Der große Saisonrückblick 2004 - National - Masters Serie der Herren

 

Das Jahr 2004 hatte in punkto Beach-Volleyball gleich mehrere echte Highlights zu bieten. Man denke nur an die Olympischen Spiele in Athen, die Europameisterschaften in Berlin, die Grand Slam Turniere der FIVB Serie und nicht zu vergessen die Wettbewerbe auf nationaler Ebene - allen voran die Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand. Derart viele Saisonhöhepunkte unterschiedlicher Art in einem einzigen Jahresrückblick zu vereinen ist nicht einfach und kann mit Sicherheit nicht den Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Beach-volleyball.de versucht dennoch einmal eine Bilanz der Saison 2004 zu ziehen.

Im zweiten Teil unseres Saisonrückblicks lassen wir noch einmal die fünf Turniere der Masters-Serie und natürlich die Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand Revue passieren. Wer konnte überzeugen, welches Team überraschte, wo gab es enttäuschte Gesichter? Ein Rückblick auf eine turbulente Saison, angefangen bei den Herren. Ein Überblick über die Saison-Highlights bei den Damen folgt Ende der Woche.

Herren

Bei der diesjährigen Saisonbilanz sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die Herren-Nationalteams aufgrund der zeitgleich ausgetragenen FIVB-Worldserie gar nicht oder nur selten bei einem Masters am Start waren. Die Olympiaduos Markus Dieckmann und Jonas Reckermann sowie Christoph Dieckmann und Andi Scheuerpflug bestritten kein einziges Masters-Turnier und erschienen erst zum nationalen Saisonabschluss am Timmendorfer Strand. Dies soll die hervorragenden Leistungen anderer Teams bei den einzelnen Masters-Turnieren in keiner Weise schmälern. Dennoch haben die Titelkämpfe um die Deutsche Meisterschaft erneut gezeigt, dass Wettkämpfe mit allen deutschen Top-Teams im Hauptfeld das Niveau und auch die Ergebnisse nachhaltig verändern. Am Timmendorfer Strand waren die vier Nationalteams im Halbfinale unter sich.

Julius Brink und Kjell Schneider hatten lediglich in Essen gemeldet und überzeugten mit dem zweiten Rang, David Klemperer und Niklas Rademacher waren ebenfalls in Essen vor Ort und belegten Rang Fünf. Das einzige Stadt-Masters in dieser Saison besaß damit das bestbesetzte Teilnehmerfeld der ersten fünf Spielorte.

Trotz dem Ausbleiben der Nationalteams bei den Masters-Turnieren überraschten bei den Herren rückblickend besonders Eric Koreng und Marcus Popp, die die Masters-Serie mit einer beeindruckend konstanten Spielweise dominierten. Das Duo vom VC Markranstädt holte sich mit Siegen in Zinnowitz, Kühlungsborn und Essen gleich drei der begehrten Titel. Aber auch bei den anderen beiden Turnieren trumphte die „Leipziger Männer WG“ auf. In Burg auf Fehmarn verloren sie das Finale, in St. Peter Ording reichte es noch zu einem dritten Rang. Damit zeigten Koreng/Popp im nationalen Vergleich die mit Abstand beste Saisonleitung aller Teams. Bei den Deutschen Meisterschaften konnten die beiden ihre Leitung allerdings nicht bestätigen und landeten lediglich auf Platz neun.

Ebenfalls eine Menge hochklassiger Matches zeigten Thomas Kröger und Kay Matysik. Das Duo gewann den Masters-Titel in Burg, wurde Zweiter in Zinnowitz sowie Dritter in Essen. Ein fünfter Platz in Kühlungsborn, aber vor allem der enttäuschet dreizehnte Rang in St. Peter Ording gab dem Team dennoch Rätsel auf. Ihre Formkurve zeigte wenig Konstanz, ein neunter Rang am Timmendorfer Strand passte ins Bild. Da erscheint es zumindest in Teilen nachvollziehbar, dass Thomas und Kay in der neuen Saison mit einem anderen Partner ihr Glück versuchen wollen.

