"Das wird sehr besonders"

Rio Open - Start Hauptfeld

Alison Cerutti/Bruno Oscar Schmidt und Talita Antunes/Larissa Franca können aufatmen. Sie haben sich bravourös jetzt schon das Ticket für die Olympischen Spiele 2016 gesichert. Dies gab der brasilianische Verband ganz geschickt zum Start des FIVB Open in Rio de Janeiro bekannt.

Der brasilianische Luxus

Diesen Luxus, zwei Olympia-Tickets so früh zu vergeben, kann sich wohl nur Brasilien leisten. "Ich könnte nicht glücklicher sein", sagte der 28-jährige Bruno Oscar Schmidt. Der Brasilianer erspielte sich mit seinem Partner Alison Cerutti erst den Weltmeistertitel und nun knapp ein Jahr im Voraus das Recht für die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 im eigenem Land (05.-21. August). Bei den Frauen sind es Talita Antunes/Larissa Franca, welche sich schon jetzt auf die Olympischen Spiele freuen können. Zu Recht: Seit ihrer Teamgründung im Juli 2014 holten sie neun Goldmedaillen bei 14 gespielten Turnieren. 

Das brasilianische "Rennen um Rio" basierte auf sieben besten Ergebnissen in neuen Turnieren. In die Wertung gingen die Grand Slams in Moskau (RUS), St. Petersburg, Long Beach (USA), Yokohama (JPN) und Olsztyn (POL) ein sowie die Major-Turniere in Porec (CRO), Stavanger (NOR) und Gstaad (SUI) ein. Das FIVB Open in Rio hätte mit dazu gezählt, wenn sich kein Team herauskristallisiert hätte. Dieses Modell wurde bereits vor der diesjährigen Tour eingeführt und sollte der hohen Qualität und Anzahl der brasilianischen Teams gerecht werden. Auf diese Art und Weise sollten alle brasilianischen Teams die Möglichkeit bekommen, sich das Recht zu erspielen, ihr Land bei Olympia zu vertreten. Im Januar 2016 werden die zweiten Teams bekannt gegeben unter Berücksichtigung weiterer Resultate.


Premiere für Bruno Oscar Schmidt

Das heißt auch dass das Frauenteam, dass sich den Weltmeistertitel in den Niederlanden und damit den zweiten Startplatz für Brasilien sicherte, weiter beweisen muss: Agatha/Barbara müssen sich noch gegen Antonelli/Juliana und Lima/Fernanda durchsetzen. Bei den Männern wird es wohl ein Zweikampf zwischen den Weltranglistenzweiten Evandro/Pedro und Emanuel/Ricardo, die 2004 in Athen schon einmal Olympiasieger waren - es heißt, dass die momentan auf Platz neun geführten Beach-Legenden auch aus Vermarktungsgründen den zweiten Platz sicher haben.

Emanuel, Ricardo, Alison, Talita und Larissa waren alle schon dabei, für Bruno Oscar Schmidt hingegen werden es die ersten Olympischen Spiele – wie auch für den Austragungsort Rio de Janeiro. Es ist die erste Stadt in Südamerika, die dieses Event austragen darf. Nach Mexiko 1968 ist es erst die zweite Stadt in Lateinamerika. "Es wird sehr besonders", so Bruno. Und damit dürfte ihn weniger die historische Bedeutung für Südamerika interessieren.

An der berühmten Copacabana wird er mit Alison vor heimischen Publikum nach olympischem Gold greifen, nachdem er 2012 aufgrund einer ernsthaften Verletzung aus dem Rennen war. "Ich werde alles geben, damit ich nächstes Jahr in Bestform bin." Nach einem durchwachsenen Saisonstart pendelten sich Alison/Bruno dann doch auf die Endspiele ein. Sie gewannen zunächst die Weltmeisterschaft in den Niederlanden und ließen dann Turniersiege in Gstaad, Yokohama, Long Beach und Olsztyn folgen. 


Flut brasilianischer Teams in der Quali

Wenn diese zwei Duos bei der diesjährigen "Testveranstaltung" beim FIVB Open ans Netz gehen, wird also auch der olympische Geist um das Turniergelände spuken. Vielleicht motiviert das die deutschen Olympia-Aspiranten Sebastian Fuchs/Stefan Windscheif, Markus Böckermann/Lars Flüggen, Chantal Laboureur/Julia Sude und Teresa Mersmann/Isabel Schneider (Ziel: Olympia 2020), die heute Nachmittag ins Hauptfeld der Rio Open starten werden.

Denn für diese und ebenfalls die daheim gebliebenen und sich auf die Deutsche Meisterschaft einstimmenden Nationalduos ist das "Rennen um Rio" noch ein schweißtreibendes Unterfangen. Dieser olympische Vorgeschmack war dagegen für Anni Schumacher/Kim Behrens und Tim Holler/Jonas Schröder äußerst kurz. In einer von brasilianischen Teams überfluteten Qualifikation unterlagen sie ihren Gegnern jeweils denkbar knapp im dritten Satz. Und die Gegner waren: Brasilianer, was sonst. Denn es gab keine Begegnung ohne brasilianische Beteiligung. "Die 20 brasilianischen Teams standen gestern noch nicht in der Quali", so Böckermann/Flüggen auf ihrer Facebook-Seite, "Gut, dass wir ins Hauptfeld gerutscht sind."

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