Das Wochenende als Höhepunkt

Beach-EM 2018, 15. – 22.07.2018

Drei Jahre nach den Weltmeisterschaften von 2015 findet erneut ein Beach-Volleyball-Großereignis in den Niederlanden statt. Erneute setzte man auf das Modell „Eine EM – vier Städte“. Bisher haben die Veranstalter allerdings mit Startschwierigkeiten zu kämpfen, für das Final-Wochenende stehen die Zeichen aber gut.

Hohe Erwartungen

Manchmal kann es ein Nachteil sein, wenn eine Veranstaltung ein voller Erfolg war. Zumindest, wenn man drei Jahre später erneut ein Großereignis austrägt und dann an den früheren Maßstäben gemessen wird. „Wir stehen vor der Herausforderung, dass die Zuschauer zum einen ein ähnliches tolles Event wie 2015 erwarten, zum anderen aber auch überrascht werden wollen“, sagt Simon Keijzer, Leiter der Kommunikationsabteilung der zuständigen Sportagentur.

2015 wurde die Weltmeisterschaft im Beach-Volleyball in vier niederländischen Städten ausgetragen, die Europameisterschaft in diesem Jahr ist ebenfalls auf verschiedene Städte – Rotterdam, Utrecht, Apeldoorn und Den Haag – verteilt.

Verteilte EM, verteilte Kosten

Aus organisatorischer Sicht ist das Konzept sinnvoll: Weil in vier Städten gespielt wird, werden auch die Kosten auf vier Städte verteilt. Für den Veranstalter kommt dazu, dass so mehr Tickets verkauft werden können. Auch für den niederländischen Verband bietet der Ansatz die Möglichkeit, potenziell mehr Menschen für die Sportart Beach-Volleyball zu begeistern. Ganz geht das Konzept jedoch noch nicht auf: Während die Stadien in Apeldoorn und Utrecht meist gut gefüllt sind, finden sich in Den Haag und Rotterdam doch noch recht viele leere Plätze. Was für die Organisatoren ein Problem darstellt, ist zumindest für alle, die noch keine Tickets gekauft haben und kurzfristig zur EM anreisen werden, aber eine gute Nachricht. 

Zurecht beklagt Karla Borger deswegen die durchwachsene Stimmung in Rotterdam, auch die Organisation spricht davon, dass man dort sehr abhängig vom Erfolg der niederländischen Teams wäre. Gerade in Den Haag dürfte das aber auch mit dem Standort zu tun haben. Im Gegensatz zur Weltmeisterschaft 2015 werden die Spiele nun in einem neugebauten Sportpark ausgetragen. Der liegt zwar immer noch zentral, mit einem schwimmenden Stadion mitten in der Stadt wie vor drei Jahren kann er aber nicht mithalten.

Im Interesse der Stadt

Mithilfe der Europameisterschaft möchte die Stadt Den Haag Werbung für das Areal machen, das aus sportlicher Sicht die besten Voraussetzungen bietet. Aufgrund der Idee, am Wochenende nicht nur die Finalspiele der Beach-Volleyball-EM, sondern auch die der U20-Hallenvolleyballer und der Sitzvolleyballer in Den Haag zusammenzuziehen, war außerdem ein großzügiges Gelände wichtig. Das alles ist in Zuiderpark gegeben, hier trifft sich die Volleyball-Community, Keijzer gibt aber auch zu: „Die Einzigartigkeit des Austragungsortes ist mit dem Wechsel sicherlich etwas verlorengegangen.“

Für die Spieler bot sich bisher ebenfalls ein wechselndes Bild. „Dass man immer auf dem Center Court spielt, ist natürlich auch sehr cool“, sagt Sandra Ittlinger. Margareta Kozuch, die wie Ittlinger bisher in Rotterdam gespielt hat und dort auch auf einem Schiff direkt neben den Feldern schläft, ergänzt: „Man muss kein Shuttle zum Training und zum Spiel nehmen, das erspart natürlich Zeit.“

Für Phillip Arne Bergmann ist es etwas ungewohnt, mit nur sieben anderen Teams auf einem Turnier zu sein, das schaffe eine andere Atmosphäre. Zudem ist der Modus für die Trainer, Ärzte und Physiotherapeuten, die mehrere Teams betreuen, wie schon bei der WM 2015 eine logistische Herausforderung. 

Gute Stimmung am Wochenende

Die Weltmeisterschaft 2015 war trotz dieser Herausforderung ein voller Erfolg. Auch für die Europameisterschaft laufen die Ticketverkäufe langsam besser, das Ziel 50 000 Zuschauer anzuziehen ist immer noch realistisch. Zudem steht das Turnier ohnehin noch in den Startlöchern, die heiße Phase des Turniers beginnt erst am Freitag. Dann erwarten die Veranstalter auch in Den Haag volle Tribünen.

Zur Info:

Für die Kurzentschlossenen: Auf der Turnierseite zur Europameisterschaft findet ihr nicht nur alle Ergebnisse und Livestreams, sondern auch Informationen zur Anreise, der Parksituation vor Ort, zum Ticketkauf etc.

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