erlebten die 4.000 Zuschauer den 2:0 (29:27, 21:12)-Finalsieg von Phil Dalhausser und Nick Lucena über die Holländer Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen.

Dem Holländer Alexander Brouwer machte das Hamburger Wetter nichts aus: „Typisch holländische Bedingungen, ich liebe es“, scherzte der 26-jährige, der mit seinem Partner nach zwei Bronzemedaillen (Grand Slam Rio, Vitoria Open) Silber gewann. Für Dalhausser und Lucena war es nach Siegen in Maceio und Fuzhou bereits die dritte Goldmedaille der Saison. Zuvor sicherten sich die Russen Viacheslav Krasilnikov und Konstantin Semenov die Bronzemedaille gegen die zuvor favorisierten Alison Cerutti und Bruno Oscar Schmidt aus Brasilien.


„Das habe ich noch nicht oft in meinem Beach-Leben erlebt“

Die Hamburger Beach-Woche - mit dem super cup der smart beach tour am vergangenen Wochenende und dem anschließenden Major - hatte ihren emotionalen Höhepunkt mit dem Turniersieg der Lokalhelden Laura Ludwig und Kira Walkenhorst am Samstag. „Das, was ich gestern erlebt habe, das habe ich nicht oft in meinem Beach-Leben erlebt. Und ich mache das jetzt seit 21 Jahren“, sagte Hannes Jagerhofer, der im Jahr zuvor die Swatch Major Series ins Leben rief und das legendäre Turnier in Klagenfurt veranstaltet. Der Österreicher sieht ein „riesiges Potential“ in dem Standort.

„Wenn man noch mehr Vorbereitungszeit hat, dann kann man da sicher noch viele Sachen besser machen“, erzählt Frank Mackerodt, der Turnierdirektor in Hamburg. Erst vor wenigen Wochen wurde bekannt, dass das eigentlich als Grand Slam geplante Turnier ein Major-Upgrade bekommt. „Das ganze Outfit, so wie das Stadion aussieht, die LED-Banden, das hätten wir alles sonst nicht machen können“, erzählte Mackerodt. Dass auch die Zuschauer das Event annahmen, zeigte allein schon die Zahlen des Frauenfinals am Samstagabend: 8.000 Fans jubelten beim Sieg von Ludwig/Walkenhorst – das gab es seit der Weltmeisterschaft 2005 in Berlin in Deutschland nicht mehr.


Hamburg soll Major-Standort bleiben

„Mein Ziel ist es jetzt, dass Hamburg ein fester Standort der Major Series wird“, erläutert Mackerodt seine Pläne. Man habe von allen Partner positives Feedback bekommen, müsse aber erst einmal abwarten, bis die ersten Gespräche anlaufen. Gleiches hat auch Jagerhofer im Sinn: „Wir lassen jetzt erst einmal ein bisschen Wasser die Alster runterrinnen und dann schauen wir, wie wir das weitermachen. Aber die Chance hat man hier, dass das was ganz Großes wird.“

Wer in Hamburg mit dabei war und vom besonderen Major-Feeling gepackt wurde, sollte sich auf dem Weg zum nächsten Standort der insgesamt fünf Stopps umfassenden Serie innerhalb der FIVB World Tour machen. Vom 28. Juni bis zum 3. Juli schlagen die besten Strandathleten in Poreč auf – an der sonnigen kroatischen Küste brauchen sie auch bestimmt kein Dach über dem Center Court.

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