Ein beachtlicher Erfolg gelang auch Jörg Ahmann und Axel Hager, den Ikonen des deutschen Beach-Volleyball-Sports. Vince und Hägar gewannen souverän das verregnete Masters-Finale von St. Peter Ording gegen die Überraschungsfinalisten Arvid Kinder und Leonard Waligora aus Berlin. Aber auch hier profitierten Ahmann/Hager sicherlich vom Fehlen der Nationalteams. Trotzdem: Mit dem Titel hatten beide eine lange Durststrecke beendet - ihr letzter Masters-Sieg war den beiden 1999 in Essen gelungen. „Ich dachte, wir müssten auf die Einführung eines Senior-Masters warten, um wieder ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, aber es ist ein schönes Gefühl es endlich wieder geschafft zu haben“, zog Jörg später seine Turnierbilanz. Zum Triumph in St. Peter Ording kam noch ein zweiter Rang in Kühlungsborn dazu. In Zinnowitz war das Duo Ahmann/Hager Dritter geworden.

Zwischenzeitlich hatte Jörg mit David Klemperer eine „sportliche Zweckgemeinschaft“ für Burg auf Fehmarn gegründet. Das Interimsduo ohne echten Blockspieler holte zur Freude vieler Zuschauer Platz drei.

Lobenswerte Erwähnung sollte noch einmal die Saisonleistungen zwei weiterer Herren-Teams finden. Allen voran spielte das Nachwuchs-Duo Daniel Krug und Mischa Urbatzka (beide Jahrgang 1983) eine überzeugende Saison, die mit dem vierten Platz in Burg auf Fehmarn einen ersten Höhepunkt erreichte. Die frisch gebackenen U-23 Europa-Vizemeister holten sich zudem noch den siebten Platz in St. Peter Ording, sowie zwei neunte Plätze in Zinnowitz und Essen. Aber auch das Duo Arvid Kinder und Leonard Waligora konnte überzeugen. Die beiden Berliner (beide Jahrgang 1980) mussten sich im Finale von St. Peter Ording nur Ahmann/Hager geschlagen geben. In Kühlungsborn wurden sie beachtlicher Vierter, in Zinnowitz, Burg und Essen reichte es zumindest noch für den siebten Rang.

Die Deutschen Meisterschaften am Timmendorfer Strand sind auch in diesem Jahr den hohen Erwartungen gerecht geworden: Das wichtigste nationale Turnier der Saison beeindruckte durch begeistertes Publikum, traumhaftes Wetter und jeder Menge hochklassiger Duelle am Netz. Natürlich ließen sich auch die Nationalteams dieses prestigeträchtige Turnier nicht entgehen. Bei den Herren bestätigten Christoph Dieckmann und Andi Scheuerpflug ihre Olympia-Form und verteidigten ihren Titel des Deutschen Meisters aus dem Vorjahr in zwei Sätzen gegen die Überraschungsfinalisten Julius Brink und Kjell Schneider (21:18, 21:16). Dieckmann/Scheuerpfug hatten in einem mitreißenden Halbfinal-Match Markus Dieckmann und Jonas Reckermann in drei Sätzen bezwungen. Brink/Schneider hatten sich im zweiten Halbfinale ebenfalls im Tie-Break gegen David Klemperer und Niklas Rademacher durchgesetzt. David und Niklas waren es auch, die aufgrund einer Verletzung von Jonas noch als Dritter auf das Siegerpodest am Timmendorfer Starnd klettern durften.

Ein beachtlicher Erfolg gelang Jan-Erik Gatzke und Thorsten Schoen mit ihrem fünften Platz. Die beiden waren lediglich an Position dreizehn gesetzt und hatten sich erst im Viertelfinale dem Duo Dieckmann/Reckermann geschlagen geben müssen.

Ein bisschen Wehmut gab es bei den Herren natürlich auch. Jörg Ahmann und Axel Hager waren bei ihrem letzten gemeinsamen nationalen Auftritt nach zwei Niederlagen sang- und klanglos ausgeschieden. Ein schmerzhafter Abschied an einem Ort, an dem sie mit drei Titeln grandiose Erfolge gefeiert hatten. Trost gab es für Ahmann/Hager am Finaltag. Die beiden bekamen ihr Abschiedsspiel gegen die zwei alten Weggefährten Hauke Braack und Werner Richnow sowie eine große Verabschiedung, an der alle Spieler noch mal auf den Centre Court herzlich gratulierten. Zudem wurde das Stadion am Timmendorfer Strand in "Ahmann-Hager Arena" umbenannt. Ein gelungener Abschied für zwei ganz Große dieser Sportart.

Aber auch Andi Scheuerpflug, der vor genau zehn Jahren seinen ersten DM-Titel holte, kündigte seinen Rücktritt an – wenn auch erst für 2005: “Ich werde nächstes Jahr in Timmendorf mein letztes Turnier bestreiten, danach ist Schluss.“

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