„Der Gedanke der Major Series ist Geschichte“

Beach international

Hannes Jagerhofer hob Beach-Volleyball-Events mit der Beach Major Series auf ein neues Niveau, doch offenbar ist der (weltweite) Markt dafür nicht vorhanden. „Wir sehen keine Chancen, in den nächsten Jahren Übersee Fuß zu fassen“, so Jagerhofer. Wie es nun weitergehen soll.

Wien gerettet, Gstaad offen, beim Rest „sieht es sehr schlecht aus“

Das Event der Major Series in Wien ist für 2021 gerettet, im schweizerischen Gstaad sieht es ebenfalls so aus, als ob ein internationales Beach-Volleyball-Event auf die Beine gestellt werden kann – ob daraus auch ein Major wird, ist derzeit aber noch unklar. Hamburg will sich um die Europameisterschaft im kommenden Jahr bewerben, da dürfte ein zweites großes Turnier vom Kaliber einer Major Series kaum zu stemmen sein.  

Wie also geht es damit weiter? Jagerhofer selbst findet eine klare Antwort: „Beim Rest sieht es sehr schlecht aus. Wir sehen keine Chancen, in den nächsten Jahren Übersee Fuß zu fassen. Der Gedanke der Major Serie ist damit Geschichte.“ Schon länger wollte Jagerhofer ein Turnier in Mexiko veranstalten, die Gespräche dazu waren wohl schon sehr weit. Für das Event in Fort Lauderdale in Florida, USA hätte man laut Jagerhofer einen Deal hinbekommen, „wo wir mit plus-minus-null herauskämen.“

Es geht weiter, wenn die Voraussetzungen stimmen

Doch die Corona-Pandemie machte sowieso einen Strich durch alle Planungen. Und versetzte der Major Series wohl so den endgültigen Abschluss. Auch wenn Jagerhofer „zu 100 Prozent“ Corona verantwortlich macht, gehört zur Wahrheit aber auch, dass die Serie schon vor der Pandemie in den vergangenen Jahren eher schrumpfte. 2017 gab es fünf Events; in Fort Lauderdale, Porec (Kroatien) und Gstaad veranstaltete Jagerhofer die Beach Majors Series, hinzu kamen Wien (WM) und Hamburg (Word Tour Finals). Im Jahr darauf fiel Porec weg, 2019 Fort Lauderdale.

Ursprünglich hob Gründer Hannes Jagerhofer die Beach Major Series 2015 aus der Taufe und damit die Idee, eine weltweite Premium-Serie der World Tour zu etablieren. Tatsächlich schaffte der Österreicher einen neuen Standard in der Szene, neben Wien, Gstaad und Hamburg wurden Turniere gespielt in Kroatien, Norwegen, Kanada und den USA. Jetzt „sind die Voraussetzungen einfach nicht mehr gegeben“, sagt Jagerhofer, der sich zukünftig mit der Serie auf den deutschsprachigen Raum beschränken will.

„Wir möchten Beach-Volleyball schon weitermachen, wenn die Voraussetzungen stimmen.“ Bei den Voraussetzungen wird es sich in erster Linie um die finanziellen Ressourcen handeln, denn das hohe Niveau hat auch seinen Preis: Das Wien Major beispielsweise hat ein Budget von 7 Millionen Euro. Die gute Nachricht ist aber: Ganz lassen will es der umtriebige Österreicher nicht, für die Beach-Fans ist das ein gutes Zeichen.

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