Den Ansprüchen nicht genügt

Beach International

Eine Silbermedaille bei den Weltmeisterschaften war nicht genug: Nach nur einer Saison gehen die US-Amerikanerinnen April Ross und Lauren Fendrick wieder getrennte Wege. Die zweimalige Olympia-Medaillen-Gewinnerin Ross wird das Projekt „Tokio“ stattdessen mit Alix Klineman angehen.

Wenig Höhepunkte, viele Probleme

Es war die wohl turbulenteste Saison in April Ross´ Beach-Volleyball-Karriere: Das krachende Aus ihrer langjährigen Partnerschaft mit dreifachen Olympia-Siegerin Kerri Walsh-Jennings kurz vor Saisonbeginn, eine Verletzung am Zeh, die sie kurz vor der WM aus der Bahn warf, nur eine Medaille auf der internationalen Tour der FIVB – in der Summe ergibt das die schwächste Saison seit 2006. Zwar gab es die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft in Wien, der Anspruch der zweimaligen Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen ist aber ein anderer. Die Konsequenz: Das Aus für das Duo Ross/Fendrick nach nur wenigen Monaten Zusammenarbeit. 

Die Suche nach einer neuen Partnerin gestaltete sich etwas schwierig – nicht aber, weil es zu wenig Interessentinnen gab: „Es haben mich einige Leute angesprochen, da war ich wirklich geschmeichelt. Es war schwer herauszufinden, was ich tun soll. Also habe ich mit einigen trainiert. Am Ende ging es um nicht greifbare Dinge, ich habe mich dann für Alix Klineman und die Chance mit ihr nach Tokio zu fahren, entschieden“, erklärte die 35-Jährige im Interview mit dem SandCast Podcast.

Das Ziel: Bei Olympia endlich ganz oben stehen

Bis vor kurzem war die 27-jährige Klineman noch als Außenangreiferin in der Halle tätig, ehe sie im Mai 2017 in den Sand wechselte und nicht nur Ross in ihrer ersten Saison beeindrucken konnte: „Neben ihren physischen Fähigkeiten hat sie nach nur einer Saison im Sand einige wirklich gute Dinge gelernt, viel schneller, als ich es erwartet hatte. Für ihre 1,94 Meter hat sie sehr schnelle Reaktionen.“ Die Belohnung dafür: Zwei Medaillen und die Auszeichnung als „Rookie of the Year“ der US-amerikanischen Tour AVP holte Klineman sich in ihrer Debüt-Saison.

Die langjährige Hallen-Nationalspielerin spielte in ihrer Karriere bei großen Clubs in Italien und Brasilien, ein ganz entscheidender Meilenstein fehlt ihr bisher aber: Die Teilnahme an Olympischen Spielen. Dieses Projekt wird sie nun mit einer Partnerin angehen, die endlich nach ganz oben möchte: Nach Silber in London und Bronze in Rio de Janeiro strebt Ross nun in Tokio nach Gold. Mit Klineman glaubt sie dafür die Richtige an ihrer Seite zu haben: „Einer der Sachen, die ich über die Jahre gelernt hab, ist die Bedeutung von einem gleichgesinnten Team um dich herum. Alix hätte weiterhin in der Halle spielen und damit gutes Geld verdienen können, stattdessen ist sie nun im Sand, weil sie bei Olympia teilnehmen möchte. Sie hat etwas zu beweisen und mir gefällt, dass das Teil von ihrer Motivation ist.“ 

Einen ersten Eindruck von diesem ambitionierten Duo wird es beim 4-Sterne-Turnier in Den Haag Anfang Januar geben. Dann werden sicherlich nicht nur die Olympiasiegerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (allerdings aus der Ferne) beobachten, wie sich die US-Amerikanerinnen schlagen.

